Geimeinsam in einem Boot untergehen

Französische Konservative haben keine Alternative zu Fillon

Sie haben auf das falsche Pferd gesetzt. Jetzt ist es zu spät. Mitten im Rennen lässt sich der Gaul nicht mehr wechseln. Die Republikaner werden mit Francois Fillon abstürzen.

Foto: European People's Party/ flickr.com/ CC BY 2.0
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Francois Fillon, Frankreich, Paris, Republikaner
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Wie unter anderen n-tv berichtete, haben die französischen Republikaner keinen "Plan B" für ihre Spitzenkandidatenwahl. Sie haben sich nun trotz der Skandale hinter Francois Fillon gestellt. Augen zu und durch, scheint die neue Devise zu sein. Der frühere Premierminister Alain Juppé, der als Ersatzkandidat diskutiert wurde, hat seine Kandidatur endgültig ausgeschlossen.

Nach ihrer Krisensitzung scheint für die Republikaner der neue Weg also festzustehen. Man hält zu seinem Kandidaten und will nun von den Skandalen ablenken und den Fokus auf Sachthemen lenken.

Francois Fillon war wegen der mutmaßlichen Veruntreuung von Staatsgeldern in Verruf geraten. Dadurch war seine Partei in den Umfragen abgestürzt.

 

 

Kommentare zum Artikel

Gravatar: Klimax

Fillon ist sicher kein "falsches Pferd", sondern wäre für Frankreich der einzig richtige Kandidat gewesen: ein einziger Marktwirtschafter gegen eine Horde von wahlweise Links- oder Rechtssozialisten, darum geht es. Frankreich braucht endlich Freiheit und einen Rückbau überbordender Staatlichkeit. Das ist weder mit Marcon noch mit Le Pen zu haben. Leider wird er es nicht schaffen, weil das Establishment ihm ein Bein gestellt hat. Schade für Frankreich.

Gravatar: Theo

Fillion ist die einzige Garantie, warum Frankreich im Mai nicht mehrheitlich für Le Pen entscheiden wird.

Vielleicht sollte der Autor seines Beitrages sich das erst einmal durch den Kopf gehen lassen.

Alain Juppé ist ausdrücklich aus freundschaftlicher Verbundenheit zu seinen muslimischen Politischen Funktionären in Südfrankreich eben nicht zum Spitzenkandidaten gewählt worden.

Emmanuel Macron hat in "seinem" Programm die Fortsetzung der sozialistischen Chaos-Politik Hollandes angekündigt, eine Art Verschnitt von GRÜNEN-Kommunistischem Staatsprotektionismus verkrusteter Strukturen.

Fillion wird nach diesem Fegefeuer der "politischen Freunde" gestärkt, denn Frankreich wählt mehrheitlich nun mal keine "Le Pen". Punkt.

Frankreich fährt im Übrigen mit diesem Intrigenspiel und der offensichtlichen Instrumentalisierung der Justiz (der richterliche Ermittlungsauftrag kam ja auch aus dem Holland-Umfeld des Élysée-Palastes) immer noch besser als Deutschland, wo effektive Gegner von Merkel ganz plötzlich versterben (Philipp Mißfelder) oder schrecklich krank werden und sich zurück ziehen (müssen). Merkwürdig.

Frankreich hat eben keine STASI-Vergangenheit.

Gravatar: Ich

Frankreich's Justiz ist genauso weisungsgebunden, wie die der BRD, was den Geschichtsrevisionismus zum Holocaust
anbelangt.

Verfahren gegen den Humoristen Dieudonne, den Revisionisten Professor Faurisson oder den Intellektuellen Alain Soral zeigen dies sehr anschaulich auf YouTube.
Eine Justiz, die nicht frei ist, ist nichts wert.

Gravatar: wolle01

Das BEIN hat sich Mr. Fillon selbst gestellt, indem er sich nach Raffke-Manier fast 1 Million öffentliche Gelder "einsackte" (komme mir jetzt keiner mit dem dummen Spruch der Unschuldsvermutung, denn in einem Interview von fragl. 2007 hatte seine Frau einem brit. Sender gegenüber eingeräumt, n i e für ihn gearbeitet zu haben). Hätte er nur eine Spur von Charakter, wäre er nie angetreten, spätestens nach Bekanntwerden seiner Veruntreuung von Staatsgeldern sang- u. klangslos in der Versenkung verschwunden. Aber offensichtlich wird Charakter von Politikern nicht mehr erwartet, denn einige der vorliegenden Kommentare sehen sein Verhalten ja offensichtlich auch nicht als tragisch, eher als öffentliche "Intrige" an, was ein denkwürdiges Bild dazu abgibt, wie auch der "Wahlbürger" tickt. Jedenfalls gehört Fillon nicht auf einen Präsidentenstuhl, sondern auf eine Anklagebank zur Bewertung seines Handelns durch ein Gericht.

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