Der Corona-Untertan

In seinem neuen Buch "Der Deutsche Untertan. Von der Entwöhnung des eigenen Denkens" liefert Josef Kraus, ein führender Intellektueller der rational-liberalen Selbstdenker-Szene, tiefe Einblicke in die Psyche gewisser Mitbürger. Im nachfolgenden Beitrag habe ich diese treffenden Analysen durch eigene Beobachtungen untermauert -- mit Bezug zum Wahlergebnis 2021.

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Während meiner Jahre als in die USA  "Ausgewanderter"  Biowissenschaftler mit deutsch-tschechischen Wurzeln (1985 bis 1988, Stanford University, Michigan State U.) wurde ich immer wieder auf die "Germanische Mentalität" meiner in Mitteleuropa lebenden Verwandten angesprochen. Hierbei hielten sich negative wie positive Kommentare in etwa die Waage.

 Die Spannweite der  Fragen, spontan geäußert von US-Amerikanern, reichten von "Warum seid Ihr Deutschen während der 1930er Jahre dem Hitler nachgerannt?" bis "Wie habt Ihr es hinbekommen, nach 1945 rasch wieder zur Top-Wissenschaftsnation aufzusteigen?". Deutschen-Verachtung auf der einen, Bewunderung auf der anderen Seite, das war so etwa die Bilanz meiner damaligen Erfahrungen mit meinen US-Mitbürgern, wobei die deutsche Neigung, sich fast jeder Situation widerspruchslos anzupassen, als Kritikpunkt immer wieder im Raum stand.  Diese Betrachtung führt mich zum Thema dieses Beitrags. 

Josef Kraus legt in seinem aktuellen Werk eine treffende, historisch-pädagogisch-philosophische Analyse eines zentralen Problems vor, welches seit Jahrzehnten ungelöst "im Raum" steht: Warum hat sich die typisch deutsche Obrigkeitshörigkeit, auch "Duckmäusertum" genannt, seit Jahrzehnten nicht verändert -- liegt das etwa  "in der DNA" der Einheimischen?

 Kraus (2021) zitiert u. a. den deutsch-jüdischen Dichter Heinrich Heine (1797--1856 ), der einmal sagte: "Der Deutsche gleicht einem Sklaven, der seinem Herren gehorcht  ohne Fesseln, ohne Peitsche, durch bloßen Worte, ja durch einen Blick". 

Dieser Herdentrieb ohne Rückrat und eigenem Denken kommt derzeit beispielhaft in der kritiklosen Akzeptanz der illegalen Massenzuwanderung aus archaische-bildungsfernen Kulturen -- seit  Herbst 2015 bis heute andauernd, der absurden Kohlendioxid- Angst mit Weltrettungs-Größenwahn ("Fridays for Futur"), sowie der Befolgung noch so absurder Coronaviren-Pseudoschutzmaßnahmen zum Ausdruck.

 Um es klar zu sagen: Menschen in Not, z.B. echte Bürgerkriegsflüchtlinge (Frauen, Kinder, Alte), sollten vorübergehend aufgenommen  werden; die Umwelt  muss geschont, und  Vernunft-geleitete, wissenschaftlich fundierte Hygienemaßnahmen sollten befolgt werden. Was wir aber derzeit beobachten, ist eine Art kollektive "Kadavergehorsamkeit", die nicht hinterfragt, warum dies oder das sinnvoll ist, sondern sklavisch alles  befolgt. So sind z.B.  Gesichtsmasken für Kinder grundsätzlich nutzlos und schädlich -- als Physiologe mit reichlicher Erfahrung mit CO2-Gaswechselmessungen kann ich das kompetent zum Ausdruck bringen;  der Plan, diese kleinen Heranwachsenden  dazu noch mit unerprobten Impfstoffen traktieren zu wollen,  müsste eigentlich einen gesellschaftlichen Aufschrei hervorrufen -- aber der typische deutsche Corona-Untertan schweigt selbst dazu!

 Meine derzeitigen US-Kollegen in San Francisco-Kalifornien beklagen ähnliche Restriktionen im Corona-Zeitalter-- die Kritik am senilen Präsidenten J. Biden wird aber zumindest in meinem Bekanntenkreis immer schärfer, so dass wohl nach den "Midterm-Elections" -- in ca. einem Jahr -- eine politische Wende kommen wird, von der man in Deutschland nur träumen kann.

 Und damit  bin ich wieder beim Buch von Herrn Kraus.  Dieser brillante Denker und Autor beschreibt die deutsche Dekadenz in klaren Worten und öffnet dem Leser die Augen. Das Buch wurde vor der Bundestagswahl (26.9.2021) geschrieben, und  der Autor hat  im Grunde das deprimierende Ergebnis -- alles geht so weiter wie zuvor -- vorweggenommen. Die Deutschen wollen es mehrheitlich  nicht anders -- sie fühlen sich als entmündigte Corona-Untertanen wohl -- und haben daher den oben zitierten Spruch des Denkers H. Heine ein weiteres Mal, per Wahlergebnis, bestätigt. 

 Fazit: Herr Josef Kraus hat ein exzellentes Buch  publiziert, das den  "typischen Deutschen"  charakterisiert -- und begründet auch, warum diese  angepasst- identitätslosen Zeitgenossen  so sind, ohne dabei  ins Polemische zu verfallen. Ich hoffe, dass dieses Werk viele Leser finden wird, und dem ein oder anderen deutschen "Duckmäuser" die Augen öffnet. 

 Lese-Empfehlung: Kraus, J. (2021) Der Deutsche Untertan. Von der Entwöhnung des eigenen Denkens.  Langen-Müller ,München.

 Bestellung:

live.tichyseinblick.shop/produkt/kraus-der-deutsche-untertan/ 

 Webpage des Autors U. Kutschera:

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Gast

Es gibt keinen "Selbstdenker". Das ist schon eine Lüge, die den Aussagen der Bibel widerspricht. Daher kann das Buch nicht gut sein.
Lies deine BIBEL!
LG !

Gravatar: Blindleistungsträger

Beim Lesen der Beschreibungen der deutschen Mentalität muss ich immer an die gelben Minions denken. Die wurden womöglich nach "unserem Abbild" geschaffen.

Gravatar: harald44

Ich vermute, es liegt daran, daß wir Deutschen in unserer eintausendjährigen Geschichte - bis auf die Gegenwart - nie von ausgesprochenen Volksfeinden und königlichen Tyrannen beherrscht wurden. Wir hatten Herrscher, die waren groß, mächtig, sie gewannen Kriege und verloren Schlachten, aber das nahm unser Volk achselzuckend hin, weil es sich sagte, daß die Unwägbarkeit der Lauf des Lebens auch eines Herrschers sei.
Und dementsprechend gab es hierzulande in den eintausend Jahren auch nie einen Königs- oder Tyrannenmord, sieht von dem einen und einzigen an König Philipp von Schwaben ab, der wegen eines privaten Liebeshändels von einem anderen Adeligen erstochen wurde.
Wie sagte schon König Friedrich der Große von Preußen: "Es ist nicht möglich den Charakter eines Volkes zu verändern, es sei denn man verändert das Volk" - was heute in verbrecherischer Weise geschieht.
Es ist nunmal so: Der Deutsche hat ein Grundvertrauen in die jeweilige Obrigkeit, und selbst heute will die Mehrheit unseres Volkes einfach nicht glauben, daß wir in der BRD keine deutsche Regierung haben, sondern eine, die seit 1945 im alliierten Auftrag uns beherrscht, um uns zu zerstören. Sagt man das diesen im Gespräch, so wird man von ungläubig staunenden Kinderaugen angeschaut, die nichts verstanden haben, weil sie es nicht verstehen wollen.
Völkermord wird bestraft, Völkerselbstmord jedoch, von der eigenen Regierung ausgeheckt und durchgeführt, bleibt straffrei.

Gravatar: Stürmer onlines Appell an die Nazis aller Länder

Das hat zu tun, Herr Kutschera, mit der zwanghaften Neigung der Deutschen...

https://www.spiegel.de/wissenschaft/zwanghafte-neigung-a-82d0d6f3-0002-0001-0000-000013511651 ,

... mit der sie früher oder später jede ...

https://www.youtube.com/watch?v=1pHRCiiTwUY&t=13s

... fressen, Hauptsache, sie kommt von oben ...

https://www.youtube.com/watch?v=mjuaFfrIElw&t=151s ,

... ist rotgrünbraun und stinkt ganz gewaltig.

Also, Nazis, Feminazis, Homonazis, Pädonazis, Ökonazis, Klimanazis, Coronazis, WeltretterInnen, Denunzianten, Denunziantinnen, beste SchülerInnen von Dr.Joseph Goebbels, beste AnhängerInnen von Heinrich Himmler und überhaupt beste Nazi, die es je gegeben hat ...

https://youtu.be/5NaP6j2zlUs?t=178 ,

... vereinigt Euch in allen Ländern im Kampf gegen die "CoronaleugnerInnen" ...

https://www.spiegel.de/ausland/italien-die-coronaleugner-von-bergamo-feindbild-gruener-pass-a-8596f19d-8276-4989-bc5f-ad64b07dff31 !

Gravatar: Onkel Dapte

Auch ich vertraue den Wissenschaftlern. Nur welchen?

Etwa dem Professor für Immunologie, der sagt, eine Autoimmunreaktion werde immer vom Virus, nie von der Impfung ausgelöst?

War da nicht was mit den Spike-Proteinen?

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „In seinem neuen Buch "Der Deutsche Untertan. Von der Entwöhnung des eigenen Denkens" liefert Josef Kraus, ein führender Intellektueller der rational-liberalen Selbstdenker-Szene, tiefe Einblicke in die Psyche gewisser Mitbürger.“ ...

Darf man dazu auch dieses ´m. E.` göttlich(?) diktierte RKI-Chef & Co. zählen?

Denn auch mir stellen sich zunächst zwei weitere Fragen:

„Wie viele der rund 88 Prozent angeblich ungeimpften Patienten hatten in Wahrheit ihre erste oder zweite Dosis bereits erhalten? Und: Nach welchen Kriterien beurteilen Kliniken, wann sie Geimpfte testen und wann nicht?
Es gibt dazu weder Auflagen noch Daten. Auch das RKI verweist bei solchen Fragen an die Kliniken. Kurzum: Jede ´Klinik` macht es so, wie sie es für richtig hält“!!!
https://de.rt.com/meinung/124975-versteckt-rki-geimpfte-covid-19-patienten/

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Joachim Datko 30.09.2021 - 16:21Wissenschaftlern

Sie vertrauen " ... den Wissenschaften bei den Aussagen zu Corona!".

Wer sind für Sie denn "die Wissenschaften" ?
Vertrauen ist gut, Kontrolle ... .

Wie stehen Sie zur Kontrolle von Seiten der Wissenschaftler mit nachgewiesener fachlicher Expertise, die die Notwendigkeit der getroffenen "Schutz"maßnahmen für übertrieben / unverhältnismäßig / falsch / schädlich halten ?

Sie wollen Namen ?
Schauen Sie mal bei Ärzte / Therapeuten / Juristen für Aufklärung, OvalMedia / Corona Ausschuss, u.a.

Es ist Ihr gutes Recht hier eine eigene Meinung zu vertreten.
Weniger gut ist es, davon abweichende / konträre Meinungen unter den Anfangsverdacht "keine Fachkenntnisse" zu stellen.

MfG, HPK

Gravatar: karlheinz gampe

@ Hans- Peter Klein

Ihre Analyse dürfte zutreffend sein. Korrupte Egoisten halt.

Gravatar: Joachim Datko

Ich vertraue den Wissenschaften bei den Aussagen zu Corona!

Es sind nicht die Politiker, denen ich traue. Das Vertrauen gilt den Wissenschaftlern, die bei uns die Politiker beraten. Dabei kann man davon ausgehen, dass viele von den Wissenschaftlern an einem Grundprinzip nicht vorbeikommen, der intellektuellen Redlichkeit. Im Hintergrund steht weltweit eine große Anzahl von Fach-Kollegen bzw. Konkurrenten, die getroffene Aussagen kritisch hinterfragen.

Ich selbst kann Aussagen zu Corona nicht überprüfen, weder die Aussagen, die warnen noch die Aussagen derer, die die Warnungen für stark übertrieben halten. Es fällt aber auf, dass bei denjenigen, die die Aussagen für übertrieben hinstellen, viele Menschen sind, die über keine Fachkenntnisse verfügen.

Nehmen wir z. B. die Überschrift des Artikels:

"Gesundheitsdiktatur hat düstere Ziele
Erzbischof Viganò: »Die Pandemie wird benutzt, um den Great Reset herbeizuführen.«"

Meiner Ansicht nach sind Priester in der Regel bei Infektionskrankheiten sehr weit von der fachlichen Ebene entfernt. Sie können die Gefährlichkeit einer Pandemie und die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen nicht einschätzen. Das gilt für viele scharfe Kritiker, sie sind oft ohne einen naturwissenschaftlichen oder medizinischen Background.

Joachim Datko - Physiker, Philosoph

Gravatar: Hans-Peter Klein

Ich gebe Ihnen in weiten Teilen recht, möchte aber auf eine zusätzliche, wichtige Ergänzung aus meiner Beobachtung hinweisen.

Der zitierte "typische Deutsche", Synonym für obrigkeitshörig, angepasst, linientreu bis zur Selbsverleugnung, wer ist das etwas genauer betrachtet bei diesen als ach so typisch angesehenen deutschen Eigenarten ?

Ich verorte ihn, den Deutschen Michel, viel stärker wie von allen immer wieder suggeriert eben nicht zuvorderst beim "kleinen Mann" von nebenan. Ich identifiziere ihn in erschreckend hohem Maße bei den sogenannten gesellschaftlichen Eliten, den Ärzten, Juristen, im Bildungssektor, bei Politik und Medien sowieso.
Vorauseilender Opportunismus ist dort an der Tagesordnung, im öffentlichen Dienst quasi Voraussetzung Nr.1 für den nächsten Karrieresprung.

Dieser Aspekt wird in der gesellschaftlichen Diskussion viel zu wenig beleuchtet. Stattdessen wird auf dem Deutschen Michel, dem "kleinen Mann", d.h. den Handwerkern, kleinen Angestellten, kleinen Mittelständlern, usw. herum gehackt. Warum wohl ? Weil man dort ohne größeren Widerstand zu erwarten auch jedes noch so bescheuerte antideutsche Klischee herunter leiern kann, was sich die höheren Stände ja nicht so einfach bieten lassen würden.

Ich habe schon seit langem die Vermutung bzw. den bösen Verdacht, das genau dieses Anpassertum im Akademikergewand die eigentliche Verantwortung trägt für gesellschaftrliche Fehlentwicklungen. In den dunkelsten Kapiteln unserer Geschichte hat genau dieses Akademikermilieu maßgeblich zur Stabilisierung der gerade herrschenden Verhältnisse beigetragen. Es waren genau diese Vollstrecker im Nadelstreifen die z.B. noch zu Kriegsende Todesurteile gefällt haben (Filbinger).

Es hilft uns zwar nichts, einen Wehrmutstropfen hat das Ganze aber doch:

Woanders auf der Welt sieht es keineswegs besser aus !

Überall auf der Welt gibt es massenweise jene akademischen Anpasser, gefügig gemachte Untertanen im weißen Kittel, die aus reiner Angst vor ihrem Statusverlust sich für alles krumm biegen und biegen lassen dass sich die Balken biegen.
Hinterher wars dann wieder mal keiner, oder, wie immer,
der "typische Deutsche Michel" im Blaumann.

MfG, HPK

Gravatar: Richard Mosthaf

Vielen Dank für Ihre wertvollen Gedanken.

Nur eins hat mich etwas verwirrt. Und das lese ich leider mittlerweile so oft (Thema Corona -Maßnahmen -Kritik, Bildungsferne): So schreibt man Rückgrat, nicht wahr?

Gravatar: Wutbuerger

Corona Untertan? Trifft auf mich nicht zu. Ich richte mich nicht nach2 oder 3 G sondern nach den 3 U = Ungetestet, Ungeimpft, Unbeugsam!!!

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