Machtkampf in Großbritannien

Stürzt Theresa May über die Rücktritte der Brexit-Hardliner Johnson und Davis?

Die Rücktritte der beiden Brexit-Hardliner David Davis und Boris Johnson bringen die britische Premierministerin Theresa May in die Bredouille. Während der Rücktritt Davis´ noch relativ geräuschlos verlief, soll Johnson vor seinem Rücktritt die Regierungsmannschaft als »Scheißhaufen« bezeichnet haben.

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Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Großbritannien, Rücktritte, David Davis, Boris Johnson, Wanken, Sturz, Regierung, Theresa May
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In der britischen Regierung rumort es und das nicht zu knapp. Die beiden als knallharte Vertreter des Brexit bekannten David Davis und Boris Johnson haben das Kabinett von Therea May verlassen. Diese Rücktritte sorgen für erhebliche Unruhe auf der Insel, denn vor allem Johnson werden nach wie vor eigene Ambitionen auf den Posten des Premierministers nachgesagt. Es kursieren bereits erste Gerüchte, dass Johnson eine Art Umsturzversuch gegen May und die jetzige Regierung anstrebe.

So nahezu gleichzeitig auch die beiden Demissionierungen der beiden Ex-Minister waren, so unterschiedlich gestalteten sie sich jedoch in Art und Weise. Der Rücktritt von David Davis von seinem Amt als Brexit-Minister ging nahezu geräuschlos vonstatten. Boris Johnson jedoch ließ vor seiner Amtsaufgabe als Außenminister Theresa May bei ihrem Besuch auf seinem Landsitz wissen, was er von der jetzigen Regierungsmannschaft hält. Er soll das gegenwärtige Kabinett wortwörtlich als »Scheißhaufen« bezeichnet haben.

Johnson, der 2013 nach dem Rücktritt David Camerons vom Amt des Premierministers selbst bereits Ambitionen auf das höchste Staatsamt anmeldete und lediglich durch einen überraschenden Kurswechsel eines bis dahin Verbündeten (Michael Glove) ausgebremst wurde, könnte sich nun aller selbst auferlegter Fesseln befreit haben und zum Angriff gegen Theresa May rüsten. Einen Befürworter aus den Reihen der Konservativen Partei hat er bereits.

Jacob Rees-Mogg, ebenfalls ein Vertreter eines harten Brexit, sagte dem Daily Mail, dass Johnson ein »exzellenter Premierminister« wäre.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Jomenk

Das ist aber eine schlechte Merkel-Kopie von Frau May. An den runtergezogenen Mundwinkeln muss sie aber noch arbeiten.

Gravatar: siggi

Immer wieder Frauen, die die Suppe anderer auslöffeln müssen. Thatcher trat der EU bei (Heizer auf der E-Lok), nun May - Austritt. Meinte Cameron beerben zu müssen, obwohl sie selbst für EU ist. Der Spagat zeigt geistige Verschleifungen. Soll der Brexit gelingen wird es mit Grenzziehungen einhergehen. Man kann nicht weiter profitieren und anderseits abschotten. Das schafft nur Merkel, der Mist nun zu bestaunen: BRD gespalten, Europa gespalten, die Welt lacht über die "letzte Verteidigerin des freien Westen". Wohlgemerkt ein SED-Funktionärin.

Gravatar: Erdö Rablok

@ Jomenk,

geht nicht. Da fehlt bei der May eine halbe Sau, auf Deutsch um ein Zentner Lebendgewicht!

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