Anfrage von MdB Thomas Seitz an Regierung: Wärmewende stockt!

Thomas Seitz, MdB, AfD, stellte an das Ministerium von Robert Habeck die Frage, wieviele Anträge auf Wärmepumpen-Einbau eingegangen seien.

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Konkreter Text:

Wie viele Förderanträge sind mit Stichtag 31. Dezember 2023 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für den Einbau einer sogenannten Wärmepumpe im Jahr 2023 gestellt worden (bitte aufschlüsseln nach der Richtlinie „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) und „Antrag im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze“ (BEW), und wie viele Anträge aus dem Jahr 2023 sind bis dato noch nicht bearbeitet worden?

Hintergrund: Die Frankfurter Allgemeine publizierte einen Artikel mit dem Titel Wärmewende stockt: Ampel-Ziel von 500.000 Wärmepumpen wird verfehlt.
Höchstens 260.000 Geräte sollten es laut Bundesverband Wärmepumpen werden. Da die Maschinen teuer und in den meisten Gebäuden kaum sinnvoll einsetzbar sind, wollen die Interessenten wenigstens viel Steuergeld für den Einbau mitnehmen. Heißt, einen Antrag auf Förderung stellen.

Und wie viele sind es bis Silvester 2023 geworden?

Antwort Ministerium Habeck, Staatsekretär Dr. Nimmermann:

Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Jahr 2023 112.633 Anträge für die Förderung von Wärmepumpen gestellt worden. Aktuell (mit Stand vom 29. Januar 2024) sind noch 7.624 Anträge aus 2023 unbearbeitet. Darunter sind auch Anträge ohne Wärmepumpen.

Beim BAFA sind in der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) im Jahr 2023 im Modul 3 (Einzelmaßnahmen) fünf Anträge für die Förderung von Wärmepumpen gestellt worden. Von diesen ist kein Antrag unbearbeitet. Daneben können in Anträgen auf Förderung von Maßnahmenpaketen im Rahmen der systemischen Förderung von Wärmenetzen (Modul 2) ebenfalls geplante Investitionen in Wärmepumpen enthalten sein.

Also nur die rund Hälfte der erhofften 260.000 Anträge – und knapp 23% des Ziels von 500.000. Zum Glück – wie wir wissen, hat Deutschland nach Abschaltung aller Kernkraftwerke gar nicht mehr genug elektrischen Strom im Netz.

Und solche Nachrichten regen die Kauflust der Käufer weder jetzt noch in Zukunft an:

Fernabschaltung von Wärmepumpen? „Dimmen“ ab Januar möglich

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: kassaBlanka

Werner Mueller 07.02.2024 - 12:13

(...) der Stromverbrauch ist in Deutschland zurückgegangen, 2022 noch ca. 545TWh und 2023 nur noch 492TWh.

Kein Wunder, die Industrie ist ja zum großen Teil auch "zurückgegangen", vulgo, produziert nicht mehr oder ist abgehauen.

Gravatar: Hans-Peter Klein

Rund 113.000 Förderanträge seit dem 29. Januar 2024 sind im Vergleich zu anderen Förderprogrammen kein schlechter Wert, für eine so kurz in Kraft getretene Förderichtlinie.

Sie schreiben, Zitat:
" ... wie wir wissen, hat Deutschland nach Abschaltung aller Kernkraftwerke gar nicht mehr genug elektrischen Strom im Netz. "

Ja, ist das so ?

Alle Kernkraftwerke Deutschlands erreichten 2006 ihre maximale Jahrestromproduktion mit 160.000 TWh/a.

2023 kamen Alle Erneuerbaren schon auf knapp 260.000 TWh/a im deutschen Stromnetz und der Januar '24 war der bisher beste gemessene Januar im Rahmen des Monitorings seit Beginn der Aufzeichnungen.

MfG, HPK

Gravatar: Werner Mueller

von Redaktion (eike)
"Also nur die rund Hälfte der erhofften 260.000 Anträge – und knapp 23% des Ziels von 500.000.
Zum Glück – wie wir wissen, hat Deutschland nach Abschaltung aller Kernkraftwerke gar nicht mehr genug elektrischen Strom im Netz."

2023 wurden ca. 440.000 Wärmepumpen verkauft in Deutschland.
Die Anzahl der Anträge sagt ja nichts über die Anzahl der neu dazu gekommenen Wärmepumpen aus.

Wir haben jetzt ca. 1,4 Millionen E-Autos und auch ca. 1,4 Millionen Wärmepumpen und der Stromverbrauch ist in Deutschland zurückgegangen, 2022 noch ca. 545TWh und 2023 nur noch 492TWh.

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