Warten auf Tag X? So wird das nix!

Dieser Tage bietet sich allerorten ein merkwürdiges Schauspiel: CDU und SPD beispielsweise verhandeln so, als würden Deutschland und die Welt nur darauf warten, endlich wieder in den Genuss einer GroKo kommen zu dürfen. Der Kaiser ist nackt; jeder weiß es, jeder sieht es, alle reden darüber — und warten dennoch gespannt auf die Anprobe der neuen unsichtbaren Frühjahrskollektion.

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Das Bundesverfassungsgericht beschäftigt sich aktuell vor lauter Langeweile allen Ernstes dringlich mit der Frage, ob die SPD-Mitglieder über die Teilnahme ihrer eigenen Partei an einer Koalition überhaupt abstimmen dürfen (wer denn sonst?) — ganz so, als gäbe es das verfassungsfeindliche NetzDG und die eklatanten Rechtsbrüche der Kanzlerin mitsamt deren Folgen gar nicht.

Beinahe täglich werden mittlerweile Vorfälle bekannt, in denen größere „Männergruppen“ die Schmerzgrenze unseres angeschlagenen Rechtsstaates und seiner Repräsentanten auf der Straße austesten. Sie haben schnell gelernt, dass das keine ernsthaften Konsequenzen nach sich zieht. Die Polizei könnte freilich schon — wenn sie denn dürfte, wie sie wollte.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man auch hierzulande laut darüber nachdenken wird, dem bröckelnden Gewaltmonopol mit Hilfe der Bundeswehr den Anstrich von Handlungsfähigkeit zu verleihen. An sich keine ganz verkehrte Idee. Wäre sie nur einsatzfähig — mit etwas Glück ist aber zumindest die neue Umstandsmode demnächst startklar.

Die Presse ist derweil emsig damit beschäftigt, unbequeme Bürgerinitiativen und den überraschend heftig wieder aufflackernden Protest auf den Straßen dieser Republik gleichzeitig kleinzuschreiben und zu dämonisieren. Wenn ich da einen kostenlosen Tipp geben darf: So funktioniert das nicht. Entweder ist es ganz schrecklich oder ganz wenig — beides geht nicht, ein „klein bisschen furchtbar“ macht keinen Sinn!

Was in all diesen Beispielen auffällt, ist jene merkwürdig gelähmt anmutende Abkopplung von der Realität. Sie erschöpft sich in lustlosen Abwehrreaktionen, dem routinierten Herunterleiern der ewig gleichen Deutungsmuster, in beinahe rituellen Ersatzhandlungen — wer eine Wohnungskatze nach der Verrichtung ihres Geschäftes beobachtet, bekommt eine ungefähre Vorstellung davon, was damit gemeint ist.

Zwölfkommairgendwas Jahre Merkelregime haben dieser seltsamen Zeit wahrlich ihren Stempel aufgedrückt. Während die, die hier schon länger regieren, gewohnheitsmäßig über eine Mietpreiserhöhung nachdenken, ist das Volk gedanklich längst ausgezogen. Es hält sich nicht mal mehr an die Hausordnung. Cottbus mag wie Dresden in Dunkeldeutschland liegen, aber Kandel, Hamburg und „Westberlin“ tun es nicht. Ich bin bereits sehr auf die Erklärung gespannt. Vermutlich sind dort ausländische Provokateure, also „Exil-Ossis“ am Werke? (Gesteuert von russischen Hackern)

Auf der anderen Seite erlebe ich auch „in den eigenen Reihen“ ein seltsame Mischung aus Aufbruch und Lethargie. Man muss unbedingt etwas tun, am besten gestern. Ach was, vor zehn Jahren. Es ist nämlich ohnehin alles zu spät, verloren und nie mehr rückgängig zu machen. Ja, was denn nun? Entscheidet euch mal. Ich glaube, da haben sich einige Zeitgenossen schon sehr ans Verlieren gewöhnt und sich recht behaglich in ihrer Unzufriedenheit eingerichtet. Es gibt keine bessere Zukunft, wenn man sich weigert, sich eine vorzustellen!

Der ominöse „Tag X“, dem viele so erwartungsfroh entgegenfiebern (bei manchen steigert sich das bis zu schaurig-schönen Bürgerkriegs-Phantasien, weil sie nie einen aus der Nähe gesehen haben), dieser Tag, an dem die Leute endgültig die Faxen dicke haben und den Aufstand proben, bei dem man dann bequemerweise mit aufstehen kann — er kommt nicht. Er ist längst da. Ihr müsst halt nur hingehen.

Wenn es nichts zum Hingehen gibt, dann seid die Ersten. Wenn ihr nicht mehr laufen könnt, dann bekennt euch. Hängt blaue Laken aus dem Fenster. Dreht der GEZ-Propanda den Saft ab. Spendet anonym. Streut genüsslich Sand ins Getriebe. Irgendwas. Widerstand war noch nie so billig zu haben. Gefoltert wird dafür in diesem Land keiner. Noch nicht. 2018 hat das Potential zum „Wendejahr“. Anbei drei Anregungen zum Mitmachen, Nachmachen, Selbermachen:

www.facebook.com/events/1957870114532919/

www.facebook.com/christian.horst.334/posts/pcb.10215695209351954/

youtu.be/FSXphiFknyQ

Zuerst hier erschienen: https://dunkeldeutschland.blog-net.ch/2018/02/06/warten-auf-tag-x-so-wird-das-nix/#more-739

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hand Meier

Wer sich selbst nicht verachtet, sich nicht geschlagen gibt und unterwirft, wer sich selbst nicht zu den Charakterlosen Abkassierern im opportunistischen Trend begibt, hat noch ein erlebenswertes, stabiles gesundes Format.
Es wiederholt sich etwas Ähnliches wie in der Ära der National-Sozialisten, die keine Kritik und keinen Widerspruch duldeten, was sich mit der Stasi in der DDR fortsetzte.
Unserer Merkel-Clique fehlt aber eine Gestapo oder eine Stasi und das wissen sie. Sie verfügen nur über die Antifa.
Sie haben nur ihre GEZ-Kavallerie und die hat längst das Volksvertrauen verloren, da ist nichts mehr zu reparieren.
Das System wird implodieren, siehe Uwe Steimle https://www.youtube.com/watch?v=nOTEodTXgCY
und wir sind längst schon viel weiter.

Ich erwarte in diesem Jahr viele öffentliche Proteste gegen die Zustände in diesem Land.
Ich kann mir gut vorstellen wie die Gegner des Volkes gelistet und erfasst werden.
Es wird sich die Spreu vom Korn trennen und es wird schön sein, wie ein frischer Wind aufkommen wird der eine Schweizer Demokratie zum Ziel haben sollte, um die Bürgerfreiheit ins Zentrum eines besseren Deutschlands zu stellen.

Gravatar: M

Verwirrte Alte die immer im Weg stehen, Mädchen, Frauen, die im laufen auf ihr Telefon starren und dämlich dabei grinsen. Rentnervereine die man immer und überall unterhalten muss, oder lauthals sich die schlechtesten Pointen erzählen. Gerade die Alten haben ein Aggressionspotenzial, da staun ich schon mal nicht schlecht. Allerdings ist den Deutschen die Fähigkeit abhanden gekommen für den anderen einzustehen. Satt dessen unglaubliche Beleidigungen Unterstellung und Demütigung von durchgeknallten Politikern. Sie haben keinen wirklichen Widerstand zu erwarten.
Wenn ein türkischer Deutschlandhasser den Deutschen beim absterben zusehen will und der dicke **** Siggi dieses *****, als deutschen Patrioten bezeichnet, dann sind alle Alarmglocken an, denn es bedeutet, dass jeder eingeschleuste Idiot hier machen kann was er will.
Nettes Beispiel: Ein marokanischer Crackdealer wird 17 !!! mal ausgewiesen und bums ist er wieder da und verkauft diesen Scheißcrack-darf er? Ja!!!
Dieser Scheiß hat schon im Nazireich Methode gehabt. Da wurde von Ungeziefer geredet und dann durfte man ausmerzen. Heute wird von Köterrasse geredet und öffnet die Schleusen für brutalste Gewalt gegen die einheimische Bevölkerung -und dann noch die Schapsdrossel Käßmann... wann reicht es eigentlich? mir schon seit 12 Jahren.
Ich sehe immer noch dämliche Leute die im laufen auf ihr Scheißhandy klotzen und dabei grinsen...

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