Obama droht Iran und Nordkorea

19. November 2009, 01:31 | Kategorien: Politik | Schlagworte: | von
Redaktion

Zum Abschluss seiner Asien-Reise stellte US-Präsident Obama klar, dass seine Geduld mit Nordkorea und dem Iran zu Ende geht. Teheran erhalte in den nächsten Wochen eine "klare Botschaft" , nach Pjöngjang plant er einen Botschafter schicken sowie eventuelle Wirtschaftshilfen.US-Präsident Barack Obama drohte zum Abschluss seiner Asien-Reise den Regierungen in Pjöngjang und Teheran

“Unsere Geduld geht zu Ende”: Obama bezüglich der von Ex-US_-Präsident Bush ernannten “Achse des Bösen”US-Präsident Barack Obama drohte zum Abschluss seiner Asien-Reise den Regierungen in Pjöngjang und Teheran: Die Geduld der internationalen Gemeinschaft mit dem Iran und Nordkorea gehe zu Ende, sagte Obama am Donnerstag in Seoul nach einem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak in Seoul. Die Welt werde nicht tatenlos weitere end- und ergebnislose Verhandlungen hinnehmen.Nordkorea wolle er mit wirtschaftlicher Hilfe und internationale Anerkennung zu einen Verzicht auf Atomwaffen bewegen. Die Führung in Pjöngjang müsse aufhören, immer neue Provokationen zu starten, nur um sich anschließend wieder einmal zu Gesprächen bereitzuerklären und dann weitere Zugeständnisse zu verlangen. Gemeinsam mit seinem südkoreanischen Kollegen wolle er dieses Verhaltensmuster durchbrechen, erklärte Obama. Er kündigte an, Anfang Dezember 2009 erstmals einen Gesandten zu Gesprächen nach Nordkorea zu schicken, um das Land zur Wiederaufnahme der seit fast einem Jahr unterbrochenen Sechs-Parteien-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm zu bewegen. Beobachter werteten dies als Zeichen, dass Obama mit einer Rückkehr des Nordens an den Verhandlungstisch rechne. Andernfalls hätte er sich demnach nicht auf den Kontakt eingelassen.

Über den Iran zeigte sich der US-Präsident enttäuscht, da es bisher keine positive Reaktion auf das “faire Angebot” der Staatengemeinschaft gebe. Deshalb hätten die USA und ihre internationalen Partner begonnen, über weitere Schritte zu beraten. Der Iran müsse eine “klare Botschaft” erhalten. “Wir erwarten, dass wir in den kommenden Wochen ein Paket von möglichen Schritten entwickeln, die dem Iran unsere Ernsthaftigkeit zeigen”, sagte Obama. Die Angebote zu diplomatischen und einvernehmlichen Lösungen an den Iran und Nordkorea könnten nur zeitlich begrenzt gültig sein. Dann müssten neue Maßnahmen erwogen werden, um den Druck auf diese Länder zu erhöhen, ihre gefährlichen Atomprogramme aufzugeben.

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