Bei gleichzeitiger Beibehaltung der Drohgebärde

Unerwartet versöhnliches Signal aus Nordkorea

In seiner Neujahrsansprache hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ein besonderes Jahr in den Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea angekündigt und sich überraschend bereit erklärt, an den Olympischen Spielen in Südkorea teilzunehmen. Vorher wiederholte er seine gewohnten Drohgebärden.

Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Internationales Olympisches Komitee, Kim Jong Un, Neujahrsansprache, Nordkorea, Olympische Spiele, Keyword
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Der Stern zitiert Kim Jong Un: »Die gesamten Vereinigten Staaten liegen in Reichweite unserer Kernwaffen und auf meinem Schreibtisch steht immer ein Atomknopf. Das ist keine Drohung, sondern die Realität«. Das sind die Töne, die man von ihm gewohnt ist.

»Nordkorea werde aber nur Atomwaffen einsetzen, wenn die Sicherheit des Landes bedroht sei«, fügte er hinzu. Auch das kennt man von ihm. Doch dann kam eine Überraschung, die von Experten als deutliches Signal für einen moderaten Kurs gesehen wird. Ist das womöglich der Beginn eines Tauwetters?

»Wir sollten die eingefrorenen Beziehungen zwischen Süd und Nord auftauen und damit dieses bedeutungsvolle Jahr als besonderes Jahr in die Geschichte der Nation eingehen lassen«, erklärte Kim Jong Un nach Berichten von t-online in Pjöngjang.

Ein Schritt in diese Richtung sollte die Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Spielen sein, die im Februar stattfinden. Das Internationale Olympische Komitee reagierte sogleich positiv und ließ erklären, es werde diese Ankündigung »unvoreingenommen prüfen«. Die Meldefrist sei eigentlich schon abgelaufen, aber man könne trotzdem mit einer so genannten Wildcard die Athleten aus Nordkorea teilnehmen lassen.

Die Regierung Südkoreas hat auch sofort positiv auf den Vorschlag reagiert: »Wir heißen das willkommen«, hieß es aus Regierungskreisen. Und weiter: »Wenn die Olympischen Spiele erfolgreich durchgeführt werden, wird das nicht nur auf der koreanischen Halbinsel, sondern in der ganzen Welt zum Frieden beitragen.«

Die Welt stellt ihre Meldung dann auch unter die Überschrift: »Zur Abwechslung mal eine gute Nachricht aus Nordkorea«.

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