Ausgrenzung der AfD hält unvermindert an

Raiffeisenbank Erding verweigert AfD Konto

Derzeit ist die Raiffeisenbank Erding überregional zu einem traurigen Bekanntheitsgrad gelangt. Schuld daran ist ihre Verweigerung, dem AfD-Ortsverband Erding ein Konto bereit zu stellen. Der Vorstandsvorsitzende Christian Berther hatte den Antrag negiert.

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Die Raiffeisenbank Erding ist eine eingetragene Genossenschaft und blickt auf eine über 100 Jähre erfolgreiche Geschäftstradition zurück. Im Selbstverständnis der Gründer Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch teilen Genossenschaftsbanken seit über 160 Jahren die Idee, dass das, was einer alleine nicht schafft, viele gemeinsam durchaus schaffen können. Die Kernphilosophie der Genossenschaften, nämlich die Hilfe zur Selbsthilfe, gilt auch heute noch. Oder zumindest sollte sie so Gültigkeit haben. 

Denn heute kann es sich die Raiffeisenbank Erding offenbar erlauben, sich ihre Kunden fein säuberlich auszusuchen. Da steht sie nicht mehr jedermann offen, da wird schön geprüft, wer Mitglied in der Genossenschaft werden darf. Und obwohl es in der Satzung keine näheren Bestimmungen darüber gibt, wem eine Mitgliedschaft unter welchen exakt definierten Bedingungen zu verweigern ist, negierte der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Erding, Christian Berther, den Kontoeröffnungsantrag der AfD Erding. Man stünde für Respekt, Fairness und Anstand, schwafelte Berther bei der Begründung seiner Absage munter drauflos. 

Die Entscheidung Berthers sorgt in den sozialen Medien für reichlich Gesprächsstoff. Die Raiffeisenbank, so eine weit verbreitete Ansicht, stünde nicht für Anstand, sondern diskriminiere Menschen nur deswegen, weil diese eine andere politische Ansicht vertreten. Die Verweigerung der Kontoeröffnung sei aus nichtigen, politisch motivierten Gründen erfolgt. Diese Entscheidung verstoße nicht nur gegen die Grundsätze der Genossenschaftsidee an sich, sie erinnere zudem fatal an die Ausgrenzung bestimmter Personengruppen, die es in Deutschland schon einmal gegeben hat.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Tom

Nun müssten alle Kontoinhaber aus der Gegend ihr Konto kündigen , schon aus Solidaritätsgründen. Bei der Kontokündigung kann man ja angeben, daß man ebenfalls AfD- Freund ist.

Gravatar: Gipfler

Demnächst kommt noch, dass alle AfD-Mitglieder einen AfD-Stern tragen müssen. "Kauft nicht bei AfD-Leuten!"

Wo sind die wahren Gesinnungs-Faschisten?

Gravatar: Lothar Mohr

Was ist das für ein Zustand in Deutschland. Jeder Migrant der in dieses Land kommt kann sofort ein Konto eröffnen ohne Wenn und Aber. Einer Partei die auf dem Boden des Grundgesetzes steht und im Bundestag mit 92 Abgeordneten vertreten ist, wird die Eröffnung eines Geschäftskontos verweigert. Allein aus idiologischen Gründen wird hier agiert. Das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun. Hier hilft nur eines diese Banken an den Pranger stellen und offiziell zum Boykott aufrufen. Man muss sich für diesen Staat in Grund und Boden schämen.

Gravatar: B.A.S

Jeder AFD Wähler und darüber hinaus jeder demokratisch denkende Mensch sollte diese Bank als Kunde verlassen.

Gravatar: Ekkehard Fritz Beyer

… „Schuld daran ist ihre Verweigerung, dem AfD-Ortsverband Erding ein Konto bereit zu stellen.“ …

Nun, da auch die bayrischen Genossenschaftsbanken – wie so viele andere – sicherlich ebenfalls von der Politik geplagte sind, sollten natürlich auch deren Mitarbeiter genauestens abwägen: „Austausch oder Gehirnwäsche?“ https://www.mitmischen.de/diskutieren/topthemen/politikfeld_wahlpruefung/Lobbyismus/Pro-Contra/index.jsp

Schließlich wollen sie doch ganz bestimmt auch in einem AfD regierten Bayern noch Lobbyisten im Maximilianeum beschäftigen!?

Oder haben Bayerns Banker nun allgemein Angst davor, dass die für Deutschland Alternativen dann auch von ihnen mehr Transparenz fordern könnten??? https://afd-fraktion-hamburg.de/2018/01/29/afd-fraktion-fordert-mehr-transparenz-bei-finanziellen-informationen-staedtischer-unternehmen-oelschlaeger-nur-transparenz-schafft-klarheit/

Gravatar: H.von Bugenhagen

Dieses und vieles mehr, sind die Gründe das bald die AFD als stärkste Partei in Deutschland hervorgehen wird. Solche Spielereien sind nur Werbung für die AFD. Dem Herrgott sei Dank für diese Dumpfbacken.

Gravatar: ropow

„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden…“ - Art 3 Abs 3 GG

Nachdem unter Merkel das Grundgesetz aber das Papier nicht mehr wert ist, auf dem es geschrieben steht, sollte man sich über diesen Vorgang allerdings nicht wundern.

Geschichtskundige Bürger ahnen auch schon, wie es weitergehen wird: Auf die Verdrängung der AfD von Unternehmensleistungen wird die Verdrängung von Angestellten der Raiffeisenbank mit AfD-Nähe folgen, dann wird man die Betriebsrentner nach AfD-Nähe durchforsten und deren Leistungen kürzen oder kündigen - bis man endlich den endgültigen Vollzug verkünden kann: Raiffeisen ist AfD-frei.

Was passiert, wenn weitere Banken diesem aus der Geschichte bekannten Schema folgen und auch Versicherungen die Lebensversicherungspolicen von AfD-Wählern kündigen werden, kann man etwa hier nachlesen - und niemand kann sagen, man habe es nicht gewußt:

Ziegler/Janetzko/Köhler, Die Dresdner Bank und die deutschen Juden, De Gruyter Oldenbourg 2018.
Herbst/Weihe, Die Commerzbank und die Juden 1933-1945, C.H. Beck Verlag 2004

Gravatar: P.Feldmann

So demarkieren sich Antidemokraten! Früher malten dieselben Leute Schilder mit "Kauf nicht beim Juden".

Was ist das für ein gesellschaftliches Klima(danke Merkel-Maas-Stegner), in dem Banken Moral und politisches Verhalten ihrer Kunden regulieren wollen?

Gravatar: …und überhaupt…

Was für ein seltsames Demokratieverständnis! Aber danke für die kostenlose Publicity!

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