Höhere Wahrscheinlichkeit als der »Grexit«

Italien kurz vor Austritt aus dem Euro?

Italien bewegt sich auf ein wirtschaftliches Desaster zu. Kapitalflucht und eine hohe Arbeitslosigkeit werden als Vorboten eines Austritts Italiens aus der Eurozone gewertet. Die wirtschaftliche Situation soll schlimmer sein als in Griechenland.

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Wie die Welt in ihrer Onlineausgabe berichtet, wird in internationalen Finanzkreisen die Möglichkeit eines »Italexit« für höher befunden als der Austritt Griechenlands aus dem Euro.

Die Mittel, die von der Europäischen Zentralbank zur Verfügung gestellt, kommen nicht der italienischen Wirtschaft zugute, sondern werden wieder ins Ausland transferiert. Italiens Verbindlichkeiten gegenüber dem Eurosystem sind unterdessen auf die unglaubliche Summe von 354 Milliarden Euro angewachsen.

Da das Eigenkapital der Banken inzwischen zu 80 Prozent aus notleidenden Krediten besteht, können selbst an erfolgreiche Unternehmen keine Kredite vergeben werden. In der Folge liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei 40 Prozent.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der »Italexit« das Ende des Euros einläuten würde, gilt als hoch. Die wirtschaftlichen Folgen für die Mitgliedsstaaten der EU können kaum abgeschätzt werden.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Stephan Achner

Wenn es beim Euro und in der EZB nach Verstand und Vernunft ginge, dann würde ich diese seit Tagen durch die deutsche Presselandschaft geisternden Bewertungen zu einem Austritts Italiens aus dem Euroraum ernst nehmen. Aber es ging ja beim Euro von Anfang an nicht nach Verstand und Vernunft, sondern der Einheits-Euro war, ist und bleibt lediglich eine politische Ideologie. Deshalb schätze ich, dass der italienische Staat auch weiterhin im Euroraum bleibt und vom Italiener Draghi mit "kostenlosem" Geld via EZB-Gelddruckmaschine vor allem zu Lasten Deutschlands über Wasser gehalten wird. Die Verschuldung Italiens und die stetige Verarmung ganzer Bevölkerungskreise in Italien interessiert doch im EZB-Turm in Brüssel, in Frankfurt am Main genauso wie in Rom und Berlin so gut wie niemand.

Ich sehe für Deutschland nur eine wirksame Lösung und das ist der Ausstieg Deutschlands aus dem Einheits-Euro. Aber das werden die vereinigten "Kriegsgewinnler" aus dem Süden Europas, in Paris, in Brüssel und in Frankfurt am Main - Arm in Arm mit den Verbandsspitzen der deutschen Industrie - verhindern. Deshalb wird es keine Lösung geben, sondern der deutsche Steuerzahler und Sparer wird bluten müssen, solange bis Deutschland ausgeplündert und selbst wirtschaftlich den Bach runter gegangen ist und der gesamte Euroraum in politischen, wirtschaftlichen und sozialen "Trümmern" liegt.

Aber dann schlägt die Stunde derjenigen, die realistische Währungskonzepte für die Zeit nach dem Untergang des "Einheits-Euros" haben, der so sicher ist wie das Amen in der Kirche.

Gravatar: H.von Bugenhagen

Na iss denn dass..
Hoffe es treten alle EU Länder aus diesem Chaos aus ,Dann kann Merkel ja immer noch die Türkei zu BRD Nr.2 machen.

Gravatar: p.feldmann

Das ist das Szenario, vor dem die AfD und andere vor ihr seit langem warnen!
@Scheitert der eur, dann scheitert Europa...
Nun kann beides (unabhängig von einander) passieren, denn die sogen. Regierung hat u.a. die Muslimisierung noch obendrauf herbeibeschworen.

Was jetzt droht, ist kein geplanter Rückbau des Eur, gegen den immer ins Feld geführt wurde, wie @teuer er sei...., was jetzt droht ist ein chaotischer Kollaps, der in den Auswirkungen nicht mehr regulierbar sein wird.

Das ideologische Euro-Europäertum ist dann nicht Schutz des Friedens, sondern Trigger eines neuen Krieges ( für den die US schon vorausschauend die materiellen politischen Grundlagen schaffen lassen).

Gravatar: Peter Eibel

"Die wirtschaftlichen Folgen für die Mitgliedsstaaten der EU können kaum abgeschätzt werden. "

Diesen Satz verstehe ich einfach nicht. Was soll er bezwecken? Angstmacherei?

Es muss doch einfach einmal begriffen werden, dass der Euro in seiner jetzigen Form der finanzielle Tod aller daran beteiligten Länder und deren Bürger ist!!
Wirtschaftlich konnte er nicht funktionieren, und das wusste man vorher sehr gut! Er ist ein politisches Projekt, um die "vereinten Staaten von Europa" zu schaffen und auch um die Staaten in die Verschuldung zu drücken und sie dann billig aussaugen zu können.

Die Risiken, den Euro so zu belassen wie er ist, sind ungleich grösser und teurer als wenn ein Land nach dem anderen austritt aus dem Euro. Das ist sowieso nicht zu verhindern, denn die Fliehkräfte werden immer stärker.

Besser heute als morgen, dass diese Totgeburt Euro (ein Projekt der Eliten ohne Bürgerbeteiligung!) verschwindet!!

Gravatar: Sepp Kneip

Wenn Politik die Kunst des Möglichen ist, hat diese Kunst beim Euro total versagt. Warum? Weil eine Währung einfach nicht für politische Ziele missbraucht werden darf. Eine Währung unterliegt ökonomischen Gesetzmäßigkeiten, die von der Politik nicht einfach so ausgehebelt werden können, ohne einen Scherbenhaufen zu hinterlassen. Und den haben wir jetzt. Bei Beginn der Euro-Krise war dieser noch einigermaßen überschaubar und wäre mit richtiger Krisenbewältigung relativ leicht wegzuschaffen gewesen. Hier wäre die Devise angebracht gewesen, lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Doch die falschen Weichenstellungen führten zu einem unüberschaubaren Anwachsen des Scherbenhaufens und zu dem Chaos, das wir jetzt haben. Also, ein Schrecken ohne Ende.

Griechenland hätte längst die Euro-Zone verlassen müssen. Vielleicht hätte dann schon eine Bereinigung stattgefunden. Aber nein, es musste auf Geheiß der Amerikaner drin bleiben. Nun steht Italien vor dieser Schwelle. Wird es das zweite Griechenland, mit einen Hilfspaket nach dem anderen? Entweder muss Deutschland mit einigen anderen stärkeren Ländern aus dem Euro austreten, oder aber es gibt einen Nord-Euro und einen Süd-Euro. Andernfalls wird uns der Euro mit lautem Knall um die Ohren fliegen. Mit anderen Vorzeichen dürfte sich dann Merkels dummer Spruch, stirbt der Euro, stirbt Europa, tatsächlich erfüllen. Quintessenz: Ohne Euro wäre das nicht passiert.

Gravatar: E. Ludwig

@Peter Eibel 03.11.2016 - 15:58
"Die wirtschaftlichen Folgen für die Mitgliedsstaaten der EU können kaum abgeschätzt werden. "

Vor einigen Jahren las ich - leider weiß ich aber nicht mehr wo - das die neue D-Mark (NDM) schon für den Tag X gedruckt sei und zum Abruf bereit liegen soll. Weiß jemand mehr?

Gravatar: H.von Bugenhagen

Ja die verstaubten BRD Politiker haben kein Händchen für den Zusammenhalt Europas.
Sie glauben den richtigen Weg zu kennen und folgen ihrem veraltetem Navi blind

Gravatar: Klaus

JA Ja, steht ja schon drin das ohne Italien die ach so tolle EU scheitern wird...Also das selbe Spiel wie mit Griechenland. €uros ohne Ende und der Deutsche bez. ....gibt ja keine andere Möglichkeit an der die Schnapsidee so lange wie möglich aufrecht erhalten wird.
Es muß erst sichergestellt sein ,das allen EU-Länder gleiche Wirtschaftlich voraussetzung haben.....
Siehe Länderfinanzausgleich in Deutschland, geht auch nich ohne großes bla bla .... und so kann mann dieses doch wirklich auf die ganze EU aufziehen....

Gravatar: J.Jacob

Keiner von den PIIGS um Frankreich tritt aus dem Euro aus, solange der dumme, deutsche Michel schön weiter die Futtertröge füllt.

Erst wenn bei ihm nichts mehr zu holen ist, sind Ruckzuck die PIIGS und die anderen weg, Wetten.

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