Ein Angebot, das Sie nicht ablehnen können!

Zahlen Sie weder Steuern noch Sozialabgaben und berufen sich auf den guten alten römischen Rechtsgrundsatz, dass eine Zahlung, eine Dienstleistung immer nur unter Bezug auf einen Vertrag zu leisten ist! ... Sie müssen verrückt sein!

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Würden Sie sich als einen Menschen mit Fantasie bezeichnen. Haben Sie Lust auf ein kleines Gedankenexperiment, um herauszufinden, ob eben das zutrifft?

Nun denn: Stellen Sie sich vor, ich würde Ihnen ganz persönlich einen exklusiven Vertrag anbieten. Ein Angebot, das Sie nicht ablehnen können? Inhalt:

     

  1. Ich garantieren Ihnen den Schutz Ihres Lebens und die körperliche Unversehrtheit für Sie und Ihre Familie. So ganz pauschal und ohne auf nähere Einzelheiten einzugehen. Damit unser Vertrag nicht zu umfangreich und zu kompliziert wird. Und genau deshalb will ich auch nicht im Einzelnen ausführen, was passiert – welche Möglichkeiten Sie haben, welche Schritte Sie gegen mich einleiten können - falls Sie der Meinung sind, dass ich dieses vage und sehr unkonkrete Versprechen nicht einhalte.

    Ach ja; fast hätte ich es vergessen: Diese Garantie gilt für alle Zeiten oder jedenfalls so lange, wie ich selbst nicht mit jemanden in Streit und Konflikt gerate. Sollte das je geschehen, dann erwarte ich unbedingt, dass Sie – auch unter Einsatz Ihres Lebens - für mich eintreten. Und – in diesem eher unwahrscheinlichen Fall – auch Leben und Gesundheit Ihrer Familie nicht mehr schonen! Weigern Sie sich, müssen Sie mit meiner strengsten Strafe rechnen. So steht es geschrieben …

  2. Ich garantiere Ihnen für alle Zeiten den Schutz Ihres persönlichen Eigentums. Es folgt – ebenso wie bei 1 – keine genauere Beschreibung, was genau Sie darunter verstehen dürfen. Und auch hier wieder nur eine einzige Einschränkung: Solange ich es nicht selbst benötige, das Eigentum von Ihnen.
  3. Weil so unkonkrete Vertragsbedingungen nun schon einmal leicht zu Missverständnisse und sogar Streit führen könnten – so unwahrscheinlich und bedauerlich es nun einmal ist – vereinbaren wir auch gleich ein Schlichtungsabkommen:

    Wann immer es zu einem Konflikt zwischen Ihnen, mir oder einem in diesem Vertrag nicht genannten Dritten kommen sollte, gibt es nur einen einzigen Richter, diesen Streit gerecht und väterlich zu entscheiden: nämlich mich! So steht es geschrieben: Du darfst keine anderen Richter haben – neben mir!

  4.  

Unnötig zu erwähnen, dass dies ganz ausdrücklich auch für solche Konflikte gilt, die ich selbst verursacht und/oder mit Ihnen angezettelt habe.

     

  1. Und weil natürlich auf dieser Welt nichts umsonst ist, sollten wir auch gleich den Preis für meine Garantien festschreiben: Sagen wir, die Hälfte von dem, was Sie derzeitig verdienen und von dem, was Sie zukünftig – bis zum Zeitpunkt Ihres Todes - jemals verdienen werden.
  2.  

Solange ich damit auskomme natürlich nur. Ansonsten tritt automatisch Nummer 2 in Kraft: Wenn ich halt der Meinung bin, mehr Geld von Ihnen zu benötigen, dann erhöhe ich einfach meinen Preis!

Um wenigsten ein wenig Verlässlichkeit und Beständigkeit in unsere Vertragsbeziehung zu bringen abschließend noch das: Sie haben diesen Vertrag für immer und alle Zeiten einzuhalten – dürfen ihn nie verändern! Ich kann ihn dagegen immer, wenn es mir beliebt, abändern, ohne Sie vorher um Erlaubnis zu fragen! Also eben auch höhere Preise für weniger Leistungen zu verlangen. Oder auch für gar nichts! Oder für das Gegenteil von dem, was Sie „eigentlich“ gerne hätten? Wenn Sie sich beschwert fühlen sollten, können Sie sich ja immer noch an den Richter gemäß Nummer 3 wenden.  Ist das nicht so was von fair? Noch Fragen? Keine Fragen! Dann unterschreiben Sie bitte unten links!

Hand aufs Herz: wer von Ihnen würde einen solchen Vertrag unterschreiben? Nur die ganz „Verwegenen“ – um es nett zu formulieren! Ich möchte ja niemanden beleidigen!

Sie könnten sich ja anschließend weder Ihres Lebens noch Ihres Eigentums mehr sicher sein! Ebenso wenig wie des Lebens Ihrer Familie und dem Eigentum Ihrer Kinder.

Sie würden unweigerlich bis zum Ende Ihres Lebens in einer derartig unmündigen und unwürdigen Knechtschaft ohne jegliche Hoffnung leben, so dass das Schicksal des Volkes Israels in Ägypten dagegen geradezu zu vernachlässigen wäre? Stets und ständig in der Angst, „ich“ könnte zu jedem beliebigen Zeitpunkt bei Ihnen auftauchen – bei Tag oder auch in der Nacht -  um auch den letzten aller vertraglich geschuldeten Gegenstände einzufordern: Ihr Leben und das Ihrer Lieben!

Und selbst wenn Ihnen jemand – sagen wir zur freundlichen Ermunterung – eine Pistole an den Kopf halten sollte, würde der Eine oder die Andere noch darüber nachdenken, ob es nicht besser wäre, jetzt gleich und in Sekunden zu sterben, statt vielleicht später in einem Schützengraben unter großen Schmerzen sehr langsam zu verbluten?

Und selbst wer – unter dem Einfluss von schweren Drogen oder Gutmenschentum - schon unterschrieben hätte, wäre sich gänzlich sicher, dass jedes Gericht der Welt einen solchen Vertag  sofort für unwirksam erklären würde. Schon allein wegen Sittenwidrigkeit!

Sind Sie da wirklich ganz sicher?

Wenn ja:  Versuchen Sie es doch einfach einmal, mit dem „dagegen klagen“. Und lassen Sie mich anschließend unbedingt wissen, wie es ausgegangen ist!

Denn auch Sie unterliegen seit Ihrer Geburt einem solchen Vertrag, auch wenn Sie ihn niemals unterschrieben haben: Der Einkommens-; Sozialabgaben-; sowie der ganz allgemeinen Bürgerpflicht, zur Waffe zu greifen, wenn Ihr Staat Ihnen das befiehlt! Und sich notfalls für denselben totschießen zu lassen. Wenn Ihr Staat z.B. der Meinung ist, Wladimir Putin sei ein so großer Verbrecher, dass man ihm nur noch mit den Mitteln eines Kriegens beikommen kann!

Und das gilt, ganz gleich, ob Sie nun in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder in den Vereinigten Staaten leben. Sind Sie zu alt oder unterliegen nicht der Wehrpflicht, so können Sie sich noch immer als sogenannter „Kollateralschaden“ für Ihr Land nützlich machen. Niemals in der Weltgeschichte starben mehr Zivilisten in Kriegen als heute!

Dann versuchen Sie es doch tatsächlich einfach einmal auch ganz praktisch: Zahlen Sie weder Steuern noch Sozialabgaben und berufen sich auf den guten alten römischen Rechtsgrundsatz, dass eine Zahlung, eine Dienstleistung immer nur unter Bezug auf einen Vertrag zu leisten ist! Und unterschrieben haben Sie doch sicher so etwas nicht? Sie haben ein solch unmoralisches Angebot doch niemals angenommen! Sie müssten doch komplett verrückt sein, das zu tun?

Warum also für nichts bezahlen? Im schlimmsten aller Fälle sogar noch mit dem eigenen Leben und dem der Familie? Wenn Ihr Staat Sie dann vor ein Gericht zerrt, haben Sie doch die besten Argumente der Welt?

Wo bleiben denn da die so oft beschworene „Moral und Ethik“? Die immer dann und gern zitiert werden, wenn der Staat daran geht, Einen wegen sogenannter Steuerhinterziehung an den Pranger zu stellen? Oder gleich ins Gefängnis zu stecken? Gehörten nicht eher die auf die Anklagebank, die – ohne sie zu fragen – den ehrlich arbeitenden Menschen ihr sauer verdientes Geld aus der Tasche ziehen? Ohne (Rechts)Grund? Weil es denen vollständig an einem vernünftigen, juristisch nachvollziehbaren Rechtsanspruch fehlt? An einem unterschriebenem und rechtsgültigen Vertrag nämlich?

Müsste es nicht für all diese hochkarätigen Juristen bei Deutschen, Schweizer, europäischen oder internationalen Gerichtshöfen ein leichtes sein, dies zu erkennen? Damit die Leute, die Staatsbürger dann ihr Geld behalten und ganz allein und selbst entscheiden können, wofür Sie es ausgeben: Für Atomstrom zu 4 Cent je kWh oder für den von Windmühlen zu 40 Cent? Für das „den eigenen Namen tanzen“ auf der Walldorfschule oder die Ausbildung der Kinder auf einem christlichen Seminar? Für ein eigenes Auto oder die Eisenbahn?

Niemand müsste sich für seine Entscheidung bei jemanden anderem rechtfertigen. Wer sich vor Augen hält, dass man in Deutschland mittlerweile eine ganzen Tag selbst hart arbeiten muss, um sich auch nur eine einzige Stunde fremde Arbeitskraft  „zu kaufen“, der vermag das heutige Ausmaß „der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen – besser: „der Ausbeutung des Menschen durch den Staat „ auch nur aussatzweise zu ermessen.

Wer den Lohn seiner eigenen Arbeit zu 100 % selbst behalten darf, nur der ist doch wirklich autonom! Und damit wirklich frei? Der muss nie einen anderen fragen, was er tun darf und was nicht! Oder gar anderen dankbar sein!

Und niemand auf der ganzen Welt wäre mehr gezwungen, auf Menschen zu schießen, die ihm nie im Leben etwas zuleide getan haben! Und mit denen er unter anderen Umständen wahrscheinlich gern mal ein Bier getrunken hätte! The Russian love their children to – die Russen möchten ebenso gern in Frieden leben wie ich und Du! Da bin ich mir ziemlich sicher.

Und warum haben wir dann trotzdem alle unsere berechtigten Zweifel, dass irgendein Richter, irgendwo in der Welt in unserem Sinne urteilen würde? Woher um Gottes Willen kommt dieses, unser Misstrauen?

Genau: weil alle Richter dieser Welt genau von den besagten Steuergeldern  bezahlt werden. Und viele, viele Millionen Beamten und Angestellte in den öffentlichen Diensten überall auf unserer Erde. Und die würden unsere Steuerzahlungen sehr, sehr schmerzlich vermissen. So einfach ist manches Mal die Wahrheit.

Enden wir, wie wir begonnen haben. Mit einem Gedankenexperiment: Stellen Sie sich bitte einmal vor, noch in dieser Nacht würden alle – aber auch wirklich alle – Finanzbeamte Ihr Land klammheimlich verlassen!

Frage 1: Wann würden Sie das bemerken? Frage 2: Würden Sie wenigstens Einen von denen vermissen?

Und nun beantworten Sie sich dieselben beiden Fragen, für den Fall, es wäre nicht die Finanzbeamten, sondern die Bäcker, die allesamt das Weite suchen heute Nacht?

Sie kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen? Ein Zufall? Ich denke, eher nicht  ...

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Bärbel Bätsch

“ Ich habe selten so eine “ sinnvolle Abhandlung über eine vorgetäuschte, vertragliche Vereinbarung zwischen Staat und Staatsbürger, bzw. Staatssklave, gelesen.
Vor ca. 2000 Jahren definierte jemand, offensichtlich die vertragliche “ Freiheit “ unserer Tage und Jahre als eine derartige, in der “…niemand wird kaufen oder verkaufen können…“ ohne seine Selbstversklavung für die Staatengemeinschaft unserer Zeit, geschildert als eine gewaltige Hydra, über die in alle Kauf- und/oder Verkaufspreise eingebauten “Abgaben für staatliche Einnahmen “, Lat.: VECTIGALIA, mit der Geburt akzeptieren und finanzieren zu müssen, stellvertretend durch die Eltern übrigens. Diesem Freiheitssystem, ob von demokratischem oder diktatorischem Anschein, gab er den von seinen Lesern in der Amts-, Handels- und Rechtssprache seiner Zeit zu ermittelnden lateinischen Namen:
ADMINISTRATIONES REGNI VECTIGALIBVS
In Deutsch:
Staatenregierung durch oder mittels staatlicher Einnahmen
Der Name, so setzte der Unbekannte voraus, müsse das “ Erkennungszeichen “ für die staatsfreiheitliche Selbstversklavung eines jeden Menschen enthalten, ohne selbiges an Stirn und/oder Hand ersichtlich oder erklärlich, niemand wird kaufen oder verkaufen können. Und darüber hinaus nach Lateinischer Addition- und Subtraktionsregel (DMI = 1001 -500…) summarisch die für jeden freiheitlichen Staatssklaven der Welt gleiche PIN – Zahl enthalten, nämlich in periodischer Abfolge die Zahl 6, begrenzt auf drei Folgen, die – 666…-
In Vers – Form hat diese Zahl zum Inhalt:
Von der Geburt bis an die Bahre
Von 6 zu 6 zu 6… u. s. w. Jahre und Tage
Staats – Steuer – Zoll- und Zins-Sklave!!!
Ohne Befreiung je zum 7-sten Jahre!
Nämlich in Bezug und entgegen einem damaligen hebräischem Schuldsklaven – Gesetz. Nach welchem jeder Schuldner ohne wenn und aber
zu Beginn im 7-sten Jahr
für die Freiheit zu entlassen war.
Siehe AT., Exodus 21.2
Übrigens bedarf das Erkennungszeichen, das in jeder “ Abgabe für staatliche Einnahmen “ hier erklärt ist, keiner körperlichen Ausprägung an Stirn und/oder Hand. Es soll in der Tatsache zu erkennen sein, dass die Abgaben mit Stirn und Hand zusätzlich zu erarbeiten und zu erwirtschaften sind. Beispielsweise ersichtlich darin, dass ein Bäcker drei Brötchen herstellen muss, um damit ein Brötchen kaufen zu können.
Die Wertschätzung seiner Freiheit ist in einer 2/3-tel Minderung seines Arbeitserzeugnisses für staatliche Einnahmen zu erkennen. Also um zwei Brötchen. Gesamtwirtschaftlich betrachtet je 1000 Mark stets 666.- für den Staat. Die Hälfte davon führt der Staat an seine Reichen und Super-Reichen ab. Die ihn für ihre“ arbeitslosen Einkommen “ aus Steuern, Zoll und Zinseszinsen angestellt haben. Aus selbigen sie Steuern zahlen, die meisten.

Gravatar: Elmar Oberdörffer

Dann haben Sie wohl diesen sogenannten "Gesellschaftsvertrag" (Contrat social nach J. J. Rousseau) unterschrieben, nachdem Sie ihn gelesen und gebilligt haben?

Gravatar: lang

ich habe selten so einen quatsch gelesen

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