Die technische Grenze für den Energiewende-Strom ist erreicht

Was mit dem „Ökostrom“ alles fehlläuft - Das Stromnetz ist nur Transportmittel, kein Speicher - Wenn Sonne und Wind ausfallen, ist deren Stromproduktion Null, dann braucht man weiterhin Kohle, Kernkraft und Gas - Keine sinnvollen Speicher für überschüssigen Energiewende-Strom in Sicht - Die technisch mögliche Umwandlung in Methan scheitert an zu dürftiger Effizienz - Alles Speichern von „Ökostrom“ für den Großbedarf ist zu teuer - Wie die herkömmlichen Kraftwerke die Netzfrequenz stabilisieren - Warum ein Versorgen mit 100 Prozent „Ökostrom“ nicht möglich ist

Veröffentlicht: | von

 

 

 

Steter Tropfen höhlt den Stein, und man muss es wiederholen, bis es sitzt: Der Strom aus Windkraft und Sonnenstrahlen („Ökostrom“) ist nicht nur unglaublich teuer und gänzlich unnötig, sondern stößt auch an technische Grenzen. Die Immer-Noch-Kanzlerin Merkel, die Bundesregierung, die Altparteien nahezu alle anderen deutschen Politiker, andere Befürworter und alle Energiewende-Profiteure setzen sich in  unverantwortlicher Weise darüber hinweg. Und die AfD? Sie ist die einzige Partei in Deutschland die in ihren Parteiprogrammen gegen die Energiewendepolitik auftritt. Aber setzt sie sich auch dafür ein, was sie in ihren Programmen verkündet? Man vernimmt wenig bis nichts, man spürt Halbherzigkeit, glaubt, Ängstlichkeit zu erkennen. Dabei hat sie die Sachargumente auf ihrer Seite. Die technischen Grenzen des „Ökostroms“ gehören entscheidend dazu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Dirk S

Kurzer Artikel, ein paar Links was die Kapazitätsgrenze des Stromnetzes betrifft wären schön. Und was die Effizienz von Power2Gas betrifft, so schlecht ist die auch nicht, jedenfalls, wenn man den Öko-Strom "langfristig" speichern will ( https://de.wikipedia.org/wiki/Power-to-Gas#Nutzung_des_Synthesegases Liste an der Seite).

Verlinkte Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hand Meier

Sicher Herr Dr. Krause, Sie haben Recht.
Sowohl auf der technischen Seite, wie auf der ökonomischen Ebene kommt kein Land, mit einer halbwegs intelligenten Regierung auf die unsinnige Idee der Kanzlerin und ihren Adepten in die teuerste Energie-Wende-Sackgasse zu folgen.
Und ich garantiere, bald werden hier drei Kobolde anschlagen, die glühende Energiewender sind.
Die können zwar alle drei nicht erklären worauf die Netzfrequenz und deren Stabilität beruht, sind aber davon überzeugt im Besitz der Weisheit zu sein.
Nun, Merkel startete bei Töpfer, auch so einem Berufsfunktionär und widmete sich dem Bevölkerungsbetrug im ganz großen Stil.
Ich finde es hat schon etwas sich nochmal ab Minute 2,5 eine unglaubliche Narrenshow anzusehen https://www.youtube.com/watch?v=4Rl5xq2tDTs
und das war 2011.
Wenn maximaler Blödsinn eine modischen Utopie inszeniert ohne dass die Schildbürger in ihrem Blondinen-Funktionärs-Rausch gestört werden wollen dann wird der IQ der Satiriker sichtbar, dem opportunistischen Rest an Mitläufern ist intellektuell nicht mehr zu helfen.

Gravatar: Hans-Peter Klein

Wurde ja langsam auch mal wieder Zeit, alle Welt wartet schon auf die überfällige Salve gegen die Energiewende.

Und seis husch husch, schnell auf heißer Nadel gestrickt, "Steter Tropfen höhlt den Stein", nicht wahr?

Ökostrom mit den üblichen Attributen "unnötig teuer", "unverantwortlich".
Es fehlte noch "umweltzerstörend", "unsicher", "unsozial" und natürlich der "Blackout" am Tage X der vor der Tür steht.

Hmmmh.

Als Ihre ganz persönliche Meinung sei es Ihnen zugestanden, aber wie wärs mit den harten, belegbaren, nachvollziehbaren Fakten ? Wo liegt denn die "technische Grenze" genau, mit Zahlen belegt ?

"unnötig teuer", wie passt das zusammen:
- mit Börsenpreisen unter 5 ct/kWh. Unsere Verbraucherpreise sind Marktpreise, die werden gemacht, zwischen den 5ct/kWh (Börse), 10-15 ct/kWh (Industrie) und den 28 ct/kWh (Verbraucher) liegen Welten, bei denen viele ihre Hand aufhalten, am meisten Vatter Staat, aber was hat das mit der Energiewende und den stetig fallenden Herstellungskosten für Ökostrom zu tun ?

"unverantwortlich", ja ja, ohne Superlative gehts halt nicht, wenn man Kernenergie wieder salonfähig und Kohlestrom im Großmaßstab wieder hochfahren will.

Wo kommen Uran , Kohle, Öl in Zukunft her ? Pauschal aus "sicheren" Herkunftsländern ? Bei Südafrika wäre ich mir da schon nicht mehr sicher, auch Süd-Amerika wackelt, vom Nahen Osten fangen wir gar nicht erst an.

Die Sonne hingegen lacht, der Sause-Wind pfeift, über unser Deutsches Vaterland, es sind unsere ureigenen heimischen Primärenergieträger, sie sind sauber und kosten nix, und ersetzen sukzessive Tag für Tag immer mehr der uns in Abhängigkeit haltenden Rohstoff-Monopolisten.

Und die wertvollen Rohstoffe schlummern weiter in der Erde, den kommenden Generationen seis gedankt.

Sie wollen Zahlen ?
Gerne, jederzeit.
MfG, HPK

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

Prof. Sinn schrieb schon im Dez. 2015:

„Ich bezeichne die Energiewende als einen Irrweg, da wir noch nicht über die technischen Möglichkeiten verfügen, den grünen Strom zu glätten. Das ist der Knackpunkt der Energiewende. Grüner Strom wird, dem Wetter und der Tageszeit folgend, sprunghaft – volatil – erzeugt. Deshalb braucht es weitere Anlagen, die die Lücken füllen, entweder Kraftwerke, die kurzfristig einspringen können, oder Speicher riesigen Ausmasses. Da es die benötigten Speicher auf absehbare Zeit nicht geben wird, braucht es eine geeignete Mischung von grünem Strom und konventioneller Stromerzeugung.“ … http://www.hanswernersinn.de/de/Interview_Schweizermonat_11122015

Hefteten sich die Grünen – auch mit ihrer Roth – an die m. E. vollkommen vermerkelte, schwarze Göttin(?), nur weil mit dem vorausgesagten Versagen eine schon fast unglaubliche Menge von besonders dem deutschen Volk abzuzockendem Geld auf dem Spiel stand???

Gravatar: adden

Hätten wir einen idealen Stromspeicher bräuchten wir keine Energie-Versorgungs- Unternehmen (EVU), denn jeder könnte seinen Bedarf an Strom selber decken. Einen idealen Stromspeicher gibt es aus physikalischen Gründen aber nicht.

Gravatar: Hans Diehl

Ein Satz aus dem dem Artikel den jeder, der mit offenen Augen durch die Energiewendewelt geht, selbst als falsch erkennen kann.

Zitat:
Der Strom aus Windkraft und Sonnenstrahlen („Ökostrom“) ist nicht nur unglaublich teuer und gänzlich unnötig, Zitat Ende.

Strom aus Sonne und Wind haben die Großhandelspreise für Strom mehr als halbiert.

Siehe hier:

http://www.iwr-institut.de/images/seiteninhalte/presse/grafiken/strompreis_terminmarkt.png

Mit etwa 220 bis 240 Euro jährlich wird ein Durchschnittshaushalt mit der EEG Umlage belastet, so kann jeder an amtlichen Stellen lesen.
Und ebenfalls von amtlichen Stellen wird empfohlen, zu den Anbietern zu wechseln, die die kontinuierlich sinkenden Großhandelspreise für Strom an ihre Kunden weiter geben, weil man da mehr als 300 Euro jährlich sparen könnte.

Wie der Autor des Artikels aus dieser Daten und Fakten fundierten Tatsache „Unglaublich teuer“ ableitet, wird sein ideologisches Geheimnis bleiben.

Gravatar: Heinz Becker

Ah, der "Energiewende-HPK" mal wieder. Träumen Sie weiter.

Gravatar: Marc Hofmann

Energiewende-eine Gesellschaft OHNE Kernenergie und CO2 ist eine Gesellschaft in der die Zukunft Mangel und Armut heißt. Mangel an Wirtschaft, Wissenschaft und Wohlstand...Armut im Kleide des täglichen Überlebenskampf!

Gravatar: Dietmar Fürste

@ Hans-Peter Klein

Werter Herr Professor Klein,

aus Ihrer Sicht als Biowissenschaftler mit Schwerpunkt Didaktik ist Ihre hier vorgebrachte Polemik zwar nachvollziehbar, für jeden kompetenten Sachverständigen für Elektroenergie, Netzbetrieb und sichere Stromversorgung dagegen kaum.

Offenkundig sind Ihnen weder die jüngsten Entwicklungen in der Kerntechnik, wie Thorium-Flüssigsalz-Reaktoren, noch die Erfordernisse einer präzisen Netzfrequenz-Regelung in großen Versorgungsnetzen bekannt.

Sie bieten Zahlen an? Dann doch bitte auch zur Gesamtbilanz einer WKA von der Herstellung, der Installation, der laufend notwendigen Wartung bis hin zu Lebensdauer und abschließender Entsorgung samt tonnenschwerer Betonfundamente.

Auch zum gleichen Lebenszyklus von PV-Anlagen sind hinreichend Probleme und Kostenfaktoren bekannt, die in Ihrem Kommentar geflissentlich verschwiegen werden, z.B. die Entsorgung der Paneele als Sondermüll, wenn sie ausgedient haben.

Ihre geradezu zynische Preis-Argumentation blendet diese realen Kosten ebenso vorsätzlich aus, wie die Tatsache, dass seit Beginn der von Ihnen so hoch gelobten Energie-"Wende" sich der Strompreis für Privathaushalte verdoppelt(!) hat und schon mehr als 300.000 Kunden durch ihre Versorger der Strom abgestellt wurde, weil sie ihn nicht mehr bezahlen können.

Dabei rechnen Sie wahrscheinlich auch mit einer weitgehenden Blödheit Ihrer Leser, wenn Sie bei den genannten 5 Ct/kWh verschweigen, mit welchen, den Bürgern ungefragt aufgebürdeten, riesigen Subventionen die fatalen Wirkungen des EEG verschleiert und als Siegeszug Grüner Innovation propagiert werden.

Hören Sie doch auf, ein totes Pferd zu reiten und schauen Sie sich in der realen Welt um. Da - wo für die Zukunft sichere und grundlastfähige Energieversorgung installiert wird. Und werten Sie bitte mal die Pleite und deren Folgen aus, die im südlichen Australien mit den "Erneuerbaren" geschah.

Dipl.-Ing. D. Fürste

Gravatar: Hans Diehl

Hand Meier sagt.
Und ich garantiere, bald werden hier drei Kobolde anschlagen, die glühende Energiewender sind.
Die können zwar alle drei nicht erklären worauf die Netzfrequenz und deren Stabilität beruht, sind aber davon überzeugt im Besitz der Weisheit zu sein.

@ Nein mein lieber Herr Meier.

Was den „Kobold“ Diehl betrifft, der nimmt die Weisheit nicht für sich alleine in Anspruch, sondern orientiert sich an der Realität.
Und da besonders an der aktuellen Entwicklung der beiden Großen EON und RWE.

Offensichtlich haben Sie nicht verstanden was es bedeutet wenn Netze Handel und Vertrieb zu einem neuen Geschäftsmodellen gebündelt werden, weil Sie zu sehr von ihrem alten vordergründigen Denken mit der Netzfrequenz lösen können. Wie oft muss ich ihnen noch den Rat geben die Logistik in ihre Überlegungen mit einzubeziehen, so wie das bei EON und RWE gegenwärtig auch geschieht.

Gravatar: schwebchen

Ich gucke mir so etwa jeden zweiten Tag den Agorameter an. Da sieht man, wie oft bei uns die Sonne lacht und der Wind pfeift und wie viel Energie sie spenden. Und man sieht auch, wie viel Energie von den Herkömmlichen dazu gesteuert werden muss. Das überzeugt jeden Laien. Den Agorameter find ich klasse! Und ich bin überzeugt: Wenn noch mehr konventionelle Kraftwerke abgeschaltet werden, kriegen wir unseren Blackout irgendwann. Wir schaffen das!

https://www.agora-energiewende.de/de/themen/-agothem-/Produkt/produkt/76/Agorameter/

Gravatar: Hans Diehl

Ekkehardt Fritz Beyer sagt am13.03.2018 - 23:10

Prof. Sinn schrieb schon im Dez. 2015:

Ich bezeichne die Energiewende als einen Irrweg, da wir noch nicht über die technischen Möglichkeiten verfügen, den grünen Strom zu glätten.

@ Herr Beyer.
Haben Sie mal über den Sinn, dieser Aussage nach gedacht.????
Ich fürchte nein, und der Prof. auch nicht, wenn er es denn so gesagt hat.

Da wir . . „noch“ nicht über die technischen Möglichkeiten verfügen, hält er die gesamte Energiewende für einen Irrweg.

Wie sollen wir denn zu technischen Möglichkeiten kommen, wenn wir es erst gar nicht versuchen.???

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Dietmar Fürste 14.03.2018 - 10:59

Bitte keinen professoralen Abglanz,
werter Herr Kollege Fürste,
Sie meinen meinen Namensvetter von der Uni-Frankfurt.

Sie wollen Zahlen?

Die energetische Amortisation von WKA lag Ende der '80er schon bei < 1 Jahr, der Entefaktor damals schon bei >20, heute bei >40-50, d.h. das >40-fache an Stromerzeugung über der Lebensdauer zum "grauen" Primärenergie-Input für die Herstellung, genannt KEA (kumulierter Energie Aufwand).

Strompreis:
Wo liegt denn der unmittelbare, kausale Zusammenhang zwischen hohen Verbraucherpreisen und stetig fallenden Herstellungskosten von Ökostrom?
Es gibt diese Kausalität so nicht, an hohen Verbraucherpreisen sind Steuern , Abgaben, Netzentgelte, usw. in weit höherem Umfang beteiligt wie das EEG.

Netzfrequenzregelung:
Was sagen denn die Experten dazu? Brauchen wir konventionelle rotierende Massen zur Frequenzstabilisierung?
Jein, d.h. wir brauchen sie noch, aber immer weniger, da durch hochmoderne Leistungselektronik ein sauberer Sinus bezgl. Spannung und Frequenz hergestellt werden kann.

Schauen Sie sich mal in der realen Welt um und Sie werden sehen, das die globale Energiewende weder wegzudenken noch aufzuhalten ist.

Thorium-Flüssigsalz-Reaktoren:
Welches Land erzeugt denn damit nennenswerte Beiträge zur seiner Gesamtstromerzeugung? Wie alt sind die Langzeiterfahrungswerte? Mit welchen Spätfolgen muss gerechnet werden? Wo kommt das Uran her und unter welchen Bedingungen wird es geschürft, mit welchen Folgen für die Umwelt?

Es bleiben die alten Grundsatzfragen. Warum derart aufwendig Wasser zu Dampf erhitzen um Dampfturbinen anzutreiben, wenn es viel eleganter direkter geht mittels Erneuerbarer Energien?

Das Strom aus Erneuerbaren nicht zum Null-Tarif zu haben ist und auch Folgekosten durch Recycling entstehen, ist eine andere Baustelle, ein lösbares Problem.
MfG, HPK

Gravatar: Smart

Lieber Dr. Krause, wie schon mein Vor-Kommentator Hans-Peter Klein möchte ich Ihnen auf Basis von Fakten antworten. Vorweg sei mir gestattet, mitzuteilen, daß ich Dipl.-Ing. (Maschinenbau) einer deutschen Technischen Universität bin und heute mit meinem Unternehmen (rechnerisch bilanziell konsolidiert) Solarstrom für eine deutsche Großstadt erzeuge und verwalte. In einem Fall sind wir Mitbetreiber eines Umspannwerks.

Um ganz Deutschland (inkl. Industrie) rein mit Solarstrom inkl. einer Speicherreserve zu versorgen, müßte man nicht einmal 2 % der gesamten Landfläche Deutschlands für Solaranlagen „hergeben“. Da etwa die Hälfte davon auf (geeigneten) Dächern installierbar ist, reduziert sich der Flächenverbrauch auf nicht einmal 1%. Die meisten dieser Flächen werden inzwischen ohnehin nicht mehr für andere Zwecke genutzt – auch wir haben etliche Solarparks (neben Dächern) auf ehemaligen Mülldeponien, Industriebrachen, ausgebeuteten Ton- oder Kiesgruben, auf ehemals militärischem Gelände, auf landwirtschaftlich schlechten Böden o.ä.

Unser neuester Solarpark (IBN März 2018) erhält eine Vergütung von nur noch 7,4 Cent/kWh. Die nächsten noch zu errichtenden Projekte (oberhalb 750 kWp) müssen mit Zuschlägen von 5,4 Cent/kWh auskommen. Dabei geht der Trend weiter abwärts: Die Zuschläge aus Febr. 2018 betragen nur noch 4,3 Cent/kWh. Jedes Jahr fallen jeweils 20 Jahre alte Solarparks mit ihren sehr hohen Vergütungen aus der EEG-Umlage heraus und die neu installierten deutlich günstigeren kommen hinzu. Im Ergebnis hat die EEG-Umlage inzwischen eine, einige Jahre lang in etwa gleichbleibende, Höhe erreicht, die in mittlerer Zukunft sogar wieder sinken wird. Technische Grenzen sehe ich dabei keine, weder in der Erzeugung noch in der Speicherung noch in der Stabilisierung der Netze. Wir selbst müssen bei der Einspeisung ebenfalls unseren Beitrag zur Netzstabilität beitragen, hier seien die cos-phi-Regelung und Abschaltbarkeit durch den EVU etc. genannt. Auch konnte inzwischen ein EVU vom Einsatz eines Längsspannungsreglers als für ihn günstigere Alternative zum Netzausbau überzeugt werden. Längsspannungsregler (auch Quer- und Schräg-) glätten übrigens die Spannung im Netz. So etwas gibt’s seit über 70 Jahren, auch wenn Prof. Sinn noch nichts davon gehört hat…

Zur Entsorgung von Solarmodulen: Heute werden nahezu ausschließlich kristalline Module hergestellt und verwendet, die später zu praktisch 100% recyclebar sind.

Klar ist auch: Ohne Speicher geht es nicht. Während der technische Laie dabei nur an wenige ihm bekannte Speichertypen denkt, denkt der Ingenieur da naturgemäß weiter. Ein Speicher muß nicht unbedingt ein physisch errichtetes Objekt sein. Virtuelle Speicher können auch dadurch entstehen, daß große Stromverbraucher und Stromerzeuger in einer Weise zusammenarbeiten, daß Groß-Stromverbraucher, die ihre Produktion zeitlich flexibel halten können, diese Produktion je nach Stromerzeugungsmöglichkeiten hoch- und runterfahren. Gelebte Beispiele sind seit Jahren z.B. Zementfabriken. Aber auch in der chemischen Industrie und in der Aluminium-Herstellung können Produktionsprozesse entsprechend angepaßt werden. Überspitzt gesagt: Der Strom wird eben dann verbraucht, wenn er erzeugt wird und nicht mehr dann erzeugt, wenn er verbraucht wird. Man muß es nur wollen. Und hier kommt mal wieder der Staat zum Tragen: Er muß dazu schlicht die Rahmenbedingungen ermöglichen – ich spreche hier ganz und gar nicht von „Subventionen“. Ich meine z.B. einen wirklich freien Markt, dem insbesondere große Energieunternehmen ständig das Wort reden, den sie aber eigentlich fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Ein freier Markt, in dem jeder Stromerzeuger seinen Strom an jeden Verbraucher verkaufen kann. Mit der vielbeschworenen Digitalisierung ist das möglich. Die Frage ist nur, wer von einem wirklich freien Markt profitiert und wer glaubt, dabei baden zu gehen…
Und zum Thema physische Speicher: Wenn Sie den kompletten Braunkohle-Tagebau Hambach (derzeit ca. 50 km² groß, wird wohl noch auf über 80 km² ausgebaut, bis zu 400 m tief) mit „Massespeichern“ ausbauen würden, könnten Sie ca. 2 Wochen Strom für Deutschland ein-und ausspeichern (ca. 10 TWh). Stellen Sie sich einfach viele senkrechte Röhren, in denen wahlweise Granit- oder Eisenerz-Blöcke auf- und abbewegt werden, vor. Haben wir zuviel Solarstrom, ziehen wir die Blöcke hoch – brauchen wir Strom, lassen wir sie ab (auch Fahrstühle machen das inzwischen…). Technik siehe Bergwerksbau seit anno dutzemal – also bewährt und bekannt. Das hört sich total einfach, ja zu einfach, an. Und genau das muß es sein! Ein Speicher muß robust sein. Komplizierte und hochkomplexe Systeme sind anfällig, daher unsicher und teuer.

Fazit: Sie müssen die Erneuerbaren nicht fürchten. Nur Besitzstandswahrer und Naive, die auf diese hereinfallen.

Gravatar: Dirk S

@ Hans-Peter Klein

Zitat:"Wurde ja langsam auch mal wieder Zeit, alle Welt wartet schon auf die überfällige Salve gegen die Energiewende."

Alle Welt vielleicht nicht, aber die Leserschaft der "freien Welt". Ich muss wirklich sagen, ich habe schon sehnsüchtigst auf einen neuen Energiewendebeitrag gewartet. Die Kommentare haben teilweise einen hohen Informationswert und häufig einen noch höheren Unterhaltungswert. Energiewende ist hier mein absoluter Lieblingsbereich. :-)

Zitat:"Ökostrom mit den üblichen Attributen "unnötig teuer", "unverantwortlich"."

Na ja, was die Kosten betrifft, war der Kundenendpreis für Strom vor der Energiewende geringer. Also teurer stimmt schon und ob das nun so in der Art notwendig war, das kann man mit Fug und Recht bezweifeln.

Zitat:"Es fehlte noch "umweltzerstörend", "unsicher", "unsozial" "

Atribute, die für diese Energiewende korrekt wären: Bei der Installation von WKAen wurde nicht auf Vögel oder Fledermäuse Rücksicht genommen (gut, sind eben keine Juchtenkäfer), die Stromversorgung ist durch den zeitlich ungeglätteten Zappelstrom potentiell unsicherer geworden und die EEG-Umlage belastet kleine Einkommen stärker als hohe, ganz zu schweigen davon, dass vor allem Häuslebesitzer von dem Ausbau der Solarstromtechnik (und dem Eigenstromprivileg) profitiert haben und nicht die Hochhausbewohner in Ballungszentren. Sozial sieht anders aus. Eigentlich haben die Grünen ihrer Klientel auf Kosten der sozial schwächeren ordentlich was zugeschustert.

Zitat:"natürlich der "Blackout" am Tage X der vor der Tür steht."

Waren wir letztes Jahr schon mal kurz davor: http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/deutsches-stromnetz-schrammt-am-blackout-vorbei-aid-1.6636489

Aber diese Gefahr wird mit der Einführung der Smart-Meter vorbei sein, dann erfolgt einfach bei den Leuten mit Sozialtarif ein Lastabwurf. Stehen die eben im Dunken, was leisten die sich auch nicht den Profi- oder den Enterprize-Tarif. ("z" weil derzeit hipp.)

Zitat:"Als Ihre ganz persönliche Meinung sei es Ihnen zugestanden,"

Hier ist der Blog-Bereich, also quasi die "Speakers Corner" der "Freien Welt".

Zitat:"aber wie wärs mit den harten, belegbaren, nachvollziehbaren Fakten ? Wo liegt denn die "technische Grenze" genau, mit Zahlen belegt ?"

Die würde ich mir auch wünschen, zumindest eine Quelle.

Zitat:" "unnötig teuer" "

Aus der Sicht des Privatenkunden schon. Früher war der Strom billiger und warum muss eigentlich der Privatkunde zwangsweise den ganzen Kram bezahlen? Wie wäre es über den Markt und von mir aus mit einer geringeren Stromsteuer für Öko-Strom gewesen?

Zitat:"- mit Börsenpreisen unter 5 ct/kWh. "

Ohne EEG-Abgabe, Steuern, Durchleitungsgebüren etc. Also Entstehungskosten + Gewinn.

Zitat:"10-15 ct/kWh (Industrie) und den 28 ct/kWh (Verbraucher) liegen Welten,"

Die EEG-Abgabe + Umsatzsteuer. Vermutlich ist Ihr Industriepreis eine Netto-Preis und der Verbraucherpreis eine Bruttopreis. Ohne EEG und Umsatzsteuer kommen Sie auch bei Privatkunden in den Preisbereich, den Sie für die Industrie angegeben haben.

Zitat:"am meisten Vatter Staat"

Der olle Gierschlund.

Zitat:"aber was hat das mit der Energiewende und den stetig fallenden Herstellungskosten für Ökostrom zu tun ?"

EEG-Umlage + Umsatzsteuer (auf die Umlage). Das macht schon zusammen so um die 10 ct. Dann noch die Umsatzsteuer von dem Rest abziehen und sie kommen auf Ihre 15 ct netto. Und in den Gestehungskosten für Ihren Öko-Strom sind die Kosten für die Versorgungssicherheit nicht eingerechnet. Die kommen noch mal oben drauf, nur tragen die andere.

Zitat:"wenn man Kernenergie wieder salonfähig"

Kernenergie produziert die wenigsten Toten pro kWh. Windenergie produziert (ohne Vögel und Fledermäuse) gut das 1,6-fache an Toten pro kWh, Solarstrom sogar 4,8 fache. http://www.achgut.com/artikel/todesrate_pro_energiequelle

Übrigens emittiert Kernkraft pro kWh 10–30 g CO2 und liegt damit mit der Wind- und Wasserkraft gleichauf (10–40 g/kWh), aber 2 bis 3mal besser als Photovolatik (50–100 g/kWh). https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk#Kohlendioxidbilanz

Und wenn sich die Japaner in Fukushima nicht so doof angestellt hätten, dann würden unsere AKW immer noch laufen. Wobei mir immer noch niemand erklären kann, warum ein japanischer Tsunami zum Abschalten deutscher Reaktoren führen muss.

Zitat:"Wo kommen Uran , Kohle, Öl in Zukunft her ?"

Ginge auch heimisch, wenn auch im geringeren Mengen und zu höheren Kosten. Aber bei Kernkraft wäre das eher unerheblich, da kostet das aufbereitete Uran pro kWh so um die 0,5 ct, das Rohuran so um die 0,2 ct. ( http://www.bfe.admin.ch/php/modules/publikationen/stream.php?extlang=de&name=de_171257887.pdf , Seite 19). Selbst wenn sich die Rohurankosten verdoppeln würden, wäre das immer noch ein recht preisgünstiger Brennstoff.

Ztat:"Die Sonne hingegen lacht,"

Echt? In den letzten Tagen hatten wir hier Nebel.

Zitat:"der Sause-Wind pfeift,"

Gestern standen alle WKAen entlang meiner Bahnstrecke still. Haben wohl einige kWh in deren Tagesbilanz gefehlt.

Zitat:"sie sind sauber"

Wind und Sonne mögen sauber sein (wobei, Wind nicht immer, der schiebt manchmal ganz schön viel Dreck durch die Gegend), aber was ist mit dem, was danach kommt? Kadmium in Solaranlagen ist nun nicht gerade der Umweltbrüller und der GFK der Rotorblätter wird auch nicht mal eben von Mikroben zu Dünger verarbeitet.

Zitat:" und kosten nix"

Ja ja, die Sonne schickt keine Rechnung. Sehe ich anders, die wollen nur die Rechnung nicht bezahlen, was wir hier mit einem Sauwetter büßen müssen. ;-)

Zitat."ersetzen sukzessive Tag für Tag immer mehr der uns in Abhängigkeit haltenden Rohstoff-Monopolisten."

Vlad der Gasmann?

Zitat:"Sie wollen Zahlen ? Gerne, jederzeit."

Darf ich stellvertretend annehmen?

Strömende Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans Diehl

Hallo schwebchen,
Sie informieren sich an der richtigen Stelle.

Schauen Sie sich auf dem Argometer genau an, wie der kostenlose Rohstoff Sonne und Wind unseren Strommix kosten mindernd beeinflusst.

Konventionelle Kraftwerke werden übrigens nicht wahllos abgeschaltet, wie es Energiewendekritiker in ihren Horrorszenarien gerne darstellen.

Und noch eines, beobachten Sie mal die rote Verbrauchskurve, was da drüber liegt, und ins Ausland exportiert wird. Das soll doch angeblich EEG Strom sein der verschenkt wird.

Gravatar: Hand Meier

@smart

Mich amüsiert Folgendes: Sie verwechseln „Solar-Planwirtschaft mit Marktwirtschaft“, in der zufälligen Stromerzeugung, und das je nach Wetter, besteht keine permanente bedarfsgerechte sichere Stromversorgung, sonder die Wetterwillkür hat die Oberhand.
Wenn Sie mit „Lastabwurf“ eine Stromwirtschaft propagieren, die völlig wetterabhängig ist, dann liegt ein Experimental-Modell zugrunde, was mir eher kindisch instabil und kompliziert vorkommt.
Wenn ich mir z. B. Induktionsöfen ansehe die 24 Std. durchlaufen, um Sonderstähle oder Gusseisen zu erzeugen, dann wollen Sie deren „Stromverbrauch“ also des Nachts oder bei aufziehender Bewölkung „abwerfen“ und damit zu Schrott werden lassen.
Das kann doch nicht der Ernst eines halbwegs intelligenten Zeitgenossen sein.
Weiter versuchen Sie den Eindruck zu erwecken Sie wären Experte auf der technischen, bzw. wirtschaftlichen Ebene, argumentieren allerdings wie die „theoretischen Dipl. Ing.“ von der Heinrich Böll-Stiftung dem Wuppertal-Institut oder https://www.greenpeace-energy.de/privatkunden.html
Ich kann ja das existenzielle Reklamelaufen für den Merkelquatsch verstehen, bin selbst aber in der Lage unabhängig denken zu dürfen.

Gravatar: Dirk S

@ Smart

Zitat:"Um ganz Deutschland (inkl. Industrie) rein mit Solarstrom inkl. einer Speicherreserve zu versorgen, müßte man nicht einmal 2 % der gesamten Landfläche Deutschlands für Solaranlagen „hergeben“."

Wie errechen Sie das? Und wie hoch ist die Speicherreserve bzw. für wie lange ist die angelegt und wie hoch ist der angenommene Wirkungsgrad der Reserve?

Zitat:"Unser neuester Solarpark (IBN März 2018) erhält eine Vergütung von nur noch 7,4 Cent/kWh."

7,4 ct/kWh Verkaufspreis oder Subvention? Und wie sähe das ohne Subventionen bzw. einem Verkaufspreis von 5 ct/kWh aus? Würde sich dann der Solarpark rechnen?

Zitat:"Jedes Jahr fallen jeweils 20 Jahre alte Solarparks mit ihren sehr hohen Vergütungen aus der EEG-Umlage heraus und die neu installierten deutlich günstigeren kommen hinzu."

Sorry, aber das ist manipulativ. Die Neuen sind nicht wirklich günstiger, denn dann würden sie keine Subventionen vom Endkunden benötigen. Ich als Endkunde zahle trotzdem zusätzliche Zwangsabgaben, die ich ohne Energiewende nicht zahlen müsste. Und das, ohne auch nur den Hauch eines Mehrwertes zu erhalten.

Zitat:"Im Ergebnis hat die EEG-Umlage inzwischen eine, einige Jahre lang in etwa gleichbleibende, Höhe erreicht, die in mittlerer Zukunft sogar wieder sinken wird."

Schön, ohne das EEG-Öko-Gedöns würde mich das nichts zusätzlich kosten. Gute 10ct / kWh brutto EEG läppert sich. Bei 1500 kWh im Jahr sind das 150 €.

Zitat:"Technische Grenzen sehe ich dabei keine, weder in der Erzeugung noch in der Speicherung noch in der Stabilisierung der Netze."

Technische sehe ich auch nicht, nur Räumliche und vor allem Finanzielle. Denn irgendwer muss den Spaß bezahlen.

Zitat:"Zur Entsorgung von Solarmodulen: Heute werden nahezu ausschließlich kristalline Module hergestellt und verwendet, die später zu praktisch 100% recyclebar sind."

Ist die Recyclingtechnik bereits verfügbar? Wenn nein, warum nicht?

Zitat:"Ohne Speicher geht es nicht."

Schreib ich schon lange.

Zitat:"Während der technische Laie dabei nur an wenige ihm bekannte Speichertypen denkt, denkt der Ingenieur da naturgemäß weiter."

Ich lass mich überraschen...

Zitat:"Ein Speicher muß nicht unbedingt ein physisch errichtetes Objekt sein. Virtuelle Speicher können auch dadurch entstehen, daß große Stromverbraucher und Stromerzeuger in einer Weise zusammenarbeiten, daß Groß-Stromverbraucher, die ihre Produktion zeitlich flexibel halten können, diese Produktion je nach Stromerzeugungsmöglichkeiten hoch- und runterfahren."

Schön, aber so was nennt sich Lastmanagement und nicht "Virtueller Speicher". Vor 20 Jahren habe ich in einer Firma gearbeitet, die so was mit SPSen realisiert hat.

Zitat:"Der Strom wird eben dann verbraucht, wenn er erzeugt wird und nicht mehr dann erzeugt, wenn er verbraucht wird."

Und wieder Lastmanagement. Und wie sieht das für mich, als Endkunde aus? Gibt es für mich auch nur dann Strom, wenn mal welcher verfügbar ist?

Zitat:"Man muß es nur wollen."

Ich will aber nicht! Jedenfalls bei mir zu Hause. Da will ich dann Strom haben, wenn ich den brauche und in der Menge, die ich brauche.
Was irgendwelche Unternehmen machen, ist mir schnuppe, solange ich die nicht noch obendrauf subventionieren muss. Und man nicht versucht, mich mit "Virtuellem Speicher" über den Tisch zu ziehen. Der ist schon beim PC grottig. Und Marketing-Blabla.

Zitat:"Und hier kommt mal wieder der Staat zum Tragen: Er muß dazu schlicht die Rahmenbedingungen ermöglichen – ich spreche hier ganz und gar nicht von „Subventionen“."

Dieser Staat hat uns das alles eingebrockt, der ist Teil des Problems und ganz sicher nicht die Lösung.
Eien gute Lösung wäre der Wegfall der Subventionen und dann der freie Markt. Dann wird sich zeigen, ob Öko nun marktfähig ist oder doch nur durch Zwang bestehen kann.

Zitat:"Ich meine z.B. einen wirklich freien Markt, dem insbesondere große Energieunternehmen ständig das Wort reden, den sie aber eigentlich fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Ein freier Markt, in dem jeder Stromerzeuger seinen Strom an jeden Verbraucher verkaufen kann."

Ohne EEG-Umlage? Wie sollen sich dann die Solarkraftwerke rentieren, wenn sie gegen AKW mit niedrigeren Gestehungskosten antreten müssen? Denn die Masse kann sich das ganze Öko-Gedöns langsam nicht mehr leisten. Und ob der Rest bereit ist, so viel mehr für ein gutes Gewissen zu zahlen, nun ja, würde sich dann zeigen.

Zitat:"Mit der vielbeschworenen Digitalisierung ist das möglich."

Was soll die "Digitalisierung" da bringen? "Smartmeter" mit jederzeit neu einspeisbaren, zeitabhängigen Strompreistabellen und schnellem Lastabwurf von Privatverbrauchern, die sich den Dauertarif nicht leisten können? Steuert heute jemand seine Anlagen noch analog? Die erste SPS (und damit die "Digitalisierung" der Steuertechnik) kam in DE 1974 auf den Markt ( https://de.wikipedia.org/wiki/Speicherprogrammierbare_Steuerung#Geschichte ).

Ach ja: Bullshit! Ich habe gewonnen! ( https://de.wikipedia.org/wiki/Buzzword-Bingo )

Zitat:"Die Frage ist nur, wer von einem wirklich freien Markt profitiert und wer glaubt, dabei baden zu gehen"

Oh ja, das würde mich auch interessieren. Vorschläge?

Zitat:"Und zum Thema physische Speicher: Wenn Sie den kompletten Braunkohle-Tagebau Hambach (derzeit ca. 50 km² groß, wird wohl noch auf über 80 km² ausgebaut, bis zu 400 m tief) mit „Massespeichern“ ausbauen würden, könnten Sie ca. 2 Wochen Strom für Deutschland ein-und ausspeichern (ca. 10 TWh)."

Und was machen wir, wenn im Winter in Norddeutschland 6 Wochen lang eine Inversionswetterlage herrscht und kein Wind weht? Die paar Sonnenstunden reißen da nichts, der Großteil des deutschen Windstromes fällt weg und die 10 TWh sind dann auch schnell verbraten.
Laut Wiki ( https://de.wikipedia.org/wiki/Bedarf_an_elektrischer_Energie#/media/File:EE-Anteil_am_Bruttostromverbrauch.svg) hat DE im Jahre 2015 so rund 600 TWh verbraucht, mach rund 1,64 TWh am Tag und folglich halten 10 TWh gerade mal 6 Tage, im Winter eher weniger.
Also, was machen wir dann? Frieren? Ohne Strom funktioniert heutzutage keine Heizung mehr. Und schon am Winteranfang Strom zu rationieren kommt bestimmt gut im Volk an.

DE benötigt als Reserve mindestens den Gesamtbedarf von 3 Monaten, das macht 150 TWh oder 15 solcher Anlagen. Mindestens, solange nicht klar ist, wie die Speicherkapazität berechtet wurde.

Zitat:"Stellen Sie sich einfach viele senkrechte Röhren, in denen wahlweise Granit- oder Eisenerz-Blöcke auf- und abbewegt werden, vor. Haben wir zuviel Solarstrom, ziehen wir die Blöcke hoch – brauchen wir Strom, lassen wir sie ab (auch Fahrstühle machen das inzwischen…). Technik siehe Bergwerksbau seit anno dutzemal – also bewährt und bekannt. Das hört sich total einfach, ja zu einfach, an. Und genau das muß es sein! Ein Speicher muß robust sein. Komplizierte und hochkomplexe Systeme sind anfällig, daher unsicher und teuer."

So eine mechanische Speicheranlage, wie Sie die in ihren Außmaßen beschrieben haben, ist komplex und nicht robust, selbst wenn es auf den einzelnen Speicherblock zutrifft. Und im Winter dürfen die Blöcke nicht festfrieren, sonst ist der Speicher sinnfrei. Es wäre wohl sinnvoller, Speicher im Pumpspeicherprinzip zu bauen. Bei 400 m Höhenunterschied braucht man eben nur mehr Wasser, alles notwendigen Bauteile gibt es und das Prinzip ist erprobt.
Wobei ich für meinen Teil Flüssigsalz-Thermo-Speicher schnullig finde. Die haben was für sich, man friert in der Nähe nicht so schnell und die können riesige Mengen Energie kompakt speichern. Rückgewinnung über Dampfturbinen. Könnten wir sogar die alten Kohlekraftwerke recyclen. Hatte ich hier mal ausgrechnet, ich glaube das waren 2 Olymiaschwimmbecken pro GWH thermische Kapazität bei Kochsalz.

Übrigens sind Sie mit dem beschriebenen Verfahren recht spät, das haben wir hier schon (nur für Bergwerke, dafür zusammen mit der thermischen Speicherung) vor mehreren Monaten diskutiert und verworfen. Zu teuer, zu aufwändig, zu ineffizient.

Zitat:"Sie müssen die Erneuerbaren nicht fürchten."

Nur bezahlen und subventionieren. Und sorry, da habe ich inzwischen keinen Bock mehr zu. Die Energiewende ist verbockt und gescheitert, da hilft auch kein Zuschütten mit dem Geld andere Leute. Entweder Tonne oder Reboot, aber weiter so ist der falsche Weg.

Zitat:"Nur Besitzstandswahrer und Naive, die auf diese hereinfallen."

Schönes Marketing-Gewäsch. Aber gut, dass Sie geschrieben haben, an wen Sie sich wenden. Mich als E-Ing hat das alles nicht überzeugt, wie Sie meinen Anmerkungen mit Sicherheit entnehmen können.

So und jetzt dürfen Sie zurückschlagen. Ich würde mich freuen.

Energiereiche Grüße,

Dirk S

Gravatar: Joa Falken

Aus gutem Grund soll nicht zeitgleich benötigter Ökostrom ja auch vorzugsweise zur Gewinnung von Wasserstoff (nicht Methan) und für thermische Speicher genutzt werden.
"Die technisch mögliche Umwandlung in Methan scheitert an zu dürftiger Effizienz." - stimmt ja auch.

Im übrigen sind wir von solchen Szenarien noch weit ernfernt, bislang gab es noch nie einen Überschuß an erneuerbaren Energien über den Stromverbrauch

Gravatar: Jutta Erdmann

@HPK

Eerneuerbare Energien ...'sind sauber und kosten nix'.
Was für ein Schmarrn.

* Sie kosten ein Vermögen, denn deren Herstellung beruht nur auf Subvention mit Steuern! Da kommt der billige Börsenpreis her.
* Sie Vernichten alte Kulturlandschaften, aber wo gibt es noch Kultur, n'est-ce pas ?
* Allein der Neobdynabbau 'braucht man für gute Windräder' hinterlässt in China (liefert 90%) ganze mit Thorium und Uran verseuchte Landstriche.
* Unsere banken finanzieren die Abholzung der Urwälder, schließlich brauchen wir Palmöl im Tank.
usw.
usw.
usw.

Und sie schwatzen von toller Energiewende und Ökologie?

Gravatar: Hans Diehl

Dirks S sagt am 14.03. 18
Ohne EEG-Umlage? Wie sollen sich dann die Solarkraftwerke rentieren, wenn sie gegen AKW mit niedrigeren Gestehungskosten antreten müssen?

@ Dirks.

Ganz einfach, sie müssen nur gleich behandelt werden.

Siehe hier:

http://www.deutschlandfunk.de/energie-studie-die-versteckten-kosten-von-kohle-und.697.de.html?dram:article_id=308794

"Im Ergebnis haben wir eine Konventionelle-Energien-Umlage von im letzten Jahr 10,6 Cent pro Kilowattstunde, die jetzt in diesem Jahr noch steigen wird voraussichtlich. Und damit ist diese Konventionelle-Energie-Umlage fast doppelt so hoch wie die EEG-Umlage. In Summe können wir hier zeigen, dass die erneuerbaren Energien schon heute günstiger sind als die konventionellen Energien, wenn man eben genau diese versteckten Zusatzkosten einbezieht."

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Jutta Erdmann

* Sonne und Wind, als Primärenergieträger, sind nunmal kostenlos, im Gegensatz zu Öl, Kohle, Uran, Gas, da kommt eine Rechnung, denn die haben einen "Besitzer".

* Was wird "vernichtet" durch PV+Wind i.S. von irreversibel auf immer und ewig zerstört?

Beispiele zur Vernichtung von Kulturlandschaft sind z.B. kürzlich der Immerather Dom durch Braunkohle-Tageabbau und mit ihm ganze Dörfer, Landstriche.

Zur gewachsenen Kulturlandschaft zähle ich hingegen z.B. alte Windmühlen, Wasserkraftwerke, uvm.

* Seltene Erden braucht man überall, sie sind kein Spezifikum der Erneuerbaren. Der irrversible Verbrauch begrenzter Ressourcen gehört zu den inneren Widersprüchen einer jeden modernen Industriegesellschaft, es geht wenn, dann um das Mehr oder Weniger.

* Palmöl, Abholzung. Warum lasten Sie das alles der Energiewende an ? Zum ökologischen Umbau einer Industriegesellschaft gehört es erst einmal, diesen Fakten ins Auge zu schauen und dann nach besseren Alternativen zu suchen. Da spielt auch unser Lebensstil eine Rolle.

Aber einseitige Schuldzuweisung, da machen Sie es sich ein wenig zu einfach.

Wo bleibt ihr besserer Alternativ-Vorschlag, wo der Versuch eines besseren Kompromisses?
MfG, HPK

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Smart 14.03.2018 - 13:59

Sie sind noch neu hier.
Hegen Sie keine allzu großen Erwartungen.

Das hier ist die Platfform der Betonkopf- Energiewende-Gegner und der notorischen Leugner des menschengemachten Klimawandels.

Es macht nur Sinn, hier mit zu machen, wenn es Ihnen am Ende trotzdem ein bischen Spaß macht einfach nur im gegnerischen Feld herum zu kicken und den ein oder anderen Ball zu verwandeln.

Sie spielen da zusammen mit einer kleinen Mannschaft von vielleicht 3-5 Edel-Technikern gegen eine Alt-Herren-Mannschaft von mindestens 12 Rumpelfußballern und genau so vielen Reservisten + Publikum, sie können noch so präzise schießen, alle brüllen nur
"Buh".

MfG, HPK

Gravatar: Dirk S

@ Hans Diehl

Zitat:"Siehe hier:"

Zitat aus verlinkter Seite:"Eine Greenpeace-Studie"

Das sollte bereits alles sagen. Greenpeace-Studien sind alle für den Müll, bis dato ist jede von deren "Studien", eigentlich müsste man sagen: Propagandawerke, widerlegt worden. Greenpeace ist ein Lobby-Verein und betreibt Propaganda. Die haben die gleiche Glaubwürdigkeit wie EIKE: Exakt Null.

@ Hans-Peter Klein

Zitat:"Das hier ist die Platfform der Betonkopf- Energiewende-Gegner"

Warum muss man ein bedingungsloser Energiewende-Fan sein? Welchen Mehrwert bringt mir als Endkunde die Energiewende im Verhältnis zu den Mehrkosten?

Zitat:"der notorischen Leugner des menschengemachten Klimawandels."

Das der Klimawandel allein anthropogener Natur ist, ist unbewiesen, da außer Behauptungen und halbgaren Simulationen kein Nachweis existiert. Da haben die Behaupter zu liefern und irgendwie schaffen die das nicht so richtig.
Allerdings bietet der "anthropogene Klimawandel" einige Vorteile: Man kann jammern, Geld fordern, Ablasshandel betreiben und man muss in seinen Daten nicht nachsehen, ob es nicht irdendwelche natürlichen Zyklen gibt, für die man dann auch noch mit viel Hirnschmalz eine Erklärung finden müsste.
Und warum wird dabei bei der Klimamittelung dekadisch vorgegangen? Klar, weil wir im Westen dekadisch denken. Aber in Sonnenzyklen wäre sinnvoller, da sich dann der periodische Einfluss der Sonnenzyklen auf das Wetter und damit folglich auch auf das Klima von selbst kompensieren würde. So muss man den extra rausrechnen, wenn man es denn tut.

Zitat:"Es macht nur Sinn, hier mit zu machen, wenn es Ihnen am Ende trotzdem ein bischen Spaß macht einfach nur im gegnerischen Feld herum zu kicken und den ein oder anderen Ball zu verwandeln."

Man sollte aber auch einstecken können. Manchmal geht es hoch her. :-)

Zitat:"Sie spielen da zusammen mit einer kleinen Mannschaft von vielleicht 3-5 Edel-Technikern"

Na, so edel waren die bisher gebrachten Argumente nun auch nicht.

Zitat:"gegen eine Alt-Herren-Mannschaft von mindestens 12 Rumpelfußballern und genau so vielen Reservisten + Publikum, sie können noch so präzise schießen, alle brüllen nur "Buh"."

Das ändert nichts daran, dass die gebrachten Argumente meist dünn sind, was allerdings beide Seiten betrifft. Auch wenn es nicht unbedingt unsere Aufgabe ist, die Probleme der Energiewende zu lösen, so ist die "Argumentation" der Sorte "alle mit meiner Meinung sind toll und alle anderen blöd" nun nicht unbedingt dazu geeignet, zu überzeugen. Und ich denke schon, dass gute Argumente hier den einen oder anderen "Betonkopf" überzeugen. Nur mit Marketingphrasen aus dem Bullshitbingo klappt das natürlich nicht.

Klimaneutrale Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans Kolpak

Ich wohne in einem Dorf mit 190 Einwohnern und mit Landwirtschaftsbetrieben. Hier gibt es abgesehen von der Fischfabrik kein Gebäude, in dem ein Blockheizkraftwerk Sinn machen würde.

45 Prozent grundlastfähiger Strom muss von den Generatoren mit den riesigen Schwungmassen kommen, damit das europäische Verbundnetz stabil bei 50 Hertz schwingt. Zu diesem Zwecke werden dann Windkraftanlagen und Solarstromanlagen ferngesteuert vom Netz genommen, damit es nicht kollabiert. Die Vergütung wird trotzdem bezahlt! Geht es noch irrsinniger?

Dieser Regelungsaufwand ist trotz Computer und Fernwirkeinrichtungen sehr teuer und personalintensiv. Die Kosten wuchsen von rund 100 Milliarden Euro vor zehn Jahren auf inzwischen etwa 1.000 Milliarden Euro allein in Deutschland an.

Die Zwischenstufe über Gas vermehrt lediglich die Menge des nicht grundlastfähigen Stromes, der nichts zur Stabilisierung der 50 Hertz beitragen kann. Solche Anlagen, die nur wenige Stunden im Jahr zum Einsatz kämen, wären niemals wirtschaftlich zu betreiben.

Mit viel Geld lässt sich viel anstellen, doch um welchen Preis? Was ist damit gewonnen, wenn immer mehr Industrie aus Deutschland abwandert? Wir haben heute schon bezogen auf die Nennleistung eine komplett doppelte Infrastruktur. Weil beide unwirtschaftlich sein müssen, ist der Strompreis rund doppelt so teuer.

Die Bundesregierung strebt einen dreifachen Ökostromausbau an. Natürlich schaffen wir das auch noch und bezahlen dann statt 15 Cent eben 60 Cent pro Kilowattstunde. Vielleicht, damit sich auch Blockheizkraftwerke noch zu Lebzeiten amortisieren?

Der deutsche Strompreis ist durch Umverteilungen belastet:
www.NAEB.tv Stromverbraucherschutz

Die Brennstoffkraftwerke und die Kernkraftwerke sind alle unwirtschaftlich geworden, weil ständig schwankender und drei bis fünf Mal so teurer Ökostrom zwangsweise eingespeist wird, bis die 55-Prozent-Marke erreicht ist.

Durch Strompreis-Dumping wird Ökostrom an den Strombörsen unter den Gestehungkosten gehandelt, verschenkt oder sogar die Abnahme bezahlt, um möglichst oft die 55-Prozent-Marke zu erreichen. Doch nachts scheint keine Sonne und oft ist einfach nur Flaute.

Wir veröffentlichen seit Jahren alle zwei Wochen einen Pressetext, um die komplexen Zusammenhänge für die Öffentlichkeit aufzubereiten. Die Texte können von jedermann auf www.NAEB.tv eingesehen und kopiert werden.

Ingenieure wissen so Manches, was Managern unverständlich erscheint. Letztere fallen aufgrund ihrer juristischen und wirtschaftlichen Vorbildung auf politisch korrektes Denken herein, das bereits an den Schulen vermittelt wird. Physik und Chemie nehmen darauf immer noch keine Rücksicht. Komisch, oder?

Statt mit unausgegorenen Ansätzen und massiven Umweltschäden durch Ökostrom herumzubasteln, könnten wir uns in 100 oder 200 Jahren Gedanken über andere Möglichkeiten machen, die wir heute noch nicht kennen "wollen", die aus verschiedenen Gründen bekämpft wurden und immer noch werden.

Gravatar: Hans Diehl

Hans-Peter Klein sagt am 14.03.2018 - 18:50
@ Smart 14.03.2018 - 13:59

Sie sind noch neu hier.
Hegen Sie keine allzu großen Erwartungen.

Das hier ist die Platfform der Betonkopf- Energiewende-Gegner und der notorischen Leugner des menschengemachten Klimawandels.

Lassen Sie mich hinzufügen.
Aber…..eine Plattform, wo jeder unzensiert seine Meinung schreiben kann. Im Forum bei EIKE, wo diese Energiewendegegner auch unterwegs sind, wäre das unmöglich.

Jetzt ist man ja bei der AfD auch nicht gerade begeistert von der Energiewende, was für die aber lobenswerterweise kein Grund ist andere Meinungen dazu einfach nicht zu veröffentlichen, wie ich das bei anderen Foren schon erleben musste.

Gravatar: Hans Diehl

Dirk S sagt am 15 03.

Das sollte bereits alles sagen. Greenpeace-Studien sind alle für den Müll, bis dato ist jede von deren "Studien", eigentlich müsste man sagen: Propagandawerke, widerlegt worden. Greenpeace ist ein Lobby-Verein und betreibt Propaganda. Die haben die gleiche Glaubwürdigkeit wie EIKE: Exakt Null.

@ Dirk

Und was ändert das an den folgenden Zahlen

Siehe hier:

Zitat: Der Steinkohle-Verstromung kamen 165 Milliarden Euro zugute, bei Braunkohle waren es 57 Milliarden Euro. Die Erneuerbaren Energien erhielten im selben Zeitraum gerade einmal 28 Milliarden Euro, die Zusatzkosten des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetzes) mit eingeschlossen. Die staatlichen Förderungen für Atom und Kohle sind allerdings im Gegensatz zu den Erneuerbaren nicht direkt auf den Strompreis umgelegt worden und deshalb vielen nicht bekannt. Zitat Ende

Oder hier:

http://www.spiegel.de/sptv/a-256015.html
Jeder Arbeitsplatz im Bergbau an Ruhr und Saar kostet den Steuerzahler pro Jahr rund 80.000 Euro. Kein anderer Wirtschaftszweig wird so stark subventioniert wie die Steinkohle-Förderung. Allein 2002 flossen fast drei Milliarden Euro Beihilfe in den Bergbau. Und das wird auch erst einmal so bleiben.

Gravatar: Hans Diehl

Dirk S. Sagt am 15.03

Auch wenn es nicht unbedingt unsere Aufgabe ist, die Probleme der Energiewende zu lösen, so ist die "Argumentation" der Sorte "alle mit meiner Meinung sind toll und alle anderen blöd" nun nicht unbedingt dazu geeignet, zu überzeugen. Und ich denke schon, dass gute Argumente hier den einen oder anderen "Betonkopf" überzeugen. Nur mit Marketingphrasen aus dem Bullshitbingo klappt das

@ Dirk

Sie scheinen nur oberflächlich zu lesen, sonst müsste ihnen doch schon aufgefallen sein wer hier die „Argumente“ bringt.

Das geht schon beim Autor des Artikels los. Der behauptet, von seiner Ideologie getrieben
Die technische Grenze für den Energiewende-Strom ist erreicht.

Dann macht er sich aus dem Staub und lässt seine Lakaien hilflos gegen „Argumente“ anrennen, die das Gegenteil beweisen.

Aktuelles Beispiel RWE und EON.
Glauben Sie ernsthaft, dass die auch der Meinung sind wie der Autor.

Gravatar: Freigeist

Dank den Grünen ist nun Sonnen-Strom so billig, dass der Geist aus der Flasche geschlüpft ist. Es gibt kein zurück mehr, es sei denn mit Kern-Fusion. Energie-Demokratie ist nun möglich. Ende der Abhängigkeit von den großen Monopolisten. Bravo!.

Gravatar: Dirk S

@ Hans Diehl

Zitat:"Der Steinkohle-Verstromung kamen 165 Milliarden Euro zugute, bei Braunkohle waren es 57 Milliarden Euro. Die Erneuerbaren Energien erhielten im selben Zeitraum gerade einmal 28 Milliarden Euro, die Zusatzkosten des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetzes) mit eingeschlossen. Die staatlichen Förderungen für Atom und Kohle sind allerdings im Gegensatz zu den Erneuerbaren nicht direkt auf den Strompreis umgelegt worden und deshalb vielen nicht bekannt. "

Und in den 28 Milliaren für die EE sind die Kosten für die Back-Up-Kraftwerke schon mit drin? Wohl eher nicht, denn dann wären die Kosten höher, so ungefähr in dem Bereich, der heute schon an Subventionen für Konventionelle gezahlt wird. Haben die Greenpeaceler wohl vergessen, kann ja mal vorkommen.

Daher glaube ich denen nichts, genauso wenig wie der anderen Seite. Die erzählen alle nur, wie sie es gerne haben möchten und nicht, wie es ist. Propaganda eben. Und genau davon habe ich die Nase voll.

Zitat:"Jeder Arbeitsplatz im Bergbau an Ruhr und Saar kostet den Steuerzahler pro Jahr rund 80.000 Euro."

Weis ich, war schon vor 30 Jahren so, na ja, so ungefähr. Schon damals habe ich gesagt, es wäre kostengünstiger den Kumpel ihr Gehalt weiterzubezahlen, sie aber Zuhause zu lassen. Spart man einen großen Teil der Verwaltungskosten.

Wobei, eins sollte man bedenken: Wenn DE Bergbauequipment verkaufen will, dann benötigt man schon auch so etwas wie einen eigenen Bergbau. Von jemanden, der seinen eigenen Kram selbst nicht einsetzt, kauft niemand etwas. Wäre so, als wenn MS die gesamte Firma mit Apple-Rechnern ausstatten würde.

Zitat:"sonst müsste ihnen doch schon aufgefallen sein wer hier die „Argumente“ bringt."

Eigentlich immer die Gleichen, leider sind die Fronten ein wenig verhärtet. Ich schwimme meist so dazwischen, zum einen bin ich den EEn nicht abgeneigt, halte aber die Umsetzung, wie sie in DE gemacht wird, für falsch: Zuviel Ideologie, zuviel Schönrechnerei, zuviel unechte Erfolgsmeldungen, zuwenig echte Problemlösung und zuviel Subventionen ohne echten Mehrwert (der auch in einem zukunftssicheren System liegen kann). Andersrum bin ich auch anderen Stromerzeugungsarten nicht abgeneigt und sehe (entgegen dem Mainstream) die Nukleartechnik noch lange nicht ausgereizt und am Ende. Da geht noch was.

Und nach irgendwelchen EE-Jubelmeldungen erwarte ich manchmal, dass uns irgendwelche Ökos den Endsieg der EEn verkündet.

Zitat:"Das geht schon beim Autor des Artikels los."

Wie, das lesen Sie? Ich ehrlich gesagt weniger (da oute ich mich mal), das überfliege ich nur. Allenfalls, wenn was interessantes, also was mit Zahlen oder Nicht-EIKE-Links, dabei ist, lese ich das (oder wenn es so kurz ist, wie dieses mal). Ansonsten geht es schnell zu den Kommentaren, die sind meist interessanter, inhaltsreicher und unterhaltsamer. :-)

Zitat:"Der behauptet, von seiner Ideologie getrieben
Die technische Grenze für den Energiewende-Strom ist erreicht."

Ähm, ich erinnere mich, dass auch schon woanders gelesen zu haben, nicht nur bei den einschlägigen EEG-Gegnern. Und ehrlich gesagt, ich fürchte auch um die Netzstabilität, denn irgendwann ist die Regelfähigkeit der konventionellen Kraftwerke erreicht. Und Einspeisepuffer für EE-Zufallsstrom sind derzeit nicht in Sicht.

Zitat:"Dann macht er sich aus dem Staub"

Ich sehe ihn mehr als Animateur. Der startet und wir machen irgendetwas daraus. Und wenn wir uns am Ende fetzen.

Zitat:"lässt seine Lakaien hilflos gegen „Argumente“ anrennen, die das Gegenteil beweisen."

Mal ganz ehrlich, die Argumente der EEG-Fans sind auch recht dünn, nicht dass die der EIKE-Fans besser wären. Aber so manches mal kommt doch etwas dabei raus, vor allem wenn alle sich gegenseitig Links an den Kopf werfen oder mit dem Rechnen anfangen. Bei aller Unzulänglichkeit, so schlecht finde ich das hier nicht.

Zitat:"Aktuelles Beispiel RWE und EON."

Beide haben jetzt ihre Reviere abgesteckt und respektieren das des anderen. Hat was von Mafia: Die Dons der RWE-Familie und der EON-Famile haben Frieden geschlossen und die Innogy-Gang dafür geschlachtet.

Zitat:"Glauben Sie ernsthaft, dass die auch der Meinung sind wie der Autor."

Die haben keine Meinung dazu, das interessiert die gar nicht. Die wollen Geld machen und Subventionen einstreichen, wie die ihren Strom erzeugen und wofür es nun die Extra-Moneten gibt, interessiert die nicht. Deren Vorläufer haben in den 1970ern nach etwas Gemotze die von der Politik gewünschten AKW gebaut und die werden heute die von der Politik gewünschten WKAn und Solarparks bauen. Solange die Gewinne stimmen ist denen das egal. Denn wenn die wirklich EE hätten verhindern wollen, spätestens das WM-Endspiel 2014 wäre die Gelegenheit dazu gewesen. Ein großflächger Stromausfall für 2 Stunden ab Mitte der ersten Halbzeit, offiziell bedingt durch die EE und schon wäre das EEG Geschichte. Oder glauben Sie, Merkel hätte das Rückgrad gehabt, dagegen zu halten? Sicher nicht.

Ausfallfreie Grüße,

Dirk S

Gravatar: Udo Stemmer

Smart schreibt am 14.03.2018 – 13:59
„Um ganz Deutschland (inkl. Industrie) rein mit Solarstrom inkl. einer Speicherreserve zu versorgen, müßte man nicht einmal 2 % der gesamten Landfläche Deutschlands für Solaranlagen „hergeben“.“

Hallo Smart,
es reichen bereits ca. 1% der Fläche (ca. 3.600 km²) von Deutschland um die ca. 600 TWh Strom im Jahr herzustellen und dazu bracht man ca. 15% der Gebäude und Freiflächen (Baubestand).


Nur Solar macht ja keinen Sinn, spielen ja noch andere Kraftwerk mit bei der Strombereitstellung ist ja ein Strommix.

MfG

Gravatar: Udo Stemmer

Freigeist schreibt am 15.03.2018 - 14:33
„Es gibt kein zurück mehr, es sei denn mit Kern-Fusion.“

Das mit der Kern-Fusion ist bereits Tot bevor die geboren ist.

Kern-Fusionsreaktoren sind ja nicht in der 1 GW-Klasse machbar, da sprechen die Jungs von der Kern-Fusion von anderen Dimensionen.
Nun wenn aber punktuell sehr große Strommengen erzeugt werden der auch in die Fläche verteilt werden muss, kostet das Geld.
Heute sind die Netzkosten bereits bei über 7 Cent/kWh und wenn man den Strom noch weitere Strecken übertragen muss wird das mit Sicherheit nicht günstiger.

Also sind die 7 Cent/kWh für die Großflächige Übertragung gesetzt + den kWh-Preis aus der Kern-Fusion.

In einigen Teilen der Welt sind PV-Anlagen am Start, am entstehen die noch ca. 1,5Cent/kWh bis 2,5 Cent/kWh verlangen und das bei kleiner Leistungen, also über die Fläche verteilt kann man die errichten, da halten sich die Übertragungsverluste und die Kosten für die Übertragung in überschaubaren Größenordnungen.

Bis das Kern-Fusionskraftwerk oder auch die in bau befindliche AKWs fertig sind ist die PV bereits abbezahlt und kann den Preis von einem Kernkraftwerk oder Kern-Fusionskraftwerk von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang unterbieten.

MfG

Gravatar: Udo Stemmer

Dirk S schreibt am 15.03.2018 - 16:53
„Denn wenn die wirklich EE hätten verhindern wollen, spätestens das WM-Endspiel 2014 wäre die Gelegenheit dazu gewesen. Ein großflächger Stromausfall für 2 Stunden ab Mitte der ersten Halbzeit, offiziell bedingt durch die EE und schon wäre das EEG Geschichte.“

Immer das geredet vom Stromausfall.

Die Stromausfälle in Deutschland gehen doch seit Jahren zurück und der Anteil an EE-Strom steigt an auf ca. 36% EE-Strom.

Auch die Anzahl an Stromunterbrechung sinkt ab.

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/Versorgungssicherheit/Versorgungsunterbrechungen/Auswertung_Strom/Versorgungsunterbrech_Strom_node.html

Mal eine Blick in andere Länder werfen die wenig EE-Strom im Netz haben da sind die jährchen Stromausfälle länger wie in Deutschland.

SAIDI-Wert Deutschland 2014 ca. 13 Minuten.
SAIDI-Wert Frankreich 2014 ca. 50 Minuten.

Mache sind ja der Meinung das die Kernkraft zuverlässiger ist als die EE-Stromquellen.

https://www.bundestag.de/blob/496056/9b97deb8a246fd8d15a2760596ce28df/wd-5-014-17-pdf-data.pdf

EE-Stromquellen stabilisieren das Stromnetz.

MfG

Gravatar: Hans Diehl

Dirk S sagt am 15.03. 18

Und in den 28 Milliaren für die EE sind die Kosten für die Back-Up-Kraftwerke schon mit drin? Wohl eher nicht, denn dann wären die Kosten höher, so ungefähr in dem Bereich, der heute schon an Subventionen für Konventionelle gezahlt wird. Haben die Greenpeaceler wohl vergessen, kann ja mal vorkommen.

@ Dirk.
Nein natürlich nicht. Aber von 28 Milliarden bis 165 Milliarden ist ja auch noch eine Menge Luft.
Da könnte man schon einen Kapazitätsmarkt subventionieren.

Dazu kommt, dass mit den 28 Milliarden für die EE auch noch Einsparungen in Form von sinkenden Großhandelspreise erzielt werden.

Siehe hier:

http://www.iwr-institut.de/images/seiteninhalte/presse/grafiken/strompreis_terminmarkt.png

Geld das dem Handel überlassen wird. Das neue Geschäftsmodell von EON mit dem viel sagenden Namen Netze Handel und Vertrieb lässt grüßen.


In einer korrekten Rechnung müsste man diese Milliarden eigentlich von den Förderkosten ( 28 Mrd ) abziehen, stellten die Leute vom Polit Magazin Monitor schon vor Jahren fest.

Siehe hier so ab Minute 3.50
http://www.iwr-institut.de/images/seiteninhalte/presse/grafiken/strompreis_terminmarkt.png

Gravatar: Udo Stemmer

Dirk S schreibt am 15.03.2018 - 16:53
„Und in den 28 Milliaren für die EE sind die Kosten für die Back-Up-Kraftwerke schon mit drin?“

Ach in den vergangen ca. 100 Jahren mussten die Back-Up-Kraftwerke bereitgestellt werden.

Ach in den vergangen ca. 100 Jahren mussten die Back-Up-Kraftwerke bereitgestellt werden um den Zappelverbrauch auszugleichen.

Die benötigte Strommenge zappelt ja nicht erst seit EEG-Zeiten, der Verbrauch hat auch von 80, 50 oder vor 20 Jahren gezappelt und das mussten die Kraftwerke ausgleichen.

MfG

Gravatar: Oblomow

Ich verfolge die Auseinandersetzungen zum Thema Energiewende nicht nur hier mit großem Interesse und finde insbesondere spannend, wie sich Fachleute -einige geben sich als solche zu erkennen, andere behaupten zumindest solche zu sein- darüber streiten.

Ich konstatiere aber, daß das, was unter der Überschrift "Energiewende" in diesem Lande betrieben wird, sich nicht in einem Markt entwickelte, sondern schlicht und einfach die Manifestation einer politischen Direktive ist, an deren Rechtmäßigkeit Zweifel angemeldet sind wie sie sich hinsichtlich des Verhaltens der Anordnenden bezogen auf das von ihr im Sept. 2015 Vollzogene und hernach Unterlassene nach Ansicht zahlreicher Rechtswissenschaftler gar nicht stellen.

Die Diskussion über die technischen Fragen der Umsetzung verdeckt mithin die Frage nach der Rechtmäßigkeit des ihr zugrunde liegenden initialen Aktes.
Ergänzend: eine Katastrophe in Japan müssen -in ihrer Logik- auch die hier für die Energiewende auftretenden Fachleute eigentlich als zumindest mitbestimmend für die Beurteilung der Sicherheit deutscher Kernkrafttechnik als Grundlage ihrer Argumentation voraussetzen. Das überzeugt mich bislang auch nicht.

Außerdem war und ist zu lesen, daß in Afrika Interesse an Kernkraftwerken besteht.

http://www.kernenergie.de/kernenergie/fachzeitschrift-atw/hefte-

http://www.kernenergie.de/kernenergie/fachzeitschrift-atw/hefte-themen/2018/03_Maer.php#anchor_d97641c1_Accordion-Die-Option-Kernenergie:-Kann-das-die-Energiezukunft-Afrikas-sein-


http://africanbusinessmagazine.com/sectors/energy/going-nuclear-africas-energy-future/

Und jüngst der Sudan:

http://newsafricanow.com/2018/03/russia-to-supply-sudan-with-floating-nuclear-power-plant-minister/

Kernenergie auf dem Kontinent der Sonne? Keine Zupflasterung öder aber sonnenbeschienener Flächen mit den Installationen, welche hier vermehrt Landschaften und Stadtansichten verschandeln? Auf Dächern angebracht, Versicherungen und Feuerwehr -und späterhin dann erst den schlafenden gutmeinenden Eigentümer- verzweifeln lassen?

Haben die dort keine Ingenieure, sind die dort dümmer als wir hier- was anzunehmen, ja inzwischen als rassistisch gelten müßte- oder was ist da los? Ist Putin schuld?

Oder gibt es auf der Hand liegende Erklärungen?

Gravatar: Hans Diehl

Dirk S. Sagt.

Beide haben jetzt ihre Reviere abgesteckt und respektieren das des anderen. Hat was von Mafia: Die Dons der RWE-Familie und der EON-Famile haben Frieden geschlossen und die Innogy-Gang dafür geschlachtet.


@ Dirk
Das mögen Sie ja so sehen, ändert aber nicht an der Tatsache das die Geld machen wollen, wie Sie richtig erkannt haben.

Geld machen wollen auf der Basis Energiewende. Sind Sie der Meinung die würden das riskieren wenn die technische Grenze für den Energiewende-Strom erreicht wäre.????
Das ist es doch, was der Autor einige unbedarfte Leser weismachen will.

Gravatar: Dirk S

@ Udo Stemmer

Zitat:"Immer das geredet vom Stromausfall."

Wenn Sie meine Ausführung genau gelesen hätten, dann wäre Ihnen bestimmt aufgefallen, das der von mir beschriebene hypothetische Stromausfall zum WM-Endspiel mit deutscher Beteiligung nicht zufällig hätte enstehen sollen, sondern zielgerichtet herbei geführt worden wäre und man den EE die Schuld zugeschoben hätte. Was das Ende des EEG bedeutet hätte, denn beim Auto und bei Fußball kennt der Deutsche nichts.

Zitat:"EE-Stromquellen stabilisieren das Stromnetz."

Quatsch. Die geregelten Konventionellen tun das. Und irgendwann geht das nicht mehr. Dann mach das Puff und dann kann auch der Udo Stemmer nachts keine kWh mal so nebenbei einkaufen.

Zitat:"Ach in den vergangen ca. 100 Jahren mussten die Back-Up-Kraftwerke bereitgestellt werden."

Nein, damals gab es nur Kraftwerke und versorgten ein bestimmtes Gebiet. Um Lasten auszugleichen und die Regelung der Kraftwerke zu vereinfachen hat man ein Verbundnetz aufgebaut.

Zitat:"Die benötigte Strommenge zappelt ja nicht erst seit EEG-Zeiten, der Verbrauch hat auch von 80, 50 oder vor 20 Jahren gezappelt und das mussten die Kraftwerke ausgleichen."

Nun zabbelt es aber auf beiden Seiten und das führt nun mal dazu, dass irgendwann die Zappelei nicht mehr ausgeglichen werden kann. Vor allem, da die Zappelei auf der Erzeugerseite stärker ist, als auf der Verbraucherseite.

@ Oblomow

Zitat:"Die Diskussion über die technischen Fragen der Umsetzung verdeckt mithin die Frage nach der Rechtmäßigkeit des ihr zugrunde liegenden initialen Aktes."

Die Frage kann man sich klemmen, die ist geklärt, denn sonst würde es in DE kein einziges AKW geben. Die existieren auch nur, weil Bundesregierungen die haben wollten. Die Stromwirtschaft war nicht sehr erpicht darauf, sich die Dinger an die Backe zu nageln.

Zitat:"Oder gibt es auf der Hand liegende Erklärungen?"

Korruption. Sollte in Afrika immer der erste Erklärungsansatz sein.

@ Hans Diehl

Zitat:"Nein natürlich nicht. Aber von 28 Milliarden bis 165 Milliarden ist ja auch noch eine Menge Luft.
Da könnte man schon einen Kapazitätsmarkt subventionieren."

Sie sollten es eher so sehen, dass die 165 Milliarden die 28 Milliarden stützen. Die stehen nicht gegeneinander sondern nebeneinander.

Zitat:"Dazu kommt, dass mit den 28 Milliarden für die EE auch noch Einsparungen in Form von sinkenden Großhandelspreise erzielt werden."

Der Börsenstrompreis ist eigentlich nicht sehr interessant, denn die meisten Anbieter haben langfristige Lieferverträge mit festen Preisen. Eigentlich sagt das nur, dass man seinen überschüssigen (EE-)Strom auf dem Spotmarkt immer schlechter los wird.

Zitat:"Sind Sie der Meinung die würden das riskieren wenn die technische Grenze für den Energiewende-Strom erreicht wäre.????"

Ja. Ist denen egal, solange die Kasse stimmt. Außerdem kann man dann mit der Beseitigung der Probleme noch mehr Geld verdienen.

Firmen wissen, dass in der Politik praktisch niemand Ahnung von technischen Sachen hat und nutzen das aus. Die Politik möchte etwas und ist bereit, dafür viel Steuerzahlergeld rauszuwerfen? Wunderbar, kein Problem, wird geliefert, auch wenn man eigentlich weiß, dass es so nicht geht und dass da sehr teure Nachbesserungen notwendig werden. Die nimmt man liebend gerne mit, ob es sich nun um spätere Energiespeicher für EE, Notkraftwerke für bevorstehende Stromausfälle oder die Nachrüstung der vergessenen Lichtschalter im Flughafen handelt. Man prüft und achtet darauf, wo die Anschlussaufträge liegen. Und so wird zu Anfang kalkuliert, zuerst billig und die Kohle macht man dann mit dem Ausbessern der Fehler, die die Politik zu verantworten hat. Über solche Planungen machen sich in den Firmen Heerscharen an Ings her, denen fällt mit Sicherheit auf, was geht, was nicht und was fehlt.
Deshalb werden Staatprojekte in DE ja auch so extrem teuer, dauern ewig und werden am Schluss an die Wand gefahren. Die Politik will und das gestern, die Firmen liefern wie bestellt und wissen, dass teuer nachgeordert werden muss.
Um mal eine PC-Vergleich zu bringen: Der Staat bestellt Monitore, Gehäuse, Festplatten, Grafikkarten und CPUs, vergisst aber Netzteile und Motherboards. Die müssen dann nachbestellt und eingebaut werden, denn ansonsten ist das verherige Geld vollkommen sinnlos rausgeworfen worden. Und dafür kassiert der Lieferant dann doppelt und dreifach. Und am Ende dauert das so lange, dass die PC durch Neue ersetzt werden müssen. Und das Spiel beginnt von vorne.

Zitat:"Das ist es doch, was der Autor einige unbedarfte Leser weismachen will."

Sorry, aber da hat der Recht. So läuft das in weiten Bereichen tatsächlich. An die Wand fahren bringt für die, die die Lösung anbieten besonders viel Geld.

Energiefreie Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans Diehl

Dirk S. Sagt.
Sie sollten es eher so sehen, dass die 165 Milliarden die 28 Milliarden stützen. Die stehen nicht gegeneinander sondern nebeneinander.

@ Dirk
Eben,... damit die 28 Milliarden ( EE ) nicht mehr von den 165 Mrd gestützt werden müssen, nehmen wir 50 Mrd von den 165 und subventionieren ein Backupsystem, sprich Kapazitätsmarkt.

Dann sind aus den 28 Mrd 78 geworden, können aber ohne Stütze stehen, und von den 165 bleiben noch 115 Mrd übrig. Nicht mehr und nicht weniger will ich zum Ausdruck bringen.






Dirk S. sagt


Zitat:"Dazu kommt, dass mit den 28 Milliarden für die EE auch noch Einsparungen in Form von sinkenden Großhandelspreise erzielt werden."

Der Börsenstrompreis ist eigentlich nicht sehr interessant, denn die meisten Anbieter haben langfristige Lieferverträge mit festen Preisen. Eigentlich sagt das nur, dass man seinen überschüssigen (EE-)Strom auf dem Spotmarkt immer schlechter los wird.

@ Dirk.
Sehen Sie, jetzt kann ich Ihnen zu neuen Erkenntnissen verhelfen.
Sie sagen der Börsenpreis ist nicht interessant.
Dann schauen Sie mal hier:
Zitat:
Diese zwei Artikel beantworteten sehr gut unsere Frage, wer eigentlich an der Strombörse einkauft. Denn es wurde immer nur von Versorgungsunternehmen, Stromhändlern, industriellen Großkunden und Banken gesprochen. Nun wissen wir dazu gehören auch die Stadtwerke und Unternehmen, wie E.ON, RWE usw. Es gibt also keinen Zwischenhändler mehr. Der Grund dafür, dass Unternehmen wie RWE auch an der Börse einkaufen, obwohl sie selbst rund 30 Kraftwerke besitzen und somit eigentlich genug Strom produzieren, ist einfach. Es gibt Tage, da ist der Strompreis an der Börse so günstig, dass eine Eigenproduktion viel teurer wäre. Daher werden dann die Kraftwerke gedrosselt und lieber günstig eingekauft.Zitat Ende

Immer wenn die Preise an der Börse niedriger sind als die Vereinbarten in den Langzeitverträgen, werden die langfristigen Verträge mit billigem Strom von der Börse bedient.

Und wann ist der Strom an der Börse so billig, richtig immer wenn die Sonne hoch am Himmel steht, oder eine steife Prise weht. Und was wird mit den Langzeitverträgen abgedeckt, Grundlast natürlich.

Sie sehen, wenn Sie nicht nur physikalisch betrachten, sondern auch logistisch, muss da nichts verschenkt werden, und Sonne und Wind können so gar Grundlast bedienen.

Bleiben Sie dran, mit zunehmender Kenntnis der Details, werden Sie noch ein glühender Verfechter der Energiewende.

Gravatar: Udo Stemmer

Dirk S schreibt am 16.03.2018 – 14:12

Zitat:"EE-Stromquellen stabilisieren das Stromnetz."

„Quatsch. Die geregelten Konventionellen tun das. Und irgendwann geht das nicht mehr. Dann mach das Puff und dann kann auch der Udo Stemmer nachts keine kWh mal so nebenbei einkaufen.“

Das mit dem „Puff“ und alles ist dunkel wird haben die Fachleute non den Konventionellen und AKWs bereits vor 20 Jahren erzählt wenn über 5%, max. 10% an EEG-Strom im Netz sind.
Heute sind wir bei ca. 36% und alle warten auf den „Puff“

Herr Boris Schucht, Chef des Netzbetreibers 50Hertz sagt das 70 % EE-Strom geht.
Vor internationalen Gästen gesagte Herr Boris Schucht, dass bis zu 70 Prozent erneuerbare Energien ziemlich problemlos integriert werden können.

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/energiewende-80-prozent-erneuerbare-sind-kein-problem/13688974.html

~

Herr Dirk S,
betrachten Sie die Seite 7, da wird ihnen geholfen.

https://www.bundestag.de/blob/496056/9b97deb8a246fd8d15a2760596ce28df/wd-5-014-17-pdf-data.pdf


Deutschland hat geringe „Puff“ Zeiten (ca. 13 Minuten) , nur Dänemark ist noch besser, hat ja auch EE-Quellen am Start.

Die Länder mit wenig EE-Strom da sind die „Puff“ Zeiten und der Strom ist weg nicht nur um einige % schlechter da reden wir von der ca. 4 fachen „Puff“ Zeit bei Frankreich und bei Polen von der ca. 15 fachen „Puff“ Zeit und der Strom ist weg.

In Malta wird ja so gut wie aller Strom mit den zuverlässigen Fossilen Energien erzeugt und da sind die „Puff“ Zeit und der Strom ist weg um den Faktor 44 höher als in Deutschland mit 36% EE-Strom im Netz.

MfG

PS
Herr Dirk S,
mir ist aufgefallen das Sie sehr wenige Quergegangen für ihre Behauptungen bringen, nur so man als Anerkennung.

Gravatar: Udo Stemmer

Dirk S schreibt am 14.03.2018 - 14:36
Übrigens emittiert Kernkraft pro kWh 10–30 g CO2 und liegt damit mit der Wind- und Wasserkraft gleichauf (10–40 g/kWh), aber 2 bis 3mal besser als Photovolatik (50–100 g/kWh).
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk#Kohlendioxidbilanz


Herr Dirk S,
wieder mal Top aktuell was Sie da schreiben.
Die Zahlen (PV = 50–100 g/kWh) sind bereits um die 20 Jahre alt und stammen vom

Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, Universität
Stuttgart, 2000.

Die Universität Stuttgart hat das 2000 veröffentlicht, das Zahlenmaterial der Betrachtung Stamm aus 1998, 1999 und 2000.



Da komm ich doch mal mit einer Veröffentlichung von 21.2.2018.

Heute hergestellte Solaranlage erzeugen während ihrer Lebensdauer mindestens 10-mal mehr Energie als zu ihrer Herstellung benötigt wurde.
Also ist der CO2 Ausstoß auch nur ca. 1/10 vom CO2 Ausstoß von Strommix der bei der Herstellung verwendet wurde.

Dieser Wert wird sich in der Zukunft durch energieoptimierte Herstellungsverfahren noch verbessern.
Windkraftanlagen weisen noch kürzere Energierücklaufzeiten auf, sie liegen gewöhnlich bei 2-7 Monaten.
(siehe Seite 38)
~
Auf Seite 48 wird betrachtet, entstehen bei der Produktion von PV neben CO2 weitere klimaschädliche Gase?

https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf

~

Dirk S schreibt am 14.03.2018 - 14:36
„da kostet das aufbereitete Uran pro kWh so um die 0,5 ct, das Rohuran so um die 0,2 ct. Selbst wenn sich die Rohurankosten verdoppeln würden, wäre das immer noch ein recht preisgünstiger Brennstoff.“

Herr Dirk S,
wieder mal Top aktuell was Sie da schreiben.
Die Zahlen sind bereits um die 11 Jahre alt und stammen vom der Veröffentlichung 2008.

Herr Dirk S,
da haben Sie für 0,5 oder 1 Cent/kWh nur den Uranbrennstoff, noch keine Strom kWh und um bei ihre genanten Quelle aus der Schweiz zu bleiben da kostet das kWh Strom in der Herstellung ca. 5 Cent.
Produktionskosten Kernkraftwerk Leibstadt von ca. 6,22 Rappen/kWh sind so um die 5,3 €Cent/kWh, Geschäftsbericht 2016.
Vorjahreswert von 5,99 Rappen/kWh.
https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/kreis-waldshut/Bilanz-Kernkraftwerk-Leibstadt-produziert-2016-weniger-Strom;art372586,9234262

Meine alte PV stellt mir bereits für 1 bis 2 Cent das kWh an Strom bereit und der ist bereits an der eigenen Steckdose.

Heute gebaute PV und Windkraftanlagen liefern bereits für unter 4 Cent/kWh nach EEG.
Bei 3,86Cent geht es bie PV los und bei der Windkraft ist die günstige EEG-Einspeisung ab 3,80Cent/kWh.

https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2018/20180220_Ausschreibungen.html


Das über 30 Jahre alte und bereits abbezahlte Kernkraftwerk Leibstadt schafft nicht mal die 5 Cent/kWh.

MfG

Gravatar: Udo Stemmer

Dirk S schreibt am 16.03.2018 - 14:12
„Der Börsenstrompreis ist eigentlich nicht sehr interessant, denn die meisten Anbieter haben langfristige Lieferverträge mit festen Preisen.“

Herr Dirk S,
bereits vergessen das auch langfristige Lieferverträge um 3 Cent und darunter anschlossen wurden ?

Läuft ein langfristiger Liefervertrag aus und es wird neu verhandelt und der Durchschnittliche Börsenstrompreis ist um 3 Cent, bereits seit einigen Jahren, so wir der Kunde nicht 4 Cent beim langfristigen Liefervertrag akzeptieren, das ist auch klar.

Hab jetzt mal einen Blick auf die EEX Strombörse geworfen.
Das kWh kostet in Deutschland 0,389 Cent/kWh
Das kWh kostet in Frankreich 5,179 Cent/kWh
Ach wie günstig ist der AKW-Strom, nur um den Faktor 13 teurer als der Dunkelflaute Strom in Deutschland.

MfG

Gravatar: Udo Stemmer

Dietmar Fürste schreibt am 14.03.2018 - 10:59
„Auch zum gleichen Lebenszyklus von PV-Anlagen sind hinreichend Probleme und Kostenfaktoren bekannt, die in Ihrem Kommentar geflissentlich verschwiegen werden, z.B. die Entsorgung der Paneele als Sondermüll, wenn sie ausgedient haben.“

Und die Entsorgung der seit über 50 Jahren Kernkraft ist auch bereits erledige, oder wieeeeeee ist das den ????

Herr Dietmar Fürste,
Ich habe ja einige polykristalline PV-Paten und einige monokristalline PV-Paten was soll den daran Sondermüll sein?

Die AlLU-Rahen werden wieder eingeschmolzen, das Glas auch, das Synzytium ist ja nur reiner Sand.
Dann bleibt noch etwas an Kunststoff übrige und der wird verbrannt.

Wo sehen Sie jetzt Mengen an Sondermüll bei meinen PV-Platten ?

Das Elektroschrottgesetz ist ja in Kraft getreten.
Künftig fallen auch Photovoltaikmodule unter die Regelungen.
Das bedeutet, dass die Hersteller ausgediente Module unentgeltlich zurücknehmen müssen. Die kommunalen Entsorgungshöfe werden dazu Sammelbehälter aufstellen.
Ab Februar 2016 können Anlagenbetreiber oder auch Installateur alte Module dort kostenlos abgeben.

Herr Dipl.-Ing. Dietmar Fürste,
wo sehen Sie da ein Problem bei der Entsorgen von PV-Modulen?

Bitte mal verraten.

MfG

Gravatar: Michael Löhr

Als Vertreter der ewiggestrigen Betonkopffraktion möchte ich nur mal ein paar Anmerkungen machen.

Im Jahr 2011, nach Fukushima, habe ich im Forum der CDU heftig u.a. mit einem Herrn Windmüller über den Unsinn der Energiewende gestritten.

Für die Kosten der Energiewende bis zum Jahr 2050 habe ich 1 Billionen Euro errechnet und bin dafür ausgelacht worden. Laut Agora, Greenpeace, Röttgen etc., wurden die Kosten der Energiewende bis 2050 mit ca. 3 Mrd. Euro p.a. (was schon einer Erhöhung gegenüber vorherigen Zahlen war) beziffert. Das macht bis 2050 Kosten von ca. 120 Mrd. Euro. Kann man überall nachlesen. Mittlerweile geben viele seriöse Institute, natürlich nicht Greenpeace und Co., die Kosten mit 1,5 bis 2 Billionen Euro an, wobei auch das noch nicht das Ende der Fahnenstange sein wird. Denn wir haben es mit einem revolvierenden System zu tun, mit 20 Kugeln im Revolver, weil z.B. der im Jahr 2050 gebaute Energiepark im Jahr 2070 komplett erneuert werden muss usw.. Ein KKW muss man erst nach 50 bis 60 Jahren neu bauen.

Aber, werte Herren, was interessiert Sie Ihr Geschwätz zu den Kosten aus dem Jahr 2011 oder früher? Es interessiert Sie nicht die Bohne. Obwohl Sie sich massiv verrechnet haben, vertreten Sie Ihren Blödsinn mit der gleichen Impertinenz wie schon 2011.

Gleiches gilt für die trittinschen Aussage mit der Kugel Eis für 1 Euro. Von dieser Kugel Eis sind wir Lichtjahre entfernt, ebenso von der Aussage eines Röttgen, die Preis werden sich maximal 0,1 bis 0,9 Cent je kWh erhöhen.
Kann man nachlesen. Hat Röttgen wohl Agora oder Greenpeace geglaubt. War wohl ein Fehler.

Ähnlich vernichtend sind Aussagen zur CO2 Einsparung. Von diesen Aussagen sind wir weit entfernt. Wie "grüne" Energieerzeugung tatsächlich aussieht, kann man in Frankreich, Schweden, Finnland usw. beobachten.

D.h., die Kritiker von damals, die vermutlich auch noch die Kritiker von heute sind, lagen damals alle richtig und tun es heute auch noch.

Von daher finde ich es höchst verwerflich, wenn man, damals wie heute, mit Fake-Studien um sich wirft, werte Energiewendefreunde, um diesen Schwachsinn nach wie vor zu rechtfertigen.

Ein intelligenter Mensch würde zumindest mal einen Soll-Ist Vergleich machen, um dann die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Gleiches gilt u.a. für die Kosten der Flüchtlingskrise, die mittlerweile schon mit 30 Mrd. Euro p.a. angesetzt werden. Die tatsächlichen Kosten, wir werden es vermutlich erst im Jahr 2020 oder später erfahren, dürften locker bei 60 Mrd. Euro p.a. liegen.

Und diese ganzen völlig unsinnigen Kosten, schlagen in ein paar Jahren richtig ins Kontor, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Das gilt für normale Arbeitnehmer, die dann mit Armutsrenten rechnen dürfen. Spätestens dann wird dieses Land nicht mehr in der Lage sein, seine Dummheiten zu finanzieren.

Aber dann ist es zu spät!

Gravatar: Egon Dirks

Zu diesem EE-Basar fehlt ein Kommentar von mir, der ist fertig und am 15.03.18. 12-30 wollte ich ihn abschicken, lese nochmal durch und auf einmal !"Zack" und verschwindet alles. Ich rufe Telekom an, "Störung, wird behoben!". und wurde "behoben", ABER statt Internet- Zeichen steht: "NICHT VERBUNDEN. ES SIND KEINE VERBINDUNGEN VERFÜGBAR":

Schon lange Zeit (seit 2010!!!) werde ich beim einschalten des PC gewarnt - auf blauem Hintergrund erscheint kurz weiß geschrieben: "Der Computer wird gesperrt..." Und so bis 11.11.17. mit dieser Meldung: "Windows wurde aufgrund verdä...(überdeckt) blockiert. Rufen Sie kostenlos an, wir helfen:
(089) 21 09 37 07

Hab angerufen. Bin alt und kein PC-Mann, "mach das-gib das ein...", ich sehe da werden Dateien installiert, ich fange an zu schimpfen, der Man verschwindet, der PC funktioniert wieder, ABER seit dem habe ich praktisch kein Internet mehr, immer wieder Terror-Meldungen von der Website:

"Microsoft haben festgestellt, das Sie Ihr Windows-System nicht aktualisiert haben. Bitte tun Sie dies, bevor Ihre Dateien gelöscht werde. Verlassen Sie diese Seite nicht, bevor Sie Ihre Systemsoftware aktualisiert haben" und so weiter, und so fort,,,

Da half nichts, den PC konnte man nur per Knopf "Aus" abschalten, aber immer war beim "Ein" das Internet wieder da, jetzt aber sitze ich ohne PC, wann die "demokratische Sperre" endet, weiß ich nicht, scheint muss ich wieder, wie im Jahr 2011, einen neuen PC kaufen, scheint diese unsere deutsche "Energiewende" kann man nur mit solch drastischen Maßnahmen über die Wasseroberfläche halten...

Na, wo es nicht besser wird, wird's schlechter, von Schlecht zu Gut aber ist es wieder nicht weit, dies alles schreibe ich von fremden PC...

Beste Grüße.

Gravatar: Hans Diehl

Michael Löhr sagt.

Gleiches gilt für die trittinschen Aussage mit der Kugel Eis für 1 Euro. Von dieser Kugel Eis sind wir Lichtjahre entfernt, ebenso von der Aussage eines Röttgen, die Preis werden sich maximal 0,1 bis 0,9 Cent je kWh erhöhen.
Kann man nachlesen. Hat Röttgen wohl Agora oder Greenpeace geglaubt. War wohl ein Fehler.

@ Michael Löhr
Nein… die beiden gehen von einer Kosten/Nutzen Betrachtung aus, und da liegen sie ja auch richtig.

Die Realität bestätigt das doch.
Bei amtlichen Stellen ist zu lesen, dass ein Durchschnittshaushalt mit 220 bis 240 Euro jährlich mit der EEG Umlage belastet wird. Und auch von amtlichen Stellen wird empfohlen zu den Anbietern zu wechseln, die die gesunkenen Großhandelspreise für Strom an ihre Kunden weiter geben, weil man da mehr als 300 Euro im Jahr sparen könnte.

Gesunkene Beschaffungskosten, verursacht durch die Erneuerbaren wohlgemerkt.

Schauen Sie mal hier.

http://www.iwr-institut.de/images/seiteninhalte/presse/grafiken/strompreis_terminmarkt.png

Gravatar: Udo Stemmer

Michael Löhr schreibt am 17.03.2018 - 09:39
"Für die Kosten der Energiewende bis zum Jahr 2050 habe ich 1 Billionen Euro errechnet und bin dafür ausgelacht worden."

2011 bis 2050 sind 39 Jahre.

1.000.000.000.000 € / 39 Jahre = 25.600.000.000 € im Jahr.

So jetzt sind bei der letzten EEG-Ausschreibung von der Bundesnetzagentur am 20.02.2018 bei PV bereits 3,86 Cent/kWh aufgerufen und bei der Windkraft 3,80Cent/kWh.

Da bekommt man bei 0,039 €/kWh für die 25.600.000.000 € im Jahr ca. 657.500.000.000 kWh und wir haben einen Verbrauch von ca. 600 Twh.

Michael Löhr schreibt am 17.03.2018 - 09:39
"Ein KKW muss man erst nach 50 bis 60 Jahren neu bauen."

Nun bauen wir mal AKWs mit 1,6GW Leistung so wie in Flamanville 3.
Da bringt das Kraftwerk ca. 12 TWh Strom im Jahr , zum Stückpreis von 11.000.000.000 €.
Für die 600TWh/Jahresverbrauch brauchen wir dann 50 neue AKWs mit ca. 1,6GW Leistung.

Da komme ich auf ca. 550.000.000.000€ Baukosten.

Ist erst mal nur die gute Hälfte von der 1 Billionen Euro.

Dumm nur das man alleine bei den Baukosten noch kein einziges kWh hat.
Jetzt müsste man die Personalkosten für die nächsten 39 Jahre mal hochrechnen.
Jetzt müsste man die Schuldzinsen für die nächsten 39 Jahre mal hochrechnen.
Jetzt müsste man die Reparaturen für die nächsten 39 Jahre mal hochrechnen.
Jetzt müsste man die Endlagerung für die nächsten 39 Jahre mal hochrechnen.

Bei den Erneuerbaren ist das ja bei den ca. 3,9 Cent/kWh, oder der 1 Billionen Euro bis 2050 mit eingepreist.

Herr Michael Löhr,
deshalb ist ja auch der Neubau von einem Kernkraftwerk bei kWh Preis abgeschlagen zu den heutigen EE-Großanlagen.

In England werde es um die 14 Cent/kWh sein wenn das Kernkraftwerk in Betrieb geht, je nach Inflationsausgleich.

Beim AKW in der Türkei erhält der meist Strom eine Vergütung von über 0,12 US$.

MfG

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Michael Löhr 17.03.2018 - 09:39

So wie im Bundestag alles von der AfD pauschal abgelehnt wird, so läuft es hier anders herum pauschal gegen die Energiewende, seitens der Autoren und ihrem treuen Gefolge.
Mein Dank gilt an dieser Stelle einmal der FW-Redaktion, dass man hier als Energiewendebefürworter ungekürzt im Originalwortlaut seinen Standpunkt vertreten kann.

Fakt ist hier auf dieser Plattform aber auch, dass egal mit welchen Fakten man kommt, die Energiewendegegner darauf nicht sachlich eingehen, geschweige diese widerlegen.

Ob Fraunhofer-ISE, DLR, Agora, ob aus der Industrie, Forum für Zukunftsenergien, egal, EIKE und seine Getreuen gehen darauf partout nicht ein sondern wiederholen das immer gleiche Mantra, die Energiewende sei teuer, unsozial, umweltzerstörend und unsicher, und der menschengemachte Klimawandel findet nicht statt.

Das und nichts anderes soll in die Köpfe gebimst werden, ungeachtet das unsere Industrie gut dasteht und ein Normalverdiener kein wirkliches Problem mit der monatlichen Stromrechnung hat.

Zwei Dinge möchte ich Ihnen noch sagen.

Zum Einen:
Für die Energiewende sein heisst eben nicht, dass man unkritisch alles übernimmt von Rot-Grün, nein, ein Ausmisten von ideologischen Ballast in der Energiepolitik halte auch ich für dringend geboten, und trotzdem plädiere ich für einen raschen Ausstieg aus der Kernenergie und für einen gestreckten Ausstieg aus Kohle, Öl. Dies beinhaltet alle Optionen möglicher Übergangsformen (PtG, PtL, Import von EE aus dem Ausland, forcieren aller Effizienztechnologien, optimieren der Sektorenkopplung, bestmögliche Nutzung vorhandener Infrastrukturen (Gasnetze), uvm).
Die mittelständische Industrie hat das längst erkannt und die industriepolitischen Weichen Richtung Energiewende sind gestellt.

Desweiteren halte ich es für ausgesprochen unlauter,
wenn Befürworter der Energiewende in einen Topf geworfen werden mit dem Links-Grünen Mainstream in allen anderen gesellschaftsrelevanten Fragen (Gender, Flüchtlinge, Außenpolitik, etc.).

Aber so ist das halt auf einem Stammtisch, es geht mehr um Stimmung, Stimmungsmache, nicht um das mühsame und differenzierte ausdiskutieren sachlicher Argumenten zu komplexen Sachverhalten.

MfG, HPK

P.S.: Nur eins von vielen Beispielen aus der Industrie, der Link von Udo Stemmer vom 16.03.18 zum Übertragungsnetzbetreiber 50 Hz, denn ich sehr gut finde:

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/energiewende-80-prozent-erneuerbare-sind-kein-problem/13688974.html

Hat der Mann nun Ahnung oder nicht ?

Gravatar: Hans Diehl

H.P. Klein sagt am 18.03

Für die Energiewende sein heisst eben nicht, dass man unkritisch alles übernimmt von Rot-Grün, nein,

Genau so sehe ich das auch. Ich würde z.B. nicht darauf drängen, dass bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nur noch E-Autos gefahren werden dürfen.

Das wird ohne hin ein Selbstläufer, das kann man jedem selbst und dem Markt überlassen.

Bei uns steht seit einem Jahr ein E-Auto als Zweitwagen auf dem Grundstück, mit angegebener Reichweite von 300 Km, betankt an der eigenen PV Anlage. Der Verbrenner wurde seit dem nur für den Urlaub genutzt.

Bevor die Kritiker jetzt sagen, es hat doch nicht jeder eine PV Anlage auf dem Dach, sollten sie sich mal Gedanken darüber machen was alles noch „Jeder“ nicht hat, und kein Wort darüber verloren wird.

Gravatar: Dirk S

@ Hans Diehl

Zitat:"Eben,... damit die 28 Milliarden ( EE ) nicht mehr von den 165 Mrd gestützt werden müssen, nehmen wir 50 Mrd von den 165 und subventionieren ein Backupsystem, sprich Kapazitätsmarkt."

Ähm, das Back-Up muss in der Lage sein, 100% des nachfrageabhängigen Strombedarfes (alles außer der ohnehin gesicherten Grundlast) zu liefern (starke Bedeckung und Windstille). Es sei denn, man ist bereit, Stromversorgungsklassen einzuführen.

Zitat:"Dann sind aus den 28 Mrd 78 geworden, können aber ohne Stütze stehen, und von den 165 bleiben noch 115 Mrd übrig. Nicht mehr und nicht weniger will ich zum Ausdruck bringen."

Sagen wir mal, ich glaube nicht, dass man da mit 50 Milliarden hinkommt. Die Synergien sind gering. Sie müssen bedenken, dass die meisten Kraftwerke in DE Großkraftwerke sind und die kann man runterregeln aber nicht mal eben so Abschalten und Neustarten wie einen Automotor. Bei einem Großkraftwerk kann das Anfahren Tage dauern. Die kann man quasi in Stand-By-schalten, wobei dann immer noch die Kessel beheizt und Schadstoffe emittiert werden.
Man könnte auch sagen, dass der bestehende Kraftwerkspark für die neuen energiepolitischen Zwecke nur bedingt tauglich ist. Neugestaltung des Kraftwerkspark? Möglich, aber teuer, sehr teuer. Da wäre es schon sinnvoller, die "natürliche Generationenfolge" zu nutzen. Was bedeutet, dass man von Zeiträumen von über 50 Jahren spricht.

Zitat:"Sehen Sie, jetzt kann ich Ihnen zu neuen Erkenntnissen verhelfen."

Das ist sehr schön. Dafür diskutieren wir ja auch hier.

Zitat:"Sie sagen der Börsenpreis ist nicht interessant."

Na ja, an der Börse landet vor allem das, was man nicht gerade über seine Lieferverträge los bekommt.

Zitat:"Immer wenn die Preise an der Börse niedriger sind als die Vereinbarten in den Langzeitverträgen, werden die langfristigen Verträge mit billigem Strom von der Börse bedient."

Ist jetzt nicht so ungewöhnlich wie es scheint. Man kauft da, wo es am billigsten ist. Auf mich wirkt es aber so, als wenn spezielle Situationen zur Begründung der allgemeinen Situation verwendet werden. Wann ist diese Situation gegeben? Selten und vermutlich eher an den WE (niedrigere Nachfrage bei möglichen hohen Angebot), aber wie ist das von Mo - Fr, 7:00 Uhr bis 17:00 Uhr, also zu den üblichen Geschäfts und Betriebszeiten? Diese Zeiten beinhalten die Nachfrage, die die Planungswerte vorgibt.

Wobei ich zugeben muss, dass ich mir über dieses Szenario bisher wenig Gedanken gemacht habe, da ich mir mehr Gedanken über die gesicherte Stromversorgung unter der Woche mache. Liegt wohl daran, dass ich als Bahnpendler unter der Woche ohne Strom nicht nach Hause komme, während ein Stromausfall am WE nur ärgerlich ist (außer im Winter, wenn die Heizung dann nicht läuft).

Zitat:"Und wann ist der Strom an der Börse so billig, richtig immer wenn die Sonne hoch am Himmel steht, oder eine steife Prise weht."

Und Wochendende ist. Unter der Woche werden Sie diese Situation sehr selten haben (also dass konventionelle Kraftwerke im Grundbetrieb zusammen mit den EEn soviel Strom erzeugen, dass es sich lohnt, die Konventionelle in den Stand-By-Betrieb zu schicken).

Zitat:"Und was wird mit den Langzeitverträgen abgedeckt, Grundlast natürlich."

EEn sind ohne Speicher nicht grundlastfähig. Und wo die Stromlieferanten ihren Strom herbekommen, um ihre Langfristverträge zu beliefern ist denen, die sie beliefern, erst einmal egal.

Zitat:"Sie sehen, wenn Sie nicht nur physikalisch betrachten, sondern auch logistisch, muss da nichts verschenkt werden, und Sonne und Wind können so gar Grundlast bedienen."

Sonne und Wind können zwar temporär Grundlast bedienen, sind aber nicht grundlastfähig. Grundlastfähig bedeutet, dass gesichert eine bestimmt Strommenge zur Verfügung steht. Wo jetzt der Strom herkommt, ist dabei unerheblich. Nur können Wind und Sonne ohne Speicher keine Grundlast garantieren, denn wenn es dunkel ist, gibt es keinen Solarstrom und wenn der Wind eine Pause einlegt, dann keinen Windstrom und wenn der das nachts macht, keinen Wind- und keinen Solarstrom. Folglich sind beide ohne Speicher nicht grundlastfähig, weil sie die Bereitstellung der Grundlast nicht sicher stellen können. Das geht erst mit einem entsprechend dimensionierten Speicher. Oder mit einem grundlastfähigen konventionellen Kraftwerk, das man bei entsprechenden Stromangebot anderer Quellen runterregeln kann.

Zitat:"Bleiben Sie dran, mit zunehmender Kenntnis der Details, werden Sie noch ein glühender Verfechter der Energiewende."

Nein, ich werde nie Verfechter dieser Energiewende sein, weil die aus meiner Sicht in den Sand gesetzt wurde. Die wesentlichen Probleme sind nicht gelöst, man speist immer mehr Zappelstrom ins Netz ein und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Regeltechnik nicht nur an ihre Grenze kommt, sondern es nicht mehr schaft, nachzuregeln.
Wie ich schon öfters geschrieben habe, sinnvoll wäre ein Neustart unter der Führung von Fachleuten und die Politik muss herausgehalten werden. Dann kann man mich für eine Neugestaltung der zukünftigen Energieversorgung begeistern. Ich bin kein Ideologe, ich habe nur Interesse an einer sicheren, preisgünstigen und möglichst wenig umweltschädlichen Stromversorgung (und zwar in der Reihenfolge). Aber so wie man es derzeit macht, nicht. Das ist ein Kombination von Verarsche ("virtuelle Strom-Speicher"), Öko-Tunnelblicke (so wird die Entsorgung bzw. das Recycling der problematischen Teile der WKAn und Solarmodule erst mal ausgeklammert) und Klientelpolitik mit grünem Öko-Lack. Bezahlt von denen, die nun wirklich wenig haben.

Grundlastfähige Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans Diehl

Dirk S. Sagt.

Zitat:"Dann sind aus den 28 Mrd 78 geworden, können aber ohne Stütze stehen, und von den 165 bleiben noch 115 Mrd übrig. Nicht mehr und nicht weniger will ich zum Ausdruck bringen."

Sagen wir mal, ich glaube nicht, dass man da mit 50 Milliarden hinkommt. Die Synergien sind gering. Sie müssen bedenken, dass die meisten Kraftwerke in DE Großkraftwerke sind und die kann man runterregeln aber nicht mal eben so Abschalten und Neustarten wie einen Automotor. Bei einem Großkraftwerk kann das Anfahren Tage dauern.


@ Dirk S.
Die Kraftwerke die Sie meinen werden das nicht sein, sondern überwiegend Gaskraftwerke, die gegenwärtig von den Erneuerbaren durch den Merit Order Effekt zum Stillstand verurteilt sind..

Mit intelligenter Logistik, wird die Synergie größer.

Schauen Sie mal was der EX Innogy< Chef schon geplant hatte.

Zitat:
Terium forderte die Schaffung eines „dezentralen Kapazitätsmarktes“, auf dem sich ein Preis für gesicherte Erzeugungsleistung bilden könne. Damit könnten Kraftwerke refinanziert werden, die derzeit wegen des Ökostrom-Vorrangs kaum noch zum Einsatz kommen und deshalb vor der Stilllegung stehen. Zitat Ende.


Auf diesem dezentralen Kapazitätsmarkt, werden sich diese Gaskraftwerke preislich mit den wie Pilze aus der Erde schießenden dezentralen Großspeichern nach Angebot und Nachfrage auseinander setzen müssen. So stell ich mir Energiewende vor.



Dirk S. Sagt.

Zitat:"Immer wenn die Preise an der Börse niedriger sind als die Vereinbarten in den Langzeitverträgen, werden die langfristigen Verträge mit billigem Strom von der Börse bedient."

Ist jetzt nicht so ungewöhnlich wie es scheint. Man kauft da, wo es am billigsten ist. Auf mich wirkt es aber so, als wenn spezielle Situationen zur Begründung der allgemeinen Situation verwendet werden. Wann ist diese Situation gegeben?


@ Dirk S.

Sehen Sie und wieder darf ich Ihnen zu neuen Erkenntnissen verhelfen.
Das ist keine spezielle Situation, sondern seit 2010 Regel.

Seit 2010 müssen die Erneuerbaren an der Börse vermarktet werden, fallen dort "zunehmend" zusätzlich an, und verursachen kontinuierlich Tiefstpreise.

Schauen Sie mal hier:
Zitat IWR:
.Der steigende Anteil erneuerbarer Energien hat am Spot- und Terminmarkt zu immer niedrigeren Strom-Einkaufspreisen geführt. Grund ist ein von der Politik beschlossener Wechsel der EEG-Lieferung ab 2010 (Wälzungsmechanismus). Bis 2009 erhielten die Stadtwerke den EEG-Strom als sog. EEG-Stromband monatlich tatsächlich physisch geliefert, so dass die großen Vorlieferanten (RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW, etc.) auch faktisch weniger an die Stadtwerke liefern konnten. Seit 2010 muss der EEG-Strom an der Börse verkauft werden und das hat weitreichende Folgen: RWE, E.ON & Co. beliefern Stadtwerke seit 2010 wieder weitgehend vollständig mit konventionellem Strom, der EEG-Strom an der Börse kommt zusätzlich auf den Markt und drückt auf die Preise. Weil die Börsen-Strompreise durch den Verkauf des EEG-Stroms teilweise auf Rekordtiefs sinken, profitieren zwar die Großabnehmer und die Industrie, gleichzeitig steigen die Differenzkosten zu den Vergütungspreisen und letztendlich steigt dadurch die EEG-Umlage Zitat Ende.


Sie sehen keine spezielle Situation, das haben die auch bei EON schon gemerkt mit ihrem neuen Geschäftsmodell Netze, Handel und Vertrieb..

Gravatar: Dirk S

@ Hans-Peter Klein

Zitat:"Mein Dank gilt an dieser Stelle einmal der FW-Redaktion, dass man hier als Energiewendebefürworter ungekürzt im Originalwortlaut seinen Standpunkt vertreten kann."

Ja, da stimme ich zu, zumal hier auch recht lange Kommentare möglich sind.

Zitat:"dass egal mit welchen Fakten man kommt, die Energiewendegegner darauf nicht sachlich eingehen, geschweige diese widerlegen."

Sagen wir mal, alle Seiten bekleckern sich da nicht immer mit Ruhm.

Zitat:"die Energiewende sei teuer"

Ist sie doch auch. Die EEG-Subventionen kommen auf die anderen Energiesubventionen noch mal drauf. Wenn die Subventionen der einen Seite die der anderen verringern würden, nun ja, das wäre was anders. Dem ist aber nicht so.

Zitat:"unsozial"

Das ist sie, denn die Energiewende belastet vor allem die, die am wenigsten haben. Die EEG-Abgabe von rund 10 Cent (brutto) pro kWh ist für Kleinverdiener heftig, während Besserverdienende mit Häuschen oftmals von Privilegien wie dem Eigenstromprivileg profitieren können. Folglich ist sie unsozial, da sie die Schwachen über Gebühr belastet.

Zitat:"unsicher"

Nun ja, man da verlangt der Steuerungstechnik so einiges ab, ob das nun zur Versorgungssicherheit beträgt, ich weiß nicht, kann man bezweifeln. Die Befürworter scheinen zu vergessen, dass man von einem zuverlässigen System kam und dem zusätzlich Zufallsstrom überbügelte. Zwar können die Kraftwerke in einem gewissen Rahmen das per Lastregelung ausgleichen, aber irgendwann sind auch da Grenzen erreicht. Auch wenn die technische Entwicklung die immer wieder verschiebt.

Zitat:"und der menschengemachte Klimawandel findet nicht statt."

Nun ja, der menschengemachte Anteil am Klimawandel ist durchaus strittig. Es gibt viele Einflüsse auf das Klima, die menschlichen Aktivitäten sind einer von vielen und es ist unklar, wie bedeutend der ist. Sicher hingegen ist, dass wir nicht alle Einflüsse auf das Klima kennen.

Wobei es schon bei EIKE ein Fortschritt ist, dass die überhaupt anerkennen, dass es einen Klimawandel gibt. Das ist für die noch recht neu. Irgendwann werden auch die anerkennen, dass der Mensch ein Faktor ist.

Zitat:"nichts anderes soll in die Köpfe gebimst werden,"

Na kommen Sie, das wollen beide Seiten. Die einen sehen uns absaufen und im Treibhaus gebacken werden und die anderen das Ende der Zivilisation und eine neue Steinzeit. Ohne Katastrophenszenarien geht es anscheinend nicht.

Zitat:"ungeachtet das unsere Industrie gut dasteht"

Was nicht unbedingt Verdienst des EEG ist, wohl eher das Gegenteil. Trotz der zusätzlichen Kosten durch das EEG steht die Industrie gut da.

Zitat:"ein Normalverdiener kein wirkliches Problem mit der monatlichen Stromrechnung hat."

Ausgehend davon, dass der Medianverdiener 3000.-€ brutto im Monat hat (nach 1/3 Abzügen 2000.-€ netto) und nicht in einer der bevorzugten Großstädte wohnt: Ja. Wohnt er (oder sie oder es) in einer der bevorzugten Großstädten: Kann knapp werden. Verdient der Verdiener untermedianisch (so wie die Hälfte der Arbeitnehmer in DE), dann wird es nach unten immer knapper.
Dass sich ein Normalverdiener die EEG-Subventionen leisten kann ist kein Argument für das EEG. Nur wenn sich Normalverdiener das nicht leisten könnten, dann wäre es ein Argument dagegen.

Zitat:"Für die Energiewende sein heisst eben nicht, dass man unkritisch alles übernimmt von Rot-Grün, nein, ein Ausmisten von ideologischen Ballast in der Energiepolitik halte auch ich für dringend geboten,"

Da stehe ich bei Ihnen.

Zitat:" trotzdem plädiere ich für einen raschen Ausstieg aus der Kernenergie"

Warum? Die Meiler, die in gutem Zustand sind, sollte man auch solange laufen lassen, bis ihr Zustand nicht mehr gut ist.

Zitat:" für einen gestreckten Ausstieg aus Kohle, Öl."

Wenn Sie gestreckt mit 50 bis 70 Jahre veranschlagen, also quasi das Auslaufen der alten Großkraftwerke (nach Nutzungsverlängerungen durch technische Updates), ok, in der Zeit kann man was Ordentliches auf die Beine stellen.

Zitat:"Dies beinhaltet alle Optionen möglicher Übergangsformen (PtG, PtL, Import von EE aus dem Ausland, forcieren aller Effizienztechnologien, optimieren der Sektorenkopplung, bestmögliche Nutzung vorhandener Infrastrukturen (Gasnetze), uvm)."

Ok, gebietet eigentlich auch die Vernunft. Wobei, wenn man PtG und PtL wirkungsgradtechnisch in den Griff bekommen kann, dann sind die meisten Probleme gelöst. Und wenn man EE importiert, dann sollte man auf den Zappelanteil verzichten. Aus Norwegen gibt es schönen frischen Laufwasserstrom, garantiert zappelfrei und in handgeprüften 50 Hz.

Zitat:"Die mittelständische Industrie hat das längst erkannt und die industriepolitischen Weichen Richtung Energiewende sind gestellt."

Na ja, gezwungener Maßen. Ob die EEn so ganz ohne politischen Druck und Subventionen sich so am Markt hätten etablieren könnten, nun ja, wir werden es nie wissen.

Zitat:"Desweiteren halte ich es für ausgesprochen unlauter, wenn Befürworter der Energiewende in einen Topf geworfen werden mit dem Links-Grünen Mainstream in allen anderen gesellschaftsrelevanten Fragen (Gender, Flüchtlinge, Außenpolitik, etc.)."

Da stimme ich Ihnen zu, man sollte das trennen. Nur ist es leider tatsächlich so, dass es da eine recht große Schnittmenge gibt, mit der man sich Diskussionen klemmen kann, weil nicht fruchtbar. Ist auf der anderen Seite aber genauso. Die Kunst ist nun, die zu finden, die nicht in den jeweiligen Betonkopfgruppen liegen.

Zitat:"nicht um das mühsame und differenzierte ausdiskutieren sachlicher Argumenten zu komplexen Sachverhalten."

Ach kommen Sie, manchmal kommt auch hier was rüber.

Zitat:"Hat der Mann nun Ahnung oder nicht ?"

Er hat Ahnung, wobei man vieles recht genau lesen muss und bedenken, dass er Aussagen zu der speziellen Situation seines Unternehmens macht, das wohl den Vorteil einer recht gut regelbaren Infrastruktur hat, mit vielen kleinen Kraftwerken und BHKW, die man auch mal völlig vom Netz trennen kann. Anders wäre es bei einem Netzbetreiber, an dessen Netz viele Großkraftwerke hängen, da geht so was nicht so leicht.
Aber im Kern bestätigen sich da meine Aussagen, nur dass ich für meinen Teil viel früher mit Speichern angefangen wäre. Und seine Aussage, dass 80% EE kein Problem wären, nun ja, kommt auf die Bedingungen drauf an (so mit Speichern sind auch 100% kein wirkliches Problem, was das Netz betrifft), über die er (kluger Weise) keine Aussagen macht. Na denn, schauen wir mal.

Energiereiche Grüße,

Dirk S

Gravatar: Dirk S

@ Hans Diehl

Zitat:"Die Kraftwerke die Sie meinen werden das nicht sein, sondern überwiegend Gaskraftwerke"

Schon klar. Gaskraftwerke sind nicht nur gut regalbar und auch so aufbaubar, dass sie tatsächlich ohne große Verzögerungen ab- und angeschaltet werden können. Nur kostet der Neubau Geld und das muss irgendwo herkommen. Das bedeutet entweder Subventionen oder aber eben, dass es dauert, wenn die alten Großkraftwerke ersetzt werden.

Zitat:"die gegenwärtig von den Erneuerbaren durch den Merit Order Effekt zum Stillstand verurteilt sind.."

Sorry, aber Gas-Kraftwerke produzieren teurer als Großkraftwerke. Ohne staatliche Eingriffe wird da nichts passieren. Jedenfalls solange nicht, wie die Betriebsgenehmigungen laufen.

Zitat:"Mit intelligenter Logistik, wird die Synergie größer."

Logistik?

Zitat:"Schauen Sie mal was der EX Innogy< Chef schon geplant hatte."

Klingt für mich so, als wenn der noch einige Großkraftwerke am Leben erhalten wollte, die sonst abgeschaltet werden würden.

Zitat:"Auf diesem dezentralen Kapazitätsmarkt, werden sich diese Gaskraftwerke preislich mit den wie Pilze aus der Erde schießenden dezentralen Großspeichern nach Angebot und Nachfrage auseinander setzen müssen."

Ähm, Ich weiß ja nicht, wie Sie sich das vorstellen, aber preislich dürften die Gaskraftwerke günstiger sein als Langzeitspeicher. Das ist das doch das Problem an der Sache, die Langzeitspeicherung. Die verursacht hohe Kosten und benötigt, ja nach Ausführung, eine Menge Platz. Vielleicht lässt sich was mit thermischer Speicherung machen, dann kann man Teile der alten Kohlekraftwerke weiter nutzen, nur eben mit Thermospeicherung und nicht mit Kohlebrennern. Aber auf jeden Fall haben Sie Kosten für den einzuspeichernden Strom und für den Rückgewonnenden, dazu kommen Umwandelungsverlusste.

Zitat:"So stell ich mir Energiewende vor."

So stelle ich mir einen ersten Schritt zum Blackout vor.

Zitat:"Das ist keine spezielle Situation, sondern seit 2010 Regel."

Ok, danke für den folgenden Text.

Zitat:"Seit 2010 müssen die Erneuerbaren an der Börse vermarktet werden, fallen dort "zunehmend" zusätzlich an, und verursachen kontinuierlich Tiefstpreise."

Bei den Subventionen, die die EEn bekommen, sind Tiefstpreise auf dem Spotmarkt nun wirklich keine Kunst. Wie würden die Spotpreise für EE-Strom nur ohne Subventionen aussehen?

Zitat:"Sie sehen keine spezielle Situation"

Nee, eine mutwillig herbeigeführte. Es wird jede Menge hochsubventionierter Strom in den Markt gepumpt, was die Preise am Spotmarkt verdirbt. Gleichzeitig werden Festverträge vermehrt durch konventionellen Strom erfüllt, anstelle von EEn und nachgeregelten konventionellen Strom.
Das soll eine Energiewende sein? EEn an den Spotmarkt und Festverträge zurück ans Kohlekraftwerk? Dafür steigt die EEG-Umlage? Ticken die noch ganz sauber?

Ich habe ja vorher die "Energiewende" vom technischen Standpunkt aus kritisch gesehen. Aber wenn sich die Sache so verhält, wie in dem Text beschrieben, dann sollte die "Energiewende" asap eingestampft werden. Für die Umwelt, für die Kleinverdiener. Denn dann kann das EEG nichts von dem erreichen, was es vorgibt erreichen zu wollen. Dann ist das nur noch Subventionsabzocke vom ordinärsten.

Zitat:"das haben die auch bei EON schon gemerkt mit ihrem neuen Geschäftsmodell Netze, Handel und Vertrieb.."

Ist klar, die kaufen, wo es am billigsten ist, die sind schließlich nicht die Strom-Heilsarmee. Und wenn die Politik so doof ist, denen zusätzliche Einnahmequellen zu bieten, klar, nimmt man mit.

Subventionsfreie Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Dirk S

Mit Ihnen kann man ja konstruktiv streiten.

Z.B. Ihre Meinung zu Reset und Neustart teile ich Nicht, in der Vorreiterrolle sind Fehler unvermeidlich, aber einer muss den Anfang machen.

Ich sehe die globale Entwicklung als etwas durchaus Normales an und plädiere für ein beharrliches Weiterarbeiten am 6. großen Innovationszyklus nach Dampfmaschine, Eisenbahn, Elektrifizierung, Motorisierung und IT.
Wir stehen global am Anfang des 6. Kondratieff-Zyklus und DE hat dabei ganz schön mitgemischt, darauf bin ich stolz.

Wenn wir mal für einen Moment so tun, als hätten wir beide was zu sagen, dann gehe ich davon aus, das wir nach konstruktivem Streit einen vernünftigen Kompromiss zustande bringen würden.

Bei den Vertretern von EIKE und ihrem hiesigen Fan-Club langt meine Phantasie nicht, mir einen derartigen Vernunft-Kompromiss auch nur vorzustellen.

Daher: Es sind meine politischen Gegner und ich bekämpfe Sie,
d.h. ich mache hier Stimmung
FÜR die Energiewende.

MfG, HPK

Gravatar: Hans Diehl

Dirk S.
Zitat:"die gegenwärtig von den Erneuerbaren durch den Merit Order Effekt zum Stillstand verurteilt sind.."

Sorry, aber Gas-Kraftwerke produzieren teurer als Großkraftwerke. Ohne staatliche Eingriffe wird da nichts passieren. Jedenfalls solange nicht, wie die Betriebsgenehmigungen laufen.

@ Dirk S.

Ja eben, dafür sollen doch die 50 Milliarden von den 165 Milliarden verwendet werden.

Zur Erinnerung vom 19.03.
Zitat:"
Eben,... damit die 28 Milliarden ( EE ) nicht mehr von den 165 Mrd gestützt werden müssen, nehmen wir 50 Mrd von den 165 und subventionieren ein Backupsystem, sprich Kapazitätsmarkt."

Dirk S. Sagt.
Zitat:"Auf diesem dezentralen Kapazitätsmarkt, werden sich diese Gaskraftwerke preislich mit den wie Pilze aus der Erde schießenden dezentralen Großspeichern nach Angebot und Nachfrage auseinander setzen müssen."

Ähm, Ich weiß ja nicht, wie Sie sich das vorstellen, aber preislich dürften die Gaskraftwerke günstiger sein als Langzeitspeicher.

@ Dirk S.
Da muss man mal die Lernkurve abwarten. Wenn ich lese was sich da gerade so auf dem Speichersektor entwickelt, und dezentral installiert wird, kann ich mir nicht vorstellen, das die auf Dauer die Gaskraftwerke preislich nicht verdrängen können.
Zu mal Gas nicht billiger wird, aber Sonne und Wind, von denen die Speicher gefüllt werden nach wie vor nichts kostet.

Dirk S. Sagt.

Zitat:"Sie sehen keine spezielle Situation"

Nee, eine mutwillig herbeigeführte. Es wird jede Menge hochsubventionierter Strom in den Markt gepumpt, was die Preise am Spotmarkt verdirbt. Gleichzeitig werden Festverträge vermehrt durch konventionellen Strom erfüllt, anstelle von EEn und nachgeregelten konventionellen Strom.

@ Dirk S.
Es geht hier nicht darum, was Sie ideologisch als mutwillig herbeigeführt sehen, sondern um ein mehrheitlich beschlossenes Gesetz das EEG.
Vor diesem Hintergrund ist das keine spezielle Situation, sondern eine geregelte Sachlage.

Gravatar: Udo Stemmer

Hallo Herr Hans-Peter Klein,

Die Energiewende ist doch nicht unsozial, die Leute die das sagen schauen nicht über den Tellerrand.
Wegen Öl, Gas, generell wegen Energie, fossiler Energie werden Kriege geführt, Leute vertrieben, Abhängigkeiten erzeugt usw.
Die sozialen Betrachtungen hören an der Landesgrenze von Deutschland auf von so manchen.
Kommen dann die Leute aus Afrika weil wenn die mal 3 $ verdient haben wieder 2$ für Diesel bezahlen müssen um das Notstromaggregat am Laufen zu halten das die Gefriertruhe nicht auftaut oder man mit der Dieselpumpe Wasser pumpen muss um zu bewässern ist klar das die Leute sich auf nach Deutschland machen.
#

Auch haben einigen noch nicht verstanden das wir ca. 80 bis 100 Milliarden € an Energie im Ausland einkaufen.
Energie ist ein großer Posten, vermutlich sogar der größte negativ Posten in der Außenhandelsbilanz.
Das dicke minus in der Außenhandelsbilanz muss erst mal wieder mit Exporten rein kommen.
Heute ist das kein Thema, wie ist das in 5, 10 oder 20 Jahren ?
Da bin ich der Meinung, das wen man z.B. für 1 Milliarde Gas-kWh in Russland einkauft, das Volkswirtschaftlich günstiger ist 1,5 Milliarden auszugeben für dieselbe Menge an kWh aus Erneuerbaren.
1. Das Geld bleibt zum Großteil im Land.
2. Im nächsten Jahr liefern die Erneuerbaren ja auch wieder kWh, das Gas ist aber verbraucht vom Vorjahr.

Der hohe deutsche Lebensstandard, Lohnnebenkosten usw. ist in direkter Konkurrenz zum Rest der Welt.
Wenn man mal 20 Jahre zurückblickt in welchen Sektoren wir Technologie und Marktführer waren wird ein bange um Deutschland.
Es ist ja nur noch Autobau und Maschinenbau übrig geblieben.
Im Maschinenbau hohlen die Asiatischen Länder massiv auf.
Die Autobauer haben das Rennen ohnehin bereits verloren.

#

Das Thema ist ja:
„Die technische Grenze für den Energiewende-Strom ist erreicht“

Bis 70% oder auch 80% EE-Stromanteil sehe ich aus technischer Sicht keine unüberwindbaren Hindernisse.
Das die Kraftwerksysteme die in den letzten 70 Jahre das System Grundlast und am besten noch 7000 Volllastsunden im Jahr ein Auslaufmodel sind ist auch klar.

Wenn heute PV-Anlagen es schaffen bei nur ca. 1000 Volllastsunden einen Preis von unter 4 Cent/kWh den Strom ins Netz zu bringen, so müssen sich auch die neuen Konventionellen und auch alten Konventionellen Kraftwerke an den 4 Cent orientieren und das bei ca. 1000 Volllastsunden.

MfG

Gravatar: Dirk S

@ Hans-Peter Klein

Zitat:"Mit Ihnen kann man ja konstruktiv streiten."

Das Lob möchte ich zurück geben. Und das schätze ich an Ihnen.

Zitat:"Z.B. Ihre Meinung zu Reset und Neustart teile ich Nicht,"

Ich sehe die augenblickliche Situation als zu verfahren an, daher meine Vorstellung eines Neustartes auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse. Ok, nicht von Anfang an, aber eine ordentliche Überarbeitung. Also ein partieller Neuanfang.

Zitat:" in der Vorreiterrolle sind Fehler unvermeidlich"

Vollkommen richtig. Man lernt eben. Aber mann muss eben auch bereit sein, seine Fehler einzuräumen (das bezieht sich jetzt auf die Politik).

Zitat:"aber einer muss den Anfang machen."

Sag' ich auch immer.

Zitat:"Wir stehen global am Anfang des 6. Kondratieff-Zyklus und DE hat dabei ganz schön mitgemischt, darauf bin ich stolz."

Sieht nicht wirklich danach aus: https://www.welt.de/wirtschaft/article174721327/Energiewende-Index-Im-weltweiten-Vergleich-schneidet-Deutschland-schlecht-ab.html
Mir geht es in DE zu klientellastig zu.

Zitat:"Wenn wir mal für einen Moment so tun, als hätten wir beide was zu sagen, dann gehe ich davon aus, das wir nach konstruktivem Streit einen vernünftigen Kompromiss zustande bringen würden."

Ich glaube, wir hätten mindestens die Hälfte der Probleme vermieden. Und für den Rest könnten bestimmt eine gemeinsame Lösung finden.

Zitat:"Bei den Vertretern von EIKE und ihrem hiesigen Fan-Club langt meine Phantasie nicht, mir einen derartigen Vernunft-Kompromiss auch nur vorzustellen."

Yo, EIKE ist schon ein wenig ... eigen? Die geben immer nur das zu, was nun nicht mehr zu leugnen ist.

Zitat:"d.h. ich mache hier Stimmung
FÜR die Energiewende."

Und ich halte etwas dagegen, damit es unterhaltsam bleibt ;-) .

Alternative Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Dirk S
Vernünftige Arbeitsteilung,
Ich fürs Contra,
Sie für die Moderation dazwischen.
MfG, HPK

Gravatar: Dirk S

@Hans Diehl

Zitat:"Ja eben, dafür sollen doch die 50 Milliarden von den 165 Milliarden verwendet werden."

Ok, kam nicht so bei mir an. Könnte man, ja. Man könnte das Geld aber auch in Speichersysteme stecken, dann kann man das CO2 der Gasverbrennung sparen. Dafür müsste man die Subventionen dann auch ehrlicherweise den EE zuschlagen.

Zitat:"Da muss man mal die Lernkurve abwarten."

Sorry, aber das ist zu wenig. Da muss schon ein klare Planung erkennbar sein.

Zitat:"Wenn ich lese was sich da gerade so auf dem Speichersektor entwickelt, und dezentral installiert wird, kann ich mir nicht vorstellen, das die auf Dauer die Gaskraftwerke preislich nicht verdrängen können."

Irgendwann vielleicht. Aber bei den derzeit verfügbaren Technologien wird man über den Preisen der Gaskraftwerke bleibem. Akkus-Systeme sind am teuersten und auch Pumpspeichersysteme sind teurer als Gaskraftwerke. Und da wird sich auf lange Sicht nicht viel dran ändern. Darüber muss man sich im Klaren sein.

Zitat:"Zu mal Gas nicht billiger wird,"

Sagen wir mal, Gas ist endlich. Die Preise hängen von vielen Faktoren ab.

Zitat:"aber Sonne und Wind, von denen die Speicher gefüllt werden nach wie vor nichts kostet."

Dafür ist die Umwandelung teuer, benötigt viel Platz und ist auch nicht immer umweltfreundlich. So richtig für lau sind die auch nicht. Sonst würden wir ja das EEG nicht benötigen.

Zitat:"Es geht hier nicht darum, was Sie ideologisch als mutwillig herbeigeführt sehen, sondern um ein mehrheitlich beschlossenes Gesetz das EEG."

Das eine schließt das andere nicht aus. Nur weil etwas als Gesetz beschlossen ist, ist es nicht automatisch sinnvoll. Es ist schon viel Unsinn in Gesetzen verewigt worden.

Zitat:"Vor diesem Hintergrund ist das keine spezielle Situation, sondern eine geregelte Sachlage."

Die aber kontraproduktiv ist und dem angeblichen Zweck des EEG entgegen steht. Auch geregelter Unsinn ist Unsinn.

Sinnvolle Grüße,

Dirk S

Gravatar: Dirk S

@ Udo Stemmer

Zitat:"Das mit dem „Puff“ und alles ist dunkel wird haben die Fachleute non den Konventionellen und AKWs bereits vor 20 Jahren erzählt wenn über 5%, max. 10% an EEG-Strom im Netz sind."

Und? Dass sich die Regeltechnik und da vor allem die Reaktionszeiten in den letzten 20 Jahren verbessert hat, ist an Ihnen vorüber gegangen? Wir sollten uns über die Fortschritte freuen.

Zirtat:"Heute sind wir bei ca. 36% und alle warten auf den „Puff“"

Andere sagen, wir haben bisher Glück gehabt. Ach übrigens, Sie warten auf den "Puff". Ich nicht, ich fürchte den, kann aber drauf verzichten.

Zitat:"Herr Boris Schucht, Chef des Netzbetreibers 50Hertz sagt das 70 % EE-Strom geht."

In dem Netz von 50Hz. Das scheint allerdings durch kleinere Kraftwerke und BHKW im Vorteil zu sein, wegen der besseren Regelbarkeit. Das gilt nicht für alle Netze, vor allem nicht für die mit den alten Großkraftwerken.

Zitat:"Deutschland hat geringe „Puff“ Zeiten (ca. 13 Minuten) , nur Dänemark ist noch besser, hat ja auch EE-Quellen am Start."

Das dürften die Hannoveraner aber anders sehen: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/eine-stadt-im-dunkeln-stromausfall-legt-hannover-lahm-12974.html

Ist natürlich von Vorteil, wenn man weiß, wie sich der SAIDI-Wert berechnet: https://de.wikipedia.org/wiki/System_Average_Interruption_Duration_Index

Zitat:"Die Länder mit wenig EE-Strom da sind die „Puff“ Zeiten und der Strom ist weg nicht nur um einige % schlechter"

Was die Länder mit viel EE auszeichnet ist eher, dass sie schon früher mehr Geld in ihre Stromnetze investiert haben als andere. Wer seine Niederspannungsnetze unterirdisch hat, hat meist auch bessere SAIRI-Werte.

Zitat:" ca. 4 fachen „Puff“ Zeit bei Frankreich "

Frankreich hat ein bekanntes Problem mit seinen Klapperreaktoren und damit, dass man dort meist mit Strom heizt. Andere Baustelle.

Zitat:" bei Polen von der ca. 15 fachen „Puff“ Zeit "

Polen hat ein recht einfaches Problem: Die vorhandenen Kraftwerke können nicht immer die Nachfrage decken, vor allem im Sommer, wenn die Flüsse warm sind und die Kraftwerke nicht mehr hinreichend gekühlt werden können. Erbe des Sozialismus.

Zitat:"Malta wird ja so gut wie aller Strom mit den zuverlässigen Fossilen Energien erzeugt und da sind die „Puff“ Zeit und der Strom ist weg um den Faktor 44 höher als in Deutschland mit 36% EE-Strom im Netz."

https://commons.wikimedia.org/wiki/Malta#/media/File:Sudika_Zabbar_Triq_Is-Santwarju.jpg

Betrachten Sie bitte die fliegende Verkabelung und wissen dann, warum Malta so einen schlechten SAIDI-Wert hat. Den hat jedes Land mit oberirdischen Niederspannungs-Leitungen. Auch Länder wie Japan oder die USA. Ist nun mal das Risiko dieser Verteilart. Dafür gehen Reparaturen schnell. Was zumindest in Japan wegen der Erdbeben klar von Vorteil ist.

Zitat:"Also ist der CO2 Ausstoß auch nur ca. 1/10 vom CO2 Ausstoß von Strommix der bei der Herstellung verwendet wurde."

Schön. Ändert nichts daran, dass auch Solaranlagen CO2 "emittieren". Es ging um das Gehype.

Zitat:"Dieser Wert wird sich in der Zukunft durch energieoptimierte Herstellungsverfahren noch verbessern."

Da würde ich nicht mehr allzuviel erwarten, die bisherigen Verfahren der Halbleiterproduktion sind ausgelutscht. Aber man könnte beim Recycling der Zellen noch was machen, da ließe sich noch Energie einsparen.

Zitat:"Windkraftanlagen weisen noch kürzere Energierücklaufzeiten auf, sie liegen gewöhnlich bei 2-7 Monaten."

Ändert nichts am GFK. Und daran, dass auch bei denen rechnerisch CO2 entsteht. Mal abgesehen davon, dass ein AKW, dass anstelle von 30 Jahren 50 Jahre läuft seine CO2-Bilanz auch verbessert.
Es geht um das enthypen der "CO2-Neutralität". Solange CO2-emittierende Kraftwerke für die Produktion der Anderen eingesetzt werden, solange "emittieren" diese rechnerisch CO2. Engegen dem, was Ökos behaupten. Und darum gings.

Zitat:"Die Zahlen sind bereits um die 11 Jahre alt und stammen vom der Veröffentlichung 2008."

Und? Zum verdeutlichen langt das.

Zitat:"Heute gebaute PV und Windkraftanlagen liefern bereits für unter 4 Cent/kWh nach EEG."

Also vor EEG rund 12 Cent.

Zitat:"Das über 30 Jahre alte und bereits abbezahlte Kernkraftwerk Leibstadt schafft nicht mal die 5 Cent/kWh."

Und selbst 6 Cent /kWh sind am Ende billiger als 4 Cent + 8 Cent EEG.

Und wieviele kWh schafft das AKW am Tag? Bei 1,2 GW (1.200.000 kW) Leistung und 24h rund 28.800.000 kWh. Wie hoch muss der Gewinn sein, um auf eine Viertelmillion € am Tag zu kommen? 0,87 Cent. Allein durch die Menge des erzeugten Stromes lohnt sich das AKW.

Zitat:"bereits vergessen das auch langfristige Lieferverträge um 3 Cent und darunter anschlossen wurden ?"

? Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun? Ich sehe es nicht.

Zitat:"Hab jetzt mal einen Blick auf die EEX Strombörse geworfen.
Das kWh kostet in Deutschland 0,389 Cent/kWh
Das kWh kostet in Frankreich 5,179 Cent/kWh
Ach wie günstig ist der AKW-Strom, nur um den Faktor 13 teurer als der Dunkelflaute Strom in Deutschland."

Da verschleudert DE gerade wieder seinen überschüssigen EE-Strom. Wenn Sie die Börse lange genug beobachten werden sie auch negative deutsche Strompreise zu sehen bekommen. https://www.welt.de/wirtschaft/article172642273/Agora-Energiewende-Chef-verteidigt-negative-Strompreise.html
Haben alpine Pumpspeicherwerkbetreiber schon einen lukrativen Markt mit ausgemacht. https://blog.energiedienst.de/negative-strompreise/

Zitat:"Wo sehen Sie jetzt Mengen an Sondermüll bei meinen PV-Platten ?"

Er beziehtsich wohl auf die sich immer weiter verbreitenden Dünnschichtmodule, die meist Cadmiumtellurid enthalten. Die sind, wenn ich das richtig sehe, derzeit noch Sondermüll. Soweit, wie was finden konnte sind silizium-basierte Solarmodule inzwischen weitgehend unproblematisch, da fast voll recyclingfähig ( http://www.solarstromerzeugung.de/ratgeber/photovoltaik-recycling/ ). Was bei den Dünnschichtmodulen nicht so zu sein scheint..

Sonnige Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans Diehl

Dirk S. sagt

Zitat:"Hab jetzt mal einen Blick auf die EEX Strombörse geworfen.
Das kWh kostet in Deutschland 0,389 Cent/kWh
Das kWh kostet in Frankreich 5,179 Cent/kWh
Ach wie günstig ist der AKW-Strom, nur um den Faktor 13 teurer als der Dunkelflaute Strom in Deutschland."

Da verschleudert DE gerade wieder seinen überschüssigen EE-Strom. Wenn Sie die Börse lange genug beobachten werden sie auch negative deutsche Strompreise zu sehen bekommen.


@ Dirk S.
Verschleudern ????

Schauen Sie mal hier:
Zitat IWR:

Münster - Die deutsche Stromwirtschaft hat im Jahr 2013 mit dem Export von Strom so viel verdient wie noch nie.
Deutschland exportierte im abgelaufenen Jahr Strom im Wert von 3,76 Mrd. Euro in die Nachbarländer.

Gravatar: Dirk S

@ Hans Diehl

Zitat:"Verschleudern ????"

Wie würden Sie es denn sonst bezeichnen, wenn man ein Produkt unter Produktionpreis verkauft, weil man es los werden muss? Vor allem, wie würden Sie den Verkauf mit einen negativen Preis bezeichnen?

Zitat:"Schauen Sie mal hier:"

Da besteht nicht der geringste Widerspruch. Wenn man zeitweise seinen Strom verschleudert bedeutet das noch lange nicht, dass man insgesamt nicht mehr verdienen kann. Der einzige, für den das blöd ist, ist der Endkunde, der die negativen Preise per EEG-Subvention ausgleichen darf.

Subventionsfreie Grüße,

Dirk S

Gravatar: Egon Dirks

Zitat: "Den deutschen "Energiewende"-Lauf, hält weder Trump, noch Esel auf!". Zitat Ende. D.h., gegen diese EE-Kakophonie Cente-Prozente helfen weder Vernunft, noch radikale Maßnahmen...

Was, werter Dr. Krause, ist "...ÜBERSCHÜSSIGER Energiewende-Strom?" Nochmal für Doktoren-Professoren und allen elektroahnungslosen EE-Matrosen: WER mit "überschüssigen" Ökostrom sich breit macht; WER diesen Strom ins Ausland verschenkt oder entsorgt; WER die Windstrom-Größe im Netz von der Windstärke abhängig sieht und-und..., DIE sind ELEKTRODUMM, wie Schafe und damit ist elektrisch gesehen alles gesagt...

Was Sie, werter Dr. Krause, mit HPK da antreiben, ist eine weitdurchgedachte EE-Strategie, Ziel - das deutsche Volk möglichst länger mit "Energiewende"-Mannabrei-Anekdoten füttern und die AfD soll durch diese EE-Kakophonie ihr Gesicht verlieren...

Es ist unbequem vom fremden PC zu schreiben, Anfang Apr. kommt mein PC-Mann und wird, wie im Apr.-Mai 2011, wieder feststellen, dass die Festplatte ist kaputt, für mich heißt es: Die Trojaner Pferde-Herde hat mir den zweiten PC kaputt überwacht und die deutsche demokratische Meinungsfreiheit hat mir bislang 1400 Euro gekostet, aber, wo es nicht besser wird, wird es schlechter und vom Schlecht zu Gut ist es wieder nicht weit...

Beste Grüße.

Gravatar: Dirk S

@ Egon Dirks

Zitat:"Was, werter Dr. Krause, ist "...ÜBERSCHÜSSIGER Energiewende-Strom?" "

Eigentlich recht einfach: Nich nachgefragter Strom, der zuviel ins Netz eingespeist wurde und irgendwie da wieder raus muss.

Zitat:"WER mit "überschüssigen" Ökostrom sich breit macht;"

Siehe obrige Definition. Bei viel Wind, strahlenden Sonnenschein und geringer Nachfrage kann überschüssiger, also nicht nachgefragter EE-Strom entstehen.

Zitat:" WER diesen Strom ins Ausland verschenkt oder entsorgt; "

In Spitzenzeiten wird dafür übrigens gezahlt. Und da wir keine Speicher für den überschüssigen Strom haben, muss dieser Strom aus dem Netz und zwar pronto.

Zitat:"WER die Windstrom-Größe im Netz von der Windstärke abhängig sieht"

Äh, wovon sonst? Ohne Wind kein Windstrom, bei zuviel Wind wird die WKA aus dem Wind genommen, auch kein Windstrom. Dazwischen wird ein Teil der Bewegungsenergie des Windes in eine Rotationsbewegung umgewandelt, die wiederum einen Generator antreibt, der Strom liefert. Dieser Strom ist folglich von der entnommenden Bewegungsenergie des Windes abhängig. Folglich liefert eine bestimmte Anzahl von WKAn bei einer bestimmten Windstärke eine bestimmten Strom. Berechenbar oder in Tabellen nachlesbar.

Zitat:"Nochmal für Doktoren-Professoren und allen elektroahnungslosen EE-Matrosen:"

Und:

Zitat:"DIE sind ELEKTRODUMM, wie Schafe und damit ist elektrisch gesehen alles gesagt..."

Sie können bestimmer erklären, wie Sie darauf kommen und wo die anderen den Denkfehler machen.

Unverstromte Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans Diehl

Dirk S. sagt

Da besteht nicht der geringste Widerspruch. Wenn man zeitweise seinen Strom verschleudert bedeutet das noch lange nicht, dass man insgesamt nicht mehr verdienen kann. Der einzige, für den das blöd ist, ist der Endkunde, der die negativen Preise per EEG-Subvention ausgleichen darf.

@ Dirk S.
Eben…. das paradoxe System ist doch mein Thema. Ab 2010 gilt das von Lobbyisten konstruierte System je niedriger die Börsenpreise desto höher die Umlage. Da können Sie doch die Energiewende als solche nicht verantwortlich machen.

Gravatar: Dirk S

@ Hans Diehl

Zitat:"Eben…. das paradoxe System ist doch mein Thema."

OK.

Zitat:"Ab 2010 gilt das von Lobbyisten konstruierte System je niedriger die Börsenpreise desto höher die Umlage."

Hört sich nach so einer FDP-Aktion an. Da wollten wohl einige die Sache an die Wand fahren.

Zitat:"Da können Sie doch die Energiewende als solche nicht verantwortlich machen."

Die Energiewende ist ja keine Person, verantwortlich machen kann man nur die Politiker. Und ja, das tue ich. Und ich bin inzwischen noch unbegeisteter von der Energiewende. Verhunzt, 30 Schritte, zurück, neue Abzweigung. Und die Politik aussperren.

Unverhunzte Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans Diehl

Dirk S. sagt.

Zitat:"Ab 2010 gilt das von Lobbyisten konstruierte System je niedriger die Börsenpreise desto höher die Umlage."

Hört sich nach so einer FDP-Aktion an. Da wollten wohl einige die Sache an die Wand fahren.

@ Dirk.

Das ist nicht unbedingt eine FDP Aktion , sondern der Erfolg von Beratern.

Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Externe_Mitarbeiter_in_deutschen_Bundesministerien
Zitat:
Einer breiteren Öffentlichkeit wurden Personalaustauschprogramme, und die Mitarbeit Externer in Bundesministerien, durch das Fernsehmagazin Monitor am 19. Oktober 2006 bekannt. Der Beitrag wurde anmoderiert mit den Worten:„Lobbyisten versuchen, die Politik zu beeinflussen, um ihrem Arbeitgeber Vorteile zu verschaffen. Dazu sprechen sie auch in Ministerien vor. Manche Lobbyisten haben das gar nicht mehr nötig – sie sind nämlich schon da. Ja, richtig, das ist neu: Lobbyisten haben in unseren Ministerien mittlerweile eigene Büros – Tür an Tür mit Regierungsbeamten und […] mit eigener Durchwahl, und schreiben an Gesetzen mit. Bezahlt werden sie von ihren Unternehmen. Leihbeamte – gut für die Wirtschaft, schlecht für Bürger. Zitat Ende.

Was glauben Sie wie viel Politiker bei diesem komplexen System durchblicken ??

Die sind froh für jeden Tipp den sie bekommen, um ihre Daseinsberechtigung zu beweisen.

Das ist nicht einmal ein Vorwurf bei solch einem komplexen System. Das was Sie da FDP Aktion nennen, war noch nicht mal eine Gesetzesänderung im üblichen Sinne, sondern eine Verordnung nach dem § 64 ohne große Anhörungen, und schon gar nicht im Bundesrat.
Siehe hier. https://dejure.org/gesetze/EEG/64.html

Die Abgeordneten bekommen ein paar 100 Seiten 2 Tage vor der Abstimmung, sollen darüber entscheiden, und das möglichst wenn abends noch Fußballspiele übertragen werden.

Da kann natürlich kein anderes Ergebnis als das lobbyistisch Gewünschte rauskommen.

Gravatar: OTTO Nagel

Habe mich hier richtig festgelesen beim pro und contra !
Dank an alle, die nicht mit Schaum vorm Maul den Meinungsstreit führen und uns Normalos mit neuen Einsichten versorgen.
Also, Dirk, HPK und allen Anderen, einfach mal nur DANKE !

Gravatar: Dirk S

@ Hans Diehl

Zitat:"Das ist nicht unbedingt eine FDP Aktion , sondern der Erfolg von Beratern."

Ach ja, die Sache. Waren aber vor allem FDP-Ministerien von betroffen, wenn ich mich recht entsinne. Wobei das eher an der Art der Ministerien lag und weniger an der Parteizugehörigkeit der Minister. Obwohl, ich würde FDPler schon als anfälliger für Einflüsse aus der Wirtschaft einstufen (und bitte bedenken: es ist eine Relativbetrachtung).

Zitat:"Was glauben Sie wie viel Politiker bei diesem komplexen System durchblicken ??"

Keiner. Die durchblicken nicht mal unterkomplexe Systeme.

Zitat:"Das was Sie da FDP Aktion nennen, war noch nicht mal eine Gesetzesänderung im üblichen Sinne, sondern eine Verordnung nach dem § 64 ohne große Anhörungen, und schon gar nicht im Bundesrat."

2010 war der zuständige Minister Philipp Rösler, FDP. So völlig lag ich wohl nicht daneben ;-)

Zitat:"Die Abgeordneten bekommen ein paar 100 Seiten 2 Tage vor der Abstimmung, sollen darüber entscheiden, und das möglichst wenn abends noch Fußballspiele übertragen werden."

Die Abgeordneten entscheiden nach den Empfehlungen der Fachgremien oder nach Vorgabe ihrer Parteivorsitzenden. Die sollen die Entwürfe nicht lesen, das irritiert die nur.

Gibt so eine schöne Geschichte von einem US-Senator: Auch in den USA einigen sich Fachgremien auf eine Entwurf, der dann mit eventuellen Änderungen abgenickt wird. Nun hat einSenator sich mal einen Gesetzesentwurf, dessen Annahme empfohlen wurde, vor der Abstimmung duchgelesen und berichtete. dass vorher wegen Empfehlung für den Entwurf war und dass er, je mehr er den Entwurf gelesen hatte, seine Meinung änderte. Am Ende hat ernicht nur gegen den Entwurf gestimmt, er hat sogar versucht, andere Senatoren umzustimmen.
Ok, das wird es in DE nicht geben, da sind die Parteivorsitzenden vor.

Zitat:"Da kann natürlich kein anderes Ergebnis als das lobbyistisch Gewünschte rauskommen."

Ich sag' ja. FDP. Aber wenigstens stehen die so halbwegs dazu.

@ OTTO Nagel

Bitte!

@ all

Kleine News am Rande, weil hier (so halbwegs) passend:

Die USA sind klimafreundlicher als DE: https://www.welt.de/wirtschaft/article174814149/CO2-Bilanz-2017-Ausgerechnet-Donald-Trump-ist-der-beste-Klimaschuetzer-der-Welt.html

Und seine Mauer könnte ein wahrer Erfolg werden: https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article165833765/Trump-bringt-Solar-Mauer-nach-Mexiko-ins-Spiel.html

Da sag mal noch einer, Donald sei eine Klimasau ;-)

Klimaneutrale Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans Diehl

Udo Stemmer sagt:
Wenn wir eine Blick auf Deutschland werfen so ist Solarenergie in Deutschland die billigste Stromquelle, aber nicht die einzige im Strommix.


Da stellt sich doch zwangsläufig die Frage, an die Energiewendegegner, warum soll man die billigste Stromerzeugungsart nicht logistisch sinnvoll im Mix verwenden.

Zu mal der Mix dadurch nachweislich um die Hälfte billiger wird.
Beispiel aus der Praxis, etwa 33% EEG Strom haben den Großhandelspreis für die 100% mehr als halbiert.

Siehe hier:
http://www.iwr-institut.de/images/seiteninhalte/presse/grafiken/strompreis_terminmarkt.png


Für den unbedarfen Zeitgenossen, der sich nur an dem Informiert was EEG Kritiker schreiben, sind die 33% EEG Strom noch relativ teuer, weil sie außerhalb der Börse als Vergütung an die EE Anlagenbetreiber bezahlt werden.

Beim Handel an der Börse selbst fallen die deshalb zum „Nulltarif“ an und haben die Preise dort nach dem Merit Order Effekt mehr als halbiert. Siehe obige Grafik.

Fazit: Die Vergütungen für 33% teuren EE Strom sind durch die Preissenkung der restlichen 67% konventionellem Strom kompensiert worden, so dass die 100% wegen der EE nicht teurer werden dürften.

Die 100% werden aber teurer, weil seit 2010 das lobbyistische Meisterwerk gilt, je niedriger die Börsenpreise, desto höher die EEG Umlage.

Verschleiert wird das mit der „Nebelkerze“ EEG Konto wo die Differenz zwischen Einnahmen für EE Strom ( Börsenpreise ) und Ausgaben ( Vergütungen ) die Umlage ermittelt wird.



Und um dieses Paradoxon für jeden verständlich zu machen heißt das, je billiger sich ein Versorger Strom beschaffen kann, desto mehr EEG Umlage muss sein Kunde bezahlen.

Man kann,s nicht oft genug wiederholen, und noch in keinem Forum wurde dem von den EEG Kritikern widersprochen.

Bei EIKE oder ScienceSkeptical heißt es lapidar wegen Wiederholung gelöscht.

Gravatar: Hans Diehl

Dirk S. sagt:

Zitat:"Wir stehen global am Anfang des 6. Kondratieff-Zyklus und DE hat dabei ganz schön mitgemischt,

Sieht nicht wirklich danach aus: https://www.welt.de/wirtschaft/article174721327/Energiewende-Index-Im-weltweiten-Vergleich-schneidet-Deutschland-schlecht-ab.html
Mir geht es in DE zu klientellastig zu.



@ Dirk S.

Der Artikel in der Welt den Sie verlinkt haben, stammt vom Daniel Wetzel einem bekennenden Energiewende Gegner, oder besser gesagt Hausjournalist der konventionellen Stromwirtschaft.

Sein Artikel spiegelt ein typisches Beispiel wie man die Energiewende schlecht schreiben kann.

Er stellt die Vorreiterrolle von Deutschland in Frage, beginnt aber erst ab 2000 mit dem Rot/Grünen EEG.

Dass das EEG lediglich eine Fortsetzung des von Bundeskanzler Kohl und Umweltministerin Merkel 1990 verabschiedeten Stromeinspeisegesetz ist, passt nicht in sein Konzept. Da waren wir nämlich die absoluten Vorreiter.


Siehe hier Zitat:

Das deutsche Stromeinspeisegesetz (StromEinspG) datiert aus dem Jahr 1990. Es trat zum 1. Januar 1991 in Kraft. Ziel der gesetzlichen Regelung war die vergütete Abnahme von Strom, der ausschliesslich aus Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie, Deponiegas, Klärgas oder aus Produkten oder biologischen Rest- und Abfallstoffen der Land- und Forstwirtschaft gewonnen wird, durch öffentliche Elektrizitätsversorgungsunternehmen. Der Langtitel des Gesetzes lautete: Gesetz über die Einspeisung vom Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz vom 7. Dezember 1990 (BGBl. I S.2633).
Mit dem Stromeinspeisegesetz wurden erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) verpflichtet, elektrische Energie aus regenerativen Umwandlungsprozessen von Dritten abzunehmen und zu vergüten. Damit gilt das Stromeinspeisegesetz als Vorläufer des im Jahr 2000 gesetzlich verabschiedeten Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Zitat Ende.


Schon von Anfang an wurde von den Konventionellen gegen das Gesetz Sturm gelaufen und geklagt.
Siehe hier: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/preussenelektra-will-klagen/37652.html

Und von da an mit allen möglichen Mitteln versucht es auszubremsen, so dass andere Länder uns überholen konnten, und wir letztendlich nicht mehr wie 1990 an der Spitze standen.

Sie sehen man muss schon wissen wer und warum jemand was schreibt.

Übrigens heißt es doch immer wir wären alleine mit der Energiewende, und alle anderen würden über uns lachen, wie passt das denn mit dem Artikel des Herrn Wetzel zusammen.???

Gravatar: Udo Stemmer

Hans Diehl schreibt am24.03.2018 - 12:49
"Übrigens heißt es doch immer wir wären alleine mit der Energiewende"

Auch die italienische Regierung hat im November 2017 die 55% EE.Strom beschlossen bis 2030.

MfG

Gravatar: Hans Diehl

Wenn ich mich recht an die Artikel des Herrn Wetzel erinnere, gehört er selbst zu denen, die schon geschrieben haben, dass unsere Nachbarn über den Deutschen Aleingang in der Energiewende mitleidig lächeln würden.

Selbst den Lesern die sich mit der Energiewende nur am Rande beschäftigen, müssten solche Gegensätze allmälich auffallen.

Gravatar: Hans Diehl

Hier mal ein Beitrag von der Energiewende wohl gesonnenen Journalisten, wo die Deutsche Vorreiterrolle ( weltweiter Modellfall ) sehr wohl zu Ausdruck kommt.

https://www.unendlich-viel-energie.de/media/file/380.AEE_RenewsKompakt_21_Energiewende_in_int_Presse.pdf

Zitat:
Die deutsche Energiewende gilt vielfach als weltweiter Modellfall für die Transformation des Energiesystems auf Erneuerbare Energien.  Gleichzeitig kursieren zunehmend Vorstellungs- und Deutungsmuster, die eine kritische Bewertung nahelegen und nur mit vertieftem Hintergrundwissen widerlegbar sind Zitat Ende.



Gleichzeitig kursieren Deutungsmuster, die eine kritische Bewertung nahelegen, und nur mit vertieftem Hintergrundwissen widerlegbar sind.

Nehmen wir den Artikel des Welt Journalisten Daniel Wetzel.

Siehe hier.
https://www.welt.de/wirtschaft/article174721327/Energiewende-Index-Im-weltweiten-Vergleich-schneidet-Deutschland-schlecht-ab.html


Nur mit vertieftem Hintergrundwissen, sind seine Ausführungen widerlegbar.

Widerlegbar mit dem Wissen, dass die deutsche Energiewende schon mit dem Stromeinspeisegesetz 1990 begonnen hat. Einem Zeitpunkt wo das noch als Hobby Grüner Spinner bezeichnet wurde.
Ich weiß von was ich rede, weil wir – mein Sohn als Elektro Ingenieur – und ich selbst 1992 eine erste kleine Photovoltaikanlage eigenhändig aufs Dach gebaut haben , und als Grüner Spinner bezeichnet wurden, obwohl ich bis da hin nicht einmal Grün gewählt hatte, geschweige denn Mitglied einer Umweltschutzorganisation bin, oder jemals war. Erstmal rein technische Neugier meines Sohnes, der einen Prof. in dieser Richtung hatte, der ihn von der Version Sonne aufs Dach und in Sekundenschnelle über einen Wechselrichter als Strom an die Steckdose beeindruckt hatte.

Damals wurde ähnlich wie heute der Eigenverbrauch von der Stromrechnung abgezogen, was man selbst erzeugt hatte, und der Rest wurde nach den üblichen Handelspreisen gutgeschrieben.

Mit 20 Quadratmetern Dachfläche hatten wir theoretisch mehr als 70% unseres Bedarfs erzeugt, halt nur nicht zum richtigen Zeitpunkt des Verbrauchs, so dass etwa nur 30 bis 35% in den tatsächlichen Eigenverbrauch vielen.


Aber nun für alle Mitleser zu der Vorreiterrolle, die der Welt Autor Wetzel mit seinem Artikel den Deutschen absprechen will.

Wenn er da beginnt – nämlich 1990 – wo die Deutschen mit der Energiewende nachweislich begonnen haben, wird er an der Tatsache nicht vorbeikommen, dass ihnen die Vorreiterrolle unbestritten zusteht. Andere Nationen die uns unterdessen überholt haben, konnten zu der Zeit Photovoltaik nicht mal aussprechen, geschweige wussten was das ist.

Man sieht wieder einmal, nur mit Hintergrundwissen ist Energiewende Bashing zu widerlegen.
Dass der überwiegende Teil der Leser dieses Hintergrundwissen nicht haben ( kein Vorwurf ) ist der Vorteil derer die für Stimmung gegen die Energiewende beauftragt sind.

Gravatar: Dirk S

@ Hans Diehl

Zitat:"Da stellt sich doch zwangsläufig die Frage, an die Energiewendegegner, warum soll man die billigste Stromerzeugungsart nicht logistisch sinnvoll im Mix verwenden."

Weil es nachts gewisse Probleme mit einheimischen Solarstrom gibt. Wie lässt sich das Problem lösen? Mit Speichern, konventionellen Kraftwerken oder Solarstrom von der anderen Erdseite und damit Netzkosten. Also mit Zusatzkosten, die bei der Kostenberechung für Solarstrom gerne unterschlagen werden.

Zitat:"Zu mal der Mix dadurch nachweislich um die Hälfte billiger wird."

Die Kosten wurden verschoben. Und mit Subventionen billig zu machen, ist keine große Kunst.

Zitat:"Beispiel aus der Praxis, etwa 33% EEG Strom haben den Großhandelspreis für die 100% mehr als halbiert."

Man kann es auch anders sehen: Der Markt wird mit hochsubventionierten EE-Strom geflutet.

Zitat:"Für den unbedarfen Zeitgenossen, der sich nur an dem Informiert was EEG Kritiker schreiben, sind die 33% EEG Strom noch relativ teuer, weil sie außerhalb der Börse als Vergütung an die EE Anlagenbetreiber bezahlt werden."

Was ist daran unbedarft, wenn man kapiert, dass diese Preise nur durch Subventionen möglich sind? Ist es nicht vielmehr unbedarft, eine massive Subventionierung mit der angeblichen "guten Sache" zu begründen?

Zitat:"Beim Handel an der Börse selbst fallen die deshalb zum „Nulltarif“ an und haben die Preise dort nach dem Merit Order Effekt mehr als halbiert. Siehe obige Grafik."

Die Börsenpreise mögen sich halbiert haben, dafür stiegen die EEG-Subventionen an. Ersparnis für den Endverbraucher? Negativ.

Zitat:"Die 100% werden aber teurer, weil seit 2010 das lobbyistische Meisterwerk gilt, je niedriger die Börsenpreise, desto höher die EEG Umlage."

Folglich kann man das EEG einstampfen. Es erreicht nicht das, was vorgibt erreichen zu wollen, ist unsozial, weil es vor allem die Ärmeren belastet usw. Weg damit, Neuanfang, am Besten alles ohne Subventionen (auch Kohle, Kernkraft etc.). Möge der Markt es regeln.

Zitat:"Man kann,s nicht oft genug wiederholen, und noch in keinem Forum wurde dem von den EEG Kritikern widersprochen."

Dass sich in DE die EE nur durch Subventionen am Markt halten könne, ja, dem wird niemand widersprechen. Komischerweise versucht in DE auch niemand, das Gegenteil zu beweisen. Also ihr EE-Fans, wo sind in DE die EE-Kraftwerke, die ohne Subventionen kostendeckend arbeiten und eine 24h-Versorgung gewährleisten?

Zitat:"Der Artikel in der Welt den Sie verlinkt haben, stammt vom Daniel Wetzel einem bekennenden Energiewende Gegner, oder besser gesagt Hausjournalist der konventionellen Stromwirtschaft."

Was nicht bedeutet, dass der Unrecht haben muss. DE macht gerne einen auf Musterknabe, um dann massiv zu versagen. Wenn selbst die USA sinkende CO2-Emissionen hinbekommen, dann sollten wir uns im einsparungsfreien DE mit unserem extrem teuren EEG-Gedöns ernsthafte Gedanken machen.

Zitat:"Sein Artikel spiegelt ein typisches Beispiel wie man die Energiewende schlecht schreiben kann."

Könnte es nicht aber auch sein, dass die Beschreibung korrekt ist und die deutsche Politik die ganze Sache versaubüdelt hat?

Zitat:"Er stellt die Vorreiterrolle von Deutschland in Frage,"

Zurecht. Vorreiter auf diesem Gebiet sind ausgerechnet die "bösen" USA. Die erleben gerade in den Wüstenstaaten einen massiven Aufbau von Solarkapazitäten. Dass man Solaranlagen in Wüsten besonders gut betreiben kann, ist für die Amis natürlich ein Vorteil. Ach ja, ein EEG und großartige Subventionen benötigen die nicht. Was machen die anders als der deutsche Möchtergernmusterknabe?

Zitat:"Da waren wir nämlich die absoluten Vorreiter."

Allenfalls in Europa. Und da auch nur beim Umfang der verbratenen Gelder. Das erste Solarkraftwerk der Welt ging 1977 in Frankreich in Betrieb, in DE erst 1983.

Zitat:"Schon von Anfang an wurde von den Konventionellen gegen das Gesetz Sturm gelaufen und geklagt."

Und? Das ist ganz normaler Lobbyismus. Genauso wie bei den Öko-Lobbyisten.

Zitat:"Sie sehen man muss schon wissen wer und warum jemand was schreibt."

Es geht darum, ob das Geschriebene der Realität entspricht und nicht wer was geschrieben hat. Wir sind bei der Technik, nicht bei den Sozialwissenschaften.
Und, was ist falsch an dem Text?

Zitat:"Übrigens heißt es doch immer wir wären alleine mit der Energiewende"

In der deutschen Ausführung: Ja. Niemand anderes leistet sich so ein ineffizientes Gesetzes und Subventionsungetüm.

Zitat:"alle anderen würden über uns lachen"

Wer sein stabiles Stromnetz riskiert, wer seine Bürger für ideologischen Subventionen schröpft und auch vor möglichen Schäden seiner Industrie nicht zurück schreckt, nun ja, der sollte sich nicht wundern, wenn er für reichlich dumm gehalten und ausgelacht wird.

Zitat:"wie passt das denn mit dem Artikel des Herrn Wetzel zusammen.???"

Ziemlich einfach: In dem man falsche deutsche Begriffe verwendet. Fostering Effective Energy Transition würde ich nicht mit Energiewende übersetzen. Eher mit Förderung der umweltfreundlicheren Energienutzung. Wörtlich wäre es Förderung effektiver Energie Übergänge, was die Energiewende zwar einschließt, aber auch andere Möglichkeiten beinhaltet. Und wenn Frankreich mit seiner Klapperreaktoren vor DE steht, dann sollte es einem bei der Übersetzung zu denken geben. Bei der hat sich der Wetzel allerdings auch nicht mit Ruhm bekleckert.

@ Udo Stemmer

Zitat:"Auch die italienische Regierung hat im November 2017 die 55% EE.Strom beschlossen bis 2030."

Und? Was in Italien eine Regierung beschließt interessiert da keine Sau. Die könnten auch 100% EE zu letzter Woche beschließen, kommt aufs selbe hinaus.

Neblige Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans Diehl

Dierk S. sagt
Zitat:"Da stellt sich doch zwangsläufig die Frage, an die Energiewendegegner, warum soll man die billigste Stromerzeugungsart nicht logistisch sinnvoll im Mix verwenden."

Weil es nachts gewisse Probleme mit einheimischen Solarstrom gibt. Wie lässt sich das Problem lösen?


@ Dirk S

Wird doch schon gelöst, wie ich Ihnen mehrmals gepostet habe.

Hier noch einmal.
Zitat: Diese zwei Artikel beantworteten sehr gut unsere Frage, wer eigentlich an der Strombörse einkauft. Denn es wurde immer nur von Versorgungsunternehmen, Stromhändlern, industriellen Großkunden und Banken gesprochen. Nun wissen wir dazu gehören auch die Stadtwerke und Unternehmen, wie E.ON, RWE usw. Es gibt also keinen Zwischenhändler mehr. Der Grund dafür, dass Unternehmen wie RWE auch an der Börse einkaufen, obwohl sie selbst rund 30 Kraftwerke besitzen und somit eigentlich genug Strom produzieren, ist einfach. Es gibt Tage, da ist der Strompreis an der Börse so günstig, dass eine Eigenproduktion viel teurer wäre. Daher werden dann die Kraftwerke gedrosselt und lieber günstig eingekauft. 
Zitat Ende.

Tagsüber senkt die Sonne die Preise und nachts der Wind.



Dirk S. sagt,
.Zitat:"Beispiel aus der Praxis, etwa 33% EEG Strom haben den Großhandelspreis für die 100% mehr als halbiert."

Man kann es auch anders sehen: Der Markt wird mit hochsubventionierten EE-Strom geflutet.

@ Dirk S.
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass 33% EEG Strom, die restlichen 67% konventionellen Strom so billig gemacht haben, dass 100% nur noch die Hälfte kosten. Die Subventionen sind somit mehr als kompensiert. Was ist dagegen einzuwenden, zu mal die Konventionellen ja auch subventioniert werden, nur nicht so transparent.
Siehe hier. http://www.iwr-institut.de/images/seiteninhalte/presse/grafiken/strompreis_terminmarkt.png


Zur Erinnerung wir diskutieren hier über die Energiewende, und nicht über Ihre Ideologie.

Gravatar: Hans Diehl

Dirk S. sagt.

Es geht darum, ob das Geschriebene der Realität entspricht und nicht wer was geschrieben hat.
Und, was ist falsch an dem Text?

@ Dirk S.
An dem Text ist falsch, dass der Autor mit seiner Vorreiter Betrachtung erst 2000 beginnt, und nicht 1990 wo Deutschland mit der Verabschiedung des Stromeinspeisegesetz absoluter Vorreiter in Sachen Energiewende war. An dieser Tatsache führt kein Weg vorbei.

Gravatar: Hans Diehl

Dirk S. sagt.
Wer sein stabiles Stromnetz riskiert, wer seine Bürger für ideologischen Subventionen schröpft und auch vor möglichen Schäden seiner Industrie nicht zurück schreckt, nun ja, der sollte sich nicht wundern, wenn er für reichlich dumm gehalten und ausgelacht wird.

@ Dirk S.
Dann stehen aber noch 15 Dumme vor uns, und wir sind nicht mehr die Vorreiter, wie gerade der Welt Autor Wetzel verkündet hat.

Die Schäden der Industrie, können Sie im Folgenden sehen.
https://www.merkur.de/wirtschaft/deutsche-wirtschaft-boomt-bundesamt-legt-jahreszahlen-vor-zr-9515702.html
Seit acht Jahren wächst die deutsche Wirtschaft. Der Export brummt, die Fabriken sind ausgelastet, die Beschäftigung eilt von Rekord zu Rekord. Die deutschen Firmen starten mit Rückenwind ins neue Jahr.

.

Gravatar: Dirk S

@ Hans Diehl

Zitat:"Tagsüber senkt die Sonne die Preise und nachts der Wind."

Nachts eher die geringe Nachfrage und konventionelle Kraftwerke. Die Grafik https://www.energieheld.de/blog/wp-content/uploads/2015/09/energiewende-strompreis-stromverbrauch-tagesverlauf.png (es war die erste, die in der Google-Bildersuche für "strompreis tagesverlauf" erschien) zeigt ziemlich deulich, dass der Strom abends, wenn solar nicht mehr viel mehr zu holen ist, am teuersten ist. Nicht die EE senken die nächtlichen Preise, es ist die geringe Nachfrage.
Aber mal abgesehen davon, was tun bei nächtlicher Flaute? Die nächtliche Nachfrage ist zwar gering, aber nicht gleich 0. Sie können es drehen und wenden, ohne Speicher oder Back-Up-Kraftwerke (oder Solar-Strom von der anderen Erdseite) wird das nichts mit einer zuverlässigen Stromversorgung. Also entstehen Kosten und die werden unterschlagen.

Zitat:"Die Subventionen sind somit mehr als kompensiert."

Nicht in meinem Geldbeutel. Und das ist für mich als Endkunde entscheidend. Die gut 10 cent brutto / kWh EEG-Abgabe läppern sich.
Und was die Höhe der Subventionen betrifft: Die für die EE ist pro kWh mehr als 5 mal so hoch wie für Kohle, schreibt sogar "der Feind" ( http://www.foes.de/pdf/2017-10-Was_Strom_wirklich_kostet_kurz.pdf Seite 9).

Zitat:"Was ist dagegen einzuwenden, zu mal die Konventionellen ja auch subventioniert werden, "

Dass jede Subvention Mist ist. Weg mit denen, lasst den Markt entscheiden.

Zitat:"Zur Erinnerung wir diskutieren hier über die Energiewende, und nicht über Ihre Ideologie."

Ja genau. Und zuerst über die Stromversorgung und zu der gehört, dass auch Nachts und bei Windstille ausreichend bezahlbarer Strom vorhanden ist. Es könnte natürlich sein, dass Energiewende bedeutet, dass das Grundprinzip der gesicherten Energieversorgung aufgegeben wird.

Zitat:"An dem Text ist falsch, dass der Autor mit seiner Vorreiter Betrachtung erst 2000 beginnt, und nicht 1990 wo Deutschland mit der Verabschiedung des Stromeinspeisegesetz absoluter Vorreiter in Sachen Energiewende war. An dieser Tatsache führt kein Weg vorbei."

Der Autor bezieht sich auf eine Studie von McKinsey und übersetzt meiner Ansicht nach den Studientitel nicht korrekt. Auch wenn wir uns einig sind, dass die ersten Einspeisegesetze schon 1990 erlassen wurden, so ist von einer Umstellung der Energieversorgung von Konventionell auf EE erst seit 2000 die Rede. Unter Kohl war EE so eine Ökospielerei und wurde nicht als ernstahfte Versorgungsalternative in Erwägung gezogen. Mal abgesehen davon, dass es sich dabei um eine Nebensächlichkeit handelt, die für die korrekte Kernaussage, dass DEs EEG nicht der Weisheit letzter Schluss ist, nicht wirklich wichtig ist.

Zitat:"Dann stehen aber noch 15 Dumme vor uns, und wir sind nicht mehr die Vorreiter, wie gerade der Welt Autor Wetzel verkündet hat."

Norwegen hat Wasserkraft, Frankreich Atom. Man kann sich über die Punktevergabe und die Kriterien streiten, es ist aber unstrittig, dass Wind und Solar ohne Hilfe unzuverlässige Quellen sind. Aber DE Vorreiter, sorry, da haben andere früher im Bereich EE investiert. Nur haben die nicht den Fehler gemacht, durch ideologische Vorgaben ihre Stromversorgung zu gefährden. So doof waren bis jetzt nur die Deutschen.

Zitat:"Seit acht Jahren wächst die deutsche Wirtschaft."

Energiereiche Unternehmen müssen keine EEG-Abgaben zahlen, andere weichen auf die Erzeugung eigenen Stromes aus usw. Genau genommen besteht da nur ein untergeordneter Zusammenhang, da sich die Industrie früh Ausnahmen gesichert hat.

CO2-freie Grüße,

Dirk S.

Gravatar: Hans Diehl

Dirk S. sagt.

Zitat:"Die Subventionen sind somit mehr als kompensiert."

Nicht in meinem Geldbeutel. Und das ist für mich als Endkunde entscheidend. Die gut 10 cent brutto / kWh EEG-Abgabe läppern sich.

@ Dirk S.
Da müssen Sie sich bei denen beschweren, die Ihnen die Kompensation nicht weiter geben.

Die EEG Umlage belastet einen Durchschnittshaushalt jährlich mit 220 bis 240 Euro.

Die gleichen Stellen empfehlen zu den Anbietern zu wechseln, die die gesunkenen Strom Beschaffungskosten an ihre Kunden weiter geben, weil man da mehr als 300 Euro im Jahr sparen könnte.

Gesunkene Beschaffungskosten wegen der vorrangigen EEG Einspeisung.

Merken Sie was.??


Dirk S. sagt.

Zitat:"Was ist dagegen einzuwenden, zu mal die Konventionellen ja auch subventioniert werden, "

Dass jede Subvention Mist ist. Weg mit denen, lasst den Markt entscheiden.

@ Dirk.

Dann muss die konventionelle Konkurrenz aber auch transparent werden.
Schauen Sie mal hier.
http://www.deutschlandfunk.de/energie-studie-die-versteckten-kosten-von-kohle-und.697.de.html?dram:article_id=308794
Im Ergebnis haben wir eine Konventionelle-Energien-Umlage von im letzten Jahr 10,6 Cent pro Kilowattstunde, die jetzt in diesem Jahr noch steigen wird voraussichtlich. Und damit ist diese Konventionelle-Energie-Umlage fast doppelt so hoch wie die EEG-Umlage. In Summe können wir hier zeigen, dass die erneuerbaren Energien schon heute günstiger sind als die konventionellen Energien, wenn man eben genau diese versteckten Zusatzkosten einbezieht."

Gravatar: Dirk S

@ Hans Diehl

Zitat:"Da müssen Sie sich bei denen beschweren, die Ihnen die Kompensation nicht weiter geben."

Ich beschwere mich aber bei denen, die den genzen Subventionsquark zu verantworten haben. Ich habe mir angewöhnt, die ursprüngliche Quelle zu sehen. Und das ist die Politik mit ihrem EEG und den folgenden Fehlentscheidungen.

Zitat:"Die gleichen Stellen empfehlen zu den Anbietern zu wechseln, die die gesunkenen Strom Beschaffungskosten an ihre Kunden weiter geben, weil man da mehr als 300 Euro im Jahr sparen könnte."

Wenn man die EEG-Subventionen abschaffen würde, würde man wahrscheinlich sogar noch mehr sparen. Die EEG-Umlage und noch mal das, was durch den verschärften Wettbewerb eingespart werden kann. Schon vor dem EEG war die gleiche Einsparung durch Anbieterwechsel möglich.

Zitat:"Gesunkene Beschaffungskosten wegen der vorrangigen EEG Einspeisung."

Gesunkene Beschaffungskosten durch Erhöhung der EEG-Subventionen. Die müssen Sie auf die Beschaffungspreise noch drauf rechen. Macht derzeit zusätzlich 8 Cent netto/ kWh.

Zitat:"Im Ergebnis haben wir eine Konventionelle-Energien-Umlage von im letzten Jahr 10,6 Cent pro Kilowattstunde, die jetzt in diesem Jahr noch steigen wird voraussichtlich."

Leider verlinkt der Autor nicht auf die Studie. Sollte eigentlich das Minimum sein, wenn man sich auf eine Studie bezieht.

Zitat:"Und damit ist diese Konventionelle-Energie-Umlage fast doppelt so hoch wie die EEG-Umlage."

Zum Zeitpunkt des Artikels lag die EEG-Umlage noch bei 6 Cent Netto / kWh. Jetzt sind wir bei über 8 Cent netto /kWh.

Zitat:"In Summe können wir hier zeigen, dass die erneuerbaren Energien schon heute günstiger sind als die konventionellen Energien, wenn man eben genau diese versteckten Zusatzkosten einbezieht."

Lustig, dass der Autor die verstecken Zusatzkosten der Konventionellen einbeziehen will, aber die der EE, den Back-Up-Kraftwerkepark vergisst. Den muss man noch zu den EE dazurechnen und von den Konventionellen abziehen.

Sogar die von mir angeführte neuere Greenpeace-Studie zeigt, dass die EE derzeit pro kWh höher subventioniert werden, als die Konventionellen. Eigentlich gab es kaum einen Zeitpunkt, in dem entsprechend des Diagrammes von Seite 9 die Konventionellen auf eine Subvention von 10,6 Cent /kWh kommt (Ausnahme: Atomkraft vor 1977). Würde mich wirklich interessieren, wie die angeblichen 10,6 Cent /kWh entstehen sollen. Haben Sie zufällig den Link zu der Studie, auf die der Banse sich bezieht?

Zitat:" machen Sie sich mal mit der Entwicklung vertraut."

Dann machen Sie sich doch im Gegenzug mit den Anforderungen an eine zuverlässige Stromversorgung vertraut. Da scheint es bei Ihnen leichte Unkenntnisse zu geben.

Zitat:"BNEF: Kostensenkung in der Photovoltaik und Windkraft schreitet unvermindert voran"

Schön, der Artikel verlinkt leider nicht auf die Studie von Bloomberg New Energy Finance, auf die er sich bezieht und die Studie habe ich so im Netz nicht frei verfügbar gefunden, liegt wohl hinter einer Paywall.
Aber vermutlich krankt auch diese Studie, so wie auch die aktuelle Frauenhoferstudie ( https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/DE2018_ISE_Studie_Stromgestehungskosten_Erneuerbare_Energien.pdf ) an einem Punkt: Sie vergleichen nur die Gestehungskosten und vergessen dabei die Sicherungskosten. Denn egal wie billig Solarmodule Strom erzeugen können, bei Dunkelheit liefern die nichts, nada. Das Gleiche gilt für Windstrom bei Flaute, wenn die Blätter vor Langeweile in der Narbe bohren. Dann muss der Strom woanders herkommen. Letztendlich benötigt man bei EE immer ein Back-Up, unabhängig davon ob es sich um Speicher, Kraftwerke oder Strom vom anderen Ende der Welt handelt. Jede dieser Vesorgungssicherungsmaßnahmen kosten Geld und das wird nicht in die Kostenermittlung eingerechnet. Dadurch entsteht ein falsches Bild von den tatsächlichen Kosten, die über den Ausgewiesenden liegen.

Eigentlich lustig: Die Ökos werfen den Konventionellen immer vor, sie würde durch verdeckte Kosten viel teurer, als auf der Rechnung steht, machen aber bei ihren Super-Duper-EE genau das Gleiche, in dem sie die Kosten für die Versorgungssicherung ignorieren. Zum Ausgleich machen sie dann auch noch einen auf moralisch überheblich.

Unverdeckte Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans  Diehl

Dirk S. sagt

Zitat:"Da müssen Sie sich bei denen beschweren, die Ihnen die Kompensation nicht weiter geben."

Ich beschwere mich aber bei denen, die den genzen Subventionsquark zu verantworten haben.


Mein lieber Dirk S.

Wir drehen uns im Kreise, und beenden unseren Dialog

Sie sind ein bekennender Gegner der gesamten Energiewende, und ich habe Ihnen nun mehrmals Daten und Fakten fundiert dargelegt, dass alles gar nicht so schlecht ist wenn man sich mit der Materie beschäftigt, und nicht alles glaubt, was die Stimmungskanonen der anderen Seite so in die Welt setzen.

Es hindert Sie niemand sich bei denen zu beschweren die das zu verantworten haben.
Wenn die Ihnen dann sagen, dass dieser „Subventionquark“ nötig ist weil die fossilen Rohstoffe endlich sind und man nicht früh genug für Alternativen sorgen kann, wäre ich gerne ein Mäuschen wenn Sie denen erklären, dass die fossilen Rohstoffe nicht endlich sind, und der ganze Subventionsquark nicht nötig ist..

Gravatar: Udo Stemmer

Die technische Grenze für den Energiewende-Strom ist erreicht ????

Die Bundesnetzagentur hat am 12.04.2018 die Zuschläge der ersten gemeinsamen Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land und Solaranlagen erteilt.

“Es haben ausschließlich Gebote für Solaranlagen Zuschläge erhalten. Im Wettstreit setzt sich eben die Technologie durch, die zu den geringsten Kosten anbieten kann“, sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Der niedrigste Zuschlagswert liegt bei 3,96 ct/kWh.

So Herr Dipl. Ing. Michael Limburg in welche Richtung geht die Reise ?

Herr Dipl. Ing. Michael Limburg bei gemeinsamen Ausschreibungen,
PV, Wind, Kohlekraftwerk und Kernkraft.

Können da die Kohlekraftwerke und AKWs bei unter 4 Cent beim Neubau mithalten ?

MfG

Gravatar: Udo Stemmer

Jutta Erdmann schreibt am 14.03.2018 - 17:18
"Eerneuerbare Energien ...'sind sauber und kosten nix'.
Was für ein Schmarrn."

Bei meiner alten PV-Anlage ist der kWh Preis bei 0,00 bis -4 Cent/kWh an meiner Steckdose.

Also Frau Jutta Erdmann,
ist nicht nur so das jedes kWh das von der PV kommt nichts kostet, ich spare noch zusätzlich beim Heizöleinkauf bei jeden kWh von der PV das ich in das Heizungssystem schiebe noch -6 Cent/kWh beim Heizöleinkauf.
MfG

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