Analysten und Experten: Die Propheten der Neuzeit

Wie kann man so abartig daneben liegen? Analysten und Experten hielten einen Sieg Trumps für unwahrscheinlich und verkünden für den unerwarteten Sieg heftige Börsencrashs an.

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Trump wurde Präsident und die Kurse an den Börsen feiern ein Feuerwerk.

Seit dem Brexit wissen wir: Die Glaubwürdigkeit dessen, was hochbezahlte Analystlinge von sich lassen, wird extrem überbewertet. Trotzdem drucken es die neosozialistischen Medien brav ab, vorausgesetzt es passt zur vorgegebenen Meinung. In der Wahlnacht kam es tatsächlich zu kurzen & heftigen Turbulenzen an den Märkten. Bereits nach wenigen Stunden war der Spuk vorbei. Inzwischen steht der DAX auf einem Jahres- und der DowJones auf einem Rekordhoch. Bundesanleihen werfen wieder 0,32% Zinsen ab. Der Peso konnte sich bisher noch nicht erholen.

Der amerikanische Ökonom Michael Burda zieht für den Fall, dass Trump gewinnt, Vergleiche zur Wirtschaftskrise von 1930 (Tagesspiegel berichtet). „Es ist angebracht, sich vor Trump zu fürchten“, warnt die FAZ wenige Tage vor der Wahl. „Ein Überraschungssieg dürfte am US-Aktienmarkt zunächst Panik auslösen; was dann kommt, könnte hässlich werden“, warnt die NNZ am 04.11.2016. „Die Märkte gruseln sich vor Trump“ meinte die ARDN-TV zitiert gleich mehrere Experten: „Für die Märkte ist Trumps Sieg ein weit größeres Problem als der Brexit“, sagte beispielsweise der Chefvolkswirt der Commerzbank.

Vor der US-Wahl wurden zahlreiche Research-Informationen publiziert, die sich am 08.11.2016 als völlig falsch herausgestellt haben. Auch ich habe noch am 07.11.2016 einen DAX-Put gekauft um ein Long-Depot abzusichern und mich am Morgen des 09.11.2016 tierisch gefreut. Inzwischen ist das Depot im Wert gestiegen und der Put im Trumpolin verreckt. An was erinnert mich das Ganze? An den Film „Das Leben des Brian“! Dort gibt es eine Szene in der Brian als Prophet vergöttert wird, obwohl er das nicht will. Seine Anhänger nehmen jedes seiner Worte auf die Goldwaage und verkünden es brav ihren Mitmenschen.

Inzwischen haben sich viele Experten um 180 Grad gedreht und finden Trump auf einmal ganz toll. Im Handumdrehen wurden tausende Gründe gefunden, warum er als neuer Präsident gut für die Märkte sei. Eingedenk dessen fanden tatsächlich interessante Neubewertungen an den Märkten statt; allerdings nicht bei den Aktienindizes. Es kam zu Neubewertungen bei einzelnen Branchen, Edelmetallen und hauptsächlich Anleihen. Der heftige Zinsanstieg und damit verbundene Kursrückgang trifft viele Renten- und Mischfonds auf dem falschen Fuß (Cash berichtet).

Die Silbe Anal im Wort Analyst gibt vielmals Auskunft darüber, was von der Aussage zu halten ist.

Zuerst erschienen auf pinksliberal.wordpress.com

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Claudio

Springer, Bertelsmann und Co. Neosozialisten ? ARD,ZDF und der restliche TV-Plunder neosozialistische Propagandamaschinen ?
Meinungsforscher versuchen Meinung zu machen, so wie ihre Auftraggeber es vorgeben. Wären sie nur Analysten, würden sie keine Prognosen von sich geben.
Im Link, unten, konnte ich keinen Neosozialisten ausfindig machen. Kann mir jemand einen neosozialistischen Medienmogul nennen ?

http://www.businessinsider.com.au/how-the-25-richest-people-in-media-got-that-way-2010-9?r=US&IR=T#1-anne-cox-chambers-125-billion-25

Gravatar: Hans von Atzigen

Der Markt ist ein Naturgesetz, das unerbittlich nach Angebot und Nachfrage funktioniert.
Daran können weder ein ,,Gott,,Clinton-Obama noch ein ,,Teufel,, Trump, nachhaltig etwas bewegen.
genau so wenig wie andere Schwadronierer.
So allzusehr hat sich der Mensch seit der Steinzeit nicht entwickelt.(Sicher das wissen hat sich enorm vermehrt.)
Im wesentlichen ist er sich treu geblieben.
Göttergläubig.
Das Bild der Götter,Götzen wird einfach der Zeit, den
Zeitumständen angepasst.

Gravatar: siggi

20 Jahre Clinton Ära führte zu geistigen Verarmung bei den Fachleuten in den US-Entscheidungszentren des Geldes. Infantil hingen sie an dem Gralskrieger Obama, als könne der kleine Prediger wissen, wie ihr Heil morgen aussehen müsste. Man stimmte sich auf Krieg der Religionen ein, Nah-Ost sollte es sein. Verteufelte jeden, der es in Abrede stellte. Trump machte die Rückbesinnung auf ein starkes Land, darf nicht sein - wird nun Realität. Wer Krieg machen will, ohne US-Geld. Welch ein Schlag, da bröckelt der Koks aus dem Hirn.
Merkel muss weg.

[Gekürzt. Die Red.]

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