EU richtet Behörde in Karibik ein

31. Juli 2012, 06:15 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: , | von Redaktion
Foto: Michael Urban/ddp
Redaktion

Die Bürokratie der EU treibt seltsame Blüten, Inselblüten sozusagen. Der englische Abgeordnete im Europäischen Parlament Nigel Farage machte jetzt darauf aufmerksam, dass die EU eine Dependance auf der Karibikinsel Barbados unterhält, die den Steuerzahler jedes Jahr zweieinhalb Millionen Euro kostet. Von dort aus werden 230 Millionen Euro jährlich unter die Landwirte in zehn Karibikstaaten verteilt.

EU-Angaben zufolge geht es unter anderem darum, die Bauern dabei zu beraten, wie sie ihre eigene Zuckerrohrindustrie aufbauen können. Die Angabe in Bild – dort ist von einer Entfernung von 7.000 Kilometern von Europa die Rede – ist allerdings nicht ganz richtig. Die »Départements und Régions d’outre-mer« – Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Réunion und Mayotte – sind als französische Überseegebiete Teil der EU: Sie gehören zwar nicht zu Schengen-Europa, aber hier wird immerhin mit dem Euro gezahlt und an den Wahlen zum Europäischen Parlament darf man auch teilnehmen. Das heißt, dass die erwähnten Karibikstaaten, die von der EU bedacht werden, quasi direkt vor der Haustür liegen …

 

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(oe)

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