Nach dem Vorbild Ungarns

Beatrix von Storch möchte Gender-Studies „abwickeln“

Die Regierung in Ungarn plant, den Universitäten per Ministerialverfügung zu untersagen, Gender-Studiengänge anzubieten. Es wäre das Ende der Gender-Studies in Ungarn. In Deutschland werden nun Stimmen laut, dem Beispiel zu folgen.

Foto: Youtube (Screenshot)
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»Niemand will ‘Genderologen’ anstellen, man braucht also auch keine auszubilden«, so fasste es der stellvertretende ungarische Ministerpräsident Zsolt Semjén zusammen. Gender-Studies werden zum nächsten Jahr abgeschafft – die freie welt hat davon berichtet.

Es ist ein überfälliger Schritt in die richtige Richtung. »Wir sollten das zum Anlass nehmen, auch in Deutschland die Gender-Lehrstühle einer kritischen, wissenschaftlichen Überprüfung zu unterziehen«, erklärte daraufhin der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Götz Frömming, gegenüber der Jungen Freiheit.

Ein solcher Schritt ist in der Tat wünschenswert. Forderungen nach Überprüfung und möglicherweise Abschaffung der Gender-Studies sind mehr als berechtigt und keineswegs neu, sie könnten nun, nachdem Ungarn vorangegangen ist, einen neuen – hoffentlich entscheidenden – Auftrieb erhalten. Bisher wurden alle Versuche, kritische Fragen zu stellen, abgebügelt. Doch das Thema kocht schon lange auf großer Flamme.

Ein besonders hartnäckiger Kritiker der Gender-Studies ist Hadmut Danisch. Er wollte wissen, worin überhaupt das Angebot des so genannten GenderKompetenzZentrums besteht. Er hat auf Auskunft geklagt – und keine befriedigende Auskunft erhalten. Er hat das alles dokumentiert. Er kann den Skandal, dass da überhaupt keine wissenschaftliche Forschung betrieben wurde, im Detail belegen.

Hier ist beispielhaft ein Beitrag herausgefischt, in dem versucht wird, den Hintergründen auf die Spur zu kommen und sich den Filz näher anzusehen. Seine Seite Ansichten eines Informatikers ist eine wahre Fundgrube für Einzelbetrachtungen und Analysen, die fundiert belegen können, dass die Gender Studies mehr mit Korruption als mit Wissenschaft zu tun haben.

So sieht es auch Frömming: Niemand habe etwas gegen seriöse Geschlechterforschung, betonte er, aber für jede wissenschaftliche Disziplin müsse auch gelten, dass ihre Erkenntnisse einer Überprüfung standhielten. Das sei bei der Gender-Ideologie nicht der Fall.

Wer der Meinung anhänge, das Geschlecht sei lediglich ein soziales Konstrukt, das man jeden Tag nach Belieben wechseln könne, solle das in seinem privaten Umfeld vertreten. »Es geht aber nicht, dass es für solche Ansichten steuergeldfinanzierte Lehrstühle und andere akademische Weihen gibt«, sagte er.

Eine weitere seriöse und überaus kritische Auseinandersetzung findet man auf dem Blog sciencefiles. Auch hier sei beispielhaft auf einen Text von Dr. habil. Heike Diefenbach verwiesen. Auf sciencefiles haben sich ebenfalls über die Jahre Texte zu dem Thema angesammelt.

Verwiesen wird bei der Gelegenheit auch auf die Arbeiten von Prof. Dr. Günter Buchholz, der an dieser Stelle als Dritter im Bunde genannt sein soll und der seine Texte auf seinem Blog Frankfurter Erklärung veröffentlicht. Hier findet sich eine kleine Zusammenstellung zum Thema.

Beatrix von Storch lobte das Vorgehen der ungarischen Regierung. »Die Gender-Studies waren von Anfang an ein ideologisches Projekt, bei dem es nicht um wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn ging, sondern um die Durchsetzung einer politischen Agenda«, erklärte sie der Jungen Freiheit. Öffentliche Mittel für Wissenschaft und Forschung auf diese Weise für linke Indoktrination zweckzuentfremden, sei weder im Sinne der Wissenschaft, noch im Sinne des Steuerzahlers.

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hannes

Eins würde ganz vergessen...

Es ging um staatliche alimentation von Taugenichtsen mit viel Geld...

Der dumme Profisportler wird mit ner A10 stelle bei den Cops abgespeist und das linksgrün-ideologisch versiffte dreckspack belohnt seine Schergen mit gut dotierten Versorgungsposten....

Gravatar: Grummler

Wann hört dieser verrückte Gender-Wahn endlich auf?
Will niemand, braucht niemand.
Am wenigsten Kindergarten- und Schulkinder.
Es sollte in Deutschland ebenfalls keine Gender-Studies geben!
Kann ja jeder machen was er will, PRIVAT.

Gravatar: Rainer Brandl

Dr. Diefenbach und Herr Klein von sciencefiles haben nicht nur Texte angesammelt, sondern auch zwei Fragebögen zur Evaluierung der Genderei veröffentlicht. Einer von Diefenbach und Klein und einer von Prof. Dr. Günter Buchholz. Frau von Storch und Herr Frömming brauchen die beiden Wissenschaftler nur zu fragen ob sie die Fragebögen verwenden können - und schon geht es los.

Gravatar: Matthias Rahrbach

Die Genderideologie ist eine wahrheits-, wissenschafts- und vor allem biologiefeindliche Ideologie. Sie versucht mittlerweile sogar, die Biologie zu unterwandern. Die Hochschulen hat sie schon unterwandert und übt einen großen Einfluss auf den Sexualkundeunterricht aus.

Sie hat Politik und Medien unterwandert. Mittlerweile wird sogar zu ihren Gunsten Facebook und co. zensiert.

Außerdem kommen auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Propagandasendungen, um den Genderquark in die Köpfe der Menschen zu bringen.

Warum das alles? Das eigentliche Ziel wird die Abschaffung der Familie sein. Außerdem geht es um verrückte Formen von Feminismus und Politik.

Ob es denen wirklich auch um die Interessen der Homo-, Trans- und Intersexuellen geht, weiß ich nicht. Ich denke, denen wird diese Ideologie nichts nützen, sondern eher schaden, weil der "Schuss" nach hinten losgeht. Wenn man immer Toleranz predigt, wird man keine Toleranz damit erreichen.

Wichtig ist, dass bei diesem Thema die sehr wenigen Biologen, die die Genderideologie öffentlich kritisieren, nicht ungehört bleiben.

Allen voran empfehlenswert ist hier "Das Gender-Paradoxon" von Prof. Ulrich Kutschera, in dem es primär um die Genderideologie geht.

Empfehlenswert ist auch das Buch "Adams Apfel und Evas Erben" von Prof. Axel Meyer.

Mein eigenes Buch hier

www.verlag-natur-und-gesellschaft.de

empfehle ich natürlich auch an dieser Stelle. In diesem geht es nicht primär um die Genderideologie, aber es dürfte gegen diese ziemlich gut immunisieren. Es geht um Benachteiligungen des männlichen Geschlechts, um die Auswüchse des Feminismus (dazu gehört die Genderideologie), und um Geschlechterrollen bei Tieren und Menschen. Hierbei geht es viel um die Konkurrenz der Männchen um die Weibchen und um Geschlechterkonflikte, aber auch um Geschlechtsunterschiede im Körperbau und Verhalten.

Ebenfalls finden Sie dort eine ausführliche Begründung, warum es wirklich "nur" zwei Geschlechter gibt!

Gravatar: bodofried

Etwa 3,5% der Gesamtbevölkerung sind homosexuell und 0,001% trans. Einschließlich anderer Begriffe, wie z.B. queer oder cis. Das sind in DE etwa 3 Millionen.
Aber von dieser Gruppe gibt es heute eine große Dominanz, zum Beispiel in Schulen oder in den Medien.
Wir können jetzt von Diktatur sprechen.
https://nl.wikipedia.org/wiki/Homoseksualiteit

Gravatar: Lutz Schnelle

Wenn ich die Nachrichten heute morgen richtig verstanden habe, soll ein drittes Geschlecht eingeführt werden.

Gravatar: egonsamu

Gendering ist eine skrupellose Ideologie psychisch kranker Menschimitate und ein Werkzeug zum Genozid an Gesunden.

Gravatar: Dr.Schabulke

Wenn sich "fehlorientierte Gendergeister" in einer toleranten Gesellschaft bewegen ,und sie sich für eine klare Identität entscheiden können ,ist das eine Sache .Das daraus nun eine "weiß nicht was ich will Idiologie " gemacht werden soll und zur Normalität an den Universitäten für unsere Kinder erklärt wird ,zeigt wie geisteskrank die Gesellschaft vermanipulliert wird ,wenn sie nicht weiß wo sie steht und vor dem Schöpfer keinen Respekt mehr zollt."Manche sind von Geburt verschnitten ,andere durch Erziehung oder den Menschen "(Bibel) Natürlich können wir weiterhin gottlos handeln und demnächst eine Sodom und Gomorra-Ideologie an unseren Universitäten lehren,vielleicht werden ja dann alle wieder zur Salzsäule erstarren,wenn sie die Wahrheit erkennen ,wie verloren(verlogen ) sie doch sind ?Armes Geschlecht !

Gravatar: Dr. Sven K. Knebel

Ja, Frau von Storch, erlösen Sie die Universität von diesem Alpdruck!

Gravatar: Christian

der norwegische Komiker Harald Eia hat zum "Gender Paradoxon" deren Vertreter im TV-Sender NRK eingeladen + total auseinander genommen --> daraufhin hat Norwegen jede Gender-Förderung ( 56 Millionen ) im Nordic Institut eingestellt !

www.Agens e.V. "Aus für Gender"

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