Die übertriebene Strahlungsangst

Der jetzt eingesargte Unglücksreaktor von Tschernobyl - Wie groß ist die Strahlungsgefahr dort heute wirklich? - Bei der Flugzeugreise ist der Strahlungspegel 20mal so hoch wie in Tschernobyl - Die Gelegenheit genutzt, um die Strahlenangst zu pflegen - Kerntechnik ist bei friedlicher Nutzung keine Risikotechnik - Der Schutz vor Strahlung führt zu mehr Toten als die Strahlung selbst

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Der Kernkraftreaktor in Tschernobyl ist nun eingesargt. Vor gut dreißig Jahren hat die Katastrophe stattgefunden -- als Folge eines Experiments der Mannschaft dort. Ein riesengroßer, halbrunder Deckel wurde über den Reaktor geschoben oder, man kann auch sagen, ein gewaltiges Gewölbe darüber gestülpt, gleichsam als „Langfristgrabkammer“, die zudem als ein Superlativ der Technik gilt : Es ist 108 Meter hoch, dreimal so schwer wie der Eiffelturm, und die Pariser Kirche Notre Dame würde locker hineinpassen, war in der FAZ zu lesen. Zugleich sei die monumentale Hülle auch zum größten Landfahrzeug aller Zeiten geworden. Denn das Bauwerk musste mehrere hundert Meter vom Katastrophenmeiler entfernt montiert und dann auf Schienen peu à peu über die Kraftwerksruine geschoben werden. Der sichere Einschluss der Ruine mit dem Mammut-Deckel soll den Austritt von Strahlung vereiteln. Für den Blätterwald war dieses Ereignis abermals eine Gelegenheit, die Angst vor radioaktiver Strahlung zu schüren. Wie groß ist die Strahlungsgefahr dort heute wirklich? Ein Strahlenexperte gibt Auskunft. Bitte hier weiterlesen

Kommentare zum Artikel

Gravatar: Elmar Oberdörffer

Danke für diese wertvollen Informationen. Solange Sie diese jedoch nicht in Mainstreampresse und -medien verbreiten können, wird sich die irrationale Strahlenangst der Deutschen nicht legen.

Gravatar: Hans-Peter Klein

„…um die Strahlenangst zu pflegen und Deutschland auf dem eingeschlagenen Weg zurück ins Mittelalter zu halten. “

An dieser Stelle hatte ich schon keine große Lust mehr weiter zu lesen, aber dann viel mir ja ein: Das Mittelalter, das ist doch die Menschheitsepoche vom Ende der romanischen Baukunst im 12 Jhd., von der Früh-zur Hochgotik, der Frührennaissance und den ersten Ansätzen naturwissenschaftlich, rationaler Erkenntnis, genannt Aufklärung, etwa zu Beginn des 17. Jhd.

Dazu gehört auch das Unterscheidungsvermögen zwischen eben empirisch objetiv, rationaler Erkenntnis und subjektiv ganzheitlicher Erkenntnis, ein bis auf heute stets fruchtbarer Dialog und gewiss auch Erfolgs“rezept“ zweier verschiedener Erkenntnis-Kategorien. Die ersten Universitäten, Fortschritte in der Medizin, Landwirtschaft, unglaublich viel wurde in dieser Epoche, genannt Mittelalter, von Klöstern ausgehend in die Welt gesetzt und gehört heute zum allgemeinen Menschheitserbe.

Wer beim Thema Mittelalter stets und ausschließlich an Inquisition , Scheiterhaufen usw. denkt, der denkt selektiv reaktionär, eine Denkweise die besonders und gerne von linken Ideologen gepflegt wird.

Kommen wir zum Schluss: „Das alles folgt der strengen Rationalität des Irrationalen: Nicht nachgewiesene Erfahrung … speisen die Ablehnung der Kernkraft…“. Eben genau dies erkenne ich in Ihrem Mittelalter-Vorwurf: Eine nicht nachgewiesene Erfahrung,
stattdessen: Photovoltaik, solarer Wasserstoff, Geothermie, schlicht alle Arten der regenerativen Energieerzeugung (Nutzenergie), ihrer Verteilung (Wärmenetze, Kältenetze, Gasnetze, Stromnetze, Kraftstoffnetze), hocheffizienter Technologien auf Verbrauchsseite, all dies repräsentiert ikonenhaft die Spitzentechnologien des 21. Jhds., stellvertretend für die Ikonen des Mittelalters wie Chartre, Freiburger Münster, mittelalterliche Ritterburgen.

Wo kriegt Japan sein Uran her? Wie und Wo entsorgt Japan seinen Atommüll, was weiß die japanische Bevölkerung, darüber, wird sie umfassend informiert?

Nicht unwahrscheinlich, wenn demnächst irgendwo auf der Welt einige Atom-Katastrophen passieren, wir zur echten Inquisition und Scharlatanerie des Mittelalters zurück kehren: Hinterher wills erst mal keiner es gewesen sein,

Vertuschen, Vergessen, Schönreden wird dann zum Normalfall:
So wars, so isses, und so wirds wohl wieder sein.
Und für alles findet sich wie immer ein Anwalt.

MfG, HPK

Gravatar: harald44

Zwei Episoden fallen mir zu diesem Thema ein.
Zum ersten gab es doch den damaligen Kernkraftwerksschadensfall in Harrisburg/USA. Damals stellte das BRD-Fernsehen (oder es übernahm die Bilder vom US-Fernsehen) zwei alte Leutchen vor ein Fenster ihrer Wohnung gegenüber der Einfahrt zum Kraftwerksgelände Harrisburg. Natürlich beteuerten die beiden Alten, daß sie "schreckliche Angst hätten". Aber im Hintergrund sah man die Einfahrt zum Kraftwerksgelände, wo die dort Arbeitenden wie immer ein- und ausfuhren, die Schranke sich hob und wieder senkte, und alles wie an einem ganz normalen Werkseingang an einem ganz normalen Arbeitstag aussah.
Also schon damals Panikmache pur durch die Staatsmedien!
Und zum zweiten: Es ging um den Schacht Konrad in Niedersachsen, in dem schwachradioaktive Abfälle gelagert werden. Oben am oberirdischen Eingang zum Schachtgelände demonstrierten Grüne, die natürlich "schreckliche Angst" äußerten vor der Radioaktivität da unten.
Bildwechsel. Unten sah man dann einen der Mitarbeiter mit einem Gabelstapler unter dem Hintern und einer ZIgarette im Mundwinkel ganz lässig gerade eines dieser gelben Fässer auf die Gabel nehmend, um mit dieser Fracht in den Stollen hineinzufahren.
Also: Eintausend Meter über der Erde heuchelte man "Angst" vor irgendeiner radioaktiven Strahlung, deren Intensität man natürlich mangels grundlegender physikalischer Kenntnisse nicht einmal annähernd quantifizieren konnte, wohingegen der Fachmann unten im Schacht, der eintausend Meter näher an der radioaktiven Quelle saß und diese herumfuhr, in aller Ruhe seiner Arbeit nachging.
Und noch etwas, übrigens:
Die Intensität einer radioaktiven Strahlung nimmt im gedachten Kugelvolumen um die Strahlungsquelle mit der dritten(!) Potenz ab, beträgt also z. B. bei der doppelten Entfernung von dieser nur noch ein Achtel der Ursprungsintensität.

Gravatar: Otto Weber

@Hans Peter Klein
>>Photovoltaik, solarer Wasserstoff, Geothermie, schlicht alle Arten der regenerativen Energieerzeugung…….. hocheffizienter Technologien ……<<

?????????????????????????????

HOCHEFFIZIENT ???????????
Beispiel Photovoltaik:

Im Jahr 2015 betrug die daraus erzeugte elektrische Energie 38,7 Mrd. KWh, das sind verschwindend kleine 6% der Brutto-Stromerzeugung in Deutschland.

Hierfür waren gigantische 39.300 MW installierte PV-Leistung erforderlich, deren Errichtung ca. 95,3 Mrd. € und EEG-Subventionierung (seit 2000) 62,7 Mrd. €, in Summe also 158 Mrd. € gekostet haben; Netzausbau und sonstige Kosten vernachlässigt.

Kurze Gegenrechnung:
Ein modernes konventionelles Kraftwerk mit 2 x 1060 MW kostet 2,6 Mrd. €. Von der mit PV verschwendeten Summe von 158 Mrd. € könnte man also 60 dieser Kraftwerke bauen, welche die elektrische Energie von ca. 947 Mrd. KWh/Jahr erzeugen würden.

Somit ist (so betrachtet) die PV-Stromerzeugung 947/38,7 = 24,4 mal ineffizienter als die „mittelalterliche“ Stromerzeugung. Natürlich sind weitere Einzelheiten zu berücksichtigen, so zum Beispiel, dass die PV-Stromversorgung ohne Reserve-Kraftwerke nicht betreibbar ist.

Herr (Dipl. Ing.?) Hans Peter Klein,
bitte Rechnung mit „solarer Wasserstoff, Geothermie, schlicht alle Arten der regenerativen Energieerzeugung“ zur Belegung Ihrer Behauptungen vorlegen!

Gravatar: Dirk S

@ Hans-Peter Klein

Zitat:" Das Mittelalter, das ist doch die Menschheitsepoche vom Ende der romanischen Baukunst im 12 Jhd., von der Früh-zur Hochgotik, der Frührennaissance und den ersten Ansätzen naturwissenschaftlich, rationaler Erkenntnis, genannt Aufklärung, etwa zu Beginn des 17. Jhd. "

Das ist schlichweg falsch. Das Mittelalter ist definiert auf den Zeitraum von 500 n. Chr. bis 1500. Vor dem Mittelalter lag die Antike und es folgte die Neuzeit. Unterteilt ist es ins Frühmittelalter (500 - ~1000), Hochmittelalter (~1000 - ~1250) und das Spätmittelalter (~1250 - 1500).

Die Hauptleistung des Mittelalters ist die Verschmelzung der römischen und germanischen Traditionslinien, jeweils mit ihren heidnischen und christlichen Anteilen, zu dem, was man als "Christliches Abendland" bezeichnen kann. Ohne das Mittelalter würde es unsere heutige westliche Kultur nicht geben. Und damit auch keine Smartphones.

Traditionelle Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Dirk S

Konstruktive Kritik mag ich ja.

...eigentlich.

Vom Ende der Römerzeit etwa Mitte des 5 Jhd. bis zu Beginn des 9 Jhd., das habe ich als die Zeit der Völkerwanderung in Erinnerung. Diese Epoche zählte m.W. nicht zum Mittelalter, nicht zuletzt weil es so gut wie keine architektonischen Zeitzeugen aus dieser Zeit gibt: Zuviel rumgewandert, zu wenig Zeit zum Burgen bauen.

Erst als es dann los ging mit all diesen Pippins, Karls und Ottos oder wie all diese Barbarossas noch mal hießen, kann man m.W. erst vom frühen Mittelalter reden, da gibts dann auch Dome (Aachen), Ritterburgen, Ritterfräuleins, Kreuzzüge, usw.

Zugegeben, mit Bonifatius, dem "Apostel der Deutschen" fing die Christianisierung schon bisschen früher so im 7. Jhd. an, aber war das Fällen der Donar-Eiche schon Mittelalter ? Meines Wissens nicht.

Smarte Grüße, frei von Strahlungsangst
HPK

Gravatar: Dirk S

@ Hans-Peter Klein

Zitat:"Vom Ende der Römerzeit etwa Mitte des 5 Jhd. bis zu Beginn des 9 Jhd., das habe ich als die Zeit der Völkerwanderung in Erinnerung. "

Die Vökerwanderung begann mit dem Hunneneinfall in Europa 375 und endete mit dem Erscheinen der Langobarden in Italien 568 und gehört als Übergangszeit sowohl zur (Spät-) Antike als auch zum (Früh-) Mittelalter.

Wobei die Definition des Beginns des Mittelalters relativ willkürlich ist (Westrom ist 25 Jahre vorher untergegangen, andersrum haben sich antike Traditionen teilweise bis ins 8. Jahrundert gehalten). Aber ob nun willkürlich oder nicht, es ist eben so definiert und es ist sinnvoll, für die geschichtlichen Epochen einheitliche Zeitdefinitionen zu verwenden.

Mittelalterfreie Grüße,

Dirk S

Gravatar: Udo Stemmer

Wir nehmen jährlich durchschnittlich 2,2 bis 2,5 mSv (Millisievert) auf.
In der Sperrzone rund um Tschernobyl wären es hochgerechnet zwischen 200 bis 500 mSv pro Jahr, abhängig vom Standort, da die Strahlung stark schwankt.

Pro Stunde Aufenthalt in Tschernobyl nimmt man zwischen 5 und 10 µSv auf, was 0,2% bis 0,5% der jährlichen Normaldosis entspricht.
Rechnet man dies hoch, erhält man innerhalb eines Tages knapp 5% bis 10% der jährlichen Normaldosis.
Ausgenommen von dieser Rechnung sind so genannte Hot Spots.

Bei einer Flugreise Frankfurt – Rom ist eine Strahlung von 3-6 µSv angesagt, Flugzeit ca. 2 Stunden.

Bei einem Besuch in Tschernobyl sind 10 bis 20 µSv angesagt bei 2 Stunden Aufenthalt.


Wir Herr Dr. Klaus Peter Krause zu so einer Aussage kommt kann ich nicht verstehen.

„Bei der Flugzeugreise ist der Strahlungspegel 20mal so hoch wie in Tschernobyl“

Genau anders herum ist es.
Die Belastung in Tschernobyl ist ca. das 3 fache wie bei der Flugreise.

Gruß

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