Trump gelingt Steuerreform

Donald „Trump bringt umstrittene Steuerreform durch den Kongress“. Das ist sein erster größerer realer Erfolg als Präsident. Ob diese Steuerreform wirtschaftlich oder auch nur politisch ein Erfolg wird, ist hingegen zweifelhaft. Es werden vor allem die Unternehmenssteuern von international gesehen sehr hohen 35 Prozent auf 21 Prozent gesenkt.

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Außerdem werden Auslandsgewinne von Unternehmen nicht mehr besteuert. Der Einkommensteuerhöchstsatz sinkt weit weniger von 39,6 Prozent auf 37 Prozent, was den Anreiz deutlich erhöht, persönliche in Geschäftseinkünfte umzuwandeln. Für ganz normale Bürger wird der anfängliche Steuerabzug vergrößert und vereinfacht. Das ist jedoch bis 2025 befristet, so dass ohne Verlängerung der Maßnahme dann den meisten Steuerzahlern eine Steuererhöhung im Vergleich zum heutigen Zustand droht. Schon jetzt kann es zu höheren Steuern kommen, da die Steuerzahlungen an Bundesstaaten und Gemeinden nicht mehr unbegrenzt steuermindernd geltend gemacht werden können.

Insbesondere wegen der stark sinkenden Unternehmenssteuern steigt die Staatsverschuldung rechnerisch um rund 1,5 Billionen Dollar. Durch gewisse Wachstumsimpulse sinkt diese Zusatzverschuldung voraussichtlich auf eine Billionen Dollar. Allerdings ist konjunkturell gar kein günstiger Zeitpunkt für solche Impulse, weshalb die Zentralbank wohl sogar gegensteuern wird, was die Wachstumseffekte weiter verringert, die besser in einem Abschwung ausgelöst würden. Politisch ist die Mehrheit der US-Bürger gegen diese Steuerreform, obwohl zumindest bis 2025 die meisten weniger Steuern zahlen werden. Doch es profitieren am meisten  Kapitalgesellschaften und deren Eigentümer (einschließlich Donald Trump und mir). Die Republikaner haben sich damit auch endgültig dafür entschieden, dass ihnen niedrigere Steuern wichtiger sind als die Begrenzung der Staatsverschuldung.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hand Meier

Die Pressekonferenz ist hier https://www.facebook.com/Breitbart/videos/vb.95475020353/10160366024940354/?type=2&theater

Was Donald Trump und sein Team tun, ist Politik für seine Wähler zu machen, die Jobs brauchen, um am Wohlstand teilzuhaben.
Die Senkung der Besteuerung von Unternehmen, wird die Importeure ins Land holen, die dann mit US-Arbeitskräften für den US-Absatzmarkt produzieren werden. Die Verringerung der Einkommensteuern, wird einen höheren Konsum bzw. eine konjunkurelle Stabilisierung nach sich ziehen.
Es bleibt spannend, ob bzw. wann, sich der beschlossene Einnahmen-Verzicht durch die Steuersenkung amortisiert indem die wachsende
US-Wirtschaftsleistung in der Summe, sogar mehr Steuern abwirft, als zuvor.
Wie diametral anders, der US-Präsident dabei im Gegensatz zu der sozialistischen Planwirtschaft einer EU-Zentrale, dem freien Spiel der Marktmechanismen vertraut und damit natürlich die wesentlich klügere Richtung in der Steuer- und Wirtschafts-Politik für den Wirtschaftraum USA durchsetzt, wird seine unmittelbaren Erfolge einer klugen Politik finden.
Da man in den Zentralen Brüssel oder Berlin gar keine Marktkräfte, durch Erhaltung freier europäischer Märkte unterstützt, sondern mit Regulierungen, sogar einen vernünftigen europäische Grenzen überschreitenden Handel, z. B. mit Energie, nach Kartell-Regeln reglementiert, zeigt sich die Verfilzung von einer Lobby mit ihren politischen Paten.
So kann ich mir zwar Wein und Käse aus dem Elsaß liefern lassen, aber französischen Atomstrom, zu einem drittel der deutschen Kartellpreise, bleibt mir verboten und das, weil der schweineteure Windmühlenstrom angeblich das Klima in Merkelistan, rettet. So ein Schwachsinn.
Wirtschaftspolitisch ist Europa durch die Brüsseler EU in einer ideologischen Gefangenschaft gelandet aus der die Briten sich bereits befreiten und wieder Wachstum erleben.
Da China längst auf der Überholspur an Europas Industrien verbeigerauscht ist, steht Europa eine wirtschaftliche Krise ins Haus und das wird nicht lustig werden.
Schließlich steht der deutsche Export in die EU-Südländer mit fast einer Billion „auf dem Deckel bei der deutschen Bundesbak angeschrieben“, statt bei der EZB in der Bilanz, wo sie hingehört, und nicht gegen das Aktiva der deutschen Ersparnisse, bilanziert werden darf, andernfalls findet eine vorsätzliche, politisch verursachte Enteignung der Deutschen, in der Merkel-Ära statt, in der sich Eliten durch Ausbeutung der einheimischen Bevölkerung bereicherten.

Gravatar: Stephan Achner

"Politisch ist die Mehrheit der US-Bürger gegen diese Steuerreform ...": Wo haben Sie denn diese Weisheit her? Wenn Sie schon solche Behauptungen aufstellen, sollten Sie wenigstens ihre Quellen bzw. Fakten nennen. Ansonsten bleiben es billige Märchenstunden.

Gravatar: Master of Puppets

Trump´s Steuerreform – US-Firmen beschenken ihre Angestellten mit Weihnachtsgeld

http://www.journalistenwatch.com/2017/12/21/trumps-steuerreform-us-firmen-beschenken-ihre-angestellten-mit-weihnachtsgeld/

Das scheint sich also für etliche AN zu rechnen. Sollten diesem Beispiel viele Unternehmen folgen, kann das, durchaus längerfristig, positive Effekte für die Binnennachfrage haben.

Warum sollte die Mehrheit also gegen die Steuerreform sein?

In dem verlinkten Artikel wird zu dem auch darauf eingegangen, wie die sog. "Demokraten", insbesondere die zwielichtigen Clintons, davon profitieren.

Gravatar: Stasiopfer_in_USA

@ Hand Meier

Wie immer ein sehr guter Kommentar. Hier gehts voll aufwaerts. Habe mich jetzt 4 Bewerbungen im December abgeschickt. Die zahlen jetzt doppelt soviel wie 2016.

Wir hatten Woche zuvor ein Meeting. Manager waren da und wir Ingenieure. Die Manager meinten, es koenne 2018 in USA einen ungeahnten Boom geben.

Gravatar: Hand Meier

@Stasi_Opfer_in _USA

Danke und frohen Mutes, denn die Marktkräfte des Wettbewerbs sind die Einzigen die etwas hervorbringen, was einer Steigerung des Wohlstands und der Lebensqualität zum Wachsen verhilft. Als Ing und Ökonom sehe ich den Entwicklungen die sich auftun dort mit Optimismus entgegen, wo der Klugheit Raum gewährt wird, und den sozialistischen Funktionären, die Komplettrasur bevorsteht, um sie als nackte Idioten, aus dem Weg zu räumen. Denn sie stehen in einer ideologischen Linie, in der es zu ihrer Beschränktheit keine Alternative geben darf, denn dann fiele es Allen auf, wie herrschsüchtig und wie unklug Sozialisten wirklich sind.
Ich wünsche Ihnen eine gute Zukunft, Sie haben als Ing in den USA echte Chancen, denn deutsche Ings sind keine Deko-Bastler und in den USA fehlt es völlig an technisch versiertem Fachpersonal.
Allein wenn man sich Elon Musks Tesla anschaut, hat man schnell erkannt was in Kalifornien los ist https://www.nzz.ch/mobilitaet/auto-mobil/fahrwerksschaeden-bei-tesla-reparatur-gegen-schweigegeluebde-ld.87993 unsafe at any time und Megabetrug an europäischen Sicherheits-Standarts.
Frohes neues Jahr

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