Schon halbtot: Merkel knickt bei Euro-Gipfel ein

29. Juni 2012, 06:54 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: , , | von Redaktion
Foto: Axel Schmidt/dapd
Redaktion

Die Vergemeinschaftung der Euro-Schulden gibt es laut Eigenaussage der Bundeskanzlerin nur über deren Leiche. Wie viel Merkels starke Worte wert sind, wenn es darauf ankommt, war einmal mehr beim Euro-Gipfel zu erleben. Entgegen anderslautenden Beteuerungen hat Deutschlands Regierungschefin gestern einer direkten Bankenfinanzierung durch EFSF und ESM zugestimmt. Vorher soll in der Euro-Zone eine zentrale Bankenaufsicht unter Leitung der EZB eingeführt werden. Die Kanzlerin - ist sie etwa schon halbtot?

Zuvor hatte Merkel nämlich stets betont, EFSF- und ESM-Hilfen dürften nur an Staaten fließen, um diese im Gegenzug zum Sparen zu verpflichten. Statt dessen konnte nun der ständige Präsident des Europäischen Rats, Herman van Rompuy, seine Linie gegenüber Merkel und den Deutschen fast vollständig durchziehen.

Es ist stets das gleiche Merkel-Spiel: Erst starke Worte, die ein Handeln im Sinne deutscher Interessen unterstreichen – dann das Zurückweichen und Einknicken vor der versammelten Riege der maroden Euro-Krisenstaaten.

Mehr dazu auf handelsblatt.com und auf ftd.de

 

(EF)

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