Kommentare zum Artikel

Gravatar: FDominicus

Der übliche Gang der Dinge ist immer, das die Gläubiger Ihre Forderungen abschreiben müssen. Neu in diesem Fall war es nur das jeder zum "Gläubiger wieder Willen" gemacht wurde. Habe ich keine Anleihen von Griechenland muß ich trotzdem dafür zahlen und das ist die ganz große Betrügerei.

Alle die neuen Schulden der letzten beiden Jahre sind eben nicht nur "Schall" und Rauch. Irgendwann kommt der Tag der Rückzahlung.....

Gravatar: Freigeist

Wenn ich es richtig sehe, so ist das neu geschaffene Geld der EZB doch bereits im Umlauf, d.h. im Markt, rund um den Globus. Die Inflation ist jedoch gering. Für hohe Energiepreise ist die EZB nicht verantwortlich.
Wie sollte es den Markt stören, würde die EZB die Griechenlandpapiere, die sie aufgekauft hat, einfach ausbuchen? Es würde nichts passieren in den Märkten. Dass die EZB gut daran getan hat, damals die Papiere der Pleitestaaten aufzukaufen war ein Glücksgriff, der die Märkte stabilisiert hat.
Chaos darf auf keinen Fall akzeptiert werden. Der Menschliche Verstand ist auf Chaos miserabel programmiert, d.h. auf Abwehr u. Flucht darwinisch gesehen entwickelt. Chaos wurde vermieden, die Weltwirtschaft trabt wieder. Rückblickend hat die EZB gut gearbeitet. In gemeinsamer Anstrengung aller Staaten dieser Erdenwelt wurde eine Depression verhindert. Jetzt mache wir fällige Aufräumarbeiten und buchen aus. Um vom Virtuellen wieder ins Reale zu kommen, kann es nur die Ausbuchung geben. Neue Entgrenzungen sollten nicht mehr gestattet werden.

Gravatar: Rolf D. Lenkewitz

@Freigeist: Die Inflation ist weltweit deswegen gering, weil in einer historisch einzigartigen Form (ausgehend auch von Bernanke,der die Krise der 30er Jahre intensiv studierte)
alle monetären und fiskalischen Maßnahmen kunstvoll ergriffen wurden, die Schulden nicht bilanzieren und damit ausweisen zu müssen. Eine Ausbuchung der EZB, damit meinen Sie eine Abschreibung, würde den Wert der EZB verringern und Auswirkungen auf die Zinspolitik nachsichziehen. Der Aspekt des anteilig geringen Engagements an griechischen Anleihen lenkt insgesamt davon ab, wie hoch die europäischen Schulden der Staaten insgesamt sind!! Dessen wahre Höhe ist unglaublich hoch!! Eine Ausbuchung, so wie Sie es wahrscheinlich meinen, erzeugt für die hochverschuldeten Länder, z.B. in der EU, Spanien, Italien, England den sofortigen Finanzcrash in der EU und weltweit. Deswegen verstehe ich ihre Logik nicht, den der Schritt einer Korrektur in reale Verhältnisse kann nur mit sehr großen Ereignissen einhergehen. Sogenannte Entgrenzungen nicht mehr zu gestatten ist eine sehr vage bleibende Forderung! Ich weise immer wieder darauf hin dass hier viel Arbeit auf uns wartet und die Ideen und Methoden fehlen, das umzusetzen!

Gravatar: Rudi Gems

Das System ist nicht zu halten. Und je unverständlicher die Diskussion wird, desto größer das Zeichen, das es bald zum Knall kommt.

Das System kann nur noch mit einem Knall enden. Die Uneinsichtigkeit, nach einem Weg zu suchen, der eine sanfte Landung ermöglicht, ist durch absolute Ignoranz und Erkenntnisresistenz gekennzeichnet.

Wenn man einem Land, wie Griechenland "hilft", indem man ihm Kredite gewährt, womit es seine Schuldendienste aufrecht erhalten kann, und die Zinslast, in eine Höhe von bis zu ca. 16% hochtreibt, hat nicht nur keine Ahnung, von Finanzen, sondern benimmt sich, als wenn er ein Scharlatan wäre. Wer nach einem Jahr "Hilfe", ein Land ökonomisch ausbluten lässt, und als einzigen "Erfolg", vorweisen kann, das es dem Land, schlechter als vor 12 Monaten geht, hat sich selber, so dermaßen als Stümper entlarvt und disqualifiziert, das es für ihn keinerlei Berechtigung mehr geben darf, Verantwortung zu übernehmen.

Ich kann den Hass, und die Wut der Griechen, sehr gut verstehen. Und meine Sympathie, steht eindeutig bei den Griechen. Wer so mit einem Land umgeht, ist entweder ein Dummkopf oder ein Scharlatan. Natürlich müssen und sollen, Banken, im eigenen Interesse, sich an den Schulden der Griechen, beteiligen, aber dies muss dadurch entstehen, das man den Banken, den Geldhahn bei den Zentralbanken zudreht. Aber offensichtlich, ist man bei den Zentralbanken, für dieses Problem,... (Hier müsste ich jetzt eine Beleidigung schreiben)

Grüße, Rudi Gems

Gravatar: Rolf D. Lenkewitz

@ Rudi Gems: Auf jeden Fall herzlichen Dank für die kritischen und interessanten Kommentare! Ja es sieht ausssichtlos aus, aber wichtig ist doch der Versuch an einer Aufklärung der Ereignisse mizuarbeiten und der Volksverdummung entgegenzutreten. Auch habe ich die Hoffnung das aus diesen Impulsen etwas neues entsteht und wenn erst nach dem Crash. Die Hoffnung sollten wir nicht aufgeben!

Gravatar: Rudi Gems

@ R.D. Lenkewitz

Ja, da gebe ich Recht, "Die Hoffnung sollte man nie aufgeben.". Und auch nach einem Crash, wird es irgendwie weiter gehen. Die Frage ist nur, "wie"?

Nach allem, was ich bisher von den Beteiligten, in Sachen Finanzkrise gesehen habe, lässt mich das allerdings, wenig hoffen.

Insbesondere, der Fall Griechenland, ist für mich ein genaues Beispiel, wie man es als Letztes machen sollte. Erst hat man Griechenland, angeblich "geholfen". Der Effekt ist, das Griechenland, heute schlechter da steht, als vor einem Jahr. Die sogenannte "Hilfe", hat noch nichtmal dafür gereicht, die Altschulden zu bedienen. Die Schulden haben sich sogar noch weiter erhöht.

Ganz schlimm, sieht es in der jungen Demokratie, Griechenland, aus. Für nichts, was uns wichtig ist, sind die Griechen mehr zu überzeugen.

Die Demokratie, hat schon nach wenigen Jahren, eine Fratze für die Griechen gezeigt, die wenig Sympathie wecken kann.
Der Rechtsstaat und die Gerechtigkeit, erzeugt bei den Griechen, eine gefühlte Ungerechtigkeit, die nur noch durch ein totalitäres Regime, gesteigert werden kann.

Der Spätkapitalismus, zeigt sich besonders in Griechenland, von einer Seite, die nur noch anwidern kann.

An soziale Träume, glaubt zurecht, kein Grieche mehr. Dort in Griechenland, wird soziale Gerechtigkeit, nur noch mit den Füßen getreten.

Wie will man Menschen begeistern, bei denen sich die Gerechtigkeit, der Rechtsstaat, die Demokratie, der Kapitalismus und die Soziale Gerechtigkeit, in dieser Form zeigt und gezeigt hat? Mein Herz schlägt eindeutig für die Griechen! Und wenn Griechen, als wenigstens Mitverursacher, die deutsche Kanzlerin, als Problem erkennen, habe ich auch dafür, vollstes Verständnis.

Und wenn ich mir dann solche Aktöre, übertragen auf die BRD, vorstelle, wenn es hier richtig kracht, kann es mir nur noch Angst und Bange werden. Ja, die Hoffnung stirbt zuletzt, sonst würde ich mich hier an einer solchen Diskussion, auch nicht beteiligen. Aber reale Gründe, für Zuversicht, kann ich zuletzt, auch um die Vorgänge in Griechenland, auch nicht ansatzweise erkennen.

Grüße, Rudi Gems

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