»Deutschland lebt von der Substanz«

Kommunen beklagen 126 Milliarden Euro Investitionsstau

Die deutschen Kommunen sehen sich von einem Investitionsrückstand in Höhe von 126 Milliarden Euro konfrontiert. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert jetzt einen Masterplan, um den weiteren Verfall von Infrastruktur zu stoppen.

Foto: Christian Schnettelker/ flickr.com/ CC BY 2.0
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Bildung, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Infrastruktur, Investitionen, Kommunen, Roland Schäfer
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In Deutschland sind immer mehr Schulen in einem desaströsen Zustand, auf vielen Straßen gibt es Schlaglöcher und bei manchen Sportplätzen findet sich im Sanitärbereich Schimmel, trotzdem rühmt man sich an der politischen Spitze zusätzlicher Steuereinnahmen. Die Kommunen fordern jetzt von Bund und Länder, dringend notwendige Mittel für Zukunftsinvestitionen bereitzustellen.

»Der kommunale Investitionsrückstand beträgt allein 126 Milliarden Euro. Vielfach gelingt es noch nicht einmal, bestehende Infrastrukturen zu erhalten und zu sanieren«, beklagt der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Roland Schäfer. Dabei schiebt er nach: »Deutschland lebt von der Substanz.«

Es seien allein um Straßen, Brücken und öffentliche Plätze vor dem Verfall zu retten, 34,4 Milliarden Euro nötig. Für die Sanierung von Schul- und Kitagebäuden müssen fast 32 Milliarden veranschlagt werden, für die von Sportstätten mit 11,3 Milliarden Euro.

Es sei nicht nachvollziehbar, dass bei der Bildung, die »wesentlicher Rohstoff der Gesellschaft ist«, den Kommunen nicht mehr Geld von Bund und Land zur Verfügung gestellt werde. Schäfer moniert: »Viele Schulen sind oftmals eher die Baracken als die Kathedralen der Bildung«.

Schäfer hält »einen Masterplan Investitionsoffensive in der Bundesrepublik für notwendig«, damit der Industriestandort Deutschland wettbewerbsfähig bleibe. Kritik äußert er auch an steigenden Ausgaben für Sozialleistungen. »Häufig steht das Geld einfach nicht zur Verfügung, da Städte und Gemeinden immer mehr Geld für Sozialausgaben aufwenden müssen. Hier ist ein Umsteuern notwendig.«

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Alfred

Abgebrühte Medien (Öffentlich-Rechtliche) behaupten, dass die Schlaglöcher von den Stickoxyden der Dieselfahrzeuge her stammen.
??? siehe Bild oben...
"Wer weiß den sowas?"

Gravatar: Donald Ganter

Wo ist das Problem für die Kommunen? Grundsteuern weiter rauf, Gewerbesteuern weiter rauf, Anlieger- und Straßenbenutzungsgebühren rauf, noch mehr Blitzer und Knöllchenverteiler an jeder Ecke, Wohngeld und Sozialleistungen kürzen, Harz4rer aus zu teuren Wohnungen schmeißen, Verbraucherberatungen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen schließen u.s.w. und Schwupps, ist wieder genug Geld da. Zwar nicht für lange, denn die Beamten und Angestellten im öffentl. Dienst darben bekanntlich seit jeher am Hungertuch. Aber selbst die müssen sich noch ein bisschen gedulden, denn vom Bund ist momentan nicht wirklich viel zu erwarten. Abgesehen von dem immens aufgeblähten Bundestag haben die Abgeordneten gemerkt, dass sie neben ihren üblich Hungerödemen jetzt aus Platzgründen auch noch enger rücken müssen. Allein dieser Komfortverlust konnte nur durch die grade mit Stimmen von CDUCSUFDPSPDund GRÜNE neu beschlossene üppige Diätenerhöhung aufgefangen werden. Man hat ja schließlich auch was geleistet nach der letzten Wahl. Da müssen sich die Bürger in irgendwelchen Kommunen in der Provinz doch auch mal hinten anstellen können und überdies....Mir wird grade übel, muss kotz…

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Kommunen beklagen 126 Milliarden Euro Investitionsstau“

Da allein die Flüchtlinge lt. göttlicher(?) Aussage erste Priorität haben und bis Juni d. J. erst ca. 100
Milliarden Euro kosteten http://www.journalistenwatch.com/2017/06/27/merkels-prioritaeten-93-milliarden-fuer-fluechtlinge-die-alten-koennen-sehen-wo-sie-bleiben/,
die Wirtschaftsmigranten aus Osteuropa allerdings noch zuzurechnen sind und die Göttin(?) nun scheinbar der Überzeugung ist, dass ´sie` es auf Kosten ihres(?) Volkes "schafft":

Sollte man deshalb nicht verstehen, dass in einer derartigen Situation auch die Infrastruktur sowie die Interessen der Alten und Bedürftigen etc. pp. sehr weit hinter göttliche(?) Interessen zu stellen sind?

Ist auch eine auf Zeit verbeamtete gute DDR-Kommunistin https://www.youtube.com/watch?v=oZYxNjwwVqQ und scheinbar deshalb nun bundesdeutsche Göttin unsterblich auf ihrem Stuhl/Sessel im Kanzleramt???

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