Deutsche Panzer gegen Russland - es riecht nach "1941"

Scholz und seine Wehrdienstverweigerer in der bunten Regierung haben entschieden, dass deutsche Panzer gegen Russland eingesetzt werden sollen. In der Ukraine. Bis Kursk ist es nicht weit, auch nicht bis Sewastopol.

Veröffentlicht:
von

Es bedarf wohl wenig Phantasie, welche Gefühle, Sorgen und Ängste - und vor allem Verärgerung und Zorn - diese Scholz-Entscheidung in Russland und in Weißrussland hervor ruft. Ausgerechnet ukrainische Truppen sollen mit deutschen Panzern und deutschem Kriegsgerät ausgerüstet werden, um damit gegen aus Moskau befehligte Truppen zu kämpfen.
Ganz neu ist dieses Szenario nicht: 1941 wurden ukrainische Verbände mit deutschen Waffen und Material ausgestattet, um damals auch gegen aus Moskau befehligte Truppen zu kämpfen. Das Ergebnis ist hinlänglich bekannt.

Was mich noch mehr stört, ist die Tatsache, dass wir deutschen Bürger bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit die Litanie von der angeblich ewig währendem historischen Verantwortung für die Ereignisse in der Zeit von 1933 bis 1945 von Altparteienpolitikern gepredigt bekommen. Jetzt aber scheint diese historische Verantwortung nicht mehr existent zu sein. Sie ist verschwunden, wurde in der Dachkammer abgelegt oder einfach in einem Schuhkarton im Garten begraben. Eine historische Verantwortung bei der Entsendung deutscher Panzer in die Region nördlich des Schwarzen Meers gibt es offenbar nicht - oder ist politisch nicht gewollt.

Zuletzt bleibt dann noch die Frage der Sinnhaftigkeit dieser Aktion. Einmal ganz abgesehen davon, dass diese Entsendung deutscher Panzer in die Ukraine ein klarer Verstoß gegen diverse internationale Abkommen und Richtlinien der NATO ist, wird damit auch eine Art "rote Linie" überschritten. Bisher hat Russland im Donbas lediglich leichte und mittlere Panzer eingesetzt, in erster Linie Schützen- und Aufklärungspanzer.

Die Hemmschwelle, schwere Panzer in die Region zu entsenden und einzusetzen ist mit der Scholzschen Entscheidung gefallen. Selenskij bekommt seine Forderung erfüllt - aber es fehlt an erfahrenen Besatzungen, an den notwendigen Betriebsmitteln, an Werkzeugen und an Werkstätten für Wartung, Instandsetzung und Reparatur. Sprich: es mangelt an der gesamten Infrastruktur für einen effektiven Einsatz.

Die ukrainischen Soldaten sind mit kyrillischen Buchstaben aufgewachsen, die Bedienungselemente und Anzeigen in den deutschen Panzern aber sind samt und sonders in lateinischen Buchstaben. Die Ukraine hat keine Ausbilder, die selbst auf diesen Panzern ausgebildet wurden. "Learning by doing" funktioniert auf diesen hochtechnischen Präzisionswaffen nicht, das kann nur in die Hose gehen. Es müssten also westliche "Militärberater" diese Aufgabe übernehmen. Die Amis wären sicherlich bereit dazu - sie sind ja immer gerne dazu bereit, Krieg in Ländern fern ihrer Heimat zu führen. Aber ich wage zu bezweifeln, dass sich Berufssoldaten der deutschen Panzertruppen für eine solche Aufgabe bereit erklären werden.

Dann hat Selenskij jede Menge deutsche Panzer zur Verfügung, aber bestenfalls schlecht ausgebildete Besatzungen. Auf der Gegenseite stehen seiner Trümmertruppe dann Verbände mit T-80, T-90 und T-14-Panzern gegenüber mit Besatzungen, die jahrelang auf diesen Systemen geschult und trainiert sind. Das Ergebnis eines solchen Aufeinandertreffen ist leicht vorhersehbar.

Unweit der Grenze der Ukraine liegt Kursk. Dort gab es die letzte große Panzerschlacht mit deutscher Beteiligung im Zweiten Weltkrieg. Jeder deutsche Panzer war im direkten Vergleich mit seinem Kontrahenten klar überlegen. Dennoch ging die Schlacht aus deutscher Sicht verloren, weil der Gegner schlicht und ergreifend mehr Panzer zur Verfügung hatte. Die deutschen Tiger und Panther zerlegten zwar etliche KW1, KW2 und KW85 auf die Ditanz, aber die rollten einfach immer weiter, bis sie nahe genug heran waren, um ihre Feuerkraft einzusetzen. Außerdem saßen in den deutschen Panzern längst nicht mehr nur erfahrene Besatzungen, sondern oftmals nur kurzzeitig geschulte Soldaten. Das Resultat ist bekannt.

Genau das wird sich auch im Donbas ereignen. Schickt Mokau jetzt seine eigenen schweren Panzerverbände in den Kampf, fliegen Selenskij die Brocken nur so um die Ohren. Dann steht auf dem Schlachtfeld jede Menge teures Altmetall herum, worüber sich die Schrotthändler mächtig freuen. Aber eine Änderung bezüglich des Ausgang des Kampfes wird nicht herbeigeführt; ganz im Gegenteil. Selenskij wird noch früher kapitulieren müssen als bisher. Das ist vielleicht der einzig positive Effekt dieser kurzsichtigen Entscheidung von Scholz und den anderen Wehrdienstverweigerern repektive Ausgemustertten in der bunten Regierung.

Dennoch: es riecht - nein, es stinkt - nach "1941"!

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Erwin

Ich hoffe nur sehr, dass man diesen Wehrdienstverwei-
gerer Anton Hofreiter gleich in den ersten Panzer setzt
der sich der russischen Grenze nähert.

Dann weiss wenigsten einer der dümmlichen GRÜNEN
wie sich ein "DoppelBumms" im Leopard 2 anfühlt, der
Bumms von einem T-99 abgefeuert wurde. Vielleicht
ist das die beste Medizin auf dem Weg zur politischen
Vernunft, es evtl. doch mit Verhandlungen/Diplomatie
zu versuchen.

Gravatar: Lutz

„Dass Deutschland die Lieferung seines Panzers Leopard 2 durch Partnerländer freigibt und auch selbst liefert, ist eine erlösende Nachricht…“ - Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) am 24.01.2023"

Kriegsgeile Tante Bonsai-Churchill, die wirklich erlösende Nachricht wäre der Rücktritt des kriegsgeilen Wehrdienstverweigerers Gröfaz-Verschnitt und des kriegsgeilen Wehrdienstverweigerers Kuhscheiße-Stapler sowie des kriegsgeilen "ungebildeten Weibes" Holefleisch!!!

Übrigens Ole Leberwürstchen, der echte Gröfaz hatte sich am 30.04.1945 elegant verabschiedet und seinen Paladinen wurden in Nürnberg Flötentöne beigebracht - und das war gut so!!!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

… „Scholz und seine Wehrdienstverweigerer in der bunten Regierung haben entschieden, dass deutsche Panzer gegen Russland eingesetzt werden sollen. In der Ukraine. Bis Kursk ist es nicht weit, auch nicht bis Sewastopol.“ …

Ist das nicht auch einer der ´wesentlichen` Gründe dafür, dass die USA speziell ´Deutschland ins Feuer schicken wollen
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/ukraine-krieg-waffen-lieferung-leopard-gastbeitrag-bundestagsabgeordnete-sevim-dagdelen-die-linke-deutsche-panzer-gegen-russland-die-folge-waere-eine-eskalation-li.307422,
weil sie gleiche Vorsätze wie die Nationalsozialisten anno ´41 verfolgen - nämlich Russland wirtschaftlich so weit wie möglich auszubeuten?
https://www.planet-wissen.de/geschichte/nationalsozialismus/der_zweite_weltkrieg/zweite-phase-des-zweiten-weltkriegs-100.html

Was sich schon deshalb längst nicht mehr vermeiden lässt, da die ´Sechstagesfrist` schon vor etwas mehr als fünf Minuten ablief???
https://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/in-sechs-tagen-sind-die-usa-pleite-staatsverschuldung_id_2110842.html

Gravatar: Sam Lowry

Tja, es gibt Menschen, die schauen nur ARD/ZDF und fühlen sich vollends informiert.
Aber schlimmer ist: Sie glauben diesen Sermon auch noch.

Es werden aber dank " nebenwirkungsfreier Impfung" immer weniger... 19% Übersterblichkeit! Good luck...

Gravatar: Thomas

Auf geht es Cum EX Olli und sein Handtaschenwärmer,
der niedersächsische Tiefflieger, an die Ostfront, wie damals der OPA, Oma wollte noch keine Soldaten*inen
an der Front. Analena Pippi Lotta mein Lebenlauf haben
die Russen gefälscht, hat den Russen den Krieg erklärt-
Unternehmen Barbarossa 2:0 ,ab dem 25.01 ,wird mit
deutschen Panzern zurückgeschossen, weil der Russe
sich weigert US Lakai zu werden und sein Ackerland,
nicht freiwillig an die Oligarchenstiftung Black Rock verkauft.

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=_NsAkHtfieE

Gravatar: ropow

@dagobert 25.01.2023 - 16:35

Ich beneide Sie um ihr schlichtes Weltbild.

„Auch das ukrainische Militär terrorisiert die Zivilbevölkerung, es trägt den Krieg mit Artilleriefeuer in Wohn- und Schlafzimmer, es nimmt kaum Rücksicht auf die Not der Menschen und auf deren Leben offenbar noch weniger. Dies kann, dies darf Europa nicht dulden. So wie Moskau mitverantwortlich ist für eine Soldateska, die Unschuldige entführt, foltert und mordet, so tragen Europas Regierungen Mitverantwortung für das rücksichtslose Töten einer Regierung, der sie selbst zur Macht verholfen haben. Deshalb braucht es jetzt eine klare Botschaft an die Machthaber in Kiew: Der Terror gegen die Zivilbevölkerung muss beendet, der Artilleriebeschuss von Wohngebieten sofort eingestellt werden. Wenn nicht, macht sich Europa mitschuldig. Dann sind die getöteten Zivilisten im Häuserkampf von Donezk oder Lugansk auch unsere Toten.“ - Georg Restle (tagesthemen) am 28.07.2014

Gravatar: dagobert

Der Autor verweist sicherlich zu Recht darauf, dass Deutschland in besonderer historischer Verantwortung steht. Nichtsdestotrotz muss man darauf hinweisen, dass der Aggressor heute in Moskau sitzt. Jedwede Parallelen, die der Autor hier aufzuzeigen versucht, sind aus der Luft gegriffen.

Gravatar: ropow

Hurra.

„The Leopard’s freed!“ - Katrin Göring-Eckardt (GRÜNE) am 24.01.2023

„Dass Deutschland die Lieferung seines Panzers Leopard 2 durch Partnerländer freigibt und auch selbst liefert, ist eine erlösende Nachricht…“ - Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) am 24.01.2023

Endlich können deutsche Panzer wieder gegen Russland eingesetzt werden - wahrlich eine erlösende Nachricht.

So ein kampfwertgesteigerter Kampfpanzer Leopard 2 A7V kann doch wesentlich mehr Russen töten, als es die alten Panzer VI Tiger, Panzer V Panther oder sogar der Panzer VI Königstiger im Unternehmen Barbarossa je vermocht haben.

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang