Ostern beginnt im Grab – Warum echte Hoffnung nur durch Krise entsteht
Die moderne Welt tut sich schwer mit Ostern. Über das Leben spricht man gern, über Licht, Aufbruch und neue Chancen. Doch das, was dem vorausgeht – das Leid, die Niederlage, der Tod –, bleibt oft ausgespart.
Mystisch
Wenn ich Liturgie feiere, spüre ich oft: Hier geschieht mehr, als wir sehen. Am Anfang steht etwas ganz Einfaches. Menschen kommen zusammen. Einer liest. Einer singt. Brot und Wein stehen auf dem Altar. Von außen wirkt das fast unscheinbar.
Und doch weiß ich: In diesem Moment handeln wir nicht nur selbst. Christus handelt. Er zieht uns hinein in sein Gebet zum Vater. Das ist für mich der mystische Mitvollzug der Liturgie. Wir stehen nicht vor einem Geschehen. Wir treten hinein.

