Geburtentief: Ausdruck des Scheiterns bisheriger Familienpolitik

03. Juli 2012, 11:24 | Kategorien: Lebenswelt | Schlagworte: | von Redaktion
Verwaister Kinderspielplatz (Foto: Julien Christ/pixelio.de)
Redaktion FreieWelt.net

Noch nie wurden so wenige Kinder in Deutschland geboren wie im vergangenen Jahr. Mechthild Löhr, Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL); sieht darin einen deutlichen Ausdruck des Scheiterns der bisherigen familienpolitischen Instrumente. „Die Politik täte gut daran, angesichts des neuen Rekordtiefs von nur 663.000 (2011) Geburten ihre Aufmerksamkeit nicht nur ständig auf die Euro und Finanzkrise zu richten, sondern bei Kinderarmut und Geburtenkrise schleunigst neue Instrumente einer tatsächlich wirksamen Familienförderung zu entwickeln”, so Löhr in einer aktuellen Pressemitteilung des CDL. 

Und weiter: ”Wer Familienpolitik vor allem unter dem Aspekt der Erwerbstätigkeit betrachtet und fördern will, und jungen Müttern und Familien nach dem 12. bzw. 14. Lebensmonat ihrer Kinder statt finanzieller und sonstiger Entlastung und Förderung nur einen evtl. Krippenplatz anbietet, darf sich nicht wundern, wenn Kinderwünsche heute immer seltener auch realisiert werden. (…) Der englische Premierminister Brown hat kürzlich angesichts ähnlicher Entwicklungen in Großbritannien „Family-Mainstreaming“ als Querschnittaufgabe  zum politischen Schwerpunkt erhoben. Die Ermutigung zum Leben mit Kindern ist eben nicht nur weiter im Aufgabenressort der Familienministerin abzuladen, wie dies bisher üblich ist. Sonst sind weitere negative Entwicklungen und drastisch sinkende Geburtenzahlen für die Zukunft schon sicher vorprogrammiert.”

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