Das Buch, das Steve Bannon geprägt hat

Die Strategie von Trump und Bannon

Trumps Berater Steve Bannon ist ein Populist. Er versteht das Wort im positiven Sinne. Denn seiner Meinung nach hatten sich die Eliten zu lange von den Bürgern distanziert. Wachgerüttelt habe ihn ein bestimmtes Buch...

Fotos: Don Irvine / Wikimedia / CC BY-SA 2.0 & Michael Vaden / Wikimedia / CC BY-SA 4.0
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Donald Trump, Steve Bannon, USA, Washington
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Steve Bannon, der Chefstratege des US-Präsidenten Donald Trump, sieht sich als Populisten. Dieses Wort ist für ihn positiv konnotiert. Denn es steht für Volksnähe. Er selbst will sich für die Rechte der vernachlässigten Arbeiterklasse und Mittelschicht einsetzen, die seiner Meinung nach vom US-amerikanischen Establishment verraten und vergessen wurden.

Bannon war eine Zeit lang Chefherausgeber des Nachrichten-Magazins Breitbart. Dortselbst hat man jetzt das Buch vorgestellt, das Bannon beeinflusst und geprägt hat. Es handelt sich um ein Werk des Autors und Historikers Christopher Lasch mit dem Titel "The Revolt of the Elites and the Betrayal of Democracy". Die deutsche Ausgabe trägt den Titel "Die blinde Elite. Macht ohne Verantwortung".

In dem Buch aus den 1990ern wurde beschrieben, wie sich die US-Eliten von der Bevölkerung entfernt haben, mit ihrem Geld die Medien und Diskurse bestimmen, die mit den Sorgen der einfachen Bürger nichts zu tun haben, wie sie mit ihren philanthropischen Stiftungen ihre eigenen Ziele verfolgen und wie sie im Grunde genommen die Lebensweise und Kultur der Arbeiterklasse und Mittelschicht verachten.

In der Politik, so die Schlussfolgerung des Buches, würden aufgrund dieser elitären Abgehobenheit der Politiker die Interessen der Bürger gar nicht mehr vertreten werden.

Nach der Wahl von Donald Trump hatten viele Analysten die Schlussfolgerung gezogen, dass die Amerikaner vor allem deshalb Trump wählten, um dem Washingtoner Establishment die rote Karte zu zeigen. Steve Bannon hatte den kompletten Wahlkampf von Donald Trump auf die Bedürfnisse der amerikanischen Mittelschicht und des Proletariats ausgerichtet. Dies hatte Erfolg.

 

 

Kommentare zum Artikel

Gravatar: Hans von Atzigen

Tatsächlich sehr empfehlenswerter Titel.
Was man jedoch, wie bei jedem Titel, beachten sollte.
Mach dir nie einen Titel, ein Buch zur Bibel, zum heiligen Buch.
Darum sollte man sich jeweils eine wenn auch kleine Bibliothek zulegen, eine breit aufgestellte Basis.
Unterschiedliche Themen und Wissensgebiete das eine oder andere auch gegensätzliche, an Meinungen.
Tja Liberale Tugend pflegen und leben.
Meinungsvielfalt auch in Bezug auf das was man sich
so in die grauen Zellen saugt.
Grins, gibt einfach die besseren treffenderen Ergebnisse.

Gravatar: Ich

Jetzt müssen ausser schöner Worte, Taten folgen. Das dürfte schwierig sein. Die Mafia, die die Amerikaner fest im Griff hat, wird sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Wenn ich bedenke, wie "beherzt" bei den Nürnberger Prozessen die Deutsche Regierung zum Tod verurteilt und im Stundentakt gehängt wurde, lässt hoffen, dass sie ihren Lügnern, Kriegstreibern und Betrügern ähnliches widerfahren lassen, und das mit Recht.
Wir brauchen keine " Neue Weltregierung", sondern eine Befreiung weltweit!

Gravatar: Hans Meier

Virgil Starkwell 08.03.2017 - 12:10

Danke für die Links!

Gravatar: Mathias B.

@Ich
Wir alle sollten unseren Blick auf deutsche Probleme richten und die Verfehlungen der eigenen Regierung in den Vordergrund stellen. Da gäbe es genügend Gründe härteste Strafen auszusprechen, wenn schon von "Hängen" die Rede ist. Das ganze Trumpgetöse ist doch nur eine grandiose und willkommene Ablenkungsmasche der deutschen Propagandamedien und des hiesigen sogenannten Establishments. Die haben allerdings die gleiche Furcht vor Entmachtung und Vergeltung, wie die amerikanischen linken und linksliberalen Medien und die Brunnenvergifter der Demokraten unter Clinton und Obama. Wie gross diese Furcht ist und wie stark es im "Untergrund" gärt, bewies auch die Sendung der ARD über die grossteils berechtigte Hetze und Bedrohung gegen Amtsträger und Politiker.

Gravatar: Gerd Schober

Vielleicht sollte man den Blick auch einmal auf die Zukunft lenken: Was müssen wir tun, um die Macht von "Eliten" drastisch zu begrenzen, wenn nicht sogar deren Entstehung zu verhindern?

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