Landwirtschaft und Klimawandel

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Der etwas andere Blick: Was auf der großen internationalen Klimakonferenz keine große  Rolle spielt.

Der „Klimawandel“ ist in den etablierten Medien wie öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Zeit, Spiegel, FAZ, Welt usw., zurzeit ein dominierendes Thema, zeitweise sogar das dominierende Thema. Es sollte jedoch kritische Leser zur Vorsicht mahnen, wenn dieses in breiteren Fachkreisen schon seit zwei Jahrzehnten diskutierte Thema recht plötzlich, seit 3-5 Jahren bei etablierten Journalisten wie dem ZDF- Mann Klaus Kleber zu einem wichtigen Thema wird, nachdem dieselben Journalisten dieses Thema vorher nicht angerührt haben. Es gibt unstrittig eine menschengemachte (anthropogene) Veränderung des Klimas. Wie beispielsweise an Luftinklusionen in permanenten Eis meßbar, ist der CO2- Gehalt der Atmosphäre seit 1800 um rund 20% angestiegen, ähnliches gilt für den Anstieg der Lachgas- Konzentrationen (N2O) in der Atmosphäre. Kohlendioxid ist ein Treibhausgas, das zur Erwärmung beitragen kann, ebenso wie Lachgas, wobei dessen Effekt gegenüber Kohlendioxid um den Faktor 300 höher ist. Mit diesen Konzentrationsveränderungen sind unstrittig Veränderungen in der Natur meßbar und berechenbar. So sind die Meere eine große Senke für das zusätzliche CO2 in der Atmosphäre, es wird mehr Kohlendioxid im Meerwasser gelöst, verbunden mit einer Versauerung der Meere. Im Falle der kalkhaltigen Korallenriffe ist berechenbar, daß diese durch die zusätzlich gelösten Kohlendioxid-Mengen an- und aufgelöst werden können. Für die Beziehung zwischen ansteigenden Kohlendioxid- und Lachgas- Konzentrationen auf der anderen Seite und steigenden Temperaturen in der Atmosphäre gibt es seit langem immer weiter verfeinerte, mathematische Modelle. In diese Modelle gehen bei der Berechnung eine Reihe von Parametern ein, Klimamodelle sind aufgrund der hohen Anzahl der Parameter so komplex. Jeder, der schon einmal mit mechanistischen Modellen Prozesse in der Natur mathematisch beschrieben hat, weiß, daß selbst Berechnungen mit wenigen Parametern häufig eine große Unsicherheit anhaftet. Der erwartete Anstieg der Temperaturen beruht auf solchen Modellen. Nichtsdestoweniger ist es sinnvoll, im Rahmen einer vernünftigen Risikovorsorge darauf zu achten, daß der Konzentrationsanstieg an CO2 in der Atmosphäre möglichst gering bleibt. Und was hat das mit Landwirtschaft zu tun? Die Landwirtschaft ist Emittent von CO2 sowie anderen Treibhausgasen, darunter vor allem N2O, welches in der breiten Diskussion meist unter den Tisch fällt. Und gleichzeitig stellt die Landwirtschaft eine Senke (sink) für CO2 dar. Tabelle 1. Kohlenstoff in verschiedenen Kompartimenten an der Erdoberfläche (nach Stevenson, 1994, S. 7, gekürzt und übersetzt). Kompartiment C- Menge [kg 1014] Atmosphäre 7 Biomasse 4,8 Süßwasser 2,5 Salzwasser 5-8 Organische Bodensubstanz 30-50 Das Haupt- Kohlenstoffreservoir in Nähe der Erdoberfläche ist die organische Bodensubstanz. Die C-Menge in diesem Reservoir übersteigt die in der Atmosphäre um den Faktor 4-7 (Tabelle 1). Während die C- Mengen in den Gewässern nur in geringem Maße direkt beeinflusst werden können, gilt dies für die C- Mengen der land- und forstwirtschaftlichen Flächen ausdrücklich nicht. Die Bewirtschaftung kann die C-Gehalte erheblich erhöhen und damit einen bedeutsamen Beitrag zur Pufferung der C-Gehalte in der Atmosphäre leisten. Daß dieser Sachverhalt in der öffentlichen Diskussion um den „Klimawandel“ mittlerweile kaum eine Rolle spielt, ist ein Anzeichen dafür, daß der breite Diskurs über den Klimawandel in keinem ehrlichen und seriösen Zusammenhang stattfindet. Die Diskussion konzentriert sich auf die Quellen der CO2- Emission, kaum der N2O- Emission, es wird der bedeutsame C- Sink Boden aus der Diskussion weitgehend herausgehalten. Es gibt einige Einflussfaktoren, die zu einer Erhöhung der Humusgehalte der Böden führen können. Für die Landwirtschaft erfordert dies veränderte Bodennutzungssysteme mit mehrjährigen Fruchtfolgegliedern, die C-anreichend wirken, also Kleegras, Gras, Luzernegras. Statt einer strohlosen Viehhaltung bedeutet die Einstreu bei den Nutztieren die Produktion von Stallmist, der, auf die Böden aufgebracht, nachhaltig den Humusgehalt und den Gehalt an Huminstoffen erhöhen kann. Es bedeutet auch die Aufgabe des Umbruchs von Moorflächen zu Ackerflächen, ein Vorgehen, das in Deutschland in den letzten zwei Jahrzehnten weit verbreitet war (genau deswegen, weil die meisten ackerfähigen Teile dieser Moorflächen mittlerweile in Acker umgewandelt sind, sprechen sich die Agrarpolitiker aller Parteien erst jetzt für ein weiteres Umbruchsverbot aus). Wagner (2012) weist allein für den Zeitraum 2002 - 2012 die Umwandlung von 160.000 ha von Grünland in Ackerland aus. Für die Forstflächen können die Fragen der Bewirtschaftung, Mischwald oder Monokultur, Bewirtschaftung mit Holzvollerntemaschinen mit erheblicher Verdichtung großer Teile der Forstböden einen dramatischen Einfluss auf die C-Bilanzen dieser Böden haben. Global geht die Abholzung des tropischen Regenwaldes weiter und damit die Freisetzung großer C-Mengen aus den tropischen Bodenhumusvorräten. Solange diese Prozesse nicht gestoppt und die tropischen Böden durch Wiederaufforstungsprogramme in wichtige C- Speicher verwandelt werden, wird der Anstieg der CO2-Konzentration der Atmosphäre nicht zu begrenzen sein. Wichtig für die C-Speicherung im Boden sind stabile Huminstoffe, der Sinn des Einsatzes von Biokohle für denselben Zweck ist bis jetzt nicht nachgewiesen (Gerke, 2018). Um die CO2-Emissionen zu begrenzen, wird in Deutschland der Einsatz von Windkraft, Sonnenenergie und Agrargas zur Energie- und Stromgewinnung im Rahmen des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) gefördert. Hoof (2018) hat in einem grundlegenden Beitrag die Energiegewinnung und im Besonderen die Energiegewinnung aus den neuen erneuerbaren Energien (EEG) in Deutschland einer kritischen Betrachtung unterzogen. In 2017 machen die neuen erneuerbaren Energien einen Anteil von 5,89% an der gesamten Energieerzeugung aus, dabei 1,31% durch die Erzeugung von Biogas. Die Biogaserzeugung benötigt aus technischen Gründen als Hauptbestandteil Mais, aufgrund dessen guter Vergärbarkeit und hoher Gasausbeute und damit auch hoher Stromausbeute. Das Verhältnis von produzierter Energie zu eingesetzter Energie ist bei der Erzeugung von Strom aus Mais- basiertem Biogas besonders schlecht, der Faktor liegt bei 1,4 (Peinl und Tomiak, 2015). Falls die Bedingungen für den Einsatz in Biogasanlage noch ungünstiger sind (z.B. weite Mais- Transportwege und weite Wege, die entstehenden Gärrückstände abzufahren), so nähert sich dieses Verhältnis eher 1,0. Das bedeutet, daß für eine Energieeinheit an Mais-basiertem Strom eine Energieeinheit aus anderen Quellen, beispielsweise Kohle, Gas oder Erdöl bereitgestellt werden muß. Das bedeutet Strom aus Mais-basiertem Biogas ist bestenfalls ein Nullsummenspiel. Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit, jede Energieumwandlung verbraucht selbst Energie. Und im Falle der Produktion von Strom aus Mais gibt es mehrere davon, die Produktion von Stickstoffdüngern für den Maisanbau nach dem energieintensiven Haber-Bosch- Verfahren, die Energie beim Anbau von Mais auf dem Acker, einschließlich des Abtransportes, der Einlagerung, Entnahme, die Energie zum Betreiben einer Biogasanlage und die Umwandlung von Gas in Strom. Um die Klimawirkung der Mais-basierten Stromerzeugung umfassend zu beurteilen, müssen noch mindestens zwei weitere Sachverhalte berücksichtigt werden. 1. Mais hinterlässt wenig organische Rückstände im Boden und weist damit meist eine negative Humusbilanz auf; Maisanbau führt also zu vermehrter CO2 Freisetzung aus dem Boden. Dies ist besonders ausgeprägt, wenn Moorböden und umgebrochenes Grünland für den Maisanbau genutzt werden. 2. Mais benötigt eine hohe Stickstoffnachlieferung aus dem Boden, er benötigt als Intensivfrucht hohe Nitratgehalte in der Bodenlösung. Dies aber bedeutet erhöhte Denitrifikation, wobei immer auch Lachgas freigesetzt wird. Im intensiven Ackerbau ist auch die Lachgas (N2O) Emission erhöht. Lachgas ist ein sehr effizientes Treibhausgas. Das bedeutet, daß bei Maisanbau auf Moorböden und auch teilweise auf umgebrochenem Grünland die Klimabilanz von Mais- basiertem Biogasstrom schlechter ist, als die Stromerzeugung aus Braunkohle. Dies fällt unter den Tisch, weil die Lachgasfreisetzung bei der Bewertung nicht betrachtet wird und weil die zusätzliche Freisetzung von organischem Kohlenstoff aus dem Boden ebenfalls nicht betrachtet wird. Zusammenfassen lassen sich diese seit langem bekannten Befunde folgendermaßen: Mit der Stromproduktion aus Mais-basiertem Biogas wird kein Klimaschutz betrieben. Und dennoch wird diese Stromerzeugung im Rahmen des EEG hoch subventioniert. Daß dabei die Lobbygruppen, die von der Mais- Verstromung profitieren, politisch sehr erfolgreich sind, liegt auf der Hand. Diese Gruppen sind es auch deshalb, weil Natur- und Umweltgruppen nicht als politische Gegner operieren. Dazu zwei Beispiele: Der Naturschutzbund Deutschlands (NABU) kommentiert in einer Stellungnahme von 2011 zur Neuregelung des Rechtsrahmens im Rahmen des EEG zur Biomasse unter anderem: „Der NABU begrüßt die Regelung in… zur Begrenzung des Anteils von Mais und Getreidekorn auf höchstens 60% als unvermeidlichen Schritt, um die regionalen Konflikte der Mais- Monokulturen (Vermaisung der Landschaft) zu entschärfen….“ Zum einen ist und bleibt Mais als sehr gut vergärfähiges Produkt vermutlich häufig Hauptkomponente in Biogasanlagen. Was aber wichtiger ist. Der NABU kritisiert hier die Mais-Monokulturen, aber nur wegen „regionaler Konflikte“, nicht wegen einer ökonomisch und ökologisch aus dem Ruder laufenden Agrarindustrie. Und mit keinem Wort erwähnt er hier die desaströse Klimabilanz des Mais-basierten Stroms und fordert erst recht keine Abschaffung der EEG- Zulage für Mais-basierten Strom. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) schreibt in einer Stellungnahme zur Reform des EEG von 2014 wörtlich: „Beendet werden muß der Biomasseanbau mit Mais oder vergleichbaren Kulturen nach der jetzigen Vergütungsstufe I.“ Eine merkwürdige Forderung angesichts der schlechten Klimabilanz des Mais-Stroms, es muß nach BUND- Auffassung nur eine besonders hohe Subventionierung des Mais- basierten Stroms vermieden werden. Wenn eine Mais zentrierte Agrar-Biogas- Industrie solche politischen Gegner hat, dann braucht sie sich um die politische Durchsetzung ihrer Forderungen nicht zu sorgen. Der Anteil von Biogas an den „neuen erneuerbaren Energien“ liegt bei 22% (Hoof, 2018). Die Förderung des Maises im Rahmen des EEG unterstreicht, daß es beim EEG nicht um Klimaschutz geht. Irritierend ist in diesem Zusammenhang, daß die Kritiker des EEG sich kaum auf die Biogaserzeugung aus Mais beziehen, sondern gegen den Ausbau von Windkraftanlagen argumentieren. Dabei ist im Fall der Windenergienutzung das Verhältnis von erhaltener zu eingesetzter Energie mit dem Faktor 18 hoch (Peinl und Tomiak, 2015) und die Energieausbeute je Flächeneinheit um den Faktor 50 höher als beim Biogas (Wagner, 2012). Hoof (2018) hat belegt, daß an EEG-Subventionen von 2000 - 2015 ca. 150 Milliarden € aufgewendet werden mussten, darin 22% an klimaschädlicher Biogassubventionierung. Für das Jahr 2017 ergaben sich Markterlöse für die erneuerbaren Energien von rund 2 Milliarden €, denen Aufwendungen von 26 Milliarden € gegenüber standen (Hoof, 2018). Diese hohen Kosten sind ein weiterer Beleg dafür, daß die neuen erneuerbaren Energien die Probleme der Nachhaltigkeit nicht lösen, weil sie hohe Aufwendungen erfordern. Neben Mais für Biogas werden auf deutschen Äckern noch Ölfrüchte, besonders Raps für die Erzeugung von Biodiesel und Mais und Zuckerrüben für die Erzeugung von Bioethanol angebaut. Biodiesel wird dem Diesel beigemischt, Ethanol dem Benzin, im Rahmen einer verordneten Zwangsbeimischung. Für beide Kraftstoffzusätze ist das Verhältnis von erhaltener Energie zu eingesetzter Energie ebenfalls schlecht (Peinl und Tomiak, 2015). Dazu kommt, wie beim Mais, daß Raps und Zuckerrüben ebenfalls Intensivfrüchte sind, und so das beim Anbau entstehende Lachgas die Klimabilanz belastet. Diese Kraftstoffbeimischungen überleben allein, weil sie als Zwangsbeimischungen subventioniert werden. Für die überwiegend heute in der Landwirtschaft angebauten Energiepflanzen, die mittlerweile immerhin fast 20% der Ackerflächen in Deutschland belegen, geht es nicht um Klimaschutz. Man muß schlussfolgern, daß es den Fürsprechern des heutigen Energiepflanzenanbaus aus Politik und NGO nicht um Klimaschutz geht.

Literatur : Hoof, T. (2018): Immer weniger vom Mehr. Tumult, 2/2018, S. 7-16. Gerke, J. (2018): Concepts and misconceptions of humic substances as a stable part of soil organic matter: a review. Agronomy, 8, 76. Peinl, H. und Tomiak, K. (2015): Energy: Digging for fuels. In: Soil atlas, Potsdam, S. 30-31. Stevenson, F.J. (1994): Humus Chemistry. Wiley, New York. Wagner, A. (2012): Agrarenergie- sinnvoll und verantwortbar? In: L. Kröger: Agrarindustrie oder Garten der Metropolen? Schwerin, S 29- 32.

 

Zuerst erschienen auf ostdeutsche-bodenpolitik.de

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: karlheinz gampe

Man sollte in der Landwirtschaft nicht auf kurzfristigen Profit sondern wie die Ahnen auf Nachhaltigkeit achten. Ein Nutz-Baum, der heute gefällt wird, den pflanzten einst die Ahnen für ihre Kinder. Früher hat der Bauer für kurzen Profit auch nicht den eigenen Boden vergiftet !

Gravatar: cap

Zur Betrachtung über den Nutzen von Mais als Energieträger gehört m. E. auch der Zusammenhang mit dem Rückgang der Insekten und der Biodiversität ganzer Landstriche. Gerade umgebrochene Wiesen sind für Wiesenplankton und Insekten verloren, damit auch für Vögel. Die Folgen sind ebenfalls dramatisch, werden teilweise bis zu 76% Rückgang der Populationen beziffert. Wenn also schon die Energiebilanz der Mais-Biogas-Verstromung gerade bei 1,0 liegt, dann ist der Wert/ Nutzen in Bezug auf das damit einhergehende Insekten- und Vogelsterben noch niedriger und damit negativ. Grund: Ernteausfälle infolge geringerer Bestäubung von Nutzpflanzen, Rückgang der nachwachsenden Flora und Fauna!
Ein weiterer Aspekt ist in diesem Zusammenhang- und weshalb Mais in der Landwirtschaft beliebt ist (neben der Mast), ist der Fakt, dass auf Maisäckern deutlich mehr Mist und Gülle ausgebracht werden können als auf Futterwiesen und damit die Massentierhaltung begünstigt. Ursache hier: der überhohe Fleischverzehr.
Hier kann jeder in den nächsten Tagen gegensteuern, indem über die Jahreswende keine Fleischorgien abgehalten werden.
Bin kein Grüner, das Thema entzieht sich m. E. einer politischen Zuordnung!
Hier sind die Grünen sogar ausdrücklich die Mittäter und politischen Wegbereiter!

Gravatar: harald44

Nach den ersten Sätzen dieses Artikels habe ich aufgehört zu lesen! Woraus ergibt sich zwingend, daß überhaupt ein Klimaveränderung vorliegt, die man erst in Hunderten oder Tausenden von Jahren in der Rückschau feststellen kann, da das Klima definitionsgemäß der gleitende Mittelwert ALLER Wettererscheinungen ist, und Wetter besteht eben nicht nur aus Temperatur, sondern auch aus Regen, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, Luftbewegung, usw.?
Kurzfristige Wetteränderungen sind KEIN Beweis für eine Klimaänderung!
Weiter: Zwischen ca. 1850 und 1950 wurde Stein- und Braunkohle in einem unheimlichen Maße verfeuert, und zwar für den Hausbrand durch Koks und Briketts, für den gesamten Zug- und Schiffsverkehr, und in der Schwerindustrie, in der damals Abgase, usw. kaum gefiltert wurden. Dennoch fallen in diesen Zeitraum mit die kältesten Winter- und Frostperioden, und keines der hochgelobten Klimamodellrechnungen liefert eine Begründung dafür. Ein Programm, welches die nahe Vergangenheit nicht schlüssig erklären kann, taugt daher NICHTS für zukünftige Modellrechnungen.
Nach welchem physikalischen Gesetz erhöhen 200 ppm (oder 400 ppm oder 800 ppm) CO2 in der Atmosphäre die Oberflächentemperatur der Erde, die ohnehin niemals gemessen werden kann, weil die Meßstellen völlig ungleichmäßig verteilt sind und weder die Atmosphäre noch die Meere und ihre Tiefen berücksichtigten?
Sämtliche Kohlevorräte sind hauptsächlich im Erdzeitalter Karbon - daher der Name - aus CO2 in der Atmosphäre angelegt worden, und das heißt, daß der CO2-Gehalt vor Zighunderten von MIllionen Jahren sehr viel höher gewesen sein mußte als heute, und weder die Erde noch das Leben auf ihr gingen unter.
Fatal ist in der Gegenwart und wie schon Napoleon von zweihundert Jahren feststellte, daß man Deutschen jeden Unsinn erzählen könnte, und sie glaubten alles. Wie recht der große Korse doch damit hatte, denn an dieser Volksmentalität hat sich bis heute NICHTS geändert.

Gravatar: Mad Scientist

Schon das erste Statement ist naja, falsch! Es gibt keine Hinweise, dass CO2 als "Klimagas" wirkt. Der Anstieg der Konzentration von CO2 erfolgte immer nach einer Erwärmung. Wir leben immer noch in einer ausgehenden Eiszeit, was erwartet man denn da? Eine Abkühlung? Es gab Zeiten auf der Erde, da war der CO2-Gehalt um Zehnerpotenzen höher, ein Paradies für üppiges tropisches Leben, in dieser Zeit entstanden unsere Kohleflöze.
Zur Zeit des römischen Klimaoptimums wuchsen in der Pfalz Olivenbäume, die Früchte trugen, bis in den Norden war Weinbau möglich. Bis dahin fehlen uns noch genau die 2 Grad...
Wir sollten das schöne Geld, was für die "Energiewende" verbraten wird, lieber dafür nutzen, uns an den Klimawandel anzupassen, statt zu glauben, wir könnten das Klima des Planeten beeinflussen.
Leicht und ohne intellektuelle Verrenkungen wird der Klimawandel über den Einfluss unserer Sonne erklärt, man suche nach "Die kalte Sonne".

Gravatar: Heiner Wempe

Vielen Dank für diesen hervorragenden Artikel! Dessen Inhalt vertrete ich schon seit vielen Jahren, ich gehe sogar noch weiter: Um 80% Strom zu gewinnen, setzten wir 100% an Kraftstoffen u. anderer Energie ein. Im Artikel wurden nicht alle Fakten berücksichtigt:
- Herstellung und Rückbau der Biogasanlagen sowie der benötigten Fahrzeuge (Hecksler, Trecker etc.)
- Zur Herstellung, dem Transport u. der Ausbringung auf dem Acker von Düngemitteln und Pestiziden werden große Mengen an Strom und Diesel benötigt
- Zur Vorbereitung des Ackers (Gülle ausbringen, Pflügen, Eggen, Ausbringen der Saat, Ernte) sind viele Arbeitsgänge nötig und damit ein hoher Einsatz an Diesel. Der Maishecksler verbraucht pro Tag ca. 1200 l Diesel usw.

Diese unökonomische Art der Energiegewinnung muss sofort gestoppt werden!

Gravatar: Hans von Atzigen

Inhaltlich sehr guter Artikel.
Leider etwas langatmig abgefasst, damit steigt die
Wahrscheinlichkeit, das viele die Sache
nicht in voller länge lesen.
Agrarflächen für die Energiegewinnung zu nutzen, besser ausgedrückt verschwenden, ist der Gipfel an Unsinn, dessen was da längst abgeht. Im interesse des Biosphärenschutzes währ es wohl deutlich sinnvoller diese Flächen Aufzuvorsten.Schlicht und ergreifend weil
Wald im gegensatz zu Agrarflächen deutlich mehr CO2
in CO Sauerstoff umwandelt.
Ob da so vieles an Partikularinteressen hinter der Agrargüterverstromung steckt, da habe ich Zweifel,
das Ding haben nicht die Bauern erfunden, sondern die Pseudogrünen. Würde das durch den Begriff Dummheit ersetzen.
Dann wird da noch ein anderes Kernproblem meist ausgeklammert in der sog. 3. Welt müssen die Menschen um des schieren unmittelbaren überlebens willen die Biosphäre zerstören.Das funktioniert auch mit einfachen Werkzeugen. Da sind einfach entsprechend viele Hände mit Zeit verfügbar.
Wenn man die Sachen etwas umfassender, diefferenzierter angeht, Ohne möglichst bald massieve
Bevölkerungspolitische Massnahmen geht das mit Garantie gegen die Wand. Mit rund um die Uhr CO2
Geschrei und halbgare Ideen eben Zb.Agrargüterverstromung. Oder die Bevölkerungsproblematik mit Völkerwanderungen angehen, das ist nun wirklich Pustekuchen lachhaft.
Wo die Menschen einen F. Lassen ist Biologisch egal,
geht ja alles auf dem einen Planeten ab. Die Globalisten Quaseln ja dauernd von der einen Welt.Na ja offensichtlich haben die das selber nicht so recht geschnallt, was das bedeutet, ansonsten wüssten die das Biologisch ,Vökerwanderung nebst logo anderen Faktoren, der blanke Unsinn sind.
Oh je jetzt bin ich selber etwas lang geworden, Entschuldigung.
Freundliche Grüsse

Gravatar: Hans von Atzigen

@Heiner Wempe
Gratulation:
Topp Beitrag kurz mit 100% richtigen Fakten.

Gravatar: Günter

Lieber Herr Doktor,

in ihrem Beitrag sind leider viele Fehler enthalten. Sie haben vieles aus der gängigen alarmistischen Literatur übernommen. Z.B. Versauerung der Meere, Erhöhung des CO2 Gehaltes der Luft durch Menschen und andere "gefährliche" Gase wie NO2. Wiedermal das Übliche.
"Das ist ganz bestimmt ganz übel, dieses Lachgas, wer weiß wer weiß" Tasächlich geht es der Natur aber blendend, schauen sie sich um.

In der gegenw. Warmphase (eine solche hatten wir schon einmal vor 1000 Jahren) sinkt im Sommer auf der Nordhalkugel dass CO2, die Natur verbraucht es. Im Winter nimmt es wieder zu und zwar ein wenig mehr als im Sommer verbraucht wurde. Dieser Prozentsatz soll dann vom Menschen stammen. Ich bitte um den Beweis. Logischer scheint mir ein völliges Aufbrauchen des emittierten Gases. Denn warum nimmt es denn im Sommer ab. Das Bisschen "Mensch" dabei bewirkt gar nichts. Die Natur macht schluck und weg ist es. Ich denke das Meer selbst emittiert CO2 aus warmen Bereichen und das bringt den Überschuss.
Das Meer freut sich auch über das höhere CO2 Angebot durch Wärme, die Fischbestände haben sich nämlich erholen können weil vielmehr Plankton vom Meer produziert wurde. Plötzlich hatten die Isländer wieder Fische im Netz, woher wohl?
Das Lebensgas CO2 ist noch viel zu gering vorhanden.
Außerdem geht die Klimasensitivität dieses Gases fast gegen Null, denn je mehr es in der Luft vorhanden ist, desto weniger wirksam ist es, das hat mit der logarhytmischen Abhängigkeit des Gases in der Atmosphärenphysik zu tun. Da gibt es noch mehr aber ich lasse es jetzt.
Leider ist ihr Beitrag nicht auf dem Stand der Forschung.
Mfg

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