IWF wählt finnische Lösung

Der “IWF verlässt Brüssel aus ‘Frust mit den Griechen'”, war am Donnerstag eine Nachricht, die Hoffnung machte, dass wir endlich der einzig vernünftigen Lösung näherkommen:

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Dem Eingeständnis der längst schon eingetretenen griechischen Insolvenz verbunden mit einem Euroausstieg, der dem Land und seinen Menschen nach Jahren verfehlter Eurorettungspolitik wieder eine Chance gibt, aber auch für Deutschland und die übrigen Länder der Eurozone dieses Fass ohne Boden schließt. Schon lange war nicht mehr richtig verhandelt worden, weil die griechische Regierung auf die ohnehin zweifelhaften Forderungen von Reformen gegen weitere Kredite nicht ernsthaft reagierte.

Am Freitag kam  zum hundertsten Mal ein Neuer Gesprächsversuch: (Tsipras’ Stellvertreter reist mit Delegation nach Brüssel”). Das ging  natürlich so aus wie stets zuvor, also ohne Einigung mit weiterer Vertagung, als wenn es in Zukunft besser statt noch schlechter würde. Dafür hat sich der IWF etwas Neues ausgedacht. Wenn die Europäer bzw. die deutsche Regierung den IWF unbedingt bei den weiteren Verhandlungen mit Griechenland dabei haben wollen, dann kann er auch Bedingungen stellen und wie die finnische Regierung eine Rückvergütung oder zumindest Garantie seiner eigenen Griechenlandkredite verlangen: “Griechen-Hilfe des IWF kann teuer für Europa werden” bzw. für die deutschen Steuerzahler, aber auch die hiesigen Leistungsempfänger, weil die Garantien irgendwann eingelöst werden müssen und das Geld dann hier für sinnvollere Aufgaben fehlt.

Wenigstens dämmert das jetzt so langsam den deutschen Wählern. Im Politbarometer sagt eine Mehrheit: Keine weiteren Zugeständnisse an Griechenland”. Immerhin 70 % sind gegen das Weiterwurschteln und nur 24 % dafür. Bei den Anhängern der Regierungsparteien ist die Zustimmung sogar noch etwas geringer. Es ist jetzt auch eine absolute Mehrheit von 51 % dafür, dass Griechenland den Euro verlässt, während nur noch 41 % die Quälerei fortsetzen wollen. “65 Prozent gehen von einem nicht so starken oder überhaupt keinem wirtschaftlichen Schaden für Deutschland aus”, wenn Griechenland seine Insolvenz eingesteht, während nur noch 28 % sich von dieser Schauergeschichte einschüchtern lassen. Das gibt dann doch Anlass zur Hoffnung, dass wir den IWF nicht für seine angebliche Hilfe bezahlen müssen, sondern sich die vernünftige AfD-Position am Ende durchsetzt.

Beitrag erschien auch auf: alexanderdilger.wordpress.com

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Gravatar: Freigeist

Ist jetzt der Schwarze Peter gefunden? Schuld ist dann der IWF und nicht die Merkel. Könnte klappen.

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