Wird die traditionelle Familie von der Politik als Auslaufmodell eingestuft?

Eugen Richter hat bereits 1891 in seinen „Sozialdemokratischen Zukunftsbildern“ darauf hingewiesen, dass sozialdemokratische Politik für jeden etwas zu bieten hat: Kinder und Alte werden flächendeckend in staatliche Erziehungs-und Versorgungsanstalten gebracht.

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Arbeitsfähige Männer und Frauen müssen möglichst ohne Ausnahme arbeiten, um die sozialdemokratische Umverteilungsmaschine sowie die Beamten und Politiker an deren Hebeln zu bedienen. Hier wird die Allmacht des Staates praktiziert.

Das Konzept von Renate Schmitt SPD, alle Kinder sollen in die Krippe, hat Frau von der Leyen 2007 umgesetzt mit dem Satz: „Wir werden das Land verändern“

Es ist nicht der Zeitgeist der die Familien brüchig werden lässt, sondern die verfehlte Politik mit nach wie vor sozialistischen Wunschträumen. Alle Eltern und Familien werden unter Generalverdacht gestellt, ihre Kinder nicht erziehen zu können.

Walter Braun, Psychologe Zitat: „Fremdbetreuten Kindern fehlt die Erfahrung von besonderer Bedeutung zu sein. Sie lernen, dass sie auf Aufmerksamkeit warten müssen. Freundliches Lächeln, Augenkontakt und das Gefühl umsorgt zu sein in der Familie und besonders bei der Mutter, erzeugen Wohlbehagen und formen den Gehirnbereich, der in den ersten Jahren für ein reife Sozialentwicklung entscheidend ist“.

Kinder vom zweiten bis dritten Lebensjahr können sich einer ständigen Unruhe und Geräuschkulisse und wechselnden Bezugspersonen in den Kitas nicht erwehren.

12 Milliarden Euro werden für die staatlichen Krippenplätze bereitgestellt, ein Krippenplatz kostet monatlich 1000,--Euro. Die Wahlfreiheit für die häusliche Betreuung (monatlich 100,--Euro) wurde als sozialpolitische Katastrophe abgelehnt.

Für Problemfamilien und Mütter die nicht auf die berufliche Tätigkeit verzichten wollen, sind Krippenplätze eine Lösung. Wahlfreiheit bedeutet jedoch: 3 Jahre monatlich 500,--Euro Diese Wahlfreiheit ist von der übergroßen Mehrheit der Familien gewünscht.

Anderen Ländern ist die elterliche Betreuung der Kinder unter drei Jahren mehr wert.

3 Jahre lang gibt es in Finnland dafür fast 330 Euro, in Frankreich zwischen 300 und 560 Euro Erziehungsgeld (gestaffelt nach Einkommen und Teilzeitarbeit). Vergleichbare Leistungen gibt es in Österreich, Norwegen und seit 2008 auch in Schweden. Auch in Deutschland gab es seit 1986 ein Erziehungsgeld (3oo Euro); das 2007 aber dem Elterngeld weichen musste. Mit der Elterngeldreform begünstigte die Politik Besserverdiener, die für 12 Monate, bzw. 14 Monate (incl. Vätermonate) 67% ihres Bruttomonatsverdienstes erhalten.

Wenn das Betreuungsgeld zu teuer sein sollte, wie lassen sich dann noch die vier Milliarden jährlich für das Elterngeld rechtfertigen? Es zu streichen wäre nur konsequent!

Seit 2008 ist nach vielen Reformen heute die Ehe im Kern ein Vertrag, der, wenn das jüngste Kind 3 Jahre alt ist, auf Antrag eines Partners ohne Einwilligung des anderen Partners geschieden werden kann. Die Ehefrau ist nach der Scheidung auf sich gestellt, so als hätte die Ehe nie bestanden. Nach dem sozialistischen Prinzip ist sie gezwungen, das Kind oder mehrere Kinder in die staatliche Fremdbetreuung zu geben, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Hier ging kein Ruck, sondern eine Erschütterung durchs Land. Die bislang bröckelnde, traditionelle Familie wurde nun vollends zerstört. Professor Kirchhof sagte am 15.4.2008 in einem Vortrag bei Schott, dass dieser Paradigmenwechsel verfassungswidrig sei.

Ist die Unsicherheit der „modernen Ehegesetze“ nicht ein, sondern sogar der entscheidende Grund dafür, dass die Frauen heute lieber in ihre eigene Karriere investieren als Kinder zu bekommen; als notwendige Versicherung für eine sehr leicht gemachte Scheidung?

Am 13.Sept.2008 schreibt Prof.Dr.Dr. Felix-Rüdiger G. Giebler:

Homo ludens.

Die Kinder von heute haben ihr Paradies verloren, die spielende Entdeckung der Welt. Der kindliche Eroberer der Welt der über Spielfreude, Begeisterung und Staunen möglicherweise den Sinn des Lebens erfährt, ist morgen der in sich ruhende Erwachsene.

Vor der Bildung steht die Bindung.

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