US-Konzerne sind von China abhängig

David Goldman: Steve Bannon hat recht – China hat die USA in der Hand

Die großen US-Tech-Konzerne sind von Chinas billiger Produktion und vom Zugang zum chinesischen Markt abhängig. Das erkaufen sie sich teuer mit der Preisgabe von wertvollem Knowhow. China hat auf diesem Wege die US-Konzerne in den Hand.

Foto: Gage Skidomore / Wikimedia Commons / CC BY SA 2.0
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Wirtschaft, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: China, Steve Bannon, USA
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In einem Interview eklärt David Goldman von der Asian Times dem Chefredakteur von Rebel Media, Ezra Levant, die brenzlige Situation zwischen den USA und China. Goldman verweist darauf, wie sehr Steve Bannon mit seinen Beobachtungen und Feststellungen in Bezug auf China recht hatte. Mittlerweile kontrolliert China rund 80-90 Prozent der Elektronikproduktion. Die allermeisten Smartphones sind »Made in China«. Momentan unternimmt China Anstrengungen, der größte Hersteller von Microchips zu werden.


Und was machen die amerikanischen Konzerne? Viele westliche Firmen, von Intel bis zu Google, seien allzu leichtsinnig dabei, ihr ganzes Knowhow preiszugeben. Das findet zumindest David Goldman. Warum tun sie das? Weil sie im Gegenzug Zugang zum chinesischen Markt erhalten. Und dieser ist der größte der Welt.


Zwar stammen die meisten wichtigen Erfindungen der letzten 40 Jahre aus den USA. Doch China hat nahezu das ganze Knowhow aufgesaugt. Im Silicon Valley wird geforscht und entwickelt, doch in China produziert. Das heißt, dass China das Wissen aus den USA absaugt. Und die USA machen mit, weil sie ohne die billige Produktion in China und den Zugang zum chinesischen Markt keine Zukunft für ihre Produkte sehen. Das betrifft nicht nur die Smartphones und Computer. Es umfasst alles Mögliche, von Laser bis zur Solartechnologie. Im Gegenzug ist die Eigenproduktion in den USA in vielen Technologiebereichen auf ein Minimum zurückgefahren. Besonders dramatisch sei, dass vieles dieser Hochtechnologie auch militärisch von Bedeutung ist.


Wenn man sich die Aussagen von David Goldman vor Augen führt, dann weiß man, dass Steve Bannon mit der Aussage, die neue chinesischen Mittelschicht gebe es nur, weil die US-Eliten die amerikanische Arbeiterklasse verraten hätten, mitten ins Schwarze getroffen hat.


Die großen multinationalen Konzerne haben zwar noch meist ihren Sitz in den USA. Doch ihre Produktion befindet sich in Asien und viele Kunden sind in Europa. Kein Wunder, dass in dieser Wirtschaftswelt globalistisches Denken vorherrscht und eine gewissen Gleichgültigkeit gegenüber der eigenen Bevölkerung, ihrer Identität und ihren Sorgen. Exakt diese Punkte hatte Steve Bannon herausgegriffen und sich dabei auf den Sozialwissenschaftler Christopher Lasch bezogen. Dieser hatte ebenfalls kritisiert, dass das Establishment sich längst von der normalen Bevölkerung abgekapselt hat.

 

 

 

Kommentare zum Artikel

Gravatar: Master of Puppets

Das ist doch in Deutschalnd nicht anders.

Wie China die deutsche Firmenlandschaft leer kauft

https://www.welt.de/finanzen/article161813468/Wie-China-die-deutsche-Firmenlandschaft-leer-kauft.html

Angeblich ist die Politik so langsam "aufgewacht".

In Bezug auf die USA ist auch noch erwähnenswert, dass die VRC der größte Gläubiger der USA ist.

Handelsdefizit
China ist wieder größter US-Gläubiger

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mitten-im-handelsstreit-china-ist-wieder-groesster-us-glaeubiger-a-1163038.html

Gravatar: Catilina

Strategisches Denken sieht anders aus.
Aber so ist das, wenn Handelsvertreter plötzlich Konzerne leiten. Und: Banker können rechnen, aber nicht denken.

Gravatar: Mara

China wird als Produzent auch bald zu teuer sein, denn die Arbeiter verlangen höhere Löhne. Es gibt bereits billigere Konkurrenz. Die Deindustrialisierung war eine der dümmsten Aktionen westlicher Länder, weil sie ohne Plan und Zukunft gemacht wurde.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„David Goldman: Steve Bannon hat recht – China hat die USA in der Hand“

Doch nicht nur die USA!!! Auch Deutschland ist ohne China am Ende!!! http://www.focus.de/finanzen/news/tid-24927/wirtschaftliche-abhaengigkeit-ohne-china-ist-deutschland-am-ende_aid_709574.html

Da kann es sich die EU natürlich(?) leisten, gegen China eine harte Linie zu fahren!? http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/schutz-vor-dumping-eu-handelsminister-fuer-harte-linie-gegen-china-15010821.html

Soll China nun ebenso sanktioniert werden, wie es schon bei Russland der Fall ist und wie es die EU mit der Türkei vorhat? Die auch aus meiner dann eintretende Folge: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article7436815/Ohne-die-Tuerkei-versinkt-die-EU-im-Mittelmass.html

Wenn aber die EU zusammenbricht http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/eu-am-ende-das-droht-wenn-europa-auseinanderbricht-a-1073604.html, wird es Seitens unserer Göttin dann heißen:

Das war ja nur ein Experiment im Namen des Volkes???

Gravatar: Thomas Waibel

Das sind die Folgen der Illusion, man könnte mit dem kommunistischen China gute Geschäfte machen.

Gravatar: Freigeist

Die hohe Innovations-Geschwindigkeit bei elektronischen Geräten, Beispiel Handy, führt zur schnellen Veraltung der Geräte, wissen schon Kinder. Wenn man pro Jahr ein Handy kauft, sollten Handys doch nicht teuer sein. Für niedrige Produktionskosten ist dann China zuständig. Fazit: Der Westen hat bisher von China gut profitiert. Aber Zeiten ändern sich bekanntlich.

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