Angebliches Umdenken bei EZB-Chef Draghi

Schäuble erwartet Ende der Niedrigzinspolitik

Finanzminister Schäuble macht den Sparern Hoffnung und meint bei EZB-Chef Draghi Anzeichen für eine Abkehr von der Niedrigzinspolitik wie in den USA zu sehen. Allerdings äußerte sich Draghi erst Ende April dazu noch anders.

Foto: Armin Kübelbeck/ Wikimedia Commons/ CC BY-SA 3.0
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Wolfgang Schäuble, Mario Draghi, EZB, Niedrigzinsen, Inflation, Deflation, Eurozone, Fed
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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will Anzeichen für ein Ende der Niedrigzinspolitik von EZB-Chef Mario Draghi erkennen. Nach seiner Ansicht würde sich die Leistungsfähigkeit der Euro-Staaten allmählich verbessern. »In Italien sind wir auf einem richtigen Weg. Auch Griechenland entwickelt sich besser als vor ein, zwei Jahren«, sagte der 74-jährige.

»Da sich die wirtschaftliche Lage in der Euro-Zone insgesamt verbessert hat und die Sorge vor einer Deflation verschwunden ist, gibt es Andeutungen aus dem Kreis des EZB-Vorstands, wonach man dort allmählich den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik einleiten will«, äußerte Schäuble.

Draghi hätte sich Ende April vorsichtig optimistisch hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung in der Euro-Zone gezeigt. Die Aussage Schäubles weicht aber von dem ab, was Draghi erst Ende April öffentlich äußerte. Demnach machte er noch einmal klar, dass er aktuell noch keine Chance zu einer Kehrtwende sehe.

Eine Zinswende in der Euro-Zone wurde von ihm eher erst im Jahr 2018 erwartet, womit sich ein Abschied von der Niedrigzinspolitik nicht wirklich andeutete. Anders ist die Politik der US-Notenbank Federal Reserve, die bereits eine allmähliche Zinswende in Richtung Normalität einleitete.

Die EZB senkte den zentralen Zinssatz vor einem Jahr auf den historisch niedrigen Wert von 0,0 Prozent, um mit günstigem Kapital Konjunktur und Inflation ankurbeln zu wllen. Da die Inflation in der Euro-Zone im Februar den höchsten Stand seit vier Jahren erreichte, geriet die EZB unter Druck, wieder von ihrer Politik abzurücken.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: HDM

Bekommt man so langsam 'Bammel' vor Volkes Wut?? Bei geplanten "Minuszinsen" auf den Sparkonten oder ähnlichem Blödsinn? Glaubt man vielleicht der deutschen Lichtgestalt Nr. 1 doch nicht mehr so ganz -
http://www.maz-online.de/Nachrichten/Politik/Garantierte-Garantie
nachdem ja auch ihre Aussage "Mit mir wird es keine PKW-Maut geben" ebenfalls nicht so richtig funktioniert?? Für flapsige Sprüche auf den Schultern des Volkes ist sie ja sowieso bekannt: „Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin, nun sind sie halt da“

Gravatar: Stephan Achner

Das ist doch nur Wahlkampf-Getöse von Schäuble.

Gravatar: Christian Dirk Bähr

Die Verschuldung von Staaten und Privaten (insbes. im Club Med) läßt keinen Spielraum für Zinsanstiege.

Gravatar: Ich

@HDM
Die "Deutsche Lichtgestalt" saß nicht nur zu lange auf seinem Amt, sondern ebenfalls in seinem Rollstuhl, das verursacht Durchblutungsstörungen, auch im Kopf.
Seine Unverschämtheit und Dreistigkeit muß allerdigs angeboren sein. Genau der Richtige für die wirklichen Regenten im Hintergrund.

Gravatar: Freigeist

Zinsen werden noch lange niedrig bleiben. Zwar nicht Null, jedoch nur wenige Prozente wird es für lange Zeit an Zinsen geben. So sieht zur Zeit das Szenario aus. Die Staaten haben schon umgeschichtet auf Niedrigzinsen mit langer Laufzeit. Und Schäuble will keine Neuverschuldung, wer soll dann das Geld nachfragen? Wenn Staaten als Nachfrager von Krediten ausfallen ist nur noch der Kapitalismus der Nachfrager. Aber im Kapitalismus kann man schnell Geld verlieren, als Sparer.

Gravatar: Lothar Bluhm

Dr. Wolfgang Schäuble : CDU Spendenaffäre, www.stop-esm.org/dokumente; 10.12.2013 Ein Langfinger als Finanz-
minister ( ESM- Gouverneure Millionen steuerfrei, geheim,
Immunität) , Suchworte im Internet Steuerfalle ,Auslandsrentner: eine Hundertjährige mit 720 € in Kanada
erhält ESt-Besch., sie soll 5900€ zahlen , die Frau wird wie
üblich terrorisiert, jeder weiß doch , daß mindestens das Existenzminimum stfr. zu sein hat, außerdem hat die Frau aus versteuertem Eink. Beiträge bezahlt folglich dürfte nur die Hälfte zu versteuern sein. Zum Glück für die Frau , ihr wurde von einem 81 jähr.ehem. Steuerberater geholfen. Antrag auf unbeschränkte Besteuerung, neuer Bescheid null EKSt. Ergänzung: rechtzeitig geholfen, im sogenannten Steuerrecht werden absichtlich Fallen eingebaut um die Unwissenheit der Bürger auszunutzen. Der Steuerberater hatte sich im BFinM beschwert. Kaltschneuzige Antwort : das wäre im Internet zu lesen ! Die Frau war 101 Jahre alt und teilweise erblindet ! Daraufhin : Petition durch den Berater. Diese wurde nicht angenommen !
Verantwortlich dürfte Dr.Wolfgang Schäuble sein.
Übrigends : seine Tochter soll Geschäftsführerin bei der
DEGETO sein. Filmgesellschaft, gehört zu ARD u/o ZDF
Es wird Zeit das diese Politiker verschwinden. Die Aussagen zu den Zinsen ist völlig abwegig. Italienische Banken sind zum größten Teil schon längst pleite.

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