Proteste gegen Merkels Besuch in Griechenland

08. Oktober 2012, 09:03 | Kategorien: Politik | Schlagworte: | von Redaktion
Redaktion

Der angeblich nur durch eine Lücke im Kalender zustande gekommene Besuch von Kanzlerin Merkel in Griechenland sorgt für Unruhe in dem Mittelmeer-Anrainer. Die linke Opposition und die Gewerkschaften setzen nach Aussage ihrer führenden Vertreter „alles, was sie haben“, in Bewegung, um den Zorn der Griechen über die Sparmaßnahmen zum Ausdruck zu bringen. Diese werden von vielen Griechen als das empfunden, was sie sind: ein Ausdruck von Fremdherrschaft.

Auf der anderen Seite will die griechische Regierung ein selten dagewesenes Heer von Polizisten in Stellung bringen, um die Kanzlerin vor den erwarteten Demonstrationen zu schützen. 7.000 Beamte stehen demzufolge bereit. Auch Wasserwerfer seinen in Stellung, um die Massen unter Kontrolle zu halten. Die Zeitung „Ta Nea“ veröffentlichte eine Karikatur, auf der sich Merkel mit einer Gasmaske gegen Reitz- und Tränengas schützt.

Es handelt sich um den ersten Besuch der Kanzlerin seit Ausbruch der Finanzkrise. Der deutsche Oppositionspolitiker Bernd Riexinger forderte Merkel auf, sich mit den Strippenziehern  des griechischen Protestes zu treffen. Sollte man den Sorgen der empörten Griechen kein Gehör schenken, würde dies die Spannungen vergrößern. Weiterhin drohe Griechenland spätestens im Winter eine humanitäre Katastrophe.

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(OS)

 

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