Deutschlands Leiden in zwei Fotos

Einfacher kann die deutsche Gottlosigkeit (meist Atheismus genannt, weil Fremdwörter harmloser klingen) nicht gezeigt werden. Und es finden sich lustige Parallelen heutiger Zustände zum Mittelalter.

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Ein US-Amerikaner, Joel Harrington, schrieb ein Buch über den deutschen Mystiker, Theologen und Philosophen Eckhart von Hochheim, genannt Meister Eckhart. Es erschien unter folgendem Titel:

Also: Gefährliche Mystik. Meister Eckharts Weg zum inneren Gott. – Das ist zunächst sachlich, weil Harrington sich auf dasSeelenfünklein bezieht, auf den von Eckhart postulierten Gottin uns. Dann sagt er implizit, dass dieses Postulat falsch verstanden werden konnte, als gäbe es neben dem alleinigen Gott noch innere Götter oder als wäre Gott teilbar, und insofern dem Dogma widersprach, das zu hüten die Aufgabe der Kirche ist. Insofern war Mystik gefährlich und Eckhart wurde wegen einiger Artikel tatsächlich von der Inquisition vorgeladen, was aber keineswegs einem Todesurteil oder auch nur einer physischen Strafe gleichkam, wie es die Horrorgeschichten behaupten, die im 19. Jahrhundert von atheistischen Historikern erfunden wurden und bis heute geglaubt werden. Eckhart, der subjektiv absolut rechtgläubig war, hat sich darum auch aktiv um die Verteidigung seiner Lehre bemüht, starb aber während des Verfahrens. Posthum wurden einige Artikel verurteilt, die er nicht hätte weiterhin öffentlich lehren dürfen. Das ist heute bei den Faktencheckern schlimmer, die gestandene Wissenschaftler zu kompletten Idioten erklären und sie dem sozialen Tod aussetzen, wenn sie leise begründete Zweifel an Regierungsmaßnahmen zur Corona-Eindämmung äußern.   

Ein renommierter deutscher Verlag läßt das Buch übersetzen und bringt es unter folgendem Titel heraus:

Man sieht, dass die Betonung nun ganz woanders liegt. Wichtig für das kaputte Deutschland des Synodalen Wegs und der protestantischen NGO: Eckhard FORDERTE DIE (NATÜRLICH BÖSE) KIRCHE HERAUS. Historisch stimmt das zwar nicht, aber das ist nicht wichtig. Hauptsache die Botschaft stimmt. Beim Kampf gegen Rechts ist Kampf gegen das Christentum inklusive. Denn natürlich ist das Christentum ohne Kirche nicht denkbar.

Eckhart wird explizit Mönch genannt. Das war er, aber das waren im Mittelalter alle Philosophen. Durch diese Benennung soll Eckhart (von Geburt übrigens Adeliger) erstens zum niederen Kleriker gemacht werden, der quasi VON INNEN gegen die Kirche bzw. den hohen Klerus kämpft. Da schwingt etwas vom sozialistischen Marsch durch die Institutionen mit. Zweitens soll seine Denkleistung zur rein theologischen umgewidmet werden, damit ihn ja niemand als Philosophen ernst nimmt. Philosophie hat säkular zu sein, Punkt. Wäre ja nochmal schöner, sagen sich unsere linken Intellektuellen.

Drittens: der EIGENE WEG zu Gott. Anything goes. Keine Rede vom Seelenfünklein. Die komplette Vereinzelung wird angestrebt, jede Gemeinschaft und Autorität wird abgelehnt. Oder: Jeder kann machen, was er will. Bloß keine Vorschriften. Von Gott schon dreimal keine! Aber wenn Nena das absurde Hygienekonzept von Konzertveranstaltern kritisiert, ist das laut dem kommunistischen Tagesspiegel ein falsches Freiheitsverständnis: Es kann bei Corona eben nicht jeder machen, was er will!

Und die Postille zitiert sogar Hegel, der zwar ein dreckiger alter weißer Mann war, aber hier auch mal was Gutes gesagt hat: Freiheit sei Einsicht in die Notwendigkeit. Und dass Impfen und Freiheitseinschränkungen für Ungeimpfte notwendig sind, ja, was überhaupt notwendig ist, das weiß eben nur der autoritäre sino-preußische Staat, den wir alle brauchen.  

Das Buch über Eckhart ist übrigens zu empfehlen. Im englischen Original.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: E. Ludwig

Bei Datko habe ich immer das Gefühl, im sei der Horizont auf die Füße gefallen!

Früher zeichnete er seine Beiträge noch mit

'Joachim Datko, Physiker und Philosoph'!

Gravatar: PseudoX

Buchempfehlung für Sie, verehrter Herr Joachim Datko: Darwins Black Box von Michael J. Behe ..seit 1985 Professor für Biochemie an der Lehigh Universität.

Gravatar: Hartwig

Verehrter Herr (Prof. Dr. Dr.) @Adorján Kovács (02.08.2021 - 08:53),

ich bin Wirtschafts- und Wissenschaftsexperte.

Wo (!) bitte soll der Lügenmolch, Verleumder der Christenheit, @Datko recht haben?

1. Er hat absolut keine Ahnung von wissenschaftlichen Methoden. Er kann Falschaussagen von richtigen Aussagen nicht unterscheiden. Glaubt jedem falschen Propheten, der ihm nach der Schnauze redet.

2. Er ist hier schon so oft widerlegt worden. Trotzdem wiederholt er seine frechen Lügen.

3. @Datko haßt die Christenheit, weil ihm GOTTES Gebote nicht schmecken und er sehr gerne dagegen verstoßen WILL. Das ist alles.

4. Wo soll Wissenschaft Freiheit benötigen? Was soll das denn, jetzt? Wo fehlte sie denn jemals?

@Datko weiß überheupt nicht was Wissenschaft ist, wie sie funktioniert. Was ist denn die kleinste Einheit der Wissenschaft, die Grundlage? Alle Wissenschaft ruht auf wahren Aussagen. Das war es schon. Nix besonderes.

Dieser Schwachsinn mit Freiheit ist Schmarn. Alle Menschen sind frei, aber alle gefangen in der Sünde, die @Datko verleugnet. Das ist alles.

Wirklich frei wird man erst, wenn man Frieden mit GOTT schließen darf. Und das kann nur geschehen, wenn man Zeugnis für JESUS CHRISTUS ablegen will und IHN bezeugt.

John von Neumann hat das getan. Weil er sein Leben liebte und unerwartet mit einer schweren Krankheit konfrontiert worden ist. Das ließ ihn noch einmal sehr gut nachdenken und zu GOTT zurückfinden, von dem er nichts wissen wollte, bis er krank wurde.

An Beweisen fehlt es nicht.

@Datko, soll erst einmal das Buch Hiob lesen. Aber, auch das bringt wohl nix, weil nicht alle in den Himmel gelangen werden.


5. Wahr ist, @Datko haßt die Kirche. @Datko will Blabla-Freiheit für die Wissenschaft, von der er nichts versteht. Ich könnte mit ihm ein Gespräch darüber führen und er könnte mir nicht folgen. Für sich will er frei sein, ist er ja schon, aber der Kirche verweigert er die gleichen Rechte wie ihm. Das ist krank, bösartig.

Gravatar: Joachim Datko

Die Naturwissenschaften können sehr viel!

Zu Adorján Kovács 09:24

Zitat: "Naturwissenschaft kann nur zählen und messen (Mathematik). Alles, was nicht zählbar und nicht messbar ist, kann (und muss) naturwissenschaftlich nicht beurteilt werden."

Hier nur ein Beispiel zu den Fähigkeiten der Naturwissenschaften:
Die Entwicklung der hochkomplexen modernen Impfstoffe, wie sie jetzt gegen Corona eingesetzt werden, verdanken wir den Naturwissenschaften.

Im Gegensatz dazu sind die Religionen nicht in der Lage in komplexen Bereichen einen Beitrag zu leisten. Sie erschöpfen sich in der ständigen Wiederholung von Riten.

Aus den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt sich auch ein detaillierteres Weltverständnis. Religionen können nichts schlüssig erklären, sie verdecken ihr Desinteresse durch die Gottesvorstellung.

Gravatar: Adorján Kovács

Joachim Datko 04.08.2021 - 13:18
"Von naturwissenschaftlicher Seite aus gibt es keine Brücke zu Gottesvorstellungen, da man davon ausgeht, dass alles Seiende eine natürliche Ursache hat."

Naturwissenschaft kann nur zählen und messen (Mathematik). Alles, was nicht zählbar und nicht messbar ist, kann (und muss) naturwissenschaftlich nicht beurteilt werden. Schuster, bleib´ bei deinen Leisten!

Gravatar: R. Avis

@Datko: meiner Ansicht nach glänzen Sie durch Halbwissen. Die Grundlagen der Geometrie finden Sie im Alten Ägypten, die Grundlagen der Mathematik in Indien. Ohne das antike Persien hätte in Griechenland keine wissenschaftliche Akademie entstehen können: die Basis jeder Wissenschaft ist die Suche nach Wahrheit und diese wurde von den Persern "erfunden".
Mit dem Zoroastrismus entstand der Vorläufer des Christentums und die Dualität zwischen Licht und Dunkel, Aufbau und Zerstörung, Vergänglichkeit und (ewigem) Leben, Gut und Böse. Rudolf Steiner greift die Figur des Ahriman als die Verkörperung des Bösen auf und steht mit seiner Anthroposophie durchaus in christlicher Tradition.

Gravatar: Joachim Datko

Der Ursprung der Wissenschaften ist zeitlich nicht festlegbar. Eine erste Blüte hatten wir im antiken Athen und durch die Bibliothek von Alexandria.

Zu Mino Cair 14:14 Zitat: "Die heutige Wissenschaft hätte ohne die katholische Kirche gar nicht entstehen können."

In Athen gab es die ersten Akademien. Das Christentum und r.-k. Mönche gab es damals noch nicht.

Über dem Eingang der Akademie Platons soll der folgende wegweisende Satz gestanden haben:

"Kein der Geometrie Unkundiger möge hier eintreten"

Damit ist eine der Grundlagen der Naturwissenschaften gemeint: Die Mathematik

Religiöse Vorstellungen sind aus der vorwissenschaftlichen Denkweise. Gottes- und Geistervorstellungen dienen dazu, nicht Erklärbarem einen Grund zuzuordnen. Das fällt mit dem naturwissenschaftlichen Weltbild weg.

Von naturwissenschaftlicher Seite aus gibt es keine Brücke zu Gottesvorstellungen, da man davon ausgeht, dass alles Seiende eine natürliche Ursache hat.

Gravatar: Mino Cair

Die heutige Wissenschaft hätte ohne die katholische Kirche gar nicht entstehen können. Unzählige Geistliche waren gleichzeitig Naturforscher. Der Kirche ist es zu verdanken, daß auch solche Menschen eine Chance im Leben bekamen, die im heidnischem Umfeld sang- und klanglos verreckt wären. Die vielen Findelkinder und Waisen bekamen die Chance, welche die natürlichen Eltern ihnen nicht geben konnten. Mißbrauchsfälle haben erst in den vergangenen Jahrzehnten ein größeres Ausmaß angenommen, aber diesbezüglich haben andere, nicht-christliche Institutionen noch immer die Nase vorn.
In Kanada wurden unlängst die Kindergräber um Missionsstationen zum Skandal aufgeblasen. Auf die Todesursachen ist man nicht näher eingegangen, aber die meisten Kinder starben an Typhus und ähnlichen Krankheiten, Friede ihren Seelen.

Natürlich bietet jede Institution ein Gerüst für talentlose Emporkömmlinge und Wichtigtuer. Je mächtiger eine Organisation wird, desto mehr läuft sie Gefahr, korrumpiert und gekapert zu werden.
Trotzdem: Mutter Kirche war in der Vergangenheit oft die letzte Zuflucht. Leute wie @Datko können sich nicht vorstellen, wie spirituell das Leben einmal gewesen ist, in einer Welt ohne Recht und Ordnung. Recht und Ordnung gehen gerade wieder vor die Hunde und es wird nicht mehr lange dauern, bis das Bekenntnis zum Christentum wieder Licht ins Dunkel bringen muß.

Gravatar: Joachim Datko

Die r.-k. Kirche hatte im Mittelalter in Europa die ganze Gesellschaft für das Christentum vereinnahmt.

Zu Adorján Kovács 08:53 Zitat: "Die Einmischung der Kirche in die Wissenschaft, wenn und wo sie denn stattfand, war inakzeptabel, [...]"

Es geht nicht nur um konkrete Einzelfälle, sondern um den jahrhundertelang andauernden Druck auf die gesamte Gesellschaft. Es war eine weitgehende Blockade des Fortschritts.

Auch ging es nicht um eine (harmlose) Einmischung der r.-k. Kirche, sondern sogar um die Angst davor, von der Kirche selbst oder wegen ihrer Missbilligung ermordet zu werden.

Gravatar: ropow

@Adorján Kovács 02.08.2021 - 08:48

Statt zackern einfach Eckhart lesen:

„Was Wesen hat, Zeit oder Raum, das gehört nicht zu Gott, er ist über dasselbe; was er in allen Kreaturen ist, das ist er doch darüber; was da in vielen Dingen eins ist, das muss notwendig über den Dingen sein… In Gott sind aller Dinge Bilder gleich; aber sie sind ungleich dem Bild der Dinge. Der höchste Engel und die Seele und die Mücke haben ein gleiches Bild in Gott.“ - Meister Eckhart (1260-1328), Predigt 22 („Was ist Gott“)

https://www.susannealbers.de/03philosophie-literatur-Eckhart24gott.html

Gravatar: Adorján Kovács

@Joachim Datko 30.07.2021 - 21:45
Sie haben recht: Wissenschaft braucht Freiheit. Die Einmischung der Kirche in die Wissenschaft, wenn und wo sie denn stattfand, war inakzeptabel, aber Sie weiten die Forderung nach Unabhängigkeit aus, indem Sie verlangen, dass der Wissenschaftler nicht gläubig sein darf. Und da haben Sie nicht recht.
Bitte achten Sie darauf, wie HEUTE die Wissenschaft ihre Freiheit verliert, GANZ OHNE RELIGION UND OHNE KIRCHE!! Vielleicht lesen Sie meinen Artikel: https://www.tumult-magazine.net/post/adorj%C3%A1n-kov%C3%A1cs-die-linken-sind-die-feinde-reiner-wissenschaft.

Gravatar: Adorján Kovács

@ropow 30.07.2021 - 13:06
Danke! Das hilft mir, weil ich an dieser Frage schon etwas gezackert habe.

Gravatar: ropow

@Joachim Datko 01.08.2021 - 16:44

„Den angeblich wundertätigen Halbgott ‚Jesus Christus‘ hat es nicht gegeben!“

Als „Physiker & Philosoph“ werden Sie doch nicht wirklich mit so einer Behauptung ohne auch nur den Hauch einer kausalen Konjunktion oder gar eines Belegs argumentieren wollen.

Bringen Sie uns bei Gelegenheit doch einfach mal einen Beweis für die Existenz der Nichtexistenz des „angeblich wundertätigen Halbgottes Jesus Christus“ vorbei.

Vielen Dank im voraus.

Gravatar: Joachim Datko

Den angeblich wundertätigen Halbgott "Jesus Christus" hat es nicht gegeben!

Zu Mino Cair 10:24 "Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben."

Religionen beruhen in der Regel nicht auf Wahrheiten, sondern auf Mythen. Das gilt auch für die abrahamitischen Religionen. Es handelt sich nur um religiöse Vorstellungen ohne einen realen Hintergrund.

Gravatar: Mino Cair

@Datko: Sie sehen die Welt durch die Gitterstäbe Ihres christenfeindlichen Denkens. Wussten Sie, dass Nikola Teslas Vater und Grossvater serbisch orthodoxe Geistliche waren? Er selber kam mit seinen Erkenntnissen über Energie, Kraftfelder, Schwingungen und Frequenzen der Weltformel ziemlich nahe (nein, es ist nicht die Zahl 42).
Spass beiseite.
Jesus sprach von Glaube, Liebe und Hoffnung als dem Brot, welches die Menschheit ernährt.
Glaube als Zuversicht, Hoffnung als Lebensprinzip und Nächstenliebe als Bedingung einer solidarischen Gemeinschaft. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer keinen Glauben hat, muss am Leben verzweifeln.
Ein Buchtip für Interessierte, die Englisch lesen:
Robert Spencer „Did Muhammad exist?“
Gerade wem der Islam egal ist, sollte dieses Buch lesen.
Dem Islam sind Ungläubige nämlich nicht egal und im Buch wird erklärt, warum das so ist und wie der Islam das Christentum verdrängt(e).

Gravatar: Joachim Datko

Das Mittelalter war in der Zwangsjacke des Christentums gefangen!

Zu Adorján Kovács 19:57 "Das sogenannte Mittelalter war die Blütezeit einer rationalen wissenschaftlichen Philosophie, [...]".

Die Philosophie braucht die Unabhängigkeit. Die Unabhängigkeit war im Mittelalter nicht gegeben. Die Gesellschaft war in der Zwangsjacke des Christentums gefangen. Wir sollten nicht Theologie mit Philosophie verwechseln.

Gravatar: TANJA

Sehr guter Artikel mit samt der nachfolgenden und ergänzenden Kommentare > DANKE

Nur, ich würde sie nicht als christliche Religion bezeichnen, sondern als katholische Religion. Das Christus-Bewusstsein ist so entartet worden, dass einem die Worte dazu fehlen. Es beginnt schon mit der Zwiespältigkeit des alten und neuen Testament.

Gravatar: ropow

@Adorján Kovács 29.07.2021 - 19:44

Nicht doch, für Meister Eckhart ist die Welt eine Metapher für Gott, für den Pantheismus sind die Welt und Gott dasselbe.

Man muss Meister Eckhart schon sehr missverstehen (wollen), um in ihm einen Häretiker zu sehen.

Gravatar: Alexa

"Die Natur ist Gott"! (Spinoza, Goethe)

Das Fegen seiner Tenne durch den HERRN ist langfristig angekündigt. Nach meinem Empfinden hat er den Besen bereits in die Hand genommen.

Mit guten Gedanken in den Tag
Alexa

Gravatar: Stanley Milgram

Ich habe nur ein Foto im Kopf:
An Draht aufgehänte Menschen.
Menschen, die NIEMANDEM ETWAS GETAN HABEN.

Und ich weiß, das wird wiederkommen.

Gott sei dank habe ich keine Kinder.

Es übertseigt mein Denken, es übersteigt alles, was ich aus der Geschichte gelernt habe, es ist der SUPERGAU!

Gravatar: Adorján Kovács

@Joachim Datko 29.07.2021 - 14:56
Das sogenannte Mittelalter war die Blütezeit einer rationalen wissenschaftlichen Philosophie, die sich noch zur Pflicht gemacht hat, Standpunkten immer auch Gegenstandpunkte gegenüberzustellen und zu diskutieren. Leider ist mit Kant und Hegel eine mehr literarisch orientierte Philosophie aufgekommen, die nicht mehr streng diskursiv vorgegangen ist. Teile der analytischen und phänomenologischen Philosophie heute wollen wieder zu der begrifflichen Strenge und dem exakten Vorgehen der Scholastik zurück (natürlich unter neuen Vorzeichen).
Das Mittelalter, und Newton wusste das, war eine auch naturwissenschaftlich fruchtbare Zeit. Er baute auf den Erkenntnissen von Leuten wie Robert Grosseteste u. a. auf. Dass diese Erkenntnisse heute (z. B. von Physikern wie Ihnen) nicht gewürdigt werden, ist der antichristlichen und antimittelalterlichen Propaganda seit Renaissance und Reformation zu "danken". Sie sollten sich besser informieren.

Gravatar: Adorján Kovács

@ropow 29.07.2021 - 14:15
Freilich haben Sie mit dem Hinweis recht, dass man das Buch jeweils so bewirbt, dass es den größtmöglichen Verkauf erzielt (– der ihm zu wünschen ist). Aber in angelsächsischen Ländern scheint dies noch sachlicher und weniger christianophob zu gehen als in Deutschland.
Und unter uns: Ein Zitat Eckharts wie das von Ihnen gebrachte ist natürlich häretisch, weil da schon der Pantheismus anklingt. Schopenhauer entlarvte ihn (den Pantheismus) als "höflichen Atheismus". Und damit hatte er recht.

Gravatar: Joachim Datko

Philosophie und christliche Theologie verträgt sich nicht!

Zitat: "Eckhart wird explizit Mönch genannt. Das war er, aber das waren im Mittelalter alle Philosophen."

Meister Eckhart war ein katholischer Theologe.

Das Mittelalter war eine dunkle Zeit für die Philosophie und die Wissenschaften insgesamt. Die christliche Religion war ein geistiges Gefängnis.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Drittens: der EIGENE WEG zu Gott. Anything goes. Keine Rede vom „Seelenfünklein“. Die komplette Vereinzelung wird angestrebt, jede Gemeinschaft und Autorität wird abgelehnt. Oder: Jeder kann machen, was er will. Bloß keine Vorschriften. Von Gott schon dreimal keine! Aber wenn Nena das absurde Hygienekonzept von Konzertveranstaltern kritisiert, ist das laut dem kommunistischen „Tagesspiegel“ ein falsches Freiheitsverständnis: Es kann bei Corona eben nicht jeder machen, was er will!“ ...

Da dies auch mir schon darum am Verhalten des Franzi auffällt, weil er selbst aus meiner beschränkten Sicht ´tatsächlich` in jeglicher Hinsicht „radikaler“ ist
https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2020-10-15/wir-sind-etwas-radikaler-bund-religioeser-sozialisten-kirche-manchmal-zu-liberal
und auch für ´mein` Verständnis den religiösen Sozialismus predigt
https://de.wikipedia.org/wiki/Religi%C3%B6ser_Sozialismus:

Erhob das Franzi die Corona-Impfung nicht auch deshalb zur Pflicht im Vatikan und droht bei Verweigerung mit Kündigung???
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/piks-oder-kuendigung-corona-impfung-wird-pflicht-im-vatikan,SPNTUnb

Was aber soll aus der kath. Kirche ohne Schäfchen und entsprechende Hirten werden???

Gravatar: ropow

Tja, Penguin versucht das Buch mit „Gefährlicher Mystik“ zu verkaufen und der Siedler Verlag mit dem „Mönch, der die Kirche herausforderte“ - eine für jemanden, der die Inquisition am Hals hatte, durchaus angemessene Bezeichnung.

Um in dieser Zeit möglichst viele Menschen dazu zu bringen, dieses empfehlenswerte Buch (A. F. Kovács) zu lesen, sind Opfer, wie die Leiden eines A. F. Kovács angesichts dieser Aufmacher, jedenfalls gerechtfertigt, nicht?

„Cum finis est licitus etiam media sunt licita.“ - Medulla theologiae moralis, Lib. IV, Cap. III, Dub. VII, Art. II § 3 (1650)

Auch Verlage sind schließlich Orte Gottes.

„Gott ist dreifach von Person und doch einfach von Natur. Gott ist auch an allen Orten, und an jedem Ort ist Gott ganz. Das will so viel sagen, dass alle Orte ein Ort Gottes sind.“ - Meister Eckhart (1260-1328), Von den Stufen der Seele

Gravatar: Seine Eiligkeit Spontifex II. ♗

@ Hajo 29.07.2021 - 06:38

"Damit es nicht ganz so dramatisch wird, leistet man sich noch die Kirchen, die gute Auftragsarbeit leisten und sich dabei selbst abschaffen, was für eine gottlose Welt, die seine Allmacht irgendwann noch mal zu spüren bekommt, denn von nichts kommt nichts und das sollten sie bei allen fatalistischen Überlegungen mit einbeziehen."

Keine Sorge, zum Erledigen der gottlosen Welt sind besonders in Deutschland die MohammedanerInnen da, die dem Christentum generell passive Sterbehilfe leisten, in Einzelfällen gerne auch mal aktive.

Denen hat Gott ihren Propheten Mohammed gesandt, nachdem er 500 Jahre lang not amused beobachtet hatte, wie die Christen sich in Wirklichkeit einen Dreck um ihren Propheten Jesus Christus kümmern, den er zuerst gesandt hat.

Die MohammedanerInnen dagegen achten mit Erfolg darauf, dass ihr Prophetenverschleiss nicht ähnlich hoch ist, wie der der Christen, die sich fast von selbst erledigen.

Mit christlichem Gruß
Seine Eiligkeit Spontifex II.♗

Gravatar: Matthias

Von außen wird schwierig Meister Eckart zu verstehen.
Unsere Kirche hat leider einen Bruch zur Kontemlation herbeigeführt. So wird der Glaube nur eine Lern und Denkaufgabe. Die Erfahrung, das wir auch Körper sind ging verloren.
Ich verlinke diese Seite, da sie für den Interessierten verschiedene Blickwinkel öffnet.
https://www.wieobensounten.de/diff/zen

Gravatar: Ede Wachsam

Zitat:
Beim „Kampf gegen Rechts“ ist Kampf gegen das Christentum inklusive. Denn natürlich ist das Christentum ohne Kirche nicht denkbar. Zitat Ende

Die Frage hier ist, was versteht man unter „Kirche“? Lt. der Schrift jedenfalls nicht solche Großsekten wie die Katholische und Evanglische Kirche inkl. der anderen die es auch noch gibt. Die Schrift kennt nur die Gemeinschaft des Leibes Jesu Christi und sagt z.B. in Mt 16,18

18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Und weiter in Epheser 2,20-22

19 So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen,
20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten*, da Jesus Christus der Eckstein ist, *(Also nicht nur eines einzelnen wie Petrus) 21 auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn.
22 Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist. (Alle wahrhaft Gläubigen sind ein Tempel des Heiligen Geistes Gottes.)

Dazu kommt noch 1. Kor. 12, 12-31 Die Lehre über den Leib Jesu Chrsti, als die einzige Art der Gemeinde, welche weltweit die wahre Gemeinde Gottes bildet, wobei es nicht um Institutionen geht, sondern um die Gemeinschaft der echten Christen egal wo sie sich versammeln, oder wie viele es sind.

So etwas wie einen Oberhirten (Papst) hat es von Gottes Seite nie gegeben, denn Jesus allein ist unser Oberhirte und ER allein hat das Sagen. Seine Diener aber die ER einsetzt und auch mit diversen Gaben und Kräften ausstattet, sollen sich wie ER verhalten, so wie es geschrieben steht: "Wer der Größte sein will der sei aller Diener und Knecht, genau dem Vorbild unseres Heilandes entsprechend, der gekommen ist nicht dass man IHM diene als er auf der Erde war, sondern ER diente uns bösen Menschen, trieb böse Geister aus und heilte Menschen wohin ER auch kam. ER wusch uns allen beim Abendmahl symbolisch in seinen ersten Jüngern auch unsere Füße und gab für alle sein Leben zur Erlösung.

Nix große Prachtgebäude, Nix Machtausübung über die oft ausgepressten Schafe, besonders auch der manchmal reichen Witwen, sondern am Ende die totale Zerschlagung dieser ebenfalls meist boshaften Strukturen, wobei der jetzige Papst und eine betrunkene Frau, welche sogar Jesus leugnet und die sich Bischöfin nannte. abschreckende Beispiele sind. In naher Zeit wird der HERR seine Tenne fegen und hat schon damit begonnen, wie es schon Johannes der Täufer angekündigt hatte und dann ist Schluss mit den merkwürdigen Heiligen und nur religiösen Irrlehrern, die Gott nicht kennen, sondern eher mit Satan im Bunde sind und wie geschrieben steht:
Hiob 34,27 weil sie von ihm (Gott) gewichen sind und verstanden keinen seiner Wege.

Gravatar: Hajo

Die Gottlosigkeit ist doch schon durch Nichterwähnung im Grundgesetz verankert und auch die Statuten der EU sind gottbefreit und wer noch an alten Traditionen hängt, der kann sich an die gottlosen Kirchen wenden, die sind ja als Alimentäre der Regierenden für solche Fragen zuständig und ansonsten hängt man doch schon lange an der neuen Religion des Universellen dran, darunter kann man ohne Gott alles schön verpacken und sagte nicht schon mal einer Gott ist tot, das haben sie nun umgesetzt.

Damit es nicht ganz so dramatisch wird, leistet man sich noch die Kirchen, die gute Auftragsarbeit leisten und sich dabei selbst abschaffen, was für eine gottlose Welt, die seine Allmacht irgendwann noch mal zu spüren bekommt, denn von nichts kommt nichts und das sollten sie bei allen fatalistischen Überlegungen mit einbeziehen.

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