Eine Handgranate ohne Zünder geht nach hinten los

Handgranatenanschlag auf ein deutsches Asylwerberheim, neueste polizeiliche Erkenntnisse:

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 „Anhaltspunkte für eine fremdenfeindliche Tat gibt es demnach nicht. Die Männer hätten überwiegend einen osteuropäischen Migrationshintergrund, teilten die Ermittler mit“.  #Handgranate – ein einziger Generalverdacht durch Politiker aller Coleur:   SPD/ Heiko Maas: «Die Täter dürfen nicht ungestraft davon kommen», twitterte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) unter dem Hashtag #Handgranate. (Heiko, davonkommen wird zusammengeschrieben, auch bei Twitter)

DIE LINKE/ Bernd Riexinger: Der Anschlag auf die Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Villingen-Schwenningen war systematische rechte Gewalt und ein weiteres Beispiel für das Versagen von Justiz und Regierung, erklärt der Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Bernd Riexinger. Die rechte Szene befindet sich seit Monaten im Kriegszustand. Vor den Augen der Polizei, den Medien und der Politik hat sich rechtsextreme Gewalt im vergangenen Jahr vervielfacht. Die Begleitmusik zu Brandsätzen gegen Flüchtlingsunterkünfte liefern jede Woche die braunen Aufmärsche Gida-Volksverhetzer. (Siehe hier)

DIE GRÜNEN/ Winfried Kretschmann: Politiker sprechen bundesweit von einer neuen Dimension der Gewalt. «Also das ist wirklich unfassbar, dass jetzt schon mit Handgranaten – quasi mit militärischen Waffen – auf Asylsuchende losgegangen wird»,sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. (siehe hier)

DIE GRÜNEN/ Volker Beck: Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck, innenpolitischer Sprecher, bezeichnete die Tat als «Straßenterror» und forderte einen Gipfel im Kanzleramt mit Diskussionen, «die am Wohl und Schutz der Flüchtlinge orientiert sind und nicht nur an deren Abwehr». (Siehe hier)

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf nannte die Attacke einen „Anschlag gegen die Menschlichkeit“. Die Tat müsse mit der ganzen Härte des Rechtsstaates verfolgt und bestraft werden. (Siehe hier).

Der Anschlag habe ihn zutiefst erschüttert, sagte der Freiburger Vizeregierungspräsident Ficht. «Zumal es eine Handgranate ist, die auch im Kriegsfall verwendet wird. Und das in einer Umgebung, in der wir eine Einrichtung betreiben, die Menschen Schutz bieten sollen, die vor so einer Situation geflohen sind. » Wie es den betroffenen Flüchtlingen im Moment gehe, könne er nicht genau sagen, erklärte Ficht. Seine Mitarbeiter hätten aber Kontakt mit Asylbewerbern gehabt, die Lage sei ruhig. (Siehe hier)

Und nun? Ausländerfeindliche Ausländer bringen deutsche Politiker in die Wählerverdächtigungsbredouille. Die Hetzer haben sich verhetzt.

Schwamm drüber! Entschuldigungen wird es nicht geben. Ich hasse es, Recht gehabt zu haben.

Das ist es, was am meisten weh tut: Das mangelnde Schuldbewusstsein dieser Vorverurteiler. Ihr Mangel an Empathie dem eigenen Volk gegenüber. Der Mangel an Vertrauen der Politik zu den Wählern. Der Mangel an Respekt der Medien gegenüber den Lesern und Zuschauern.

Beitrag zuerst erschienen auf achgut.com (Autor: Manfred Haferburg)

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Manfred Haferburg

Liebe Freie Welt Redaktion,
Euer Beitrag "Eine Handgranate ohne Zünder geht nach hinten los" erschien nicht zuerst auf "ortneronline.at" sonder auf der "Achse des Guten" und er wurde nicht von Christian Ortner geschrieben, sondern, bei aller Selbstüberschätzung, von mir.

[Vielen Dank, wir haben es geändert. Die Red.]

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