300 Euro Bußgeld, weil Schüler an einer Exkursion nicht teilnahm

Rendsburger Eltern vor Gericht wegen verweigertem Moschee-Besuch

Der Fall eines Rendsburger Schülers geht jetzt vor Gericht. Dessen Eltern stellten sich gegen einen zum Schulunterricht gehörenden Moschee-Besuch quer, da sie eine religiöse Indoktrination fürchteten. Gegen das Bußgeld von 300 Euro legten sie Widerspruch ein.

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Die Eltern eines 13-jährigen Rendsburger Schülers, der im Juni 2016 nicht an einem Moscheebesuch im Rahmen des Erdkunde-Unterrichts teilnahm, landen jetzt vor Gericht. Es soll noch im August in Itzehoe zu einem Prozess kommen, nachdem sich die Eltern weigerten, einen Bußgeldbescheid in Höhe von 300 Euro zu akzeptieren. 

Die Familie gehört keiner Glaubensgemeinschaft an. Die Eltern äußerten Befürchtungen, dass es zu einer »religiöse Indoktrination« ihres ebenfalls konfessionslosen Kindes komme. Niemand könne gegen seinen freien Willen zum Betreten eines Sakralbaus gezwungen werden, sagen die Eltern.

Die Lehrerin eines Rendsburger Gymnasiums organisierte mit ihrer 7. Klasse im Rahmen des Erdkunde-Unterrichts zum Thema »Der Orient – Machtfaktoren Wasser und Erdöl« einen Moschee-Besuch. Der 13-Jährige blieb auf Wunsch seiner Eltern zu Hause. 

Die Eltern wollten ihren Sohn keinesfalls in jene Moschee zu lassen, die noch vor einigen Jahren als Teil der Milli-Görüs-Bewegung vom Verfassungsschutz beobachtet wurde. Die Schule wertete schließlich das Fernbleiben des Jungen als »Schulschwänzen« und Ordnungswidrigkeit.

Dabei hatte der Vater des Schülers im Vorfeld noch Alternativen angeboten, wie etwa dass der Sohn an besagtem Tag am Unterricht einer Parallelklasse teilnimmt. Dieses lehnte die Schule jedoch ab. Rektorin Renate Fritzsche erklärte, das Ministerium habe Schulen dazu ermuntert, Moscheen zu besuchen.

»Es ist ein wichtiges Ziel unserer Erziehung, die Bereitschaft bei den Kindern zu erwecken, sich mit fremden Kulturen zu beschäftigen und sie zu tolerieren«, heißt es weiter von Seiten der Schulleiterin. 

Auch das Ministerium bestätigte, dass mit dem Besuch der Moschee im Rahmen des Unterrichts entspreche die Schule dem grundlegenden pädagogischen Ziel des Schulgesetzes von Schleswig-Holstein entspreche. Der Moscheebesuch sei eine verpflichtende Unterrichtsveranstaltung.

Der Anwalt der Familie, Alexander Heuman, sieht den Fall anders: »Es handelt sich nicht um ‚Unterricht‘ , sondern um eine ‚sonstige Schulveranstaltung‘, deren Säumnis gerade nicht sanktionsbewehrt ist.« Von daher seien die Eltern freizusprechen. Wie der Junge später von seinen Mitschülern über die Exkursion erfuhr, predigte zur Zeit des Moscheebesuchs auch ein Imam.  . 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: H.von Bugenhagen

Bringen sie doch mal Moslems in eine Christliche Kirche....
Gleiches Recht für Alle...die bekommen bestimmt Champagner sobald sie dass verweigern.

Gravatar: Tom

Es ist immer wieder das übliche Verstecken hinter einer anscheinend unangreifbaren Masse: " Die Schule" - " Das Ministerium" - " die Schulleitung" - " Das Gericht" .

Diejenigen , welche irgendwelche Beschlüsse , Entscheidungen oder Urteile erstellen müssen gemäß BGB § 126 auch gut leserlich mit ihren vollen Vor- und Nachnamen unterschreiben, damit die sogenannte Willenserklärung auch erkennbar ist. Machen die aber nicht - und die wissen schon , warum, und dann muß ein " Justizangestellter " seine Unterschrift leisten - bloß genau das ist juristisch nicht haltbar ( siehe BGB § 126 ) . So verarscht man uns hierzulande. Keinen Pfennig würde ich zahlen - ganz im Gegenteil: Ich würde alles an die große Glocke hängen!

Gravatar: Franz Horste

Hat diese "Leererin" auch muslimische Schüler in eine katholische Kirche gezwungen? Vermutlich nicht, denn da wäre das Geschrei der herzigen Helferlein groß gewesen. Kirche, Moschee oder Synagoge sind religiöse Tempel, in die man denkende Menschen nicht zwingen kann. Da sieht man mal wieder die Verblendung von herzigen Beamtinnen, die intolerant Toleranz vorschwindeln.

Im Rahmen des Erdkunde-Unterrichts zum Thema »Der Orient – Machtfaktoren Wasser und Erdöl«
Was hat das mit Imam-Gesinge zu tun? Toleranz kann man Schülern auch anders vorleben, ohne Religionsgetue.
Solche Lehrer gehören nicht in den Staatsdienst!!
http://wort-woche.blogspot.de/2017/06/islam-und-arabischer-wahnsinn.html

Gravatar: Florian K.

Das sind die wirklichen Helden des Alltags (Wahnsinns) in Deutschland!!!

Eltern die Wert auf Erziehung legen und sich auch aktiv dafür interessieren und wenn nötig zu Ihren Idealen stehen.

Konfessionslos heißt Konfessionslos! Kein Wunder das das jemandem Sauer aufstößt wenn man sich der Propaganda Maschine entziehen will.

Gravatar: Mathias Baumgärtel

Ich bin nur froh, keine Kinder im schulpflichtigen Alter mehr zu haben und - nicht in diesem Deutschland. Was heute in diesem Land politisch abgeht, spottet jeder Beschreibung und Vernunft. Diese ideologische Bevormundung, die ja bereits zur Vernichtung von Existenzen führt, wenn man der verordneten Staatsdoktrin nicht folgen will, ist einzigartig. Das gab es in dieser Form nicht einmal in der DDR. Ich frage mich ernsthaft, worin der Unterschied zur Nazizeit eigentlich noch besteht, wenn man von den Konzentrationslagern für Andersdenkende mal absieht. (Die Judenvernichtung ist hier nicht zu betrachten, da es an dieser Stelle lediglich um eine dramatisch sich zuspitzende Innenpolitik gegen das eigene autochtone Volk handelt.) Ich würde als Vater lieber Tausende von Euro zahlen, als diesem verrückten Bildungssystem und diesem noch verrückteren Ministerium auch nur ein Jota nachzugeben. Das sind ideologisch-bornierte Kriminelle, die sich nur ein Ziel auf die Agenda gesetzt haben: Ausmerzung des deutschen Volkes und der deutschen Nation durch Umvolkung, Islamisierung und Multikulturalismus jeglicher Art. Deutsche, wehrt euch! Wird nichts dagegen getan und das scheint ganz so, dann wird es schon zu spät sein und der grosse globale Prädiktor kann sein Ziel bald schon mit Händen greifen.

Gravatar: Jürg Rückert

Der Hauptgrund des Streites dürfte die Weigerung sein, die staatliche Zwangskollektivierung ins Multikulti-Kolchos zu akzeptieren. Siegt der Staat, so müssen Schüler in einigen Jahren auch einen Bordellbesuch oder einen Aufenthalt in der Schwulenszene im Rahmen von Gender-Studies hinnehmen. Nur muslimische Schüler werden dann eine Ausnahmegenehmigung erhalten ...

Gravatar: Karl Brenner

Eine Mosque nicht zu besuchen, dürfte mindestens Teil der Religionsfreiheit sein.

Aber Religionsfreiheit gilt dieser Tage nur noch für Burkaträgerinnen und nicht für die "Köterrasse"(*)


(*) Worte eines Türken in Deutschland für die Deutschen. Eine Anzeige wurde von unseren Richtern abgewiesen.

Gravatar: Timo

In Troisdorf, NRW mussten schon vor vielen Jahren
sogar die Polizei geschlossen eine Moscheebesichtigung
über sich ergehen lassen.
Die Moschee dort, eine traditionelle, war eine der ersten
in Deutschland.
Darauf kann diese Stadt auch nicht stolz sein.
Sowie auf vieles andere auch nicht.
Damit meine ich zum Beispiel die hohe Kriminalität.
Viele Migranten leben dort. Südländer, Moslems.
Alles was die Welt zu bieten hat.
Und das nicht erst seit 2015 sondern schon zu lange!

Gravatar: Zicky

Die Schulleiterin sagt:
"Es ist ein wichtiges Ziel unserer Erziehung, die Bereitschaft bei den Kindern zu erwecken, sich mit fremden Kulturen zu beschäftigen und sie zu tolerieren"
und meint:
Es ist ein wichtiges Ziel unserer Erziehung, die Bereitschaft bei den Kindern zu erwecken, sich mit fremden Kulturen zu beschäftigen und sich ihnen zu unterwerfen.
Hätte ein islamgläubiger sich gegen den Besuch einer christlichen Kirche gewehrt, wäre es sicher in Ordnung gewesen. Das ist die Toleranz, wie sie von unserer Regierung und auch den Muslimen verlangt wird.
In Deutschland entscheidet inzwischen nicht mehr das Gesetz über unsere Rechte, sondern die Religionszugehörigkeit.

Gravatar: Heinz Becker

Dumm, dümmer, deutsch oder "Biedermann und die Brandstifter".

Es wäre geschickter gewesen, das Kind wegen Kopfschmerzen einen Tag vom Unterricht zu entschuldigen. Was kann das Kind dafür, wenn es ganz zufällig an jenem Tag Kopfweh kriegt.

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