Target-2- Forderungen Deutschlands steigen auf über 615 Mrd. Euro

12. April 2012, 10:02 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: | von Redaktion
Foto: geralt/photoopia
Freie Wähler

Pressemitteilung der Freien Wähler:

Aiwanger: Euroraum kommt in immer größere Schieflage.
Der drastische Anstieg der deutschen Target-2-Forderungen an die Europäische Zentralbank (EZB) zeigt nach den Worten des Bundesvorsitzenden der FREIEN  WÄHLER Hubert Aiwanger, dass der Euroraum in immer größere Schieflage gerät und auf absehbare Zeit sogar kippen könnte.

Aiwanger: „Deutschland liefert immer mehr Waren und Dienstleistungen an verschuldete Euroländer und bekommt kein Geld dafür. Wir bezahlen unsere Exporte selbst und freuen uns darüber, dass wir so viel Aufträge und Arbeit haben. Gleichzeitig verlieren unsere Handelspartner immer mehr an Wettbewerbsfähigkeit. Wir arbeiten uns zu Tode und Empfängerländer wie Spanien oder Griechenland haben massive Arbeitslosigkeit, Spaniens Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 50%. Das derzeitige Eurosystem hat einige massive Konstruktionsfehler. Entweder diese werden behoben oder das System geht kaputt, nachdem wir kaputtgegangen sind.“

Die Target-2-Forderungen bedeuten, dass die deutsche Bundesbank Forderungen an die EZB hat, weil die Bundesbank Geld an heimische Lieferanten auszahlen muss, welche deutsche Waren ans Ausland liefern. Im Gegenzug erhalten z.B. spanische oder griechische Kunden, welche diese Waren kaufen, von ihrer jeweiligen Bank Kredit, welche sich über ihre Zentralbanken und am Ende über die EZB refinanzieren. Es fließt aber kein Geld aus Griechenland oder Spanien nach Deutschland oder auch nur zur EZB. Damit hat die deutsche Bundesbank Forderungen an die EZB, bekommt aber kein Geld, die EZB hätte Forderungen an griechische oder spanische Zentralbanken, bekommt aber auch kein Geld. Somit zahlt Deutschland seine Exporte selbst und wird dieses Geld auch niemals mehr wiedersehen, weil die Summen mittlerweile völlig aus dem Ruder gelaufen sind, allein innerhalb des letzten Jahres hat sich die Summe verdoppelt, auf mittlerweile über 615 Mrd. Euro. Aiwanger: „Die Wettbewerbsfähigkeit der schwachen Euroländer muss gesteigert werden, es müssen dort Waren und Dienstleistungen produziert werden, die man exportieren kann. Sonst zerbricht die Eurozone.

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