Zwischen Farce und Tragödie – Bernd Luckes und Hans Olaf Henkels „Weckruf 2015“

Am 4. und 5. Juli 2015 wird – nach gegenwärtigem Stand der Dinge – in der Essener Gruga-Halle der große Showdown zwischen Bernd Lucke und Frauke Petry stattfinden und sich der künftige politische Kurs der Alternative für Deutschland entscheiden.

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Im Rückblick wirken alle gescheiterten Einigungsversuche zwischen dem West-Mann und der Ost-Frau, dem einstigen „Dream Team“ an der Spitze der AfD, wie Akte in einem Drama, das mit innerer Notwendigkeit auf diese klärende Konfrontation zusteuerte. Irregeführt nicht zuletzt durch Aussagen der beiden Protagonisten selbst, haben einige Kommentatoren befunden, es handle sich hier um einen Kampf der Egos, viel mehr motiviert durch charakterliche Unverträglichkeit als durch tatsächliche politische Differenzen. Diese Deutung übersieht die psychopolitischen wie auch die hart realpolitischen Kraftfelder, die hinter diesem vermeintlichen Rosenkrieg am Werk sind und den Akteuren bestimmte Verhaltensweisen förmlich aufnötigen.

Jede Partei ist ein Spiegel der Gesellschaft in einer ganz spezifischen Abschattung. Für die AfD hieß das, dass sie es in potenzierter Form mit den Kontroll- und Sanktionsmechanismen der Political Correctness zu tun bekommen würde, die auch im Ganzen der Gesellschaft am Werk sind. Wer aus dem üblichen Polittheater ausschert und es tatsächlich ernst meint mit der Beseitigung von Missständen, an deren Fortbestand mächtige Lobbygruppen ein Interesse haben, der bekommt die ganze Wucht der Islamo-, Homo-, Xeno- und sonstigen Phobiekeulen zu spüren – um von der altbewährten Faschismuskeule zu schweigen. Mit ihrer Hilfe wird hierzulande zur „Alternativlosigkeit“ geprügelt, wer den falschen Schalmeienklängen von „Toleranz“, „Weltoffenheit“, „Solidarität (mit Griechenland)“ usw. partout nicht erliegen will. Der politische Diskurs wird damit in enge, sterile Bahnen gelenkt, die von Angst- und Tabuzonen umstellt sind.

Viele Unterstützer und Mitstreiter Bernd Luckes – der Verfasser dieser Zeilen eingeschlossen – fragten sich in den letzten Monaten zunehmend beklommen, warum der Gründer und bis vor kurzem unangefochten erste Mann der AfD nicht alles tut, um das Binnenklima seiner Partei von der heuchlerischen Hypermoral der PC-Machtspiele frei zu halten. Wie kann es sein, dass er auf die mäßig dramatische Provokation der „Erfurter Resolution“ derart überreagiert und in einer Kaskade von Fehlentscheidungen – Deutschlandresolution, Geldbombe für einen Mitgliederparteitag, Richtungs-Mitgliederentscheid, „Weckruf 2015“ – die Sprech- und Denkverbote des politischen Mainstreams mit Gewalt seiner eigenen Partei zu oktroyieren versucht? Ist es möglich, dass eine tief sitzende Prägung als Homo Academicus ihn auch nach zwei Jahren politischer Arena-Erfahrung die Qualität der mächtigen Empörungswelle so gänzlich verkennen lässt, die seine AfD in bislang sechs Parlamente spülte?

Aus psychopolitischer Sicht ist evident: Der AfD strömten die Mitglieder und Wähler nicht allein deswegen zu, weil sie sich von ihr ökonomisch wohlbegründeten Widerspruch gegen die Vermögensvernichtung und die Rechtsbrüche der sogenannten Euro-Rettung erhofften. Der Protest richtete sich viel umfassender gegen den korrupten Zustand einer Politik, die dem Volk unkontrollierte Masseneinwanderung als „Bereicherung“ verkauft, die es mit Gender-Neusprech und Quotenunwesen traktiert, die das Bildungssystem zum ideologischen Versuchslager umfunktioniert und die in hündischer Ergebenheit jede noch so garstige Suppe auslöffelt, die die USA oder die EU ihr einbrocken. Mit diesem gesamten Empörungsfeld, vom Establishment arrogant als „Ressentiments“ abgetan, muss in enger Fühlung stehen, wer eine Partei wie die AfD erfolgreich führen will.

Bernd Lucke, soviel ist klar, hat diese Fühlung in den vergangenen Wochen verloren. Nachdem er den Tiger gut zwei Jahre lang erfolgreich geritten hatte, wirkt er nun wie abgesprungen – oder abgeworfen. Sein „Weckruf 2015“ bereitet nicht nur den berüchtigten „Querulanten“ in der AfD, sondern auch sehr vielen wohlmeinenden Mitgliedern ein mulmiges Gefühl, ruft er doch ein Déjà-vu der unheimlichen Art hervor. Im Titel wie in der Rechtsform der Vereinsgründung erinnert die Aktion an die „Wahlalternative 2013“, die Vorläuferorganisation zur „Alternative für Deutschland“. Während es sich aber damals um eine Sezession von der Mainstream-Politik handelte, die eine befreiende und einende Wirkung hatte, erscheint der „Weckruf 2015“ wie eine bösartige Farce auf das einstige Erfolgsrezept. Diese „Partei in der Partei“ hat dem zuvor schon schwelenden Klima des Misstrauens und des Verdachts in der AfD sozusagen eine institutionelle Fassung gegeben. Lucke und seine Mit-Weckrufer können noch so sehr beteuern, niemand habe die Absicht, eine neue Partei zu gründen – sie haben die juristischen und organisatorischen Voraussetzungen dafür geschaffen, das allein wirkt klimavergiftend und spaltend.

In diesen Tagen, da selbst die Bundesregierung die Option eines „Grexit“ nicht mehr ausschließt, und die staatstragenden Medien die Bevölkerung schon auf einen solchen vorzubereiten beginnen, wäre es für die AfD hoch an der Zeit, auch auf anderen Gebieten als nur dem währungspolitischen ihr alternatives Profil deutlich zu machen. Für einen alten Politfuchs wie Alexander Gauland steht dies völlig außer Frage, und Frauke Petry bewegt sich klug in diesem Fahrwasser. Anstatt dass nun Bernd Lucke seinen Co-Vorsitzenden und Stellvertretern Raum zur Besetzung dieser anderen Themen ließe, hat er der Partei allen Ernstes einen „Richtungs-Mitgliederentscheid“ zumuten wollen, der von ihr ein Bekenntnis gegen „Fundamentalkritik an unserem Staat, unserer Gesellschaft oder unserem Wirtschaftssystem“ verlangt, der „übertriebenen Patriotismus“ ablehnt und „offene oder verdeckte“ Austrittsbestrebungen aus NATO oder EU verbieten will. Ebenso gut hätte man vorschlagen können, die journalistischen Gebote des Axel-Springer-Verlages zu den politischen Leitlinien der AfD zu erheben.

Mit einigem Wohlwollen wird man Luckes gegenwärtigem Agieren noch einen tragischen Charakter – im präzisen Sinn des Wortes – attestieren können: Lucke ist demnach „unschuldig schuldig“ an der existenziellen Krise seiner Partei, weil er bona fide Mittel anwendet, die genau die Spaltung heraufbeschwören helfen, die sie zu verhindern beabsichtigen. Es ist an tragischer Ironie kaum zu übertreffen, dass die Werbeveranstaltungen für den „Weckruf“, in denen Bernd Lucke und Hans Olaf Henkel landauf landab erklären, dass „rechtspopulistische“ Parteien in Deutschland keine Chance hätten und dass Gender-Mainstreaming, Islam und Zuwanderung keine wichtigen Themen seien, wegen Störmanöver der Antifa reihenweise abgesagt werden müssen. Wer als Mitglied oder Sympathisant der AfD beobachtet hat, in welch verzweifelter Bittstellung, nur ja dazugehören zu dürfen, Bernd Lucke bei Maybrit Illner gegenüber den GeneralsekretärInnen von CDU und SPD aufgetreten ist und wie gnadenlos er bei diesen abblitzte, konnte sich nur noch wünschen, der Mann möge als Experte für Wirtschafts- und Währungsfragen in die zweite Reihe zurücktreten und seine Partei nicht länger in die wahlweise Spott oder Mitleid erregende Rolle der „Rechtspopulisten wider Willen“ drängen.

Beim besten Willen nicht mehr mit politischer Instinktlosigkeit ist es zu erklären, wenn Hans Olaf Henkel in genuin totalitärem Duktus die „Säuberung“ der Partei von gewissen „Elementen“ fordert. Henkel, ehemaliger Investmentberater der Bank of America und glühender Transatlantiker, betrachtet die Durchsetzung von TTIP, des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA, als seine persönliche Mission. Man darf seine Zustimmung zu den Russlandsanktionen und zu dem Handelsabkommen mit der Ukraine im Europäischen Parlament getrost als Etappen auf diesem Weg betrachten. Dass er dazu ausgerechnet die AfD als Vehikel erkoren hat, muss angesichts der oben beschriebenen Gemütslage der Parteibasis als „feindlicher Übernahmeversuch“ gewertet werden. Eine Partei mit dem Namen „Alternative für Deutschland“ muss selbstverständlich und mit aller Vehemenz dafür eintreten, dass nationale Souveränitätsrechte und demokratische Handlungsspielräume nicht für prognostizierte 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum in zwölf Jahren – mit anderen Worten: für dreißig Silberlinge – verscherbelt werden.

Henkels Ausfälligkeiten gegen große Teile der eigenen Partei sind zu drastisch und ihr Autor medial viel zu erfahren, als dass man darin den wohlkalkulierten Einsatz eines altbewährten politischen Kampfmittels verkennen könnte. Was geschieht nämlich in Deutschland mit Vorliebe, wenn eine unwillkommene Sachdebatte unterdrückt werden soll? Man inszeniert eine Gespensterschlacht gegen politisch inkorrekte, vorzugsweise „rechte“ Umtriebe, um den Gegner, dessen Argumente einem gefährlich werden könnten, politisch und moralisch zu diskreditieren. Ironischerweise werden Versatzstücke des hegemonialen linksliberalen Diskurses auf diese Weise längst dazu verwendet, die postdemokratischen Verhältnisse samt ihrer „neoliberalen“ Auswüchse mit dem Schein von Legitimität zu versehen. Es ist der skrupellose Import dieser Strategie des „Systems“ ins Innere der Partei, der von der großen Mehrheit der Mitglieder als Verrat empfunden wird und der für einen Imagewandel Hans Olaf Henkels vom „Zugpferd“ zum „Trojanischen Pferd“ in der AfD gesorgt hat.

Vor diesem Hintergrund enthüllt sich erst die ganze Perfidie der Wer-nicht-für-uns-ist-ist-gegen-uns-Logik des „Weckrufs 2015“. Beileibe nicht nur die oft zitierten zwei bis fünf Prozent problematischen Mitglieder der AfD werden durch ihn an den „rechten Pranger“ gestellt, sondern tendenziell auch all jene, die sich, wie der Autor dieses Textes, nie einem „Lager“ zuordnen lassen wollten, weil ihnen Einheit und Geschlossenheit der Partei zu sehr am Herzen lagen. Wer auch jetzt noch dieser Linie treu bleiben will und sich von keiner Seite vereinnahmen lässt, sieht sich durch den „Weckruf“ implizit der politischen und gesellschaftlichen Ächtung preisgegeben. Es sei denn, er oder sie unterschreibt ein Papier, das die AfD um ihr „alternatives“ Potenzial gänzlich kastriert und sie damit, nebenbei bemerkt, aller realistischen Wahlchancen beraubt. Dass viele aufrechte Idealisten, die meinen, es gehe darum, „Lucke beizustehen“, in diesem Erpressungsspiel instrumentalisiert werden, dass ehemals befreundete Mitglieder gegeneinander aufgehetzt werden, vervollständigt das hässliche Bild.

Um nicht missverstanden zu werden: Es gibt tatsächlich einen kleinen, aber lauten Prozentsatz von AfD-Mitgliedern, der den notwendigen Kampf gegen die politische Korrektheit mit totaler Enthemmung und Absenz aller politischen und zivilen Umgangsformen verwechselt. Eine weise Parteiführung dürfte das aber weder verwundern, noch aus der Fassung bringen. Sie würde die wenigen wirklichen Extremisten satzungsgemäß und ohne lautes Allarmgeschrei aus der Partei ausschließen, den schrecklichen Vereinfachern aber den Wind aus den Segeln nehmen, indem sie die „heißen Eisen“, die diese ins Verschwörungstheoretische verzerren, in eine vernünftige, bürgerlich anschlussfähige Sprache gießt. Noch glimmt ein Funken Resthoffnung, Bernd Lucke möge auf diese Linie, die er in guten Zeiten erfolgreich vertreten hat, wieder einschwenken, sein politisches Schicksal von demjenigen Hans Olaf Henkels entkoppeln, und Frauke Petry möge ihn dabei unterstützen. Wahrscheinlicher als dieses Happy End ist im Moment leider der tragische Ausgang des Dramas, nämlich die endgültige Spaltung der Partei: entweder weil das Weckruf-Lager in Essen durchmarschiert und sämtliche Vorstandsposten erobert – oder weil es nach seiner Niederlage die AfD kollektiv verlässt.

Ob das dann das Ende der AfD sein wird oder ihr Neuanfang, wird davon abhängen, inwieweit die neue Parteiführung der doppelten Herausforderung zu begegnen vermag, vor die die politische Lage sie stellt: dem Druck der Political Correctness standzuhalten und gleichwohl den Rahmen bürgerlicher Diskussionskultur nicht zu verlassen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Marc Bisop

Warum Lucke diese Kehrtwendung gemacht hat? Nun, DIE werden ihm ein Angebot gemacht haben, das er unmöglich ablehnen konnte!
Wird Lucke nächsten Monat alleiniger Chef, bin ich weg!

Gravatar: Ronald Asch

Eine fulminant und glänzend formulierte Scheidungsurkunde. Mein Glückwünsche Herr Jongen! Man kann sich ja auf den Standpunkt stellen daß die Spaltung der AfD ohnehin unvermeidlich ist, Sie aber Herr Jongen sehnen diese Spaltung leidenschaftlich herbei, wie es scheint. Es ist ihr gutes Recht den Weckruf zu kritisieren, in der Praxis kann die AfD aber nur überleben, wenn es einen Kompromiss zwischen Lucke und den moderaten Weckrufgegnern gäbe. Personen wie Höcke und Poggenburg, aber aus anderen Gründen, auch Herrn Pretzell, wird man hier aber nicht mit einbeziehen können. Spaltet sich die Partei, wird vermutlich keiner der beiden Teile überleben. Die „Petry-AfD“ wird aber auf jeden Fall nach Rechtsaußen abrutschen, wenn die Lucke-Anhänger gegangen sind, das werden weder Sie noch Frau Petry verhindern können, auch wenn ich durchaus glaube, daß Sie es beide versuchen würden. Wenn ein modus vivendi überhaupt noch möglich ist, dann wird ein solcher Kompromiss durch solche Streitschriften sicher nicht erleichtert. Man sollte Ihnen die Tsipras-Medaille für politische Klugheit verleihen.
R. G. Asch

Gravatar: Stephan Achner

"Bernd Lucke, soviel ist klar, hat diese Fühlung in den vergangenen Wochen verloren."

Nein, Herr Jongen. Prof. Lucke hat "diese Fühlung" nie gehabt. Das ist im Trubel der Aufbauphase der AfD, wo Lucke sich große Verdienste erarbeitet hat, nur nicht deutlich geworden. Lucke war, ist und bleibt in seinem Denken und Handeln immer ein Hochschullehrer, der vom Katheter herab sagt, was richtig und falsch ist. Lucke ist kein politischer Mensch, der weiß, welche Sorgen und Nöte der kleine Bürger im Land hat. Das ist ihm ja nicht vorzuwerfen. Er ist nur als Parteivorsitzender an der falschen Stelle.

Gravatar: Gert Widmann

Zumindest bringen diese Zeiten hervor, was in der Vergangenheit vermisst wurde. Eine klare Verortung der Herren Meuthen und Jongen.

Gravatar: Magnus

Getrennt wird keine der Parteien überleben - das war`s dann, leider!

Gravatar: Klimax

So ist es. Volltreffer. Eine Petry-Partei wird niemals 5% erreichen. Nur wenige Leute im Land wünschen sich den Bismarck-Konservativismus zurück. Wir können aber nur zwischen diesem und dem Adenauer-CDU-Konservativismus Luckes wählen. Und das ist auch kein Spaß. Die AfD sollte sich mehr liberal aufstellen. In Zeiten des Neosozialismus - die Bezichnung "Neoliberalismus" im Artikel ist blanker Hohn - braucht man Liberale und welche, die Ahnung von Ökonomie haben. Das sehe ich bei Frau Petry nicht, die das Steuergeld nur anders ausgeben will, statt es den gebeutelten Bürgern zurückzugeben und den Einfluß von Staat und Politik zurückzuschrauben.

Gravatar: Andreas

Nein, gerade dann sollten Sie bleiben.

Gravatar: Thomas S.

Ich finde es immer wieder lustig wenn der Konflikt zwischen der Organisations-/Teamarbeit-Null Lucke und der Macht-Ego-Kindfrau Petry hochstilisiert wird zur Frage ob wir Bismarck- oder Adenauer-Konservatismus haben wollen. Leider wurde diese Frage schon nach der BTW 2013 von denjenigen angezettelt, die getrost als Versager, Trittbrettfahrer, Hasadeure bezeichnet werden dürfen. In einer politischen Partei ist es immer einfacher, sinnlose Diskussionen zu erheben, statt harte Tagesarbeit zu leisten, so man denn überhaupt dazu ausreichend Kompetenz mitbringt. Dier Konflikt zwischen Lucke und Petry ist ursächlich nichts anderes als dass zwei völlig unterschiedliche Charaktere als Sprecher einer politischen Partei schlicht deplatziert sind. Lieber zerfleischt man sich mit restlos sinnentleerter (Pseudo-)Richtungsdebatte bis in den Kreisverband runter. Dafür danke ich Herrn Lucke und Frau Petry. Summiere bitte einer mal auf wieviel Energie und Zeit seit 2013 verpufft ist und fasse das monetär. Ich würde dies als Schadenersatzforderung gerne an die BGS schicken.

Gravatar: KIM

Eine "Alternative für Deutschland "kann keine" Wirtschafsliberale" FDP 2, sein, sondern unabhängig von Personen eine weiter gefaßte pro-deutsche Partei rechts von der jetztigen CDU. Man sehe nach Österreich. es gibt neben dem Euro viele andere brennende Fragen der nationalen Identität, die beantwortet werden müssen und können. Sch.. auf PC !

Gravatar: P.Feldmann

Stimme der treffenden Analyse und den Schlussfolgerungen M. Jongens zu.

Wer nur auf euro-Problematuk fokusiert, der versteht die eigentl. Probleme Europas wie Deutschlands so wenig wie die des euros.
Mit Leuten wie Jongen bin ich gern in der AfD gewesen. Die Geldzähler sollen zurück auf ihre Technokratenbank und Maulwurf Henkel sollte sich eine für ihn passende Partei suchen.

Gravatar: Stephan Wunsch

Das ist zwar alles zutreffend. Lucke et al werden das allerdings nicht einsehen. Ebensowenig Petry et al. Beide Lager können ihre jeweiligen Wagenburgen, die der Partei von Lucke ohne Not aber ganz sicher nicht ohne wissentliche Absicht aufgezwungen wurden, nicht mehr unbeschadet verlassen.

Unter die Räder kommt dabei die große Mehrheit der Partei, die bürgerlich-konservative Mitte zwischen den beiden Lagern. Dieselbe Mehrheit, die diesem spalterischen Treiben völlig fassungslos zusieht, das insbesondere -aber nicht nur- bei manchen Weckruflern fanatisch- sektiererische Züge angenommen hat. Dieselbe Mehrheit, die sich ekelt vor den manisch- psychopathischen Intrigen, den Sinn- und Wortverdrehungen, den Realitätsklitterungen, der eristischen Dialektik, derer sich die Lager bedienen.

Beim Bundesparteitag sollten ausnahmslos alle Personen, die sich an dieser Parteispaltung aktiv beteiligt haben und (wieder) um ein Führungsamt bewerben abgestraft werden, und das ungeachtet ihrer Lagerzugehörigkeit.

Gravatar: Volker D.

Guter Beitrag!
Mit Lucke an der Spitze kann es leider nicht mehr weitergehen.
Ob Petry das leisten kann, weiß ich nicht, aber sie sollte auf jeden Fall auf dem BPT die Chance bekommen.
Auch wenn wir deshalb in den kommenden Wahlen nicht in die Landtage einziehen sollten, was ich übrigens nicht glaube, halte ich es derzeitfür wichtiger, die Alternative für Deutschland zu bleiben, statt einem Penner- und Pennäler- Ruf zu folgen.

Gravatar: Johannsmann

Ein sehr gut geschriebener Artikel. Eins steht jedoch fest: Eine Partei, wie Lucke und Henkel sie anstreben, ist in Deutschland absolut überflüssig.

Gravatar: Ralph H. Hoffmann-Odermat

Machen wir uns nichts vor. Das ist das Ziel: "Das Weckruf-Lager will in Essen durchmarschieren und sämtliche Vorstandsposten erobern".

Falls das nicht zufrieden stellend gelingt, werden allerdings wohl nur wenige die AfD verlassen. Genauso wie ich im Übrigen nicht aus der AfD ausscheiden werde, sollte sich Lucke und Henkel durchsetzen.

Gravatar: OStR Peter Rösch

Die Sache ist die: Die Bürger wollen Klartext, und der beinhaltet nun einmal das, was medial als "rechts" bezeichnet wird. Sie wollen die Klartextrede aber nicht von Hooligans, spätpubertierenden Glatzen oder Gescheiterten hören, sondern von gestandenen Leuten, von ihresgleichen, die außer dem Willen darüberhinaus noch Fähigkeit und hinreichend Mut zur Formulierung des bestehenden Unbehagens haben. Genau dies ist die gegenüber dem anhängermehrheitlichen Raunen aus den Reihen von NPD oder REPs kennzeichnende Möglichkeit der AfD. Darin besteht die eigentliche Gefährlichkeit der AfD für die Systemparteien und ihre Chance. Das ist meine Lesart des letzten Satzes von Marc Jongen.

Gravatar: Thomas Lutz

Ein Bernd Luke zeigt leider keinerlei Politische befähigung die über die Euro kritik hinaus geht.
Obwohl dies am Anfang sehr wohl anders aussah, als Luke zb erfolgreich die Rechts Keule entschärft hat.
Es währe Schön wenn Herr Luke zur Besinnung kommt.
Leider habe ich, der unferständlichkeit seiner Haltung wegen, hier nicht im geringsten den Schimmer einer Hoffnung.
Einer AFD der Politischen Korrektness, bei der Gender Islam Energiewende Klimabetrug , Ja Betrug, so in Ordnung gehen würde ich meine Stimme nicht geben.
Aber einer AFD die nach "rechts" abrutscht ?! (Was bitte ist das eigentlich ?!)
Nun einer Bürgerlichen Freiheitlichen Rechtstaadlichen AFD die die unhaltbaren Sozialistischen Zustände in diesem Land schonungslos aus uns anspricht würde und werde ich mehr als nur mein Kreutz an einem Wahltag geben.
Eine solche AFD die Rechts im bürgerlichen Freiheitliche Sinne ist, nur eine solche AFD hat den Namen Alternative wirklich verdint.

Mit Freundlichen Grüßen
Auch an Bernd Luke

(dem ich mal in der Badnerlandhalle die Hand Schüttelte)

Gravatar: Heike V.

Sehr geehrter Herr Dr. Jongen,
es gibt wie überall in der Politik und im Leben Tatsachen die man befürworten kann oder ablehnen möchte. Aber Fakt ist, zu dieser Zeit befand sich die AfD im Aufbau, das zarte Pflänzchen fing an zu sprießen, an den Info Ständen hatten die Menschen vertrauen gefaßt sie bedankten sich bei uns. Aber leider wurde alles abgewürgt und ausgebremst.
Ich denke Herr Prof. Dr. Lucke wird so schlau sein mit den vielen klugen Köpfen der AfD zusammenzuarbeiten und die politischen Entscheidungen gemeinsam beschließen, das setze ich voraus.

Gravatar: Stephan Wunsch

" in der Praxis kann die AfD aber nur überleben, wenn es einen Kompromiss zwischen Lucke und den moderaten Weckrufgegnern gäbe."

In der Tat. Lucke hat sich aber bislang als absolut kompromissunfähig und das in jeder Hinsicht gezeigt, seit Gründung der AfD. Für Lucke ist, das sagen selbst Leute, die ihn gut kennen und gewogen sind, ein Kompromiss, wenn jeder mit seiner eigenen Ansicht in eine Besprechung geht, und mit Luckes Ansicht rauskommt.

Dass nun auch die moderaten Weckrufgegner gewisse Zweifel daran haben, dass Lucke doch noch kompromissfähig wird (von teamfähig ganz zu schweigen, eine weitere Grundvoraussetzung, um geeignet für eine Führungsposition zu sein), ist sicher verständlich.

Gravatar: Markus

Habe vor der Bundestagswahl mit Eifer für die AFD gespendet. Wenn sich nun der neue Lucke durchsetzt, bin ich auch weg.

Dank an Marc Jongen, sehr guter Beitrag.

Gravatar: Hans Neumann

Lucke ist und bleibt ein Kind Merkels. Linientreu und wahrheitsscheu. dieser Mann verspricht jedem was er hören will und bricht es schneller als er es ausgesprochen hat.

Mit Lucke verliert die Alternative nicht nur die Alternative sondern auch ihre Glaubwürdigkeit. Ohne ihn wird sie zum Senkrechtstarter mit ihm setzt sie zur Bauchlandung an..

Lasst ihn und seine Weckrufer ziehen und eine weitere transatlantische Sekte aufmachen. Die AfD wird sich danach erst entfalten und die Bürger mit mehr Aufrichtigkeit an sich binden.

Lucke ist ein Paradebeispiel für die verlogene Politik die niemand mehr will.

Gravatar: Andreas Geisenheiner

auch meine Gratulation zu diesem sehr klugen Artikel. Er umfasst die grundsätzliche Aufgabe unserer AfD, analysiert die problematische Situation und erläutert die vorstehende Richtungsentscheidung. Ich freue mich über Ihre glasklare Positionierung!
Ich freue mich auch auf weitere Anstösse dieser Art. Wir werden sie gerade nach der -so Gott will- erfolgreichen Abwahl des Systems Lucke dringlich brauchen.

Gravatar: Reinhard Wilhelm

Wie können Sie ernsthaft für Leute wie Höcke, Tillschneider, die hinter der Erfurter Erklärung stehen, in die Bresche springen ?! Sie hatten in der Vergangenheit Aufsätze geschrieben, die sehr fundiert waren. Dieser Aufsatz spricht nicht für Sie.

Es gibt sicherlich Kritikpunkte gegenüber Lucke, aber bestimmt nicht im Verhältnis zu dem Höcke-Lager, das die AfD tagtäglich blamiert. Man kann sicherlich Handlungen von Henkel kritisieren, aber nicht in Bezug auf die Reaktionen auf die Erfurter Erklärung.

Gravatar: Daniel Rossmann

Danke Herr Jongen für den guten Artikel. Ich denke, daß der Konflikt der jetzt in dieser Vehemenz ausgebrochen ist, viel älter ist als viele meinen.

Vor Henkel gab es bereits Versuche, unliebsame Personen in der Partei mit dem Stigma "homophob" oder "islamophob" zu belegen. Es war Dagmar Metzger, die im Auftrag von Lucke diese Aufgabe übernommen hatte und nach der Bundestagswahl 2013 durch Deutschland tingelte und vor den "Homophoben" und "Islamophoben" in der Partei warnte.

Die Themen Ehe und Familie, sowie Islam und Zuwanderung sollten nach dem Willen von Bernd Lucke bereits damals zu Tabu-Themen innerhalb der Partei erklärt werden.

Um die Partei in diesem Sinne auf Linie zu bringen wurde zunächst das parteiinterne Netzwerk Kolibri gegründet und später der Versuch unternommen eine Stiftung unter dem Vorsitz von Frau Metzger zu gründen, die nicht nur für die Aquirierung der Gelder für die Parteifinanzierung zuständig sein sollte, sondern auch maßgeblichen Einfluß auf deren Außendarstellung haben sollte:

https://kolibriwatch.wordpress.com/2014/02/25/knebelvertrag-so-will-dagmar-metzger-die-stiftung-fur-freiheit-und-vernunft-an-die-afd-binden/

Der Versuch eine parteinahe Stiftung deren Rat ausschließlich mit Lucke-Treuen besetzt sein sollte mit Exklusivrechten innerhalb der AfD auszustatten muß als ein erster Versuch einer Art Machtübernahme durch Lucke und seine Clique innerhalb der AfD gewertet werden.

Wer das Geld hat, hat auch das sagen und wer die Außendarstellung der Partei maßgeblich mitbestimmt, bestimmt nun mal über das Bild das diese Partei nach außen abgibt, also letztlich die Inhalte für die die Partei nach außen hin steht, so jedenfalls der Gedanke der hinter diesem Versuch steckte.

Gleichzeitig wurde, wie schon gesagt, der Versuch unternommen Parteimitglieder, die sich dieser neuen politischen Korrektheit innerhalb der Partei zu widersetzen versuchten, mundtod gemacht oder sogar aus der Partei zu drängen:

"AfD-Pressesprecherin Dagmar Metzger erklärte in Berlin, die AfD als demokratische Partei distanziere sich klar vom rechten Rand. Das zeige auch das Beispiel Kuhlmann. Es sei wichtig, schnell zu reagieren und in solchen Fällen konsequent aus der Partei auszuschließen."

http://korrektheiten.com/2013/09/16/afd-islamkritiker-unerwuenscht/

Das war im September 2013.

Der Konflikt der jetzt so vehement ausgebrochen ist, war also von Anfang an in der Partei angelegt.

Er kann meines Erachtens auch nicht überwunden werden. Es sind zwei völlig konträre Weltanschauungen die hier aufeinander treffen. Auf der einen Seite die Vertreter einer "Neuen Weltordnung" wie ich es einmal nennen möchte und auf der anderen Seite die Vertreter der christlich-abendländischen Ordnung. Zwischen beiden kann es keine Versöhnung geben. Man kann nicht gleichzeitig für den Schutz von Ehe und Familie sein und gleichzeitig Lebenspartnerschaftsgesetz, Homo-Ehe und Gender-Ideologie akzeptieren, man kann nicht gleichzeitig für den Erhalt der christlichen Werteordnung kämpfen und für eine Förderung der Ausbreitung des Islams in Deutschland auf der Grundlage der Religionsfreiheit sein. Man kann auch nicht gleichzeitig für Patriotismus sein und für eine Auflösung der Grenzen und eine Masseneinwanderung aus kulturfremden Regionen dieser Erde sein und man kann nicht für eine politische und wirtschaftliche Beziehungen mit Rußland kämpfen und gleichzeitig eine unbedingte Treue zur Nato und damit zur USA einfordern.

Es gibt Dinge, die schließen einander aus. Lucke und seine Clique stehen für die "Neue Weltordnung", sie stehen für unbedingten Transatlantismus und eine Politik unter dem Diktat der westlichen liberalen Eliten, die ein Europa ohne Grenzen und eine Durchmischung aller europäischer Völker mit afrikanischen Völkern anstreben, für die Abreibung zum Menschenrecht gehört, für die die Ehe nur eine unter vielen sexuell geprägten Formen des Zusammenlebens ist und der Islam dem Christentum unbedingt vorzuziehen ist.

Das formulieren Lucke und seine Anhänger zwar nicht so deutlich, aber Lucke hat unmißverständlich klar gemacht, daß er einer Partei, die diese Grundentscheidungen, die seiner Ansicht nach die deutsche Gesellschaft bereits getroffen hat, in Frage stellt, nicht angehören kann:

https://www.youtube.com/watch?v=kCQAt9NdsbA

Zwischen Lucke und seinen Anhängern auf der einen Seite und den übrigen Mitgliedern innerhalb der AfD auf der anderen Seite gibt es keine Gemeinsamkeiten. Lucke und der Weckruf werden diesen Krieg gegen die anderen AfD-Mitglieder, die sich nicht auf ihrer Linie befinden, und den sie längst begonnen haben, bis zur endgültigen Vernichtung derselben führen. Darüber sollte sich niemand irgendwelchen Illusionen hingeben.

Zwischen der von Lucke und seinen Anhängern vertretenen "Neuen Weltordnung" und der alten europäischen, abendländisch-christlichen Ordnung gibt es keine Gemeinsamkeiten, sondern nur allerschärfste Gegensätze.

https://www.youtube.com/watch?v=9yB78a0Rw98

Gravatar: Stephan Wunsch

"Zwischen Lucke und seinen Anhängern auf der einen Seite und den übrigen Mitgliedern innerhalb der AfD auf der anderen Seite gibt es keine Gemeinsamkeiten."

In Bezug auf gewisses Führungspersonal leider eher nicht (mehr), und das liegt allein an den persönlichen Defiziten dieses Führungspersonals. Politisch aber schon - zwischen nahezu allen AfD-Mitgliedern, egal welchem der personellen Lager sie angehören, dürften die politischen Gemeinsamkeiten weitaus überwiegen. Aus persönlichen Präferenzen einiger weniger Egomanen unnötig hochgebauschte Randthemen, ob am neoliberalen oder am nationalliberalen Rand, überschatten diese große Übereinstimmung leider.

Gravatar: Hubert Vogel

das teilweise hilflose ´Geeiere´ mancher Foristen beweist,
dass Marc Jongen mit seinen Ausführungen genau richtig liegt.
Vielen Dank für diese klaren Worte.

Gravatar: Mitstreiter

Lucke hat uns, das Parteiprogramm, verraten, getäuscht, mißbraucht.
Es wird eine Spaltung geben, machen wir uns nichts vor.
Der Teil "Weckruf" hat kein Programm mehr, nur noch die Lucke Meinung gilt!
Lucke mit Henkelmuß weg!

Gravatar: Mitstreiter

Lucke istinzwischen eine Marionette.
Strippenzieher ist Henkel.

Gravatar: Mitstreiter

"die AfD rutscht nach rechts.."?
Lucke und Henkel haben die AfD in diese Ecke fälschlicherweise geschoben.
Lucke und Henkel haben bewußt der Partei Schaden zugefügt.

Gravatar: Friedrich Dominicus

Manche erkannten frühzeitig, daß die Alternative diesen Namen nicht verdient. Aber diese Sache ist schon sehr daneben, kann aber niemanden wirklich wundern. Wie fing man an? Nein - gegen den Euro wo ist man heute
Ja/Nein/Vielleicht. Wischi waschi ohne nass werden zu wollen. Aber auch hier Eingriffe gegen das Eigentum noch und nöcher, man schaue sich die Vorschläge für den Ausstieg Griechenlands aus dem EUR an.

Da paßt hier besser der Eintrag: keine Gesetze für die Zentralbank.

Gravatar: bananenrepublik 2.0

Habt ihr schonmal darüber nachgedacht, das diese Party nur gegründet wurde, um eine legitime intelektuell unterfütterte Bewegung zu bündeln und sie danach über die Klinge springen zu lassen?

Glaubt ihr das die "Transatlantikbrücke" die AFD gewähren lässt, wenn sie diese nicht lenken kann?

Ich finde die rechtsextremen Tendenzen in der AFD genauso gefährlich, wie die neoliberalen Tendenzen, welche z.B. von Olaf Henkel vertreten werden. Beides führt zur Ungleichheit und Unterjochung der Menschheit.

mfg bananenrepublik 2.0

Gravatar: Viktor Laub

///Das sehe ich bei Frau Petry nicht, die das Steuergeld nur anders ausgeben will, statt es den gebeutelten Bürgern zurückzugeben und den Einfluß von Staat und Politik zurückzuschrauben.///
Sagen Sie bloß, sie hat Ihnen diese Absicht verraten (LOL).

Gravatar: Viktor Laub

///Mit Leuten wie Jongen bin ich gern in der AfD gewesen.///

Jongen ist immer noch AFD-Mitglied. Sie etwa nicht mehr?

Gravatar: Volker Siepen

Hallo,

mein Kompliment zum Artikel. Volle inhaltliche Zustimmung. Entweder Lucke beweist, dass er mit Petry partnerschaftlich kooperieren kann oder er muss gehen.

Gravatar: Stephan Wunsch

Das BSG hat nun eine klare Antwort gegeben:

1. Die Satzungswidrigkeit der Vereinigung „Weckruf 2015 e.V.“ wird festgestellt.

2. Der Bundesvorstand der Alternative für Deutschland wird angewiesen, die umgehende Auflösung der Vereinigung „Weckruf 2015 e.V.“ anzuordnen.

Es ist unendlich schade, dass tausende gutgläubiger- und williger AfDler sich von Lucke et al instrumentalisieren ließen für den Versuch, die Partei völlig Lucke-konform aufzustellen. Und falls das nicht gelingt, sie zu spalten, was ja noch kommen kann.

Gravatar: M. Berg

„Das Problem sind eher Randgruppen wie Sinti und Roma, die leider in großer Zahl kommen und nicht gut integrationsfähig sind.“
Bernd Lucke im Januar 2014
Manchmal muss man die Menschen einfach nur aussprechen lassen.

Gravatar: Der aufgeheizte Konflikt in der AfD | kpkrause.de

[…] Jongen am 18. Juni unter dem Titel „Zwischen Farce und Tragödie“ öffentlich geschrieben hat (hier). Jongen ist stellvertretender Sprecher und Programmkoordinator der AfD […]

Gravatar: Thomas Lüttig

Wer wegen Schwierigkeiten davon läuft, sollte seine Überzeugung zur betreffenden Sache mal überdenken. Es gab und gibt jedemenge Menschen, die für ihre Überzeugungen gestorben bzw. unfreiwillig ihr Leben ließen.

Weglaufen ist keine Option. Damit gebe ich dem "Freund/Feind" immer wieder Recht. Und muß mich daher nicht wundern, wenn ich in der Demokratie geschlafen habe und dann in einer Diktatur aufwache.

Ich bleibe, weil ich mir nicht nachsagen lasse, ich hätte zwar immer nur geschimpft und genörgelt, habe aber niemals etwas dagegen unternommen.

Es sind unser Kinder und Kindeskinder, die uns eines Tages fragen werden, "...Ihr habt das alles gewußt ?! .... Warum aber habt ihr nichts dagegen unternommen ?!

Ich kann nur an die Intelligenz aller AfD-ler, Sympathisanten, Unterstützer, AfD-Wähler und alle freiheitsliebenden Menschen appelieren, die gute Sache der AfD, für die sie angtreten ist, immer im Auge zu behalten und die Personen, die ihre eigenen Ideale verraten haben, diese sträflichst abzuwählen.

Wegen der Anfangsschwierigkeiten, die die AfD immer noch auszustehen hat, sollten wir nicht die berühmte "Flinte ins Korn werfen".

Gewisse Altparteien bekämpfen hier kongret die AfD & PEGIDA deswegen, weil sie von ihren eigenen Ideen NICHT überzeugt sind !

Wer von seinen guten Ideen überzeugt ist, muß Andere nicht bekämpfen, nur weil sie eine andere Meinung haben, als Andere.

Denn wenn sie dem Volk zuhören wollen bzw. würden, müßten sie (Alt-Parteien) endlich anfangen, für ihr NICHT verdientes Steuergeld (...von den Wählern gezahlt...etc.) ihren Finger aus dem Anus (Entschuldigung) zu nehmen und sofort beginnen zu arbeiten.

In diesem Sinne für ein Neuanfang der AfD, die die EINZIGE Alternative für Deutschland ist, wenn das deutsche Volk sich nicht versklaven lassen will. ! Daß aber entscheidet nur das Volk alleine.

Die gerade im Radio gehörte Nachricht vom BSG der AfD, den "Weckruf 2015 e.V." aufzulösen, finde ich eine weise Entscheidung.

.... Mein Mittegsessen wird leider nicht wärmer, jemehr ich schreibe.

Mein Zitat:
"Wer sein Volk liebt, braucht kein Schwert, um es zu regieren !"

Gravatar: Gert Widmann

Liest man sowohl den Beschluss des BSG von heute durch und nimmt man sich sodann die Bundessatzung vor, dann wird schnell klar, dass dieser Beschluss des BSG zu einem garantiert nicht führen wird, ja, gar nicht führen kann:

Zu einer Auflösung des Vereins WECKRUF2015 e.V.

Da waren einige mal wieder anwaltlich sehr gut beraten.

Gert Widmann
www.afd-deutschland.info

Gravatar: Alfons

"Rechtsaußen" nehme ich an, steht für "im Interesse Deutschlands und seiner Bürger" zu handeln?

Natürlich ist das dann ein Standpunkt, der der Vielzahl der transatlantischen bzw. EU-Judas-Löhnern völlig fremd ist, denn diese definieren sich allenfalls als "Europäer" und verleugnen jegliches Handeln zum Wohle ihres eigenen Volkes.

Gravatar: manfred

So wie sich Lucke benimmt, den Wandel den er in kürzester Zeit hingelegt hat, kann es sich nur um ein U-Boot handeln.

Gravatar: Andreas Bernhard

Nach meiner Einschätzung muß man schon ein masochistischer Charakter sein, wenn man noch an Lucke festhält. Zu dieser Person kann kein Vertrauen mehr entstehen.

Natürlich muß man der Partei den Rücken kehren, wenn die Lucke-Henkel Bande unsere AfD übernimmt. Jeder Euro, der dann noch in diese Luftnummer gesteckt wird, ist einer zuviel.

Gravatar: Sven Rüger

"Personen wie Höcke und Poggenburg, aber aus anderen Gründen, auch Herrn Pretzell, wird man hier aber nicht mit einbeziehen können."

Warum eigentlich nicht? Weil es heißt, daß mit solchen BuVo-Sprechern vor allem westdeutsche Wähler sich nicht für die AfD entscheiden würden? Ich stelle bei solchen Behauptungen immer die Forderung, daß sich derjenige, der sie macht, sich bitte vorher kundig macht, und zwar persönlich und aus unabhängigen Quellen. Wenn solche Urteile aber auf dem unreflektierten Wiederholen von Parolen derselben Gleichstrompresse beruhen, von denen wir WISSEN, daß sie tendenziell darstellen, selektiv berichten, verfälschen oder schlicht lügen, dann kann ich diese Urteil nicht anders bezeichnen als Voreingenommenheit. Derjenige, der so urteilt, macht sich dann zum Sprachrohr derjenigen Kräfte im politmedialen Establishment, zu deren Bekämpfung die AfD ursprünglich angetreten ist.

Wer sich gegen Höcke und Poggenburg ausspricht, soll das bitte sachlich begründen. Wohlgemerkt: Das ist kein Plädoyer für oder gegen die beiden Kandidaten. Man kann aus den verschiedensten Gründen für oder gegen sie sein. Sie aber deswegen pauschal abzulehnen, weil man in den Mainstreammedien gelesen hat, daß sie "national" oder irgendwie sonst "rääääääächts" sein sollen, heißt, sich die Argumentation o.g. Medien zu eigen zu machen.

"Spaltet sich die Partei, wird vermutlich keiner der beiden Teile überleben. Die „Petry-AfD“ wird aber auf jeden Fall nach Rechtsaußen abrutschen, wenn die Lucke-Anhänger gegangen sind, das werden weder Sie noch Frau Petry verhindern können, auch wenn ich durchaus glaube, daß Sie es beide versuchen würden."

Ich würde sagen, daß es sogar die beste Variante wäre, wenn die lautstarke Minderheit, die über Mittel wie den Weckruf oder anderen dem K(r)ampf-gegen-Rechts entlehnten Mitteln die AfD daran hindern wollen, eine echte Alternative zu werden, die Partei verlassen. DANACH werden die Wähler sowohl programmatisch als auch politisch erkennen, daß die AfD eben keine weitere Partei des im Bundestag sitzenden Einheitsblocks ist. Durch die Obstruktions- und Hinhaltepolitik der bisherigen Parteiführung war das bislang nicht möglich. Der Weg zum Erfolg wäre dann geebnet.

Gravatar: Sven Rüger

"Eine Petry-Partei wird niemals 5% erreichen."

Zwei Fragen: Woher nehmen Sie diese Gewißheit, und woher wissen Sie, daß es eine Petry-Partei wird?

"Nur wenige Leute im Land wünschen sich den Bismarck-Konservativismus zurück. Wir können aber nur zwischen diesem und dem Adenauer-CDU-Konservativismus Luckes wählen."

Auch hier meine Frage: Was verstehen Sie unter Bismarck-Konservatismus? Etwa einen "national" gefärbteren? Das einzige, was an der AfD und deren als "national" titulierten Vertretern in diese Richtung geht, ist die Forderung nach Souveränität Deutschlands. Das ist nicht mehr als billig, angesichts dessen, was es inzwischen an Fremdbestimmung zum Nachteil des Landes gibt, sowohl seitens der Hegemonialmacht USA als auch seitens der EU-Bürokratie, wo sich Lobbyisten und Ideologen meist linksgrüner Coleur nach Herzenslust zu Lasten der deutschen Steuerzahler austoben können.

Wenn Sie die Forderung nach Erhaltung der deutschen nationalen wie kulturellen Identität aber als "national" bezeichnen, müßte ich Sie fragen, ob Sie mit der AfD in der richtigen Partei sind. Ein solches Bestreben ist nicht "national" im invektiv gebrauchten Sinn, sondern eine elementare Selbstverständlichkeit, die aber durch die deutsche politische Klasse inzwischen auf das Äußerste gefährdet ist.

"Die AfD sollte sich mehr liberal aufstellen. In Zeiten des Neosozialismus – die Bezichnung “Neoliberalismus” im Artikel ist blanker Hohn – braucht man Liberale und welche, die Ahnung von Ökonomie haben"

Etwa Leute wie Henkel, die über die Lohndumpingpolitik der letzten Jahre weiterhin die deutschen Arbeitnehmer zach halten wollen und dafür sorgen, daß unsere echten einheimischen Fachkräfte scharenweise das Land verlassen?

"Das sehe ich bei Frau Petry nicht, die das Steuergeld nur anders ausgeben will, statt es den gebeutelten Bürgern zurückzugeben und den Einfluß von Staat und Politik zurückzuschrauben."

Bei aller Kritik an Petry: Ihre Pläne - im sächsischen AfD-Programm nachzulesen - über die Einführung des Familiensplittings im Steuerrecht und über die verstärkte steuerliche Absetzbarkeit von SV-Abgaben abhängig von der Zahl der Kinder im Haushalt stützen Ihre Behauptung nicht.

Gravatar: Andreas

Wenn sich innerhalb der AfD eine politische Strömung durchsetzt, die mit den Interessen eines Mitglieds divergiert, so ist es die Pflicht eines jeden sich nicht vertretenfühlenden Mitglieds, für eben seine Interessen innerhalb der Partei zu Kämpfen. Schließlich ist man doch in der AfD, weil diese Forderungen durchsetzen will, die man selbst ebenso verwirklicht sehen will. Also Kämpft man durch eine Mitgliedschaft ebenso dafür, da sonstige Parteien diese Forderungen nicht vertreten. Wenn nun aber Lucke die Macht endgültig an sich reißt beginnt jener Kampf zur Durchsetzung der eigenen Interessen von neuem, nur eben innerhalb der Partei. Wer also aus der AfD austritt, nur weil Lucke 'gewinnt' verkennt damit seinen eigenen politischen Kampf. Die Ausgangssituation der Mitgliedschaft in der AfD ist doch bei jedem Mitglied, dass Interessen vertreten werden die nicht unsere sind. Somit ändert sich im Grunde nichts. Aufzugeben, nur weil man subjektive Niederlagen erlitten hat ist der Beginn vom Ende eines aussichtsreichen politischen Kampfes für ein besseres Deutschland.

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