Der wahrscheinliche Ausgang der Bauernproteste in den Niederlanden

Es ist keine große Überraschung, dass in Deutschland so gut wie nicht über die Bauernproteste in den Niederlanden berichtet wird. Ein paar lustige Schlagzeilen über Gülle-Attentate, gepaart mit ersten Versuchen, die Bauern in die Nähe von „Querdenkern“ zu rücken, die am Ende auf verlorenen Posten stehen – mehr ist nicht drin.

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Video: Bauernprotest in Niederlande - Bauern greifen Polizei an, Politik macht uns arm! - YouTube

Die Polizei fährt immer schwerere Geschütze gegen die eigene Bevölkerung auf, denn längst demonstrieren nicht nur die Bauern. Und wer Land und Leute kennt, weiß, dass mit der Polizei bei den Nachbarn nicht zu spaßen ist. Da wird tüchtig zugelangt, auch dann, wenn die Uniformierten vielleicht selbst der Sache der Demonstranten wohlwollend gegenüber stehen. Der Bürger in und der Bürger ohne Uniform sind eben nicht von der selben Art. 

Was in Holland geschieht, geschieht nicht zum ersten Mal. Die Holländer haben eine andere Mentalität, wenn es ihnen zu bunt wird, ist das reinigende Gewitter so gut wie sicher. Aber die liberale Gesinnung kehrt umgehend wieder zurück, sobald die ersten dunklen Wolken verzogen und der Tisch wieder etwas gedeckt ist. Was in Deutschland nicht nur politisch, sondern auch gesellschaftlich lange undenkbar war, ist in den Niederlanden seit Jahrzehnten Standard. Totale Toleranz gegenüber allem. Drogen, Drogenkonsum, Drogenhandel, Prostitution, Homosexualität und sogar Pornoläden in den Innenstädten, die bis vor kurzem noch mit „Animal Sex“ werben konnten. Es gibt eine Pädophilenzeitung und eine Partei, die sich für legalen Sex mit Kindern einsetzt, ohne dass gegen diese Leute – bekennende und straffällig gewordene Kinderschänder – vorgegangen wird. Vor diesem Hintergrund sollte man auch die scheinbaren Erfolge rechtskonservativer Parteien und Politiker sehen. Im Fahrwasser der Toleranz haben Blitzableiter, wie Geert Wilders, freie Fahrt und werden nicht so harsch angegangen, wie beispielsweise AfD-Politiker in Deutschland. Wenn einer von ihnen tatsächlich dem politischen System gefährlich wird, muss er mit allem rechnen, wie der vor zwanzig Jahren ermordete Pim Fortuyn. Sein Mörder, dessen Namen man nicht mehr ohne Gefahr juristischer Verfolgung nennen darf, befindet sich inzwischen wieder auf freiem Fuß. Das alles sollte man wissen, wenn man seine Hoffnungen auf die Bauern in den Niederlanden setzt. Das politische System ist verdorbener noch als jenes in der Buntrepublik – eine stramme Leistung. 

Zuletzt sorgten die Trucker in Kanada für Aufsehen. Der feige Premierminister Justin Trudeau flüchtete mit seiner „Familie“ an einen geheimen Ort. Es kam zu heftigen Zusammenstößen zwischen Truckern und der Polizei, die Grenze zu den USA wurde blockiert und zahlreiche Bürger solidarisierten sich mit den Protestlern. Doch es blieb bei einem kurzen Strohfeuer.

Trudeau hat die seit langem von seinem politischen Zwilling Macron erprobte Taktik angewandt. Beide stammen aus der gleichen Klonfabrik und handeln auf Anweisung, auch der niederländische Ministerpräsident Marc Rutte gehört zu dem Klübchen, genauso wie Ex-Ösi-Kanzler Kurz. Macron hat es vorgemacht. Man verschärft Gesetze und Maßnahmen, lässt Proteste eskalieren und rudert dann ein wenig zurück, bis die Menge genug Dampf abgelassen hat. Mit einem solchen Vorgehen reicht es nicht unbedingt für eine absolute Mehrheit, aber die Regierung wird niemals ernsthaft gefährdet. Same procedure in Kanada und Marc Rutte hat in den Niederlanden nie etwas anderes gemacht. Die Ein-Mann-Partei von Geert Wilders hatte nie eine Chance und verhindert zudem politisch eine weitere rechtskonservative Kraft, die möglicherweise einen Kurswechsel durchsetzen könnte. Über all das kann man ewig spekulieren und dabei stets im Konjunktiv bleiben, doch es führt zu nichts. Es wird eher so enden, zumindest vorläufig, wie alljährlich in Frankreich und zuletzt bei den erwähnten Truckerprotesten in Kanada. Man darf nicht vergessen – es geht letztlich nur für ein Drittel der Landwirte um alles oder nichts. Wer klein beigibt, kommt mit einer Entschädigung davon, wer ewig protestiert, wird alles verlieren. Die Bürger, die sich jetzt mit den Landwirten solidarisieren, werden so oder so die Preissteigerungen bezahlen müssen. Ihre Wut wird als erstes verpuffen. Übrig bleibt der hartgesottene Kern, mit dem die niederländische Polizei schon fertig werden wird. Wenn die Proteste zudem auf Sparflamme aber beständig am Köcheln gehalten werden können, dient das weiteren Gesetzesverschärfungen. 

Schaut man weiter zurück, in die Fünfziger Jahre, dann bieten die Proteste in den Ostblockstaaten ein Beispiel und natürlich der Aufstand in der DDR, dem wir am eigentlichen „Tag der Deutschen Einheit“, dem 17. Juni gedenken sollten. Damals hatten mit Sicherheit auch westliche Geheimdienste ihre Finger im Spiel, schließlich konnte man den Klassenfeind alt aussehen lassen – bis die russischen Panzer kamen und dem Ganzen ein Ende setzen. Diese Drecksarbeit müssen heute die Regierungen in den EU-Ländern selbst erledigen. Allzu blutige Bilder möchte man noch vermeiden, doch bislang war es auch nicht nötig, das Vorgehen der Chinesen am Platz des himmlischen Friedens zu überbieten. Nach einer heißen Protestwelle, bis zum Herbst, spätestens Winter, wird erst mal wieder Ruhe sein. Ein „politischer Frühling“ ist vor dem nächsten Jahr nicht drin. Und bei allem sollte man misstrauisch bleiben – was heute noch wie ein echter Aufstand wirkt, könnte sich morgen schon als Farbrevolution erweisen und vom Regen in die Traufe führen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Croata

Deutschland muss sich wieder (!) finden und einigen.
Deutschland ist heute nicht einig und gespalten wie NIE zuvor in der Geschichte.

Wenn Sie, Frau Schneider über Ausland und Proteste / Bauern schreiben, möchte ich natürlich die Gelegenheit nützen....und zurück in die Geschichte gehen....
100 Jahre ist es her, trozdem......

Es war eine Rede von S.Radic am November 1918. Er war Gründer der Bauernpartei ( sehr beliebt damals ) leider mit seinem Bruder ( auch Politiker ) Antun ermordet.
Mitte / konerv.rechts die Partei.

Am 20. Juni 1928 wurden Stjepan Radić und vier weitere kroatische Abgeordnete mitten in einer Sitzung des Parlaments in Belgrad von dem Abgeordneten Puniša Račić angeschossen.

Hier die Rede aus 1918.

"Wenn ich dennoch das Wort ergreife, so geschieht es im Bewusstsein, hierdurch einer Pflicht nachzukommen und von dem mir zustehenden Recht Gebrauch zu machen, dann aber auch deshalb, um an euer Gewissen zu rühren, damit ihr später nicht die Ausrede gebrauchen könnt, es hätte euch niemand den Abgrund gezeigt, in den ihr unser ganzes Volk und besonders das kroatische Volk, zu stürzen im Begriffe seid. [...] Der größte Fehler und zugleich eine unverzeihliche Sünde aller dieser Redner ist es aber, dass sie offenbar im Kriege nichts gelernt haben, denn wie wenn sie das Volk nicht sehen, wie wenn sie vom Volk nichts wissen würden, sprechen sie gerade das Gegenteil von dem, was unser Volk will und braucht. [...] Euer ganzes Vorgehen hier im Nationalrat ist weder demokratisch, noch verfassungsmäßig, noch gerecht. Es ist auch nicht klug. [...] Ihr meine Herren, kümmert euch nicht im Geringsten darum, dass unser Bauer im Allgemeinen, und besonders der kroatische Bauer, von König und Kaiser, und von dem ihm gewaltsam aufgezwungenen neuen Staat nichts hören und wissen will. Unser Bauer besitzt die nötige Reife, um zu wissen, das Staat und Vaterland in Gerechtigkeit und Freiheit, in Wohlstand und Kultur bestehen. Wenn ihr diesen Bauern bereits heute durch Gendarmen prügeln lasst, wenn ihr ihn mit Gewalt zwingt, dass er euch Gefolgschaft leiste, dass er euch angeblich gegen die Italiener beschützen solle – dann sagt oder denkt er sich, dass ihr euch in gar nichts unterscheidet von seinen früheren ungarischen und deutschen Unterdrückern [...] Vielleicht könnt ihr die Slowenen gewinnen, ich weiss es nicht; vielleicht könnt ihr vorübergehend auch die Serben gewinnen. Ich weiss aber bestimmt, dass ihr die Kroaten dafür nicht gewinnen werdet. Und zwar deshalb nicht,weil das ganze kroatische Bauernvolk gegen euren Zentralismus ist, wie gegen den Militarismus, und ebenso für die Republik, wie für die nationale Verständigung mit den Serben. [...] Die heutige Sitzung beweist am augenfälligsten, dass ihr die Verfassungsmäßigkeit vollkommen ignoriert, dass Ihr nicht einmal nur einigermaßen den äußeren Schein wahrt [...] so habt ihr auch nicht den ganzen Nationalrat einberufen, sondern nur diesen Ausschuss. Ihr wisst ganz gut, dass aber nicht einmal der volle Nationalrat das Volk repräsentiert, weil er nicht vom Volke gewählt worden ist [...] Das habt ihr deshalb nicht getan, weil ihr wisst, dass eure Handlungsweise unrichtig ist und das man das sogleich merken würde, wenn die Verhandlung öffentlich und vor einem größeren Kreise abgehalten werden würde. Wie groß ist aber erst die Verfassungswidrigkeit, die Ihr durch die Umgehung unseres kroatischen staatlichen Sabors begeht! [...] Ihr werdet nach Belgrad gehen und ihr werdet dort ohne das kroatische Volk und gegen den Willen dieses Volkes den einheitlichen Staat proklamieren ... und vielleicht werdet ihr auch ohne Gesetze, nur durch Willkür und auf Gewalt gestützt, regieren. Das Volk wird daraus ersehen, dass ihr nicht zu ihm gehört und es wird nicht mehr für euch sein. Wohin ihr es auch rufen werdet, es wird euch die Gefolgschaft verweigern. [...] Die ganze Welt anerkennt das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Unsere Befreiung haben wir nur diesem Rechte zu verdanken. [...] Dieses Recht gebührt aber allen unseren drei Völkern und besonders uns Kroaten in Kroatien, auch hinsichtlich der Errichtung und Einrichtung unseres gemeinsamen Staates. Wir sind drei Brüder – der Kroate, der Slowene und der Serbe; aber wir sind nicht eins. [...] Glaubt ihr es nicht, dann möge euch Gott die Zeit erleben lassen – es wird nicht allzu lange dauern – wo das kroatische Volk in seinem Menschlichkeitsgefühl euch alle just im Moment hinwegfegen wird, da ihr glauben werdet, dass dieses Volk, dem ihr euch auf den Nacken gesetzt habt, sich mit seinem Schicksal abgefunden habe. Es lebe die Republik! Es lebe Kroatien! "

Es lebe Deutschland !
Es lebe Niederlande !

Und natürlich die Bauern. Weltweit....

Amen.

Gravatar: Achmed

Na, das ist ja nett wie auch hier zensiert wird, wenn's gerade nicht in's Bild passt! Frau Schneider schreibt:

"Allzu blutige Bilder möchte man noch vermeiden, doch bislang war es auch nicht nötig, das Vorgehen der Chinesen am Platz des himmlischen Friedens zu überbieten."

Was war denn das Vorgehen der Chinesen? Warum verbreiten Sie Fake-News? Laut dpa ist damals folgendes (nicht) passiert:

„dpa-Reporter Edgar Bauer stand damals am Nordostrand des Platzes. Weder seine Kollegen noch er haben gesehen oder berichtet, dass Soldaten auf die Studentenansammlung schossen. Bei einem Treffen der Auslandskorrespondenten wurden später die Beobachtungen zusammengetragen. Unstrittiges Fazit: Ein Massaker auf dem Platz selbst hat es nicht gegeben“

https://www.rubikon.news/artikel/das-fake-massaker

Gravatar: Facherfahrener

Die Bürger haben es noch nicht begriffen, dass diese
WEF-Jünger schlimmer als Adolf sind.
Die anderen darf ich hier nicht aufführen, sonst wird mein
Beitrag nicht frei geschaltet. Wie z.Bspl. Rothschilds.
Oder die Habsburger.

Wacht auf bevor der Himmel über euch zusammenbricht!!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Diese Drecksarbeit müssen heute die Regierungen in den EU-Ländern selbst erledigen. Allzu blutige Bilder möchte man noch vermeiden, doch bislang war es
auch nicht nötig, das Vorgehen der Chinesen am Platz des himmlischen Friedens zu überbieten.“ ...

Was in den Niederlanden aber längst zur Realität wird
https://test.rtde.tech/europa/142786-niederlande-polizisten-feuern-gezielte-schusse/
und in Kürze sicherlich auch in Deutschland zu erwarten ist!?

Gravatar: Freiherr von

Sie schießen ja sogar schon auf ihre eigenen Mitbürger in der Trecker Kolonne.,,Arme krank geimpfte Erfüllungsgehifen in Uniform,,

Gravatar: F. Michael

Seit ich die Videos gesehen habe wo der CumExScholz und die GranatenUschi den mit lieber Klaus begrüßen ist mir klar, dass die nur gekaufte Marionetten sind und müssen weg.

Gravatar: Hans Meier

Alles recht zutreffend geschildert, „aber an dem Punkt“ wo der Typ in Davos die „Bücklinge organisatorisch in politische Funktionen bringt“ wie die Trude in Canada, oder den Rutte in den Niederlanden, muss Mann „den nächsten logischen Schritt weitergehen“ und mutig fragen, „wem dient der Klaus Schwab, so treu ergeben, wer beauftragt denn den Klaus und seine Klone“? Das „können einzig nur diese Pharisäer sein, die als Privat-Monster auf den höchsten Kapital-Pyramiden in New York thronen“ und die „Zügel in der Hand halten“ um noch reicher und mächtigere „Kolonial-Herrschaft von politischem Hilfspersonal“ ausführen und anordnen lassen.
Dass die Bauernproteste berechtigt sind, daran besteht kein Zweifel, wer die „zukünftigen Profite der Landwirtschaft in Europa, abgreifen will, um sie in New York aufzuhäufen, sollte jedem bewußt sein, der erlebt, wie diese sehr aggressiven Elite-Amis, Kriege gegen alle Souveränität, als Finanzelite führen, um wuchernde Profite zu machen.
Das ist das prinzipielle Eliten-Verhältnis zum Volk, dem diese „Finanzeliten das Fell über die Ohren ziehen“.
Die Zentralen der Arglistigkeit, in Brüssel sollten aufgelöst werden, den Vaterländern Souveränitäten zurückerstattet werden, damit die Bevölkerungs-Interessen zu politischen Mehrheits-Zielen eine Balance in Friedlich- und Redlich-Keit hat.
Die Besatzungs-Soldaten für immer in Heimat-Urlaub entlassen werden, um die Kriegs-Lüsternheit der US-Finanz-Elite, zu stoppen, die sich doch nur an Rekord-Renditen und Kursgewinnen delektieren, die keinem Normal-Menschen Gutes tun.
Mehr an sadistischer Hybris, wie das was wir zur Zeit erleben, und sich alltäglich die „Presse-Molche und -Flittchen in emotionalen Verwirrungs-Falschnachrichten-Sendungen da aufspielen“, um die „Strategie-Projekte der US-Finanz-Kings zauberhaft verschwinden zu lassen“, geht auf keine Kuhhaut.
Es ist höchste Zeit, „den Spieß umzudrehen, die Elite zu konfrontieren, ihre Bösartigkeit zu begrenzen“ ihnen die Abwehr zu zeigen, „mit der bereits weit mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung den US-Schurken-Politiker die glauben das Ruder sicher zu führen“, an solche Scheinerfolge wie im letzten Jahr ihre Supermacht-Flucht aus Kabul zeigte, was sie „intellektuell denn so in echt drauf haben“, außer „Personal aufkaufen um mit Kriegskonzern-Gewinnen den Reibach einzufahren“ den dann „andere mit ihren Steuern oder dem Leben bezahlen sollen“.
Schleicht`s euch es reicht, zieht euch in eure McDonald`s-Scheindemokratie zurück!

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