Notenbanker: Wir können Krise nicht lösen

20. September 2012, 09:01 | Kategorien: Wirtschaft | Schlagworte: | von Redaktion
Redaktion

Notenbanken können die Wirtschaft nicht retten, weil sie sie nicht verstehen. Das meint ein Notenbanker aus Texas. Die Kritik an Konjunkturprogrammen wächst.

Die US-Notenbank Fed ist nach Ansicht eines ihrer Verantwortlichen im Kampf gegen die Wirtschaftskrise in den USA ratlos. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP sagte der Vorsitzende des texanischen Zweiges der Fed, Richard W. Fisher, bei einer Rede in New York: »Niemand weiß, was  funktioniert, um die Wirtschaft wieder zurück in die Spur zu führen.«

Mit seinen Aussagen stimmt Fisher in die immer lauter werdende Kritik an Anleihenaufkaufprogrammen der Notenbanken ein. Die Fed in den USA wird immer stärker von marktwirtschaftlich orientierten Kräften ins Visier genommen. Währenddessen wächst in Europa und vor allem  Deutschland der Widerstand gegen die Ankündigungen Mario Draghis, unbegrenzt Staatsanleihen aufkaufen zu wollen.

Am 13. September hatte die US-Zentralbank mitgeteilt, das Wirtschaftswachstum weiterhin mit umfassenden Wertpapierkäufen und einer verlängerten Niedrigzins-Politik ankurbeln zu wollen. Die Fed nannte keine Frist für ein Ende des Kaufprogramms. Die Maßnahmen würden fortgesetzt, bis sich «die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt deutlich verbessern», teilte sie mit.

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