Baring: »Sterbe- hilfe« ist Mord

31. Januar 2013, 12:53 | Kategorien: Lebenswelt, Politik | Schlagworte: , , | von Redaktion
Foto: Das blaue Sofa/Flickr.com
Redaktion (oe)

In der Berliner Zeitung BZ findet der bekannte Historiker Arnulf Baring deutliche Worte für das Vorhaben der Bundesregierung, einen neuen Paragraphen 217 StGB zu schaffen: Das oft gebrauchte Wort Sterbehilfe »klingt freundlich, den Menschen zugetan. Aber im Kern geht es um eine Aufforderung zum Mord.« Nur: »Sie hat aber mit Hilfe gar nichts zu tun.«

Für Baring ist der Versuch von Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) schlichtweg ein Skandal, ein Etikettenschwindel sowieso. Beihilfe zur Selbsttötung »hat aber mit Hilfe gar nichts zu tun. Das Wort ›Sterbehilfe‹ schönt und verharmlost. Sterbehilfe ist demnach Mord an Depressiven, Armen, Alten, Einsamen: Denn ein anderer übernimmt, was der Belastete nicht zu tun in der Lage ist. Das alles wird in der Öffentlichkeit nicht diskutiert.«

 

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