Allen voran: ein Ex-Stasi-Mann

Kulturschaffende blamieren sich im Kampf gegen Rechts

In einem offenen Brief haben sich Kulturschaffende an den Ältesten Rat des Deutschen Bundestages gewandt. Sie wollen verhindern, dass die AfD den Vorsitz des Kulturausschusses besetzen kann. Dabei geht es nicht um Kultur, sondern um Politik.

Foto: Screenshot YouTube (Ausschnitt)
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: AfD, Ältesten Rat des Deutschen Bundestages, Dieter Dehm, Holocaust, Iris Berben, Kulturschaffende, Kulturausschuss, P.E.N., Stasi, Keyword
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Spiegel Online berichtet von einer "parteiübergreifenden Initiative" von "Kulturschaffenden und Politikern", die Einfluss nehmen wollen, wie im neuen Bundestag Posten vergeben werden. Es handelt sich um Kulturschaffende, die nicht etwa Kultur schaffen, sondern Politik spielen und die demokratische Auseinandersetzung behindern wollen.

Sie schreiben: "Es darf nicht passieren, dass beim Kampf um Einflusssphären die AfD an einer der sensibelsten, wichtigsten Stellen unseres parlamentarischen Systems ihr nationalistisches Gift in die Debatten injiziert: Der deutschen Kulturpolitik. Es muss deshalb verhindert werden, dass die AfD den Vorsitz des Kulturausschusses besetzen kann." 

Die Schauspielerin Iris Berben führt die Liste an. Ansonsten steht niemand auf der Liste der Unterzeichner, der eine ernsthafte Bedeutung für die Kultur hätte.

Einer der Unterzeichneten ist der Präsident der Deutsche Musikrats Martin Maria Krüger. Er erklärte: "Eine Partei, die das Holocaust-Mahnmal als "Mahnmal der Schande" bezeichnet, darf unter keinen Umständen den Vorsitz des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag innehaben."

Ihm fällt offenbar nicht auf, dass er damit ein mangelndes Sprachverständnis offenbart. Kennt er etwa nicht den Unterschied zwischen einem "schändlichen Mahnmal" (von dem niemand gesprochen hat) und einem "Mahnmal der Schande" (gegen das nichts zu sagen ist)?  

Der Wahlkampf ist vorbei. In der Hitze der Polemik wurde mit dem vorsätzlichen Falschverstehen dieses Zitates Stimmung gegen die AfD gemacht. Wenn das immer noch jemand nachplappert, der damit als Kulturschaffender spricht, dann ist das nur noch peinlich. Wer sich als dermaßen kulturfern erweist, sollte sich nicht zu Fragen äußern, die den Kulturausschuss betreffen.

Dass auch der P.E.N. diesen Aufruf unter dem Titel "Für Freiheit und Vielfalt in Kunst und Kultur" verbreitet hat, macht deutlich, dass der renommierte Schriftstellerverband seinen ursprünglichen Auftrag weit hinter sich gelassen hat.

Der Literatur-Nobelpreisträger John Glasworthy war der erste P.E.N.-Präsident, der seinerzeit empfohlen hatte, sich aus allem Parteienstreit herauszuhalten. "No politics, under no circumstances", war seine Losung. Heute zeichnet sich der P.E.N. unter Regula Venske, die mit dem Krimi ‚Schief gewickelt’ als Kulturschaffende hervorgetreten ist, nicht so sehr durch Stellungnahmen zur Kultur, als vielmehr durch kleingeistigen politischen Aktionismus aus. 

Auch Diether Dehm war bisher eher durch politisch fragwürdige Aktionen als durch bedeutende Kulturbeiträge aufgefallen. Der Ex-Stasi-Mann und Linken-Politiker ist als Kampagnen-Profi einer der treibenden Kräfte hinter diesem politischen Schachzug, der sich anmaßt, als Initiative von Künstlern aufzutreten.

Künstler sind es sowieso nicht, sondern Kulturschaffende. So nannte man in der DDR künstlerisch tätige Personen, die etwaige künstlerische Ansprüche den politischen Vorgaben der Partei untergeordnet hatten. Ihre Art der Kunst basierte nicht auf einem Streben nach Wahrhaftigkeit, sondern auf dem Bestärken von Vorurteilen. 

Die Renaissance des Begriffes "Kulturschaffende" ist bezeichnend.

Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Reinhard Rogosch

Vielleicht sollte Björn Höcke für die sprachlich überforderten Kulturschaffenden mal eine Rede in "Leichter Sprache" halten, damit sie kapieren, was er meint.

Gravatar: karlheinz gampe

Die Unterzeichner, die sich im alten SED Stasi Slang Kulturschaffende nennen offenbaren ihre kleingeistige Geisteshaltung dadurch, dass sie nicht wie in der DDR in der Lage sind Politisches von Künstlerischem zu trennen. Sie verharren auf der gestrigen, alten Linie der SED Einheitsparteien und können immer noch nicht über die Mauer schauen. Auch die Erstunterzeichnerin hat in den Filmen ,in welchen sie mitspielte, keine herausragende künstlerische Rolle gespielt
Keine Künstlerin von Weltrang also subaltern. Wie üblich viel Wind um nix.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

… „Es handelt sich um Kulturschaffende, die nicht etwa Kultur schaffen, sondern Politik spielen und die demokratische Auseinandersetzung behindern wollen.“ … „Auch Diether Dehm war bisher eher durch politisch fragwürdige Aktionen als durch bedeutende Kulturbeiträge aufgefallen. Der Ex-Stasi-Mann und Linken-Politiker ist als Kampagnen-Profi einer der treibenden Kräfte hinter diesem politischen Schachzug, der sich anmaßt, als Initiative von Künstlern aufzutreten.“ …

Weil die Wurzeln der SED - und damit auch deren Nachfolgerpartei - ebenso bei den Nazis zu suchen sind https://www.welt.de/kultur/article5558370/Wie-die-SED-ihre-Wurzeln-in-der-NSDAP-vertuschte.html, wie bei der CDU/CSU etc. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_t%C3%A4tig_waren - die AfD davon aber gar nicht betroffen sein ´kann`???

Gravatar: Hand Meier

Mich wundert es nicht, wenn „Nichtsnutze“ sich als „Kulturschaffende“ ausgeben.
Es sind zum erheblichen Teil Leute, die gar nicht von dem Leben können, was sie so dem interessierten Publikum anzubieten haben.
Denn da ist nichts was ein fröhliches Miteinander erschafft, wo man gerne den Eintritt, für eine wunderbare Veranstaltung zahlt.
Also machen sie „Auftrags-Arbeiten“, bejubeln ihre Mäzene und verteufeln deren Gegner, denn sie selbst sind sehr emotionale Leute mit sehr wenig Rationalität, wie man an ihren Biografien deutlich erkennt.
Sie drängeln sich darum in bestens besoldete Funktionen der Staatsmedien, wo sie wie u. a. z. B. Jan Böhmermann ihre „Hirnwinde“ präsentieren dürfen, weil dort nur geistig „Unterbelichtete“ zu Wort kommen.

Gravatar: Heinz

Es wird nicht mehr lange dauern, bis die "guten Kulturschaffenden" Treuegelöbnisse auf die Göttliche abliefern werden.
Wer sich dem dann nicht anschließt, wird wohl kaum bei der Auftragsvergabe durch die "Organge" berücksichtigt werden können.

Gravatar: …und überhaupt…

"Mahnmal der Schande" hätte, um Missverständnissen vorzubeugen, als "Mahnmal der deutschen Schande" bezeichnet werden sollen, aber das nur nebenbei bemerkt. Mir geht es eher um Herrn Dehm. Es ist vielleicht schon in Vergessenheit geraten, aber er hatte sich im vergangenen Jahr damit gebrüstet, als Privatmann eine "Familienzusammenführung" organisiert zu haben. Er hatte einen Schwarzafrikaner aus Italien (wo er ein Haus besitzt) im Kofferraum seines PKWs nach Deutschland geschleust, wo er ihn mit seinem Vater zusammengeführt hat. Ich habe nicht mitbekommen, dass diese Straftat irgendwelche Konsequenzen für ihn hatte. Aber wie sollte es auch anders sein. Im Grunde handelte er ja nicht anders als Merkel es bis auf den heutigen Tag tut.

Gravatar: H.von Bugenhagen

Trittbrett Fahrer die ihren Hals immer weit auf reißen aber nicht darüber nachdenken was sie eigentlich damit in Gang treten

Arm. ärmer , am ärmsten ...

Gravatar: L. Mohr

Es wird allerhöchste Zeit den Linken in unserer Gesellschaft ihre Grenzen aufzuzeigen.
Es ist daher ein Segen für Deutschland, daß nun endlich die AfD im Bundestag sitzt. Dieser linke Sumpf muß ausgetrocknet werden. Wo ist denn ihre Kultur? Haben die noch nicht begriffen, dass Linksfaschismus keine Kultur ist sondern eine Ideologie. Ihr Verhalten gleicht eher das einer Sekte.

Die Linken waren immer die treibende Kraft wenn es darum ging die deutsche Geschichte zu verbiegen. Man kann froh sein, daß es heute Menschen gibt, die den Mut haben die Wahrheit über unsere Vergangenheit (1933-1945) herauszufinden. Hier empfehle ich jedem den Artikel „Patriotismus wichtig und richtig“ auf Opposition24 im Internet zu lesen. Das sollte uns allen
zu denken geben. Der Autor hat es auf den Punkt gebracht und ich kann hier jeden Satz unterschreiben.

Wenn man über Kultur redet und in Anspruch nimmt, sollte man auch Kultur besitzen.

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