Schluss machen mit der Energiewende

Sie ist ein Weg in die Sackgasse – Je weiter man in sie hineinfährt, umso schwerer und teurer wird die Umkehr – Das Ergebnis ist schon jetzt erschütternd – Ein Offener Brief des Stromverbraucherschutz NAEB e.V. an Bundesregierung und Abgeordnete - Die Bundesregierung bleibt auf Harakiri-Kurs - Viele kennen die Bedeutung der Sekundenreserve nicht – Das Märchen vom „sauberen Strom“ bleibt ein Wunschtraum

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Mit begründeter Kritik gegen Merkels „Energiewende“ gehe ich seit Beginn meiner Blog-Seite vor: seit 2008 - mit bisher 66 Beiträgen. Es ist ein Thema mit Variationen, aber noch immer notwendig, behandelt zu werden. Wem das zuviel ist und unnötig erscheint, der sei an das Wort von Goethe an Eckermann erinnert: "Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten. Überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist." Gleiches drückt das gute alte Sprichwort aus „Steter Tropfen höhlt den Stein“. Also muss weiter gehöhlt werden. Bitte hier weiterlesen

Kommentare zum Artikel

Gravatar: Egon Dirks

Werter Dr. Klaus Peter Krause,…

…ich will möglichst kurz sein, ob es aber gelingt, weiß ich nicht. Ich habe nichts gegen den Offenen Brief und die Doktoren-Professoren, die hinten dem Brief sich befinden, ABER die meisten Argumentationen im Brief, die den Unsinn der „Energiewende“ beweisen sollten, auf Basis der mangelnden Elektrokenntnissen leider NUR ein elektroenergetischer Schwachsinn sind! Man geht nicht auf die Konfrontation, man umgeht schlau alle Kernfragen, warum nicht einfach fragen: „Wo ist dieser blöde Ökostrom (Wind und Sonne)?! Hier, bitte: - „…den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch weiter hochzuschrauben. Von 29 Prozent heute soll er auf 45 Prozent im Jahr 2025 steigen.“ Alte Zahlen, 2010 waren es 17%, 2015 – 33%! Und nicht „hochschrauben“, sondern „HOCHSCHREIBEN!“. Weil ändern wird sich nichts, kommen wohl zusätzlich Millionen Windmühlen und Solardächer und wenn 2050 es in den Papieren stehen wird – Ökostrom 80% und da wird wieder kein deutscher Doktor-Professor fragen: -„Und wo ist denn dieser blöde Ökostrom?!“. Und dass, weil, da meine ich EE-Doktoren-Professoren, sie wissen was Ökostrom (Wind und Sonne) ist, wissen ABER nicht, was Ökostrom im Zusammenhang mit den Stromnetzen ist! Also, Wasser- Wind- oder PV-Strom, die gibt’s NUR in lokalen separaten Wasser-, Wind- und-und Stromnetzen, die getrennt vom allgemeinen Stromnetz betrieben werden, das sind verschiedene Stromarten und sie dürfen nicht OHNE spezielle Frequenzausgleichs Maßnahmen ans allgemeine Stromnetz eingeschaltet werden. Das ist eins, das andere dazu - eine Windmühle oder Solardach liefern Wind- und Solarstrom NUR bis zum PUNKT, wo sie ans allgemeine Stromnetz angeschlossen sind, nach diesem PUNKT im allgemeinen Stromnetz gibt’s NUR noch STROM gemäß Eurostandard (Zulässige Prozente der Abweichung der Stromspannungshöhe, der Form der Strom-Sinusoide, Frequenz und-und) und so von Lissabon bis Moskau! Und das versteht jeder Elektromonteur, und das wird NIE ein deutscher EE-Doktor-Professor begreifen, zu kompliziert! Deshalb ist: - „Polen, Belgien und auch Frankreich schotten sich gegen die Überflutung mit deutschem Ökostrom…“ nur grenzenloser elektroenergetischer Blödsinn, den man sehr „klug“ nutzt, WEIL so und NUR so, versucht man die Existenz des Ökostroms zu beweisen, weil, wenn daheim der Ökostrom „viel-viel“ und „billig-billig“ nicht zu finden ist, dann ist er halt im Ausland!

Dazu. Hab mehrmals in der „Elektroenergetik“ geschrieben, früher, als die Stromkonzerne dominierten, war es schwer von ihnen Daten vom faktischen Stromverbrauch zu kriegen, jetzt aber, besonders was Windmühlen angeht, JEDES Windrad hat mehrere Stromzähler, aber einen Hauptzähler, der die gesamte Stromabgabe ins Netz abzählt, kommt, schauen wir mal, was JEDE Windmühle ins Netz vom Strom liefert und ob sie überhaupt ans Netz angeschlossen ist, besonders wenn 3-5 WKAs in einem Dorf mit nötiger Stromleistung 500 kW reingesteckt sind, ABER so wird kein EE-Doktor-Professor die Frage stellen, WEIL das wäre das sofortige Ende der „Energiewende“…

Die zwei Absätze unten, die sind genauso ein Schwachsinn, wie das Obere, kann‘s erklären, ABER in der „Elektroenergetik“ ist das alles erklärt, wir haben ja nur eine „Elektroenergetik“, dort sind auch bei 100 Artikeln, sage ehrlich, da waren einige, auch privat, mit interessanten Fragen, von einer Seite will ich das Elektriker bei Diskussionen teilnehmen, von der anderen warne ich alle, von der „Elektroenergetik“ sich weiter zu halten, mir wurde schon einmal die Festplatte kaputtüberwacht, auch jetzt, es hängt davon ab, was ich schreibe, ABER beim PC Anschalten auf dem blauem Feld ganz kurz erscheint, „Der Computer wird gesperrt“. Na, was kommt - das kommt, Schade nur, ich könnte noch vieles interessantes aus meiner Praxis mitteilen, besonders was Berechnung und Betrieb von Stromnetzen angeht. Wenn es aber nicht besser wird, wird’s schlechter und vom Schlecht zu Gut ist es wieder nicht weit, eins, um was ich überzeugt bin, zu Fragen, die ich in MEINER „Elektroenergetik“ gestellt habe, kommen wir in Deutschland noch, mit solch Elektrokenntnissen kann man nur irgendwie existieren, aber nicht leben, wir haben die Stromkonzerne zerschlagen und das wird dramatische Folgen für unsere Industrie und Wohlstand haben, ich glaube nicht, dass dieser „Energiewende“-Schwachsinn für uns wirtschaftlich unbestraft vorbei geht…

„Noch viel dramatischer ist die immer häufiger auftretende Überproduktion von Strom an windstarken Tagen. … Was diese Situation noch unerträglicher macht: Wenn in Deutschland Windkraftwerke wegen der Überfüllung des Netzes abgestellt werden müssen, werden die Betreiber trotzdem bezahlt, genauso, als ob sie Windstrom produziert hätten.“

„Wenn ein ICE den Bahnhof verlässt, wenn ein Stahlwerk angefahren wird oder wenn im Stadion das Flutlicht angeht, muss in dieser Sekunde ein Kraftwerk hochgefahren werden, und zwar nicht per Hand, sondern gesteuert durch den Frequenzabfall im Stromverbund. Solar und Wind können diese Sekundenreserve nicht zuverlässig leisten.“


Beste Grüße.

Gravatar: Emmanuel Precht

Sehr geehrter Herr Krause,
seit Jahren versuche ich Forschungsergebnisse zu finden, die die Auswirkungen der Energieentnahme im zig-fachen Megawattbereich aus den unteren Atmosphärenschichten dokumentieren.

Können Sie mir dabei weiterhelfen?

EEG Befürwortern halte ich einfach entgegen, dass die Energieentnahme zur verstärkten Erwärmung der Atmosphäre führt. Ich liebe die Sprechpausen danach.

Wohlan…

Gravatar: Duffy

Sehr geehrter Her Dr. Krause, Sie haben recht, inmer wieder in dieselbe Kerbe schlagen. Die Energiewende sehe ich als fehlgeschlagenes Konjunkturprogramm, bei dem ein paar Lobbies sich eine goldene Nase verdienen konnten, mit Geld welches nötigenfalls zu diesem Zweck gedruckt wurde, wie ich fürchte.
Genau wie bei der neuen Industrie zur Migrantenversorgung. Die ganzen Notunterkünfte und Hotelbelegungen, die Grundausstattung, Betreuung und und Verpflegung, Einrichten von Bankkonten und Händyverträgen ecc. sorgen für höhere Steuereinnahmen (Jubel! Deutschland geht's gut!) und wieder profitiert nur ein kleiner Personenkreis. Da die Gemeinden solche Kosten nicht tragen können, hilft der Bund und ich fürchte, daß auch hier wieder die Gelddruckmaschine angeworfen wurde.
Wir fahren mit Vollgas durch den Nebel und wissen, irgendwo vor uns ist die Wand!
Übrigens: es wurden bereits Verfahren entwickelt, die gelagerten atomare Brennstäbe weiterzuverwenden, also um die restliche Energie zu nutzen bis zum Endprodukt Blei (strahlt nicht mehr). Ich habe das vor etwa einem Jahr gelesen, war es das Fraunhofersche oder das Max Planck Institut (EURATOM); jedenfalls scheint dieser wissenschaftliche Durchbruch der Öffentlichkeit nicht zumutbar zu sein, deshalb finde ich den link nicht mehr.
Was in unserer Politik getrieben wird, empfinde ich als verantwortungslos auf der ganzen Linie.

Gravatar: Hans-Peter Klein

Herr Dr. Krause meint also , „die Wahrheit“ gepachtet zu haben durch möglichst hundertfache Wiederholung, siehe sein letzter Satz.
Unterstützung seiner Sichtweise meint er aus Goethe-Zitaten herleiten zu können. Der EIKE-Autorenstab maßt sich an, die Rolle der Aufklärer nicht nur bei Naturwissenschaft und Technik zu beanspruchen, jetzt also auch bei der Geisteswissenschaft.

Aus meiner Sicht:
Anmaßende Vereinnahmung, Ihre Zitatensammlung ist genau so gut FÜR die Energiewende zitierfähig.

Ihre Auffassung von „Wahrheit durch hundertfache Wiederholung“ gleicht aber eher einem Nürnberger Trichter der zwar beständig gegen die Energiewende wettert, aber nie klar und deutlich sagt WOFÜR Sie, und damit ist der gesamte EIKE-Autorenstab gemeint, eigentlich stehen.

Kritik an sich ist gut und wichtig, dennoch ist Kritik der einfachere Part im fachlichen Diskurs, das Ringen nach den besseren Lösungen hingegen ein anstrengender und schwieriger Prozess.

Ihre „Kritik“ geht aber in Richtung Polemik im Feuilleton, dem fachlich wissenschaftlichen Diskurs weichen Sie konsequent aus. Berechtigte konstruktive Kritik gibt es in der Fachwelt zuhauf, sie stellt die Sinnhaftigkeit der Energiewende aber nicht grundsätzlich in Frage. Die von EIKE vertretenen Thesen hingegen finden sich weder in den VDI-Nachrichten, noch in den energiewirtschaftlichen Tagesfragen, bei Brennstoff-Wärme-Kraft uva., EIKE wird in der Fachwelt gar nicht wahr genommen, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

Das alles hat seine Gründe:
Es geht Ihnen gar nicht um echten wissenschaftlichen Diskurs, es geht Ihnen um Stimmungsmache hier im Feuilleton.

Sagen Sie uns klar, unmissverständlich und deutlich WOFÜR Sie eigentlich stehen und lassen Sie uns auch DIESE Konsequenzen hier mal diskutieren.

Wollen Sie wieder zurück zur Kernenergie früherer Zeiten?
Wenn Ja, dann sagen Sie dies laut und deutlich.

Wollen Sie wieder mehr Kohlestrom aus importierter Steinkohle und heimischer Braunkohle?
Wenn Ja, dann sagen Sie dies laut und deutlich.

Wollen Sie wieder mehr Ölheizungen in den Kellern und auf dem Mobilitätssektor ein „Weiter so“ mit ölgeschmierten Verbrennungskraftmaschinen ?
Wenn Ja, dann sagen Sie dies laut und deutlich.

Ist Ihnen Energieeffizienz egal, Vermeiden und Sparen ist uncool? Was zählt ist maximaler Gewinn durch maximalen Verbrauch von Öl und Uran etwa ?
Wenn Ja, dann sagen Sie dies laut und deutlich.

Von wegen die Energiewende hätte bisher nichts erreicht:
Die tägliche Einsparung enormer Mengen an importierten Brennstoffen (Öl, Kohle, Uran) , die geschaffenen Arbeitsplätze, vermiedene giftige Verbrennungsabgase, usw, die Energiedaten sämtlicher Energieträger sind teils im 1/4-Stunden Takt im Netz abrufbar, die Strompreise sind für den Normalverbraucher und-verdiener (60 -100 Euro/Monat) auch heute immer noch ein Pipifax.

Diese Transparenz hat es vorher so nie gegeben, ein Novum Dank Energiewende. Sie ist ein transparenter Prozess im Vergleich zu früher, sie setzt auf die Schaffung dezentraler Strukturen, zentrale Fernsteuerung und Machtkonzentrationen gilt es zu minimieren.

Wollen Sie wieder zurück zur Energiepolitik diktiert von wenigen, aber mächtigen Energiekonzernen eng verflochten mit der multinationalen Öl- und Uranbranche ? Denn das wäre die Konsequenz Ihrer „Kritik“.
Wenn Ja, dann sagen Sie auch dies laut und deutlich.

Wo würde Goethe heute in Sachen Energiewende wohl stehen? Welche Vision würde Ihn inspirieren?

Der Leser möge SELBST urteilen und entscheiden: Das war der Aufruf der Aufklärung an den Einzelnen, von ständiger (hundertfacher) Wiederholung „der Wahrheit“ war keine Rede.

MfG, HPK

Gravatar: Sebastian

Ich empfehle unbedingt das Buch "Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima" von Naomi Klein. Und dann den Artikel überarbeiten.

Gravatar: Ulli P.

So wie die Energiewende dazu beiträgt, uns Bürger auszusaugen wie die Spinne im Netz die gefangene Fliege, so hat man inzwischen den Eindruck, dass die gesamte Agenda dieser Kanzlerin ("Schwarze Witwe"?) und ihrer Paladine ausschließlich auf dieses Aussaugen ausgerichtet ist. Denken wir an EURO-, an Griechenland-, an Portugal-, Spanien-, Irland-, demnächst Italien-, dann bald auch Frankreich-Rettung, denken wir an die Unsummen, die bereits jetzt an den "Deal"-Partner Türkei mit seinem erpresserischen Despoten geflossen sind und noch fließen werden, denken wir an die immensen Kosten, die wir mit der sog. Flüchtlingskrise zu schultern haben, denken wir an die Nullzinspolitik und das desaströse Kaufprogramm der EZB für veritablen Schrott sowohl von Staaten wie jetzt auch von Unternehmen und in Kürze von italienischen Banken, denen mit Sicherheit andere folgen werden, die unsere Altersvorsorge zunichte machen, denken wir an unser Geld, das für angebliche Wissenschaften wie die unsägliche Gender-Ideologie mit seinen ca. 200 (!) Lehrstühlen regelrecht verballert wird, um Spinnern, die sich "Professx" nennen, ein auskömmliches Nichtstun zu ermöglichen, oder denken wir nur an die monatliche Haushaltsabgabe, genannt Rundfunkbeitrag, die den öffentlich-rechtlichen Medien sichere 8,4 Milliarden € in die Kasse spülen, damit sie uns damit ordentlich desinformieren und verdummen können, sich dabei Propagandisten wie eines Herrn Kleber bedienen, aber auch nach Prinzip "Brot und Spiele" davon hochbezahlte Fußballer unterhalten, mit denen man so schön von den wirklichen Problemen ablenken kann!
All das wird zu einer wirtschaftlichen Verarmung unseres Landes beitragen (die ja bereits jetzt in der maroden Infrastruktur wie Schulen, Sportanlagen, Straßen, Brücken, Schienen- und Wasserwegen zu besichtigen ist) wie die fortschreitende Islamisierung zur gesellschaftlichen Verarmung durch fehlende Bildung, Aufklärung, Rechtstreue, Gleichberechtigung, Demokratie und obendrein zum wirtschaftlichen Niedergang durch fehlende Lern- und Innovationsbereitschaft beitragen wird. Terrorismus, steigende Kriminalität, Parallelgesellschaften und ungehemmte Gewaltausübung tun ihr Übriges!
Bedanken können wir uns alle, insbesondere aber unsere Kinder und Kindeskinder, bei der von dieser einen Person verantworteten Politik, die sie mit nichtssagenden Sprüchen wie "Scheitert der Euro, scheitert Europa" oder (noch schlimmer) "Wir schaffen das" und neuerdings "Wir haben schon viel geschafft" untermauert!
Einen Funken Hoffnung haben wir, wenn sie - um bei dem Beispiel der Spinne zu bleiben - bald auch ihre eigene Partei ausgesaugt hat und diese wie eine leere Hülle in sich zusammenfällt, damit endlich neue Kräfte den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verfall Deutschlands umkehren können! Ein schweres Stück Arbeit.

Gravatar: Martin K

Mal so ein paar kleine Berichtigungen:

# Die Gefahr von Blackouts steigt
Theoretisch vielleicht, faktisch zeigen die frei einsehbaren Statistiken, dass sowohl Anzahl als auch Dauer der Blackouts in Deutschland abgenommen haben. Selbst das "Megaevent" Sonnenfinsternis war nicht wirklich ein Problem.

# E-Autos haben nur 1/5 der Reichweite von Benzinern, aber 8h Ladezeit.
Also der Tesla schafft mit dem neuen 100kWh-Pack locker 500km (offiziell mehr) und am Supercharger braucht eine Ladung ca. 1h. Welcher Benziner schafft 2.500 km mit eine Tankfüllung? (LKWs mal ausgenommen). Die Werte sind noch nicht am Benziner, aber trotzdem wesentlich besser als unterstellt und die Batterie-Technik ist noch lange nicht am Ende.

# Unternehmen wandern wegen hoher Energie-Kosten ab.
Nicht wirklich, denn die energie-intensiven Unternehmen sind vom EEG befreit und profitieren von den gesunkenen Energiekosten. Der Text schreibt ja selbst von den Problemen durch die gefallenen Energiepreise. Widerspricht sich ein wenig.

# Ohne CO2 kein Pflanzenwuchs
Stimmt, mit zuviel aber auch. Insbesondere haben sich unsere Pflanzen an eine bestimmte CO2-Konzentration gewöhnt und reagieren empfindlich auf Änderungen. Genau wie die Meere, die das CO2 absorbieren. Wir leben halt nicht mehr im Kambrium.

# "Wenn ein ICE den Bahnhof verlässt muss ein Kraftwerk eingeschaltet werden ..."
Ähhm, muss man wohl nicht kommentieren, oder?

Gravatar: Hans Maiser

@ Hans Peter Klein,

Da Sie uns hier nicht eröffnen wollen welche Art von Ausbildung sie genossen gehe ich davon aus, dass keine Naturwissenschaftliche, Technische oder Wirtschaftswissenschaftliche.
Ich tippe mal auf die Geisteswissenschaften. Dort finden sich dauern unglaublich absurde Positionen.
Sie schreiben: „Von wegen die Energiewende hätte bisher nichts erreicht:
Die tägliche Einsparung enormer Mengen an importierten Brennstoffen (Öl, Kohle, Uran) , die geschaffenen Arbeitsplätze, vermiedene giftige Verbrennungsabgase, usw, „
Wie kommen sie zu dieser Behauptung?
Die Energiewende nach dem EEG hat ja erst mal mit dem Wärmemarkt und der Mobilität herzlich wenig zu tun. Das aber nur am Rande, weil die Energiewendejünger das ganze Glück der Welt in der Energiewende suchen.
Ihr Artikel als Antwort auf Peter Heller war da bezeichnend.
Aber nun zu meiner Frage. Wie kommen sie darauf, dass in den letzten Jahren die Nutzung an fossile Energie gesunken ist?
Der Treibhausgasausstoß ist in den letzten 7 Jahren ziemlich unverändert. Und wenn die nicht sinken, dann kann man sich schon denken, dass der Verbrauch an fossilen Energieträgern auch nicht sinkt.
Auch sind die Importe nicht sonderlich verändert. Nach den importierter Energiemenge.
Preislich sieht das anders aus, ist aber bedingt durch den Preisverfall und nicht durch eine Reduzierung der Menge.
Über die Versorgung mit Energie kann man gerne Reden. Woher, wie viel etc.
Wenn man aber ein Projekt wie die Energiewende nun ausruft und dem folgt, dann hat man Ziele die man erreichen will. Diese Ziele wurden festgelegt. Und an dieses Zielen muss man die Energiewende messen. Und all diese Ziele wurden bis jetzt nicht erreicht.
Das wird sich auch nicht ändern, weil die Maßnahmen wie der Ausbau der erneuerbaren nicht dafür geeignet sind. Erneuerbare installierte Leistung ersetzt keine konventionelle installierte Leistung. Träumerein wie Smartmeter, eine Wasserstoffwirtschaft oder Akkuspeicher ändern das auch nicht. Schlicht weil es leine Wasserstoffwirtschaft gibt und keine Akkus in der nötigen Größenordnung oder Wirtschaftlichkeit.
Sagen Sie uns klar, unmissverständlich und deutlich WOFÜR Sie eigentlich stehen und lassen Sie uns auch DIESE Konsequenzen hier mal diskutieren.
Wollen Sie wieder mehr Kohlestrom aus importierter Steinkohle und heimischer Braunkohle?
Wenn Ja, dann sagen Sie dies laut und deutlich. Das werden Sie nämlcih bekommen beim Kernenerigeausstieg und mehr erneuerbaren.
Wollen Sie Smartmeter die den Leuten den Strom abstellen, wenn es nicht genug für alle gibt? Wenn Ja, dann sagen Sie dies laut und deutlich.
Wollen sie eine Politik der Energiewende die nichtmal den Mut hat die Ergebnisse an den Zielen zu messen? Wenn Ja, dann sagen Sie dies laut und deutlich.
Wollen Sie Mobilität nur für die Reichen und Parteibonzen während der Normalbürgen zuhause im Dunkeln sitzt und Energie spart? Wenn Ja, dann sagen Sie dies laut und deutlich.
Wollen Sie die Leute für steigende Energieeffizienz bestraften mit Flexisteuern auf Kraftstoffe und einen exklusiven Zugang zur Mobilität? Wenn Ja, dann sagen Sie dies laut und deutlich.
Reichlich Theatralisch das Ganze. Aber Heutzutage ist bei den Ganzen passivisten ja das Wort an Stelle der Tat gerückt. Darum will niemand ernsthaft seine Offgrid Lösungen leben.

Gravatar: Hans Maiser

@ Martin K.

Ich hätte da drei kleine Rückfragen bezüglich Ihrer Behauptungen.

Was glauben Sie denn wie viel Strom zusätzlich nötig sein wird, wenn man nur 20% der PKW elektrifiziert?

Seit wann und wie können energieintensive Unternehmen Strom direkt von der Börse zu Börsenpreisen kaufen? Auf die Erklärung bin ich gespannt, denn diejenigen energieintensiven Unternehmen die sich nicht selbst versorgen beziehen Ihren Strom nur im OTC Handel also direkt vom Produzenten.

Ab welcher Co2 Konzentration nimmt das Pflanzenwachstum wider ab oder wird schwächer?
Sie schreiben ja "Ohne CO2 kein Pflanzenwuchs
Stimmt, mit zuviel aber auch. "
Ab wie viel ppm ist das der Fall?

Und zum ICE. Denken Sie nicht, dass Stromproduktion und -verbrauch sich decken müssen?

Gravatar: Hans Meier

[...]

Dass die Energiewende ein Idioten-Projekt ist, ändert man niemals.
Der eine Witz ist, im CCTV-News, das ist Chinas-TV wird von den Ingenieuren der hartnäckig nachfragenden Moderationen in aller Geduld erklärt, warum die Regierung jeden weiteren Wind- und Solar-Zubau gestoppt hat.
Ab sofort hab ich meine Lieblings-Sender im asiatischen Osten gefunden.
Der andere Witz war am vorletzten Sonntag auch da im CCTV zu sehen.
Da hatte der Moderator Al Gore zu Gast, der ist z. Z. in China auf „Plubber-Tour“.
Er hat ihm recht intelligente Fragen gestellt und hatte diese asiatische Konzentration sich nicht mimisch einsehbar zu machen. Es ist mir nicht gelungen lautlos zu lachen!

Dieser Vize vom lustigen Bill mit seinem oral office hat ja den „Warmlusthandel“ populär gemacht und zu seinem Geschäftsmodell erkoren, um Mehrfachmillionär zu werden und nun hat er offensichtlich jede Menge Solarcity- und Tesla-Aktien und hofft die Chinesen seien so blöd wie ein US-Durchschnitts-Niveau und „er könne ich China was reißen“.

Der hat original geblubbert, wer nicht sofort aus den Techniken die sich bisher entwickelten aus – und in Renewable Energie einsteigen würde, der hätte „den Zug der Zeit“ nicht erkannt!
Man muss sich das mal vorstellen, auf dem Doppel-Kontinent Amerika fahren einzig am Panama-Kanal Elektro-Loks, sonst nirgendwo.
Weder Solarcity noch Tesla, an dem Elon Musk zu 26,5% Aktien hat, haben seit Börsen-Zulassung was anderes als Miese gemacht.
Um noch auf die Elektro-Auto-Athleten zu mehr Infos zu kommen, wer einen Riesen-Akku mit fast 2 Tonnen Gewicht in einem Tesla verbaut und den vier Ecken noch Räder dranfrickelt, der hat aus meiner Sicht echt einen ander Schüssel, weil die Folgen zwangsläufig offensichtlich werden
http://www.nzz.ch/mobilitaet/auto-mobil/fahrwerksschaeden-bei-tesla-reparatur-gegen-schweigegeluebde-ld.87993

Wer hier „das Rad ab hat“ ist eindeutig!

[Gekürzt. Die Red.]

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ H. Maier

Erkennen Sie den Unterschied zwischen meinen Fragen und den Ihrigen?

Ich frage konkret, wie denn nun Ihre Alternativen aussehen sollen? Wieder Kernenergie, Öl, Kohle, so wie früher, keine Veränderungen auf dem Wärme- und Mobilitätssektor?

Ihre Fragen dagegen sind suggestiv.
„Wollen Sie Smartmeter die den Leuten den Strom abstellen …?“
„Wollen Sie Mobilität nur für die Reichen und Parteibonzen  …?“
„Wollen Sie die Leute … bestraften mit Flexisteuern … und einen exklusiven Zugang zur Mobilität? „

Sie bestätigen mir:
Es geht auch Ihnen nicht um den vernünftigen Diskurs (allein Ihr erster Satz ...), sondern um Stimmungsmache, wie bei Herrn Dr. Krause.


@ Ulli P.

Ihr Beitrag gefällt mir wesentlich besser, auch wenn Sie eingangs die Energiewende einreihen in die durch und durch berechtigte Kritik zur Gegenwartspolitik in gesellschaftspolitischen Fragen, der ich mich anschließe, während ich die Diskussion um die Energiewende als davon losgelöst betrachte und beurteile.

Gravatar: Hans Meier

HPK, schön dass Sie aus dem wiwo.gebüsch kommen und sich melden.

Meistens lese ich nur die Kommentare zu Ihrem Gesülze, aber nun sind Sie endlich in den Ring gestiegen!
Herzlichen Glückwunsch für Ihren Mut.

Ich freue mich!

Ich liebe den Wettkampf ich liebe das Turnier und war leider nie bei Olympia dabei.
Also wer von uns schafft denn nun die anstehenden 12 Runden?

Wer wird denn Energie-Champion und wer gewinnt den Silberblick und hat dicke Augen?

Sie können nochsoviel Gequassel von sich geben und glauben Sie seien schnell und Wortgewaltig, Sie kommen mir nicht aus der Ecke, ich mach Ihnen neue Auge um das Innere, das Wesen der Realität zu sehen!

Versprochen!

Und nun?

Gravatar: Hans Maiser

@ HPK.
Der größte Unterschied ist ja, dass sie nicht mal in der Lage sind aufgestellte Behauptungen hier zu belegen. Wie z.B. Ihre Behauptung „Von wegen die Energiewende hätte bisher nichts erreicht:
Die tägliche Einsparung enormer Mengen an importierten Brennstoffen (Öl, Kohle, Uran) , die geschaffenen Arbeitsplätze, ect. pp.“
Sie geben einfach irgendwelche unbelegten Behauptungen wieder, die sich mit einem Blick auf destatis oder die Internetseite des Umweltbundesamtes widerlegen lassen. Sie fragen wie die alternative aussehen soll?
Wieso stellen sie nicht die Frage ob die von ihnen erdachte Alternative überhaupt notwendig ist? Ob die Alternativen überhaupt geeignet sind die festgelegten Ziele zu erfüllen? Ob diese realisierbar sind und wirtschaftlich?
Etwas anders zu machen genügt eben nicht. Das ist auch nicht sonderlich schwer. Etwas besser zu machen darauf kommt es an.
Wo bleibt ihr Vergleich zwischen den gesteckten Zielen der Eneriegewende und den dem Stand heute? Welche Ziele wurden denn erreicht nach mittlerweile 15 Jahren und Gut 400 Mrd. Euro?
Das müssen Sie als Befürworter liefern. Nicht die Gegner.
Auch sind meine Fragen nicht suggestiv sondern denken logisch zu Ende was die Energiewender angefangen haben.
Was glauben Sie denn was passiert wenn Mobilität elektrifiziert oder hydrogenisiert wird. Wie werden sich die Preise entwickeln? Wird es dann noch Mobilität für alle geben? Ist das überhaupt gewollt, dass es Mobilität für alle gibt?
Was glauben Sie wie sich die Baukosten entwickeln wenn man den Energiebedarf von Gebäuden noch weiter verringert wird und ob der Nutzen überhaupt im Verhältnis zu den Kosten steht. Wer wird sich denn überhaupt noch Wohneigentum leisten können? Ist das überhaupt gewollt oder werden wir uns mit weniger Fläche zufrieden geben müssen? Wenn ja wieviel Fläche?
Auch glaube ich nicht, dass Sie Energieeffizienz für cool halten. Immerhin führt das zum Reboundeffekt. Und damit zu einem insgesamt höheren Energiebedarf. Oder was ist Ihre Idee wie man den pro Kopf Energiebedarf senken kann ohne dass die Menschen Wohlstandsverluste akzeptieren müssen?
Ich habe verstanden, dass für Sie die Energiewende ein allumfassendes Konzept sein soll. Das ist sie aber nicht. Da reicht ein Blick ins Gesetz.
Und ihre Ausbildung wollen Sie uns auch nicht verraten. Langsam tippe ich auf Lehramt. Sozialwissenschaften und Deutsch. Liege ich richtig?

Gravatar: Martin K.

@H. Maiser

> Was glauben Sie denn wie viel Strom zusätzlich nötig > sein wird, wenn man nur 20% der PKW elektrifiziert?
Viel. Aber darüber habe ich gar nichts gesagt, sondern lediglich festgestellt, dass die Angaben bzgl. Reichweite und Ladezeiten ziemlich falsch bzw. veraltet sind.

> Seit wann und wie können energieintensive
> Unternehmen Strom direkt von der Börse zu Börsenpreisen
> kaufen? Auf die Erklärung bin ich
Ich kenne tatsächlich Konzerne, die ihren "eigenen" Energieanbieter in Kooperation mit einem klassischen EVU gegründet haben. Ändert aber nichts daran, dass die Börsenpreise die Grundlage für die Preisbildung sind und dieser Preis in letzter Zeit recht niedrig ist. Was Strom in DE so teuer macht, sind Steuern (gab es vorher auch) und Zulagen und die müssen diese Unternehmen nicht zahlen. Also WENN die Energiepreise Unternehmen verschrecken, dann garantiert nicht durch das EEG. Oder haben Sie andere Daten?

> Ab welcher Co2 Konzentration nimmt das
> Pflanzenwachstum wider ab oder wird schwächer?
Jede Pflanze reagiert anders, aber bei sog. C3-Pflanzen dürfte es jetzt teilweise schon der optimale Punkt überschritten sein. Gibt es einen Artikel im Science zu, aber der ist leider kostenpflichtig. Die Meere sind auch schon merklich sauerer geworden, was in vielen Regionen ebenfalls schon sichtbare Schäden z.B. an Korallenriffen hinterlässt. Die Schäden nehmen proportional zu, d.h. einen konkreten Punkt oder ppm-Wert kann ich Ihnen nicht nennen.


> Und zum ICE. Denken Sie nicht, dass Stromproduktion > und -verbrauch sich decken müssen?
Und damit ein einzelner ICE den Bahnhof verlassen kann, muss extra ein paar Sekunden ein Kohlekraftwerk mit x MW-Leistung hochgefahren werden (Ging ja um Sekundenreserve)?? Unwahrscheinlich ...
Ich weiß, was der Autor meinte (Halbzeitpause beim WM-Finale), aber die Beispiele waren dämlich. Man würde hier auch eher Pumpspeicherkraftwerke in Stellung bringen, weil auch Kohlekraftwerke nicht so schnell geregelt werden können.

Der Artikel hantiert mit halbgaren Behauptungen und streut ab und an mal ein paar Wahrheiten ein, um glaubwürdig zu wirken. Wenn man sich nicht auskennt, mag das sogar überzeugen.

Gravatar: Hans Maiser

@ Martin K.

Tja solche Aussagen wie ihre kommen eben davon, denn man die Versprechen der Werbeprospekte glaubt.
Sehen Sie hier.
> Was glauben Sie denn wie viel Strom zusätzlich nötig > sein wird, wenn man nur 20% der PKW elektrifiziert?
Viel. Aber darüber habe ich gar nichts gesagt, sondern lediglich festgestellt, dass die Angaben bzgl. Reichweite und Ladezeiten ziemlich falsch bzw. veraltet sind.
Was ziemlich falsch ist sind Ihre Behauptungen zu den Ladezeiten und der Reichweite vom Tesla Model S.
Zunächst mal gibt es im Tesla S keinen 100 kWh Akku. Der soll erst kommen. Der aktuell größte Akku hat 90 kWh und schafft laut NEFZ 557km. Außerhalb des Labors wo die meisten Menschen rumfahren sind es deutlich weniger. Auf der Tesla Internetseite gibt es einen Rechner. So schafft das Model S 90D welches die größte Reichweite bietet bei 120 km/h, 20° Außentemperatur und aktivierter Klimaanlage nur 375 km. Tests unter Realbedingungen zeigen nochmal eine geringere Reichweite. https://www.tesla.com/de_DE/models
Auch frage ich mich wie Sie auf ca. 1h Ladezeit kommen. Die Teslaseite sagt, dass eine volle Ladung am Supercharger beim 90D 75 Minuten benötigt.
https://www.tesla.com/de_DE/supercharger

Das sind die aktuellen Zahlen. Sie können ja antworten woher Sie Ihre Zahlen haben. Ich sehen nicht, dass ein Akku der 10 kWh mehr Strom speichert so einen Reichweitengewinn bringen kann. Auch stellt sich die Frage wie die Ladezeit auf ca. 1 h sinken soll?
Ansonsten haben sie tatsächlich recht. Über die Strommengen haben Sie nichts gesagt die nötig sein werden. Allerdings drängt sich die Frage auf unter Anbetracht des Energiewendeziels den Stromverbrauch bis 2020 um 10% und bis 2050 um 25% zu senken (ggü. 2008).

> Seit wann und wie können energieintensive
> Unternehmen Strom direkt von der Börse zu Börsenpreisen
> kaufen? Auf die Erklärung bin ich
Ich kenne tatsächlich Konzerne, die ihren "eigenen" Energieanbieter in Kooperation mit einem klassischen EVU gegründet haben. Ändert aber nichts daran, dass die Börsenpreise die Grundlage für die Preisbildung sind und dieser Preis in letzter Zeit recht niedrig ist. Was Strom in DE so teuer macht, sind Steuern (gab es vorher auch) und Zulagen und die müssen diese Unternehmen nicht zahlen. Also WENN die Energiepreise Unternehmen verschrecken, dann garantiert nicht durch das EEG. Oder haben Sie andere Daten?
Ja allerdings habe ich andere Zahlen. Aber nicht nur ich. Der Börsenpreis ist schon lange nicht mehr die Grundlage für die Preisbildung der Strompreise der Industrie. Schlicht weil sie keinen Anbieter finden. Bestimmte Unternehmen können sich von der EEG Umlage befreien lassen. Die Voraussetzungen findet man im EEG. So viele Unternehmen sind das aber nicht. Bestimmte Unternehmen könne sich auch von der Netznutzungsabgabe befreien lassen. Das sind schon einige mehr. Das ist auch möglich. Alles in allem sind die Industriestrompreise für den größten Teil der Unternehmen erheblich gestiegen. Bei Unternehmen mit bis zu 20000 MWh um 47% seit 1998. Mehr Infos gibt es hier. Das was sie hier machen ist ähnlich der Behauptung, dass der Strompreis der Haushalte steigt, weil die Anbieter die niedrigen Börsenpreise nicht weitergeben. Nichtmal Greenpeace Energy macht das. Warum? Weil es nicht möglich ist. Sie Finden keinen der das Risiko eingeht. Weit sinnvoller als die Betrachtung der Strombörse, als des Spotmarktes ist die Betrachtung der Hourly-Forward-Curve. Und des EEX Futuremarktes. Und die Preise liegen Deutlich höher. Heute um 10 war der Spotmarkt bei 30€ die HPFC schon bei 65. Wenn Sie also strom für die nächste Stunde wollen kostet es 65€ pro MWh.
https://www.bdew.de/internet.nsf/id/23AB0D60851F2923C1257E88002EFA3E/$file/BDEW_Energie-Info_Industriestrompreise_160715_final_ohne_AP.pdf

> Ab welcher Co2 Konzentration nimmt das
> Pflanzenwachstum wider ab oder wird schwächer?
Jede Pflanze reagiert anders, aber bei sog. C3-Pflanzen dürfte es jetzt teilweise schon der optimale Punkt überschritten sein. Gibt es einen Artikel im Science zu, aber der ist leider kostenpflichtig. Die Meere sind auch schon merklich sauerer geworden, was in vielen Regionen ebenfalls schon sichtbare Schäden z.B. an Korallenriffen hinterlässt. Die Schäden nehmen proportional zu, d.h. einen konkreten Punkt oder ppm-Wert kann ich Ihnen nicht nennen.
Also Sie wissen es nicht. Sonst könnten Sie uns einen konkreten Wert sagen. Ich z.B. habe Gehört, dass C3- Pflanzen wie Reis, erst bei einer Co2 Konzentration von über 1000ppm reagieren. C4 Pflanzen soll noch unempfindlicher sein. Kann ich aber nicht sicher sagen. Sie Sollten das aber genau wissen, wenn sie es behaupten. Einen Science Artikel den man nicht gelesen hat reicht da nicht.
> Und zum ICE. Denken Sie nicht, dass Stromproduktion > und -verbrauch sich decken müssen?
Und damit ein einzelner ICE den Bahnhof verlassen kann, muss extra ein paar Sekunden ein Kohlekraftwerk mit x MW-Leistung hochgefahren werden (Ging ja um Sekundenreserve)?? Unwahrscheinlich ...
Ich weiß, was der Autor meinte (Halbzeitpause beim WM-Finale), aber die Beispiele waren dämlich. Man würde hier auch eher Pumpspeicherkraftwerke in Stellung bringen, weil auch Kohlekraftwerke nicht so schnell geregelt werden können.
Ja natürlich wird sowas über die Sekundenreserve geregelt. Das ICE Beispiel soll m.E. auch nur die Tatsache verdeutlichen, dass Stromverbrauch und –produktion sich denken müssen und dass dieses eben nur über eine regelbare Stromproduktion funktioniert. Erneuerbare sind aber nicht regelbar.

„Der Artikel hantiert mit halbgaren Behauptungen und streut ab und an mal ein paar Wahrheiten ein, um glaubwürdig zu wirken. Wenn man sich nicht auskennt, mag das sogar überzeugen.“
Also alles in allem machen Sie genau das was sie anderen Vorwerfen.

Gravatar: Klaus Peter Krause

Antwort an Martin K.: Sie schreiben zu dem Satz
'Wenn ein ICE den Bahnhof verlässt muss ein Kraftwerk eingeschaltet werden ...' Ähhm, muss man wohl nicht kommentieren, oder?

Muss man doch. Dr. Peter Steinbock hat’s getan (hier: http://kpkrause.de/2016/08/12/schluss-machen-mit-der-energiewende/#comments) gegenüber einem anderen Kritiker, Otto Weber. Ich zitiere: „Zu Otto Weber: Sehr geehrter Herr Weber, der Beitrag von Herrn Krause ist vollständig richtig und bedarf keiner Änderung. Begründung: Der von Ihnen kritisierte Satz lautet unverkürzt: „Wenn ein ICE den Bahnhof verlässt, wenn ein Stahlwerk angefahren wird oder wenn im Stadion das Flutlicht angeht, muss in dieser Sekunde ein Kraftwerk hochgefahren werden, und zwar nicht per Hand, sondern gesteuert durch den Frequenzabfall im Stromverbund.“ Die von Ihnen offenbar leichtfertig weggelassene bzw. übersehene zweite Hälfte dieses Satzes ist unzulässig und aus meiner Sicht die ganze Ursache für Ihre Frage. Mit anderen Worten: Wenn die Last im Netz durch Zuschaltung von weiteren Verbrauchern ansteigt, würde dies ohne Regelungseingriff Frequenzabfall zur Folge haben mit deutlichen Versorgungsstörungen im Land. Jedoch löst die Frequenzregelung das Hochfahren des damit beauftragten Kraftwerkes bzw. der beauftragten Kraftwerke aus, und zwar nur soweit, dass gerade die eingestellte Frequenz stabil gehalten wird. „Hochfahren“ bedeutet hier nicht „Anfahren eines stillstehenden Blockes“, sondern z.B. von 80 Prozent Nennleistung auf 82 Prozent Nennleistung übergehen. Hierfür bestehen eindeutige Handlungsanweisungen, die hier nicht Gegenstand sind. Die wichtige Aussage an dieser Stelle ist, dass Wind- und PV-Anlagen mit ihrer Anfallenergie keine Frequenzhalteeigenschaften besitzen. Noch schlimmer: Mit Flatterstrom aus Wind und Solar ist hierzulande nicht einmal ein Referenznachweis vorgesehen, bei dem die grüne Stromversorgung der Zukunft einen entsprechenden großflächigen Test bestehen muß.“

Klaus Peter Krause

Gravatar: Martin K.

@H. Maiser
Dass der 100kWh-Akku "neu" ist, habe ich erwähnt. Auch wenn er nicht verfügbar ist, ist er technisch realistisch und wir reden hier schließlich über ein Projekt, dass noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird. Ich persönlich rechne auch noch mit wesentlich stärkeren Akkus bei stark fallenden Preisen.

Die Tesla-Daten habe ich von dieser Seite.
http://www.klausolafzehle.de/teslablog/

Ist ein Erfahrungsblog eines Tesla-Fahrers und halte ich für recht authentisch. Dessen "persönlicher Rekord" waren 480km und das ganz ohne Labor. Bei "vernünftiger Fahrweise" immer noch 350 - 400km. Mein Diesel schafft so 700, bevor ich Panik bekomme und an die Zapfsäule fahre - das ist knapp das Doppelte und definitiv weit weg von der 5-fachen Reichweite! Und wenn Sie jetzt sagen, am Supercharger braucht es 75 Minuten - trotzdem sind das weit weniger als 8h.

Ihre Ausführungen zum EEG fand ich jetzt etwas konfus. Industriestrompreise "erheblich" gestiegen?!? Bitte mal nachrechnen! Das sind knapp 18 Jahre, macht im Schnitt knapp über 2% Preissteigerung pro Jahr. Das ist nicht erheblich, das nennt man schlicht "Inflation".

Und schön, dass sie schnell mal C3 gegoogelt haben. Und nein, ich weiß es nicht, weil es zig Millionen Pflanzenarten auf der Welt gibt, die sich an unzählige Klimazonen angepasst haben und alle ihre eigenen Bedürfnisse haben. Es gibt da keinen Wert, egal was Sie sagen.

Und final auch an @Herr Krause
Sagen wir mal: sprachliches Missverständnis. Unter "Hochfahren" kam mir primär ein Kaltstart in den Sinn und das wäre doch etwas zeitraubend gewesen.
Allerdings ändert das nichts daran, dass die Netze in den letzten Jahren trotz Ökostrom immer stabiler geworden sind und bis 2030 oder sogar 2050 ein Technologiewechsel nicht wirklich das Problem sein sollte. Gleichstromleitungen für den überregionalen Austausch, computergesteuerte und schnellere Schaltelemente für eine verbesserte Koordination der Netze, Verbrauchersteuerung (Kurzzeitige Abschaltung von Großverbrauchern) und natürlich verbesserte Zwischenspeicher - und da wird definitiv noch einiges kommen. Geld genug wird da ja aktuell rein gepumpt, die Preise fallen kontinuierlich und gut platziert brauchen sie für die Sekundenreserve auch nicht so viele Kapazitäten. Langzeitspeicher sind da natürlich wieder was anderes.

Gravatar: Egon Dikks

Werter Dr. Klaus Peter Krause,…

…seien Sie, bitte, nicht böse, aber zufällig bin ich ein Elektro-Ingenieur der Metallurgie (Fakultät: Elektroantrieb und Automatisierung von Industrieanlagen), obwohl mein ganzes Leben bis zur Rente ich in der Stromversorgung von Städten und aller Art von Industriebetrieben tätig war und das meist als Chef-Ing. eines Stromversorgungsunternehmens. Ist doch Wurst, ob es Sie oder Dr. Peter Steinbock Lächerliches behaupten und ob es nur ICE oder auch Stahlwerk und Stadion dabei sind. Sie meinen doch nicht ernst, dass ein ICE oder Stadion, mit je bei 500 kW Last mit einem 10 MW Marten-Ofen von einem demselben Stromnetz versorgt wird?! Mehr gesagt, diese Behauptung: -„Mit anderen Worten: Wenn die Last im Netz durch Zuschaltung von weiteren Verbrauchern ansteigt, würde dies ohne Regelungseingriff Frequenzabfall zur Folge haben mit deutlichen Versorgungsstörungen im Land.“ – ist absoluter sekundengenauer Absurd! Die Stromversorgung Ds (jedes führenden Industriestaates) ist so aufgebaut und die Automatik so eingestellt, dass bei Havarie Ausfall einer mittleren Station (meist 1 GW), egal wo im Land, folgt die automatische Umschaltung auf andere Stationen ohne Unterbrechung der Stromversorgung, mehr, in D passieren täglich Dutzende Kurzschlussabschaltungen, meist in Netz 6-10 kV und als Folge Umschaltungen auf Reserve oder andere Stromquellen und nur bei Sackleitungen kann es zum Unterbrechung der Stromversorgung gehen, sonst merkt das niemand… Und ICE, ja lustig! Wenn also hundert ICE losfahren… Das mit dem Wachstum der Last die Frequenz senkt, ist richtig, ABER Kontrolle der Frequenz im Netz, die drei Stufen der Frequenzentlastung, das habe ich in der „Elektroenergetik“ erklärt und das ist eine Arie aus einer anderen Oper…

„Die wichtige Aussage an dieser Stelle ist, dass Wind- und PV-Anlagen mit ihrer Anfallenergie keine Frequenzhalteeigenschaften besitzen.“

Ich sage ehrlich, diese wichtige Aussage habe ich nicht verstanden, da stimmt was nicht, weil wenn die Wind- und PV-Anlagen keine Frequenzhalteeigenschaften besitzen, d.h., die fixierte Frequenz 50 Hz nicht stabil halten können, dann dürfen sie in keinem Fall ins allgemeine Netz 50 Hz, würde gerne wissen, ob Sie Herr Dr. Klaus Peter Krause, das so auch meinen, vielleicht werden deshalb die Windmühlen deutschlandweit reingesteckt und ans Netz nicht angeschaltet, wie es der Fall auch ist?!

Beste Grüße.

Gravatar: Hans Meier

@Martin.K

Zu Ihrem klasse Link, wäre es auch interessant das hohe Akku-Gewicht trotz Lithium in Erfahrung zu bringen.

Wenn der Tesla z.B. 2,1 Tonnen wiegt, ein ganz „zartes Fahrwerk“ dann haben die Charger doch vermutlich nicht nur eine enorme Größe, sondern wiegen wahrscheinlich um 1,5 Tonnen.
An Herrn Zehle ( Ihr Link) habe ich auch geschrieben,
MfG



Herr Zehle, vielleicht sollte man den Unterschied von Wechsel- oder –Drehstrom deutlicher werden lassen,

denn in den Akkus oder Batterien kann nur „Gleichstrom“ gespeichert werden und dieser Gleichstrom treibt auch die „Gleichstrom-Motoren“ der Elektro-Autos an.

Dann ist da noch zu erwähnen, wenn aus Wechselstrom Gleichstrom „gemacht“ werden soll, braucht man „Gleichrichter“.
Die entweder an der „Ladestation“ oder in dem „E-Fahrzeug“ verbaut werden müssen.
Wird jetzt beim „Laden“ viel elektrische Energie in den Akku „gedrückt“, dann „drängeln“ die „zur Eile aufgescheuchten Elektronen sich gegenseitig beim Platzfinden“.
Die „treten sich quasi auf die Füße“ und „der Akku kommt ins Schwitzen“ bzw. man kann nebenbei noch „Spiegeleier und Kuchen“ auf den Akkus backen oder Würstchen grillen.


PS
Dazu bracht man nur eine „Backröhre“ als Extra-Zubehör bestellen, und dafür könnten wir mal unseren „Spezialisten“ den „Herrn Dipl. Ing.“ HPK fragen der weiß alles!

Gravatar: Martin K.

Und noch ein Nachschlag zur Sekundenreserve aka Primärregelung. Sind jetzt nur Wikipedia-Zahlen, daher lass ich mich gerne korrigieren, aber laut Wikipedia sollten das für Deutschland 700 GW sein, die max. 15 Minuten geliefert werden müssen (also 175.000 kWh Kapazität).

GM will in seinem neuen Bolt die kWh für 145$ installieren. Klammern wir mal Wasserkraftwerke, die sich auch blendend für die Primärregelung leisten, aus und rechnen wir mit 150 Euro/kWh, komme ich auf knapp 26 mio. Euro für die benötigte Kapazität. Vervierfachen wir das sicherheitshalber mal, landen wir bei etwas über 100 mio. Euro. + Regeltechnik. Wenn Sie irgendwann mal auf ausgediente E-Auto-Akkus umsteigen, die ja immer noch ordentlich Restkapazität haben, wird es noch ein gutes Stück günstiger.

Nehmen wir 2% der aktiven Ökostrom-Leistung zum Laden der ganzen Akkus (entspricht Reserveleistung, die ein Kraftwerk aktuell vorhalten muss), können Sie bequem entweder den Ladestrom umlenken oder die Batterien anzapfen oder beides. Akkus sind zudem schön modular, lassen sich schnell anzapfen und überall installieren. Würde mich wundern, wenn in ein paar Jahren überhaupt noch eine Solaranlage ohne Akkupack verkauft wird, was den Flatterstrom noch mal reduzieren wird.

Suche gerade selbst noch den Haken, weil es so günstig ist. Habe ich mich verrechnet? Ein BER oder eine Elb-Philharmonie kommen da auf jeden Fall wesentlich teurer.

Gravatar: Hans Maiser

@ Martin K.

Der Akku ist so neu, dass es ihn gar nicht zu kaufen gibt. Aber sei es drum.
Vielleicht sollten sie einmal bei einer Linie bleiben- Erst behaupten sie, die Strompreise für die Industrie steigen nicht. Jetzt ist der Strompreisanstieg nicht so schlimm?
Hätten sie den Bericht etwas intensiever gelesen, hätten Sie gesehen, dass der Strompreisanstieg nicht 1998 begonnen hat. Zwischen 1998 und 200 sind die Industriestrompreise von 9,34 auf 6,05 ct gefallen. Erst ab 2001 mit dem EEG stiegen die Strompreise auf 15,28 ct. Das sind deutlich mehr als 2% pro Jahr.
Die Internetseite des Teslafahrers ist ja ganz nett. Represantativ ist das wohl nicht. Gut ist aber wie der Mann die Ladezeiten beschreibt.
75 Minuten am Supercharger. 33 Stunden an einer Schuko, 7 Stunden an einer 16A Drehstrom.
Wer keinen 120 kw Supercharger hat lädt wohl länger.

Gravatar: Hans Maiser

@ Martin K.

Ja ich denke sie haben sich verrechnet.
In Deutschland werden insgesamt 7000 Megawatt positiver Regelleistung (zusätzliche Leistung für den Engpassfall), und 5500 Megawatt negativer Regelleistung (Senkung der Produktion bzw. künstliche Erhöhung des Verbrauchs) vorgehalten. Die Kosten dafür betragen etwa 40 Prozent des gesamten Übertragungsnetzentgeltes. Laut Wikipedia.

Das wären 7 GW.
7000 MW für 15 Min sind 1750000 kWh.
Bei den 150€ pro kWh speicher sind das 262.500.000.
Ich denke aber, dass sich ein Haufen Gründe findet warum das nicht so leicht machbar ist wie sie glauben.

Gravatar: Martin K.

Wikipedia gibt 2GW für komplett Europa an und 0,7GW für Deutschland. Kann ein Fehler sein, habe ich aber auch bei anderen Quellen (Nur Primärregelung aka Sekundenreserve!) gefunden

https://www.vde.com/de/fg/ETG/Archiv/Aktuelles/Documents/MCMS/4_1_jauch2.pdf
https://www.next-kraftwerke.de/wissen/regelenergie/primaerreserve

Aber selbst wenn es Faktor 10 wäre, wäre es mit 4-facher Kapazität (für kaputte Akkus etc) nicht viel mehr als 1 Mrd. - Definitiv keine Summe, die irgendwie ins Gewicht fallen würde.

Und was die Industriepreise angeht: 2% nominal sind real, also kaufkraftbereinigt, quasi 0%. Und nehmen wir den Ölpreis mal als Grundlage für die Brennstoffkosten: 1996 hatten wir einen Preis für ein Barrel von um die 15 - 20$ - aktuell sind es fast wieder 50$. Steinkohle lag 2000 etwa bei 40 Euro/t, jetzt müssten es knapp 100 Euro/t. Ich würde die Preissteigerungen beim Industriestrom eher darauf zurückführen, als auf irgendwelche EEGs und Energiewenden.

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