Athen pleite trotz Schuldenschnitt

25. Januar 2012, 11:37 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: | von Redaktion
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Die Zweifel an einer Wirksamkeit des Schuldenschnitts für das hochverschuldete Griechenland nehmen zu. Es wird davon ausgegangen, dass die Schulden Athens bereits Ende 2012 bereits wieder so hoch sind, wie zu Beginn der Krise. Falls die privaten Gläubiger einem radikalen Erlass zustimmen, bereitet dies neue Sorgen. Denn fast 75 Mrd. von insgesamt 205 Mrd. Euro griechischer Staatsanleihen gehören dem Pleite-Land selbst. Falls Schuldenschnitt Realität wird, müssen sie mit frischen Milliarden Euro ausgestattet werden. Geld, das Griechenland nicht hat, und welches von den Euro-Ländern und insbesondere vom deutschen Steuerzahler gegeben werden muss.

Laut IWF-Schätzung müssten die Euro-Staaten und der IWF allein dieses Jahr rund116 Mrd. Euro zur Verfügung stellen, um Griechenland vor dem Ruin zu bewahren. Doch „Die Rezession wird 2012 viel stärker sein als drei Prozent. Und unter den jetzigen Bedingungen ist es aus der Luft gegriffen, dass die Wirtschaft schon ab 2013 wieder wächst“, sagt Ex-Finanzminister Stefanos Manos. Der griechische Schuldenberg entspricht auch nach dem Schuldenerlass Ende 2012 schon wieder 130 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes.

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