Fukushima

Wie sich der SWR das Prädikat „Lügenpresse“ ehrlich verdient.

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Nach der Silvesternacht von Köln schien es, als ob sich bei den Medien eine Wende zur Besserung abzeichnet. Um sich des wohl schmerzenden Prädikats „Lügenpresse“ zu entledigen, wurde danach wesentlich ehrlicher, vollständiger und vor allem ungefärbter berichtet. Doch nur für eine kurze Zeit. Bald war alles wieder beim alten. Beispielhaft dazu die Berichterstattung des SWR zum 5. Jahrestag der Flutkatastrophe mit anschließender Havarie der Kernreaktoren von Fukushima.

Viel Medienschaffenden geht das Prädikat „Lügenpresse“ mächtig gegen den Strich. Sie fühlen sich missverstanden, ja manche sogar in ihrer Journalistenehre zutiefst verletzt. Wie kann es sein, so fragen sie sich, dass ihre Leser, Zuschauer oder Zuhörer sie so titulieren dürfen, wo sie doch bloß ihrem eigenen Kodex gefolgt sind, der ihnen bisher das alleinige Recht zugestand, darüber zu entscheiden, was und wie über etwas berichtet werden dürfe.

Und man berichtete besten Glaubens doch allemal das Richtige, jedenfalls  dann, wenn man einen erzieherischen Auftrag zu haben glaubt, den als unmündig erachteten Konsumenten mit der richtigen Dosierung der verbreiteten Information ihrem richtigen Inhalt zur richtigen Zeit zu erziehen.

Und nun soll das alles nicht mehr gelten? Jedenfalls ging – besonders nach der  Silvesternacht auf der Kölner Domplatte ein mächtiger – wie es anfangs aussah heilsamer- Schock durch die Medienlandschaft. Es schien als hätte man das Problem erkannt. Viele schienen Besserung gelobt zu haben und tatsächlich glaubten manche Konsumenten dieser journalistischen Arbeiten plötzlich, dass nun auch dauerhaft über bisher unterdrücktes, unbequemes oder  politisch inkorrektes berichtet würde. Einfach darüber zu berichten „was ist“, wie der damals junge Rudolf Augstein seinem Redakteuren abverlangte. Den Leser oder Zuschauer als mündigen Bürger zu betrachten und ihm/ihr zu überlassen, was er/sie davon auswählt oder verwirft.

Doch das erwies sich als Irrtum. Denn diese ehrliche Phase währte nur ein paar Wochen. Denn eher über kurz als über lang kehrten die Medienschaffenden zu ihrer früherem Selbstverständnis der selektiven Auswahl, der bewussten Auslassung, manchmal der Wortverdrehungen  oder gar Falschberichterstattung zurück. Besonders gut – aber bei weitem nicht nur dort-  wurde das an der Berichterstattung zum 5. Jahrestag der Tsunamikatastrophe mit anschließender Reaktor-Havarie in Fukushima sichtbar.

Ein Beispiel unter vielen war die verlogene Berichterstattung des SWR. Einer unser Leser, der leider, wenn auch aus verständlichen Gründen anonym bleiben will, nahm dies zum Anlass sich zu beschweren. Wir veröffentlichen seinen Brief an den SWR vom 12..3.16 leicht gekürzt im Wortlaut

 

SWR
Gremiengeschäftsstelle
70150 Stuttgart

 

Betreff:          Förmliche Programmbeschwerde gemäß § 11 SWR;
Gegenstand der Beschwerde SWR „Nachrichten“, 11.03.2016, 19:30

Sehr geehrte Damen und Herren,

gemäß § 11 des SWR-Rundfunkstaatsvertrages lege ich förmliche Programmbeschwerde zur o.g. Sendung ein. Die Darstellung des Themenkomplexes Fukushima/Energie verstößt gegen § 6 Abs. 1, § 6 Abs. 3 und § 6 Abs. 4 des “Staatsvertrags über den Südwestrundfunk”...

,,,,Der Anlass meiner Beschwerde dreht sich um die Beiträge zu Fukushima/Energie.

Michael Matting moderierte den Beitrag zu Fukushima[1] so an:

 

Auf den Tag genau, heute vor fünf Jahren passierte die Reaktokatastrophe von Fukushima in Japan. Tausende Menschen starben damals und eine große Region um das zerstörte Atomkraftwerk herum ist seitdem verstrahlt und nicht mehr bewohnbar.“

Ähnlich wahrheitsverdrehend-geistlos äußerte sich zuvor nur die GRÜNE Claudia. Roth. Da Roths Lügenrhetorik damals einen Sturm der Entrüstung entfachte, ist davon auszugehen, dass sowohl Hr. Matting als auch die Redaktion genau wussten, welche Propaganda sie verbreiteten.

Mit der Anmoderation und den folgenden Beiträgen liegen Verstöße gegen folgende Paragraphen des Südwestrundfunk-Staatsvertrages vor:

 

§6, Abs 1: „Der SWR ist in seinen Sendungen der Wahrheit verpflichtet“

Es ist offensichtlich, dass hier die Unwahrheit verbreitet wurde

 

§6 Abs 3: Alle Beiträge für Informationssendungen (Nachrichten, Berichte und Magazine) sind gewissenhaft zu recherchieren; sie müssen wahrheitsgetreu und sachlich sein.

Von einer Redaktion, die hierüber an ein Millionenpublikum berichtet sind hohe Anforderungen an die Recherche und Wahrhaftigkeit zu stellen.

Das Wissen um Fukushima ist Allgemeingut. Die Vermutung der vorsätzlichen Falschberichterstattung liegt daher nahe, was einen weit gravierenderen Verstoß als schlampige Arbeit darstellt.

 

§6 Abs 4: In allen Angelegenheiten von öffentlichem Interesse sind die verschiedenen Auffassungen im Gesamtprogramm ausgewogen und angemessen zu berücksichtigen. Das Gesamtprogramm darf weder einseitig den Interessen einer Partei oder Gruppe noch Sonderinteressen gleich welcher Art dienen.

Dazu folgen nach meinen Forderungen einige Ausführungen. Die ganze „Nachrichten“sendung, war eine einzige Rechtfertigungs- und Propagandashow für die sogenannte „Energiewende“, die unseren Primärenergiebezug bisher um ca. 2,5%(!) senkte. Ein Blick in die Welt und Deutschlands Energiesektierertum ist offensichtlich. Nichts dergleichen, kein Sterbenswörtchen darüber. Es gibt zahlreiche Organisationen, die den Wendeunwahrheiten Kontrapunkte entgegensetzen.

 

Ich fordere vom SWR:

  • Eine Richtigstellung der Lüge von den „Reaktorkatastrophentoten“ in den SWR Nachrichten
  • Eine Nachforschung, wie es zu dem Eklat kommen konnte und welche Motive, bzw. Interessen hinter der einseitigen Wendepropaganda stecken
  • Disziplinarische Maßnahmen gegen die Verantwortlichen der schmutzigen Anmoderation.

 

Bitte erliegen Sie nicht der Versuchung des haarspalterischen Ausweichens, weil nicht gesagt worden sei, dass die Menschen aufgrund von z.B. Strahlung starben.
Der Zusammenhang „Reaktorkatastrophe“/Tote ist nicht zu leugnen.

 

Dass beim SWR tiefliegend-strukturelle Probleme in Sachen ausgewogener Berichterstattung und Sachkenntnis bestehen, manifestierte sich im Fortgang der Sendung.

 

Nach dem tendenziellen Fukushima Beitrag, wo selbstredend weder über die Einschätzung der WHO noch über die aktuelle Ortsdosisleistungen in den dekontaminierten Gebieten[2] berichtet (Verstoß §6) wurde, durften Freiburger Atomkraftgegner unwidersprochen ihre rückwärtsgewandte Maschinenstürmermentalität öffentlich zelebrieren.

 

Es folgte Hetze mit Kampfparolen wie „Klimakillerkraftwerken“ (Verstoß §6) um sodann einem Freiburger „Öko-Institut“ die Bühne zur Selbstinszenierung zu geben.

Dieses „Institut“ nahm dankend an und verbreitete, unter Verdrehung von Ursache und Wirkung, publikumswirksam ihre Überkapazitäts-Münchhausengeschichte. All das nicht hinterfragt vom SWR (Verstoß §6). Es reichte noch nicht einmal dazu vergleichend mit dem Ausland zu fragen, warum Deutschland bei seiner Energiegeisterfahrt (mal wieder) so alleine ist und warum unsere Nachbarn Stromtsunamischutzwälle gegen deutschen Zufallsstrom bauen. Alles Dinge, die ein Journalist, der sich mit der Thematik befasst, wissen sollte.

 

Für die vermeintlich Begriffsstutzigsten, die noch immer nicht verstanden, dass moderne Zivilisation in der Hingabe an stochastisch anfallenden Zufallsstrom aus antiken Energiequellen zu bestehen habe, wurde noch eins draufgesetzt.

Ein sichtlich verwirrter Herr E-U.v.Weizsäcker, Biologe, „Club of Rome“ Mitglied sowie eigenerleuchteter Energieexperte durfte seine Utopien von Stromversorgung ventilieren. Phantastereien von Energiespeichern[3] oder dem längst widerlegten Nutzen von „Smart grids“ inklusive. (Verstoß §6).

Als selbst meine Frau, die sich für Energiefragen nicht interessiert, fragte ob es sich bei Weizsäckers Auslassungen um eine Satire handele, hatte auch ich endgültig genug, und erlöste mich mit der Fernbedienung.

 

Kopfschüttelnd

 

 

 

Unterschrift

 

Zur Nachahmung empfohlen

Beitrag zuerst erschienen auf eike-klima-energie.eu

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Stephan Achner

Das Einzige, was bei der ARD und genauso beim ZDF noch helfen kann, ist die Aberkennung des Status als öffentlich-rechtliches Fernsehen und die Beendigung der Zwangsbeiträge. Danach kann z.B. der SWR soviel Lügen verbreiten wie er will. Wenn jemand dafür dann noch zahlen will - bitteschön. Alles Andere - vom Kodex bis hin zu gelegentlichen Selbstläuterungsprozessen von Programmverantwortlichen - kann allerhöchstens nur kurze Zeit wirken. Es ist wie immer im Leben. Man muss die Menschen am Geldbeutel packen und seinen Geldbeutel geschlossen halten dürfen, wenn einem etwas nicht passt. Das ist die beste Disziplinierungsmethode gerade für das selbstherrliche öffentlich-rechtliche Fernsehen. Und der Effekt könnte dann auch sein, dass sich neue alternative Fernsehsender im Bezahlmodus bilden.

Gravatar: Bartholomay

GEZ - Medien haben Immunität,das hatte die Medienlandschaft der DDR auch.In der Türkei werden von Erdogan die Medien gerade "gesund gemacht",das sie anschließend Immunität gegenüber der "Gesetzlichkeit" genießen.Vorbildlich sind dann solche Medien Sprachrohr der herrschenden politischen "Elite",gegen eine lebendige und echte Opposition,wie man sehen und hören kann,im antidemokratischen Umgang mit der AfD (Andersdenkende fordern Demokratie) und Rechtsstaatlichkeit.

Gravatar: Hans-Peter Klein

Hallo Herr Limburg,
liebe Klimawandel-Leugner und Energiewende-Gegner,
sehr geehrtes EIKE-Genesungswerk [...] e.V.,.

Wir wissen doch langsam, zur Genüge welche Position Sie, also EIKE, hier vertreten:
EIKE ist GEGEN Energieeffizienz und Erneuerbare,
EIKE ist FÜR Atomkraft und fossile Energien.
Sie, EIKE, wollen sozusagen eine Renaissance der Energieversorgung hin, nein zurück, zu den alten Strukturen, sprich eine zentrale Stromversorgung durch wenige überregionale, transnationale Energieversorgungskonzerne, mit möglichst hoher Grundlast (Atom/Kohle) und relativ geringem Regelenergiebedarf (Gas,Öl, Wasser). Über die eigentlichen Motive die hinter EIKE stehen möchte ich hier nicht länger spekulieren, nur darauf aufmerksam machen, dass selbstverständlich auch hier Interessen im Spiel sind, die über das Schöne, Wahre und Gute hinaus gehen.

Die Energiewende strebt etwas anderes an, eine dezentrale Energieversorgung : Erst das Potenzial an Energieeffizienz maximal ausschöpfen, möglichst viel Erneuerbare Energien (Ressourceneinsparung, Klimaneutral) und eine intelligente Steuerung des Netzes, raus aus der Kernenergie und konventionelle Kraftwerke soviel, das jederzeit die Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann.

Warum bringen Sie, EIKE, Ihre Thesen nicht da zu Wort, Zu Papier, zu Gehör, wo sie hingehören, nämlich in die wissenschaftliche Arena, sprich: Fachzeitschriften, Fachkongresse, Messen, usw. ?
Warum hier, im vorpolitischen Raum, Stimmungsmache betreiben?

Trauen Sie sich nicht in Fachgremien Ihre Positionen zu vertreten?

Eins möchte ich zuletzt auch noch klar stellen:
Hier, in diesem öffentlichen Forum, können bestenfalls pseudo-wissenschaftliche Diskurse geführt werden, sie ersetzen NIE und NIMMER den echten Diskurs im ingenieurwissenschaftlichen Rahmen.
Im Gegenteil: Die Gefahr, dass sich Meinungsbilder auf Basis von ¼-Wissen verfestigen ist gerade hier besonders hoch.

Mein Fazit:
Stellen Sie sich dem Diskurs da wo er hingehört: In wissenschaftlichen, nationalen wie internationalen Fachgremien.

MfG, HPK

(Anm.d.Red. entschärft)

Gravatar: Michael Limburg

Lieber HPK,
beim Schreiben Ihrer emsigen Kommentare mit immer demselben Inhalt fällt, Ihnen nicht einmal auf, dass er wieder mal völlig am Thema vorbei geht.
Es geht hier um die Falschberichterstattung des SWR. Eine Praxis, die Sie offensichtlich gut heißen, da Sie sie nicht beanstanden. Das haben Sie aber nicht begriffen.

Stattdessen bauen Sie immer aufs Neue einen Popanz auf, weil Sie behaupten, wir würden auf der akademischen Bühne nicht antreten. Auch diese Einschätzung - wie auch ihre vorigen Kommentare, geht völlig an der Realität vorbei, sowohl von der Sache her, als auch vom Verständnis was EIKE eigentlich bewirken soll.
Zu beiden Aufgaben haben wir unter unseren Menuepunkten Publikationen und Mission ausführlich Stellung genommen. Wenn man die - so wie Sie - nicht lesen will, dann muss man sich nicht wundern wenn man nichts dazu lernt und in Folge nicht ernst genommen wird.

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Limburg
Ihre web-Seite kenne ich auch.

Aber wo finden sich aktuelle, zitierfähige EIKE-Beiträge zur Energiepolitik in anerkannten nationalen wie internationalen Fach-Medien und Kongressen?
Welche Verbände unterstützen Ihren Kurs?
Selbst in der Energiewirtschaft tritt Ihr Name m.W. nicht auf, aber belehren Sie mich gerne eines besseren.

Bsp.: VDI-Nachrichten, Hannover-Messe, VDMA, DENEFF, DLR, div. Fraunhofer-Institute, uvvvvvm.

Demgegenüber ist die Liste zitierfähiger Engagements FÜR die Energiewende aus Automobilindustrie, Elektroindustrie, Maschinenbau aller Branchen, IT-Branche, Bau-Branche, Präsenz auf internationalen Messen, usw. beliebig lang.

Warum: Die "Große Transformation" hat gerade erst begonnen und jeder will dabei sein im Innovationsmarkt Energiewende bzw. "Energy Transition".

Gravatar: Otto Weber

Hier zeigt sich wieder:
Herr Hans Peter Klein liest die Artikel, zu den er irgendwas schreibt, grundsätzlich nicht. Dies wäre für seine Faktenresistenz auch äußerst nachteilig, denn diese könnte durch Fachwissen und folgerichtige Beurteilung von Sachverhalten schweren Schaden erleiden. Lieber bastelt er aus seinem Sprüche-Reservoir nach dem Zufallsprinzip faktenlose und sinnfreie Floskeln zusammen und modifiziert diese ohne Bezug zum jeweiligen Artikel .

Gravatar: Michael Ziefle

der SWR ist zu einem Propagandamedium der Grün-Roten Landesregierung von BW verkommen. In diesen SWR Gremien finden sie sehr viele grüne "Leistungsträger" und
Fortschrittsverweigerer. Aber die sind inzwischen im gesamten ÖR Raum anzutreffen.
Die Grün-Rote Landesregierung hat es verstanden die Schüler in BW im naturwissenschaftlichen Bereich von einem zweiten auf den neunten Platz zu positionieren im Länderranking und das innerhalb von fünf Jahren.

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