Eine Frauenquote ist rassistisch, Frau Kramp-Karrenbauer!

Die Quote widerspricht einem fundamentalen Prinzip: Der Leistung. Und gerade dadurch ist die Quote rassistisch. Denn Leistung macht uns dem, was wir sind.

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Wir müssen reden, Frau Kramp-Karrenbauer. Wir müssen reden, worüber augenblicklich alle reden: Über Rassismus. Denn Sie wollen eine Quote einführen in der CDU. Und eine Quote, egal ob sie sich nun nach dem Geschlecht, der Hautfarbe oder der Religion richten soll, ist rassistisch. Das mag überraschen. Denn natürlich geht es jenen, die eine Quote einführen wollen, nicht um Rassismus. Im Gegenteil, sie verstehen sich als aufrechte Anti-Rassisten; sie wähnen sich unter den Guten. Und wie könnten die Guten rassistisch sein.

Das geht ganz einfach. Man muss nur fragen, was eine Quote bedeutet, was sie bewirkt ? – Was also soll die Quote bewirken ? – Dass Plätze in einer Institution, einem Unternehmen oder in einer Partei nicht mehr nach Leistung, sondern nach anderen Kriterien besetzt werden sollen. In den Vorständen von Unternehmen sitzen im nächsten Quartal nicht mehr die, die erfolgreich sind, Sprecher einer Partei werden bis zur nächsten Wahl nicht mehr die, die dank ihrer bisherigen Arbeit gewählt werden sollten. Zukünftig entscheidet in bestimmten Situationen allein das Geschlecht über den Rang des Mitarbeiters im Unternehmen oder des Mitglieds in einer Partei.

Es ist also ein äußeres Merkmal, ein Merkmal, für das der oder die Gewählte nichts kann. Das muss nicht nicht unbedingt das Geschlecht sein. Herkunft, Hautfarbe, Religion – ja, auch die Religion – sind ebenso denkbar. Aber ausdrücklich ist es kein Merkmal, das eine Person zum Individuum macht, dem wir einen Namen verleihen. Dass eine Person eine Frau ist, resultiert allein aus der Zuordnung zu einer Gruppe. Sicher prägt die Gruppe ihren Charakter – aber etwas Einmaliges wird sie erst durch Eigenschaften, die sie über die Gruppenmerkmale erheben. Als Frau allein wird man noch keine Prinzessin.

Damit werden die Gruppenmerkmale keineswegs marginal. Im Gegenteil: Sie sind essentiell. Allerdings gehören sie allesamt zu dem, was die Natur uns verleiht und für das wir nichts können. Und wenn Frauen sich immer wieder beklagen, zum Objekt erniedrigt zu werden, dann zielen sie im Grunde genau auf dieses nivellierende Moment der Zuordnung zu einer Gruppe. Sie, die sich beklagt, fühlt sich nicht bestätigt, denn ihr blieb bisher verwehrt, zu zeigen, dass sie mehr ist als bloßes Mitglied der Gruppe der Frauen. Und es wundert auch nicht, dass ausgerechnet Frauen, die eher selten zum weiblichen Objekt gemacht worden sind – und in der Politik wimmelt es davon –, umgekehrt ihre weiblichen Merkmale gestärkt sehen wollen – etwa über eine verbindliche Quote. – – Doch das ist ein anderes Thema.

Was aber erhebt uns über Merkmale, die die Natur uns verleiht und für die wird nichts können ? Was macht eine Person zu dem, durch das wir sie als einzigartig erkennen ? Wodurch zeichnet sich die Individualität eines Individuums aus ? – Die Antwort ist einfach und, das mag zunächst überraschen, mit der Quotenfrage engstens verbunden. Ja, mehr noch, die Antwort verweist auf eines der fundamentalen Momente, das die letzten Jahrzehnte bewegte und dessen Bedeutung gar nicht unterschätzt werden kann: Individualität zeigt sich durch Leistung.

Leistung! – Sie hebt den Menschen aus der Masse empor. Ob in Kunst, Naturwissenschaft oder Sport – zur Einzelperson, an deren Namen wir uns erinnern, werden Menschen durch das, was sie Höchstes erreichen. Der Komponist, dessen Geburtsjahr auch nach 250 Jahren noch alle begehen, der Physiker, dessen Zungenschlag unzählige Zimmer verziert, der Tennisspieler, dessen Namen durch alle Klassen bekannt ist. Sie haben sich durch eine eigene, besondere Leistung aus der Masse erhoben. An sie wird man sich auch noch nach Generationen erinnern. Bei den Kriegshelden war es in vergangenen Zeiten nicht anders. Sie haben vollbracht, was all die anderen nicht gewagt haben würden. Sie, die Helden, hatte sich die Anerkennung durch die vielen andren verdient.

Die Gruppe, die vielleicht am meisten unter Rassismus zu leiden hatte und noch immer leidet: Die Juden, hat um diesen tieferen Sinn der Leistung immer gewusst. Die im 19.Jahrhundert nach Europa strebenden Ostjuden lebten vor allem nach einer Devise: Ihnen wird nichts geschenkt und sie müssen beweisen, dass sie es können. Ausbildung war für sie ein selbstverständliches Ziel. Sie bissen sich durch und erreichten in Kunst und Naturwissenschaften ohne auch nur das My einer Quote Enormes. Und im gewissen Sinne dokumentiert Israel heute diese Moral – denn Leistung erbringen zu wollen, ist eine moralische Frage – im Rahmen der Völkergemeinschaft. Vietnam wäre ein anderes Beispiel. Südkorea. Und natürlich das Deutschland der Nachkriegsjahrzehnte.

Doch Leistung ist heute nicht mehr gefragt. Sicher, wir wissen um ihre Bedeutung. Aber sie wurde und wird nach und nach als Auszeichnung aus dem Alltag entfernt. Unmissverständlich zeigt sich das im Bildungssystem. Unter dem Stichwort Inklusion werden die Spitzen gekappt und alle werden nach unten gezogen: Erst die Schüler und schließlich die Lehrer. Unter dem Anspruch, Gerechtigkeit und Teilhabe walten zu lassen, wird nivelliert und das Untere nach oben gekehrt.

Damit aber ergibt sich eine Paradoxie: Hat sich die 68er-Bewegung nicht immer als Bewegung für Individualismus verstand ? Und hat sie nicht zugleich alle Leistung verachtet ? Leistungsdruck als Ausdruck der kapitalistischen Hölle verdammt ? – Ja, das hat sie. Und ihre Adepten sehen das noch heute nicht anders. Sie glauben, Persönlichkeit sei gratis zu haben. Durch wohlfeile Meditation.

Gratis bekommt man die Quote. Sie soll die Leistung ersetzen, eben weil Persönlichkeit überhaupt nicht gewollt ist. Ausnahmslos jeder, der über die Quote etwas erreicht, versinkt in der Gruppe, deren Quote durch seine Anwesenheit erfüllt werden soll. Die abfällige Titulierung als ›Quotenneger‹ hätte Barack Obama erhalten auch ohne, dass es gesagt worden wäre; und man musste schon ein Rassist sein, ihm den Friedensnobelpreis zu schenken. Ein an Leistung orientierter Schwarzer hätte ihn als Beleidigung höflich aber bestimmt abgelehnt. Nicht so Obama. Dass er nur durch Worte geglänzt hat, macht ihn daher nicht nur zum Mohren der Presse, sondern ist Ausdruck dafür, dass wirkliche schwarze Leistung nicht zählt.

VorhAber in der heutigen Zeit konnte er glänzen. Denn schließlich herrscht in allen Bereiche die Quote. Und wo sie nicht herrscht, soll sie zukünftig herrschen. So auch, Frau Kramp-Karrenbauer, in Ihrer Partei. Nicht mehr individualisierende Leistung, sondern das Geschlechtsmerkmale sollen über einen Vorsitz entscheiden. Die Kandidaten werden auf ihren Gruppenbezug, für den sie nichts können, heruntergebrochen. Sie werden auf ein äußeres Merkmal reduziert.

Wer Menschen jenseits ihrer besonderen Fähigkeiten nach ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten, körperlich bestimmten Gruppe bewertet, bewertet sie nach Merkmalen, die dem einer Rasse entsprechen. Sicher, der Begriff der Rasse ist nicht unumstritten. Unstrittig aber ist, dass Rasse ein Merkmal benennt, dem sich zu entziehen dem Einzelnen niemals gelingt – wie das Geschlecht. ›Anatomie ist Schicksal‹, sagt schon Freud. Ob wir Mann oder Frau sind, darauf haben wir keinen Einfluss.

Daher ist es ein äußeres Merkmal. Nicht zufällig wird von äußeren Geschlechtsmerkmalen gesprochen. Und falls Sie, Frau Kramp-Karrenbauer, nun auf die soziale und psychologische Bedeutung des Geschlechts hinweisen wollen, dann sollte sie vorher bedenken, dass sie dabei sind, die juristische Vorhölle des gegenderten Wahlrechts zu betreten. Am Ende fällt es einem Christdemokraten, der am Abend des ersten Wahlparteitags männlich eingelullt worden ist, am nächsten Tag ein, den zweiten Wahlgang weiblich-frivol zu bestreiten. Nicht in Ihrer Partei; aber man weiß ja nie.

Nein, das Geschlecht bleibt ein äußeres Merkmal. Und nach äußeren Merkmalen eine Entscheidung über Menschen zu treffen, das führt zum Denken nach Maßgabe eines äußeren Merkmals. Das aber führt geradewegs in den Rassismus. Welche Merkmale es dann konkret sind, steht auf einem anderen Blatt. Das Geschlecht zählt damit dazu und damit auch der Sexismus.

Denken und politisch Handeln nach äußeren Merkmalen ist rassistisch, Frau Kramp-Karrenbauer. Und daran ändert sich nichts, nur weil die Mitglieder des Merkmals proportional verteilt werden sollen. Deutlich wird das, wenn man die Quotierung verkehrt. Typischerweise wird ja immer nur von Quoten gesprochen, wenn eine vermeintliche Minderheit ihren Anteil verlangt. Da sind die 50 Prozent Frauen in der Gesellschaft, die Anspruch auf 50 Prozent aller Vorstandssprecher anmelden. Aber was wäre, wenn jemand umgekehrt fordert, dass Frauen auch nicht mehr als diese 50 Prozent einfordern dürfen ? Ja, wenn die Forderung aufgestellt wird, mehr als 50 Prozent dürften Frauen nicht mehr belegen ? Oder in Deutschland würde verboten, dass Farbige mehr als ihren verschwindend geringen Anteil an der Gesamtheit der Bevölkerung in einem Studiengang wie Informatik belegen ? – Zu weit hergeholt ? – Mitnichten. In der Fußball-Bundesliga wäre eine solche Forderung im Sinne einer Quotierung genau auf der Linie, die Sie, Frau Kramp-Karrenbauer, gerade vertreten. Nur würden sie eine solche Forderung niemals vertreten. Denn eines wäre Ihnen dann sicher: Der Vorwurf, eine Rassistin zu sein.

Ich weiß nicht, ob Sie in Ihrem Entwurf eine Obergrenze für den Frauenanteil ausformulieren. Meine Vermutung: Das haben Sie nicht. Sie wollen nur dafür sorgen, dass Frauen die Hälfte des Himmels beherrschen unabhängig davon, was sie leisten. Allein das äußere Geschlechtsmerkmal soll darüber entscheiden, wer ein Unternehmen führt oder Ihre Partei und sonst nichts. Das aber ist die Herrschaft eines äußeren Merkmals Und das ist Rassismus. Für diese Art von Rassismus steht die Quote. Sie, die Quote, ist der Feind des je besonderen Menschen, der etwas leistet. Und mit ihr jeder, der sie vertritt.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Maria

Erfolg kennt kein Geschlecht.

Gravatar: Noch ne Alte mit nem Knall

Wie wär's mit ein bisschen freiwilligem Zwang, vielleicht ein bisschen wenigstens ...

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-annegret-kramp-karrenbauer-stellt-freiwilligen-wehrdienst-vor-a-355e94fb-2e5d-40fa-b832-cbf5c5bfc390 ?

"Warum soll das den Namen "Wehrdienst" bekommen? Frau Krampf - Knarrenbauer, machen Sie Ihre Arbeit doch bitte nur ein einziges Mal, und machen Sie sie dieses eine Mal ordentlich, das heißt, machen Sie sich mit Ihren Möglichkeiten, wie beschränkt auch immer sie sein mögen, für die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht und dafür stark, dass davon endlich ohne Unterschied und ganz "gleichgestellt" junge Männer wie junge Frauen betroffen sind."

Gravatar: Karl Napp

Demokratie heißt: Jeder volljährige Staatsbürger hat eine Stimme und jeder volljährige Staatsbürger darf sich um das Mandat bewerben. Schluss, Punkt, Aus. Jede weitere Prämisse für das aktive und/oder passive Wahlrecht ist undemokratisch und führt zur Gruppendiktatur.

Gravatar: Silvia

Es gibt keine "Geschlechtergerechtigkeit", "Qoutengerechtigkeit" oder "Soziale Gerechtigkeit".
Es gibt nur Gerechtigkeit oder eben nicht.
Sobald man der Gerechtigkeit irgendwas davor setzt, hört sie auf, Gerechtigkeit zu sein und wird zur Einseitigkeit.
Mich als Frau nervt jedenfalls das Getue.
Und außerdem können die Männer das umgehen, indem sie verlangen, als Frau "wahrgenommen" zu werden. So wie das Grüne Pfuderer, das sich gerade mit Boris Palmer zofft. Ich will von sowas jedenfalls nicht regiert werden, basta!

Gravatar: germanix

@ Wolfgang Hebold

Zitat:

"Eine Frauenquote ist rassistisch, Frau Kramp-Karrenbauer!"

Sie haben den Nagel genau auf den Kopf getroffen!

Es geht um Leistung und nicht um Gutdünken - dass habe ich schon im Kindergarten gelernt!

Frau AKK - hören Sie mit Ihrer Phrasendrescherei auf! Wann haben Sie die Frauen aufgefordert, in den Hoch-oder Tiefbau, in den Tunnelbau, in die Stahlproduktion oder in die Schwerindustrie als Montagebauerinnen zu gehen? NIE!!!

Daher - Sie, Frau AKK sind eine Rassistin!

Ihnen gehört Ihr Geistes-Handwerk des Dumpfbackentums genommen!

Gravatar: martin43

Die Quote lenkt von dem Können und Eignung ab. Nur weil sie eine Frau ist, wird ihr ein Posten übertragen ob sie es kann oder nicht. Wird dann die Firma, Partei etc. in den Sand gesetzt sind wieder die Männer dran schuld weil sie die Frauen nicht unterstützt haben sollen.
In meinem Berufsleben habe ich erlebt dass die Frauenbeauftragten bei den Bewerbungen nicht die Befähigung der Bewerber geprüft haben sondern dass nur von der Gleichstellungsphantasie geleitet die ungeeignete weibliche Bewerberin eingestellt wurde. Die Folge davon war ein jahrelanges chaotisches Wirken dieser Frau mit erheblichen finanziellen Nachteilen für die Firma.

Gravatar: Reginald Mösenlechner

@ lutz 12.07.2020 - 09:29

"Und wozu gehört nun Merkel?"


Selten blöde Frage. Zur Achse der Mösen, zum Müll, zu den Verfassungsfeindinnen und Feminazis natürlich ...

https://menschundrecht.de/blog%20rot%20forum%20rot%20memory%20rot%20truth%20rot.pdf#page=3

http://menschundrecht.de/Familienpolitik.pdf#page=11

https://app.box.com/s/jy0fo7xzdtnypb75has0

https://app.box.com/s/3a3ocim99agmv0ilf8qba4pe9445gv7y

https://img.buzzfeed.com/buzzfeed-static/static/2014-11/5/11/enhanced/webdr11/anigif_enhanced-17930-1415204478-23.gif

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/abgeordnete-wollen-wahlalter-auf-null-jahre-senken-kinder-an-die-macht-kolumne-a-00000000-0002-0001-0000-000171168297?commentId=9f3148f1-4b9b-407a-89ac-e97f9fef6f71#kommentare

http://www.finalscape.com/wp-content/uploads/2017/08/ue.jpg .

Gravatar: lutz

Feminismus ist Clanbildung, hinter dem der Geschlechterrassimus blüht. Das ist eine primitive Form des Stammesdenkens. Die überlegene Frau denkt in Wirklichkeit wie der Steinzeitmensch. Vielleicht spielen Neandertalgene eine Rolle?

Es sind die Stammesgesellschaften, die alle Demokratie mit ihren primitiven Seilschaften zunichte machen.
Die Milizionäre, die in den failed states ihr Unwesen treiben, die Che Guevaras, Linken, Feministen, sie bilden einen Stamm und zerstören mit ihren Attacken alle Kultur, wie die Taliban die Buddhastatuen, die Anarchisten die Bismarkdenkmäler, oder wie lives black matters im Verbund mit den Anarchisten der USA Historisches.

Was sie skandieren und was heraus kommt, sind zweierlei. Lives black matter will garantiert keinen Kommunismus, das ist der feuchte Traum der Anarchisten.
Am Ende der Fahnenstande stehen immer Zerfall und Bürgerkrieg, der ein versteckter Krieg zwischen Stammeskriegern ist.

Demokratie ist eben nicht einfach.

Und wozu gehört nun Merkel?

Gravatar: Blindleistungsträger

Nach der Lektüre dieses Textes müsste Frau Kramp-Karrenbauer eigentlich vor Scham im Boden versinken. Ich bin aber zuversichtlich, dass sie schamlos genug ist, es nicht zu tun.

Gravatar: A.Krank - Knarrenbauer

@ Elvi Stegner 11.07.2020 - 11:14

Ein Problem ist, dass anscheinend Frauen bestätigt werden, die meinen, um im kritisierten System aufsteigen und sich Männern gegenüber "durchsetzen" zu können, müssten sie die Männern unterstellten, ungünstigen Eigenschaften besonders kultivieren, um den Teufel sozusagen mit dem Beelzebub auszutreiben und das kritisierte System in Wirklichkeit zu verschlimmbessern.

Auf Menschen indes, die nicht sowieso psychopathologisch oder antisozial veranlagt oder wahnhaft krank sind, wirken diese sex wars eher gesundheitsschädlich und uninteressant, sie werden als Zeitverschwendung und als Vergeudung von Lebenszeit wahrgenommen, mitunter als ausübende Verfassungsfeindlichkeit und Rechtsleere.

Gravatar: Hans

Ein uralter Trick, sich als benachteiligt darzustellen, um Vorteile ohne Mühe zu ergattern.

Da Frauen länger leben und dadurch auch die Erbschaften der Männer bekommen, müssten Männer dafür früher in Rente gehen dürfen.

Frauen sind in der Lage, das komplizierteste Produkt herzustellen, das es jemals auf der Erde gab, nämlich Menschen. Aber sie stellen es als Nachteil, Belastung usw. dar, um sich wiederum Vorteile zu erheischen.

Wenn Männer das Familienfahrzeug putzen und pflegen und das Fahrrad wieder gängig machen, dann ist das "Hobby". Wenn die Frau den Haushalt putzt ist das "Doppelbelastung". :-)

Wenn eine Frau sich auf eine Führungsstelle nicht bewirbt, weil sie z.B. den 16-Stunden Arbeitstag scheut oder nicht ständig auswärts unterwegs sein möchte, dann nennt man das Benachteiligung der Frauen und fordert eine 50% Quote.

Sicherlich sind die Punkte etwas überzeichnet, aber dadurch tritt der Sinn deutlicher zu Tage. Und es gibt auch gegenteilige Beispiele, wie so oft.

Gravatar: Elvi Stegner

Der "rassistische" Status Quo - liegt aber anderswo!

Einwand zu:

"Zukünftig entscheidet in bestimmten Situationen allein das Geschlecht über den Rang des Mitarbeiters im Unternehmen oder des Mitglieds in einer Partei."

Abgesehen, davon dass die von der CDU dabei angestrebte" Fifty-fifty"- Quote" - OHNE zugleich einen gleichartigen Qualifikations- und Kompetenznachweis einzufordern, idiotisch ist, muss doch die Frage erlaubt sein, ob nicht genau die in der Vergangenheit unbestritten einseitige männliche Geschlechtsbevorzugung sich stets ausschließlich auf die vermeintlich besseren Fähigkeiten der männlich bevorzugten Auswahl- Kandidaten bezogen haben.

Betrachtet man rückwirkend den gesamten Volkwirtschaft schädigenden Bockmist, der in Serie in den z.T. 100% männlich dominierten Vorstandsetagen der Konzerne und Groß-Banken bis dato (auch weltweit) stattgefunden hat - allein nur vom Zeitpunkt der Finanzkrise 2008 an, dürften sich diesbzgl. wohl ehrlicherweise erhebliche Zweifel melden!

Zahlreiche internationale Studien belegen jedoch, dass Frauen in höheren Positionen in der Wirtschaft und Justiz weniger für Korruption anfällig seien und besser organisieren und strukturieren könnten, als ihre gleichrangigen männlichen Kollegen.

Diese Eigenschaften gehören bei weiblichen Kräften in den div. Unternehmen neben den oft zum Vorteil gereichenden familiären weiblichen Management-Erfahrungen, eine größere Verantwortungsbereitschaft in Krisensituationen effektiv zu handeln, maßgeblich zur "SOZIALEN KOMPETENZ", auf die moderne, vorausschauende u. Zukunfts orientierte (!) Betriebe in ihren Anforderungsprofilen zunehmend immer mehr Wert legen.
Beispiel hierzu:
https://www.personalpraxis24.de/aktuelles/?user_aktuelles_pi1%5Baid%5D=337000&cHash=c4e740613a5824545fb1304243432c63

Obwohl repräsentative Studien weltweit und inzwischen auch die Erfahrungspraxis belegen, dass Frauen tendenziell unbestechlicher seien, sich selbst realistischer einschätzen würden und - statt sich wie Männer oft zu überschätzen und somit häufiger dazu neigen, gravierende Fehlentscheidungen zu treffen - allgemein bessere Führungsqualitäten im Personalmanagement erkennen lassen,
schließen die Ergebnisse selbstverständlich nicht die moralischen und ethischen Standard aus, die jede Person geschlechtsunabhängig zunächst für sich selber überprüfen muss.

Was sich aber dringendst in Deutschland ändern muss ist die gleichgestellte Bezahlung bei gleicher Qualifikation!

21 Prozent beträgt hier die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Damit gehört Deutschland auch 2020 immer noch beschämenderweise zu den Schlusslichtern im internationalen Vergleich.

Statt sich politisch auf eine anscheinend rein sexualisierte Quotenregelung ideologisch zu fixieren, muss mit dieser gleichsam rassistisch diskriminierenden Entlohnungspraxis bei gleicher Arbeit mit zwangsläufug nachfolgender Altersarmut - aufgeräumt werden.

Gravatar: Werner Hill

Diese ausgezeichnete Argumentation müßte auch jenen zu denken geben, die es bisher nicht geschafft haben, durch Denken die Quote abzulehnen.
Ergänzend noch ein Zahlenbeispiel:
Von den 246 CDU/CSU-Abgeordneten sind nur 20% Frauen. Nun sollen es 50% werden. D.h. es müßten 74 Frauen zusätzlich gefunden werden (geeignet und gewillt?) M.a.W.: die Auswahl bei den Männern wäre viel strenger, die durchschnittliche Qualifikation würde sinken und die Quotenfrauen würden aufgrund ihres Geschlechts bevorzugt.
Soviel zum Thema "Quotengerechtigkeit"!

Gravatar: Ulrich Walz

Super Artikel, Herr Hebold! Vor Allem die Analyse der 68-er-Paradoxie (wäre noch mehr dazu zu sagen!) Überaus scharfsinnige Denkarbeit! Findet man bei Mainstream-Kabarettisten, Schreiberlingen, Moderator*innen (das * ist Ironie!) nicht. Eine Diskussion mit Ihnen wäre sicher sehr ermutigend!
Mit freundlichem Gruß
Ulrich Walz

Gravatar: A.Quotze

Ja, eine Frauenquote ist rassistisch, man könnte auch sagen, sexualrassistisch. Im langjährigen politischen Grundsatzprogramm steht eben für jede/n nachlesbar "Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden."

Sind Sie sich sicher, dass diejenigen im Unrecht sind, die es auch gibt und die meinen, das wäre nicht nur Sexualrassismus, sondern eigentlich auch Volksverhetzung, Verfassungsfeindlichkeit, Spaltung, politische Verdächtigung, Denunziation, Verleumdung, Beleidigung als Nichtmensch oder Untermensch, wie zu Adolf Hitlers besten Zeiten ...

https://app.box.com/s/39hdzu4lp1kk9xppnl9l4rufm8b2h1k2 ?

Sexualrassismus ist schon seit zwanzig Jahren nichts Neues mehr im Westen. Der hat sich mit der Dämmerung des 21sten Jahrnunderts lange genug angekündigt, mit dem "Dawning of the Age of Aquarius", "Wassermannzeitalter", "Esoterik", "Reki", "Wahnsinn", "Postmodernismus", "Veränderung", "Großer Basar", "Große Transformation" und so weiter ...

Gravatar: Alfred

Besser undemokratisch und faschistisch. 3 Frauen in der Führungsspitze und schon haben wir das Theater.
Unqualifizierter Schrott. Wenn jemand meinen sollte, mit Frauen gehe es friedlicher zu, der sollte sich diese 3 sozialistischen Kampfhennen mal unter die Lupe nehmen.

Gravatar: karlheinz gampe

Normal sind Quoten nicht, dass ist ja nun wie im Wettbüro. Sind unsere Politiker aus der Psychiatrischen entsprungen ? Kommt bald eine Antifa Quote ?

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