Experten: Frontalunterricht am effektivsten

18. Dezember 2012, 08:39 | Kategorien: Lebenswelt, Politik | Schlagworte: | von Redaktion
Foto: Michael Urban/ddp
Redaktion

Diese Nachricht wird Legionen von Bildungsreformern nicht gefallen: Das klassische Konzept des Frontalunterrichts an Schulen ist allen anderen Formen überlegen; so genannter problemorientierter oder freier Unterricht sorgt dafür, dass die Schüler weniger lernen. Insbesondere die durch ihre Herkunft benachteiligten Schüler leiden, weil ihre Fortschritte nicht gemessen werden können.

Bildungsexperte Götz Bieber: »Wäre der alte Unterricht wirklich effizient, hätten die deutschen Schüler in den internationalen Leistungsvergleichsstudien wohl deutlich besser abgeschnitten.«

Empirische Forschungen in den USA haben bei einer sehr guten Datenbasis diesen Befund bestätigt. Auch in Finnland, wo immer wieder sehr gute PISA-Ergebnisse erzielt werden, ist der Frontalunterricht die dominierende Form.

Dass die Person des Lehrers zurückzutreten habe hinter die Interessen der Schüler, wird peu à peu als Irrweg erkannt. Anders als viele Reformpädagogen glauben, ist es der Lehrer, der zählt – gerade für die schwächeren Schüler. Insofern fällt das Urteil über die Schulpolitik der vergangenen Jahrzehnte vernichtend aus: »Man könnte die Schule seit Jahren als ein großes Menschenexperiment entlang des Zeitgeistes bezeichnen«, sagt Michael Felten, ein anderer Experte.

Sogar Hilbert Meyer, der Nestor der »progressiven« Didaktik, hat erkannt, dass das von ihm propagierte Modell falsch ist. Jetzt rudert er zurück und fordert die Kombination von selbstbestimmtem Lernen und lehrerzentriertem Frontalunterricht. Darin könnte die Zukunft liegen.

 

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(oe)

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