Chinas Kulturrevolution begann vor 50 Jahren

Heute vor 50 Jahren wurde offiziell die Kulturrrevolution in China ausgerufen

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(siehe „Die ‚Große Proletarische Kulturrevolution‘ beginnt“). Offiziell ging es darum, die Kommunistische Partei Chinas zu erneuern und die konterrevolutionären Kräfte in ihr und der Gesellschaft insgesamt zu entmachten. Tatsächlich ging es Mao Zedong jedoch darum, seine eigene Macht zu festigen, die durch das Desaster von seinem „Großen Sprungs nach vorn“ mit Zigmillionen Toten beeinträchtigt war. Er entsandte Schüler und Studenten, die sich als Rote Garden organisierten, um gegen Parteikader, Lehrer einschließlich Hochschullehrern und Kulturschaffende vorzugehen. Es gab Millionen Tote, viele Kultureinrichtungen wurden zerstört und das Bildungswesen kam zum Erliegen. Bereits 1968 wurden die von Mao nicht mehr benötigten Roten Garden aufgelöst und aufs Land geschickt, um von den Bauern zu lernen, wozu sie militärisch gezwungen werden mussten. Offiziell wurde die Kulturrevolution jedoch fortgesetzt und sicherte Mao für seine letzten zehn Lebensjahre die unbeschränkte Macht. Doch nach seinem Tod 1976 gab es einen Putsch gegen die „Viererbande“ um seine Witwe Jiang Qing. Deng Xiaoping leitete Reformen ein, die zu dem bis heute andauernden beispiellosen Wirtschaftswachstum führten, da China durch den Maoismus so stark, grausam und lange zurückgehalten worden war.

Beitrag zuerst erschienen auf alexanderdilger.wordpress.com

Kommentare zum Artikel

Gravatar: Hans Meier

Lieber Herr Dilger,

diese von Mao angezettelte politische Verrücktheit hat China schwer geschadet. Grundsätzlich ist der Idiotismus die Spielwiese der politisch Ideologisierten.
Vor 48 Jahren waren Leute, die sich als Akademiker betrachten und von mir forderten ich solle gegen die „Atomkraft“ sein, total sauer, als ich sie fragte, warum sie den Chinesen den Zugang zur Stromversorgung verwehren wollten und den Ingenieuren verbieten, was nach ihrer Ansicht richtig sei?
Leider haben diese Deutschen mit ideologischem Knacks noch immer die Oberhand aber es tut sich was in der Realität.

Wenn man sich anschaut was heute in China passiert https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Universit%C3%A4ten_in_der_Volksrepublik_China
Dann fällt einiges auf, vor allem sind die MINT-Fachbereiche wesentlich zahlreicher als weltweit sonst wo und „Gender-Grammatik-Jagdstühle“ entfallen auch völlig.

Damit wird ersichtlich, in China drängen jährlich zig Tausende Ingenieure in den Arbeitsmarkt, mehr als in irgend einem anderen Land.
Tatsächlich befindet sich China schon auf der „Überholspur“ die Riesen-Anzahl von gebildeter Fach-Intelligenz hat doch schon für eine „neue chinesische Kultur-Revolution“ gesorgt.
Es sind produktive Metropolen entstanden https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_St%C3%A4dte_in_der_Volksrepublik_China
Mit ganz beachtlichen Skylines von internationalem Format https://www.google.de/search?q=Chinesische+Metropolen&client=firefox-b&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjPq4rs9eXMAhWiDcAKHdkdAqsQ_AUIBygB&biw=1013&bih=500

Es gibt so viele Beispiele die aufzeigen, auf welcher Überholspur die chinesische Wirtschaft bereits ist http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/lkw-von-dongfeng-chinesen-legen-sich-mit-daimler-an/10752256.html
Die wirtschaftliche Realität der Supermacht im Osten die zum Meister aufsteigt ist zu sehen http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/siemens-konkurrent-chinas-zuggigant-greift-nach-dem-weltmarkt-13530715.html
Denn die chinesischen Konzerne lassen keinen Expansionsbereich aus und haben mit Russland einen zuverlässigen Energie-Lieferanten.

Zu den olympischen Spielen in Sotschi hat Siemens, wohl das letzte mal modernste Züge an Russland geliefert https://www.youtube.com/watch?v=9Pe10aD3-ao

Mit der von den USA verhängten Handelsblockade der EU gegen Russland, hat sich das Thema endgültig erledigt.

Chinas Wirtschaftsmacht ist nicht nur absolut gewaltig, sind wird auf hohem Niveau weiter zunehmen, und das international.
Der Obama-Administration ist es nicht gelungen auf irgend einem Gebiet Chinas Wirtschaft zu stoppen und das wird auch der nächsten US-Regierung nicht gelingen, unabhängig ob Clinton einen kriegerischen Affront einschlägt oder Trump als Praktiker die internationale Gemeinsamkeit der Koexistenz als klügere Strategie wählt.

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