Verschwindet die Volkspartei?
Friedrich Merz hat in dieser Woche eingeräumt, dass die CDU nur noch „in Teilen“ eine Volkspartei sei. Der Satz fiel nach den Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.
Das Wort „Volkspartei“ gehört seit Jahrzehnten zum politischen Vokabular der Bundesrepublik. Friedrich Merz hat es am 24. September 2026 in bemerkenswerter Weise verwendet: Die CDU erfülle diese Rolle nur noch „in Teilen“.
Berlin regiert.
Die Landtagswahlen vom Sonntag verändern die politische Lage in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
Montagmorgen. In Berlin öffnen Ministerien, Büros und Fraktionsräume. In Mecklenburg-Vorpommern sind die Stimmen der Nacht noch frisch. Zwei Landtagswahlen haben Deutschland am Sonntag keine einfache Antwort gegeben. Sie haben mehrere sehr konkrete Fragen hinterlassen.
AfD führt in mehreren Erhebungen. Vier Tage vor der Wahl.
Vier Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern verdichtet sich das politische Bild. Die jüngste INSA-Umfrage sieht die AfD bei 37 Prozent, die SPD bei 35 Prozent und die CDU bei 7 Prozent.
Vier Tage vor der Wahl steht Mecklenburg-Vorpommern vor einer ungewöhnlich zugespitzten Konstellation.
Die Brandmauer hat sieben Prozent.
Zwei Umfragen vom 10. September sehen die CDU in Mecklenburg-Vorpommern bei nur sieben Prozent. Gleichzeitig liegt die AfD bei 36 bis 38 Prozent, die SPD bei 33 Prozent.
Zwei Umfragen vom 10. September sehen die CDU in Mecklenburg-Vorpommern bei nur sieben Prozent. Gleichzeitig liegt die AfD bei 36 bis 38 Prozent, die SPD bei 33 Prozent.
Manuela Schwesig (SPD) inszeniert sich jetzt als Anti-AfD-Kandidatin: "Ich bin eure Frau gegen Blau!"
Wie verzweifelt kann man sein? Die noch amtierende Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern bettelt in den Sozialen Medien: "Ich bitte um die Stimmen von allen, die verhindern wollen, dass die AfD die Macht übernimmt.
Die Brandmauer hat eine Zahl: 43,8
Die AfD erhielt 43,8 Prozent und 39 von 83 Mandaten. Eine absolute Mehrheit besitzt sie nicht, die übrigen Parteien lehnen Koalitionen mit ihr ab und das BSW öffnet die Frage des dritten Wahlgangs bei der Ministerpräsidentenwahl.
Die AfD erhielt in Sachsen-Anhalt 43,8 Prozent der Stimmen und 39 von 83 Mandaten. Die CDU landete bei 17,2 Prozent und 15 Sitzen. Der Abstand beträgt damit mehr als 26 Prozentpunkte und fast das Dreifache an Mandaten.
Der Frust hat Zahlen
Morgen wird in Sachsen-Anhalt gewählt. Seit Tagen erklärt die Republik, was ein AfD-Sieg bedeuten könnte. Weniger oft wird gefragt, was fünf Jahre Politik bereits bedeutet haben.
Merz warnt Sachsen-Anhalt. Die Zahlen warnen Merz
Der Kanzler warnt Sachsen-Anhalt vor wirtschaftlichen Folgen einer AfD-Regierung. Sechs Tage vor der Wahl zeigen Umfragen, Wirtschaftsleistung und Vertrauenswerte zugleich, wie tief die Krise des bisherigen politischen Angebots reicht.
Eine Warnung aus dem Kanzleramt
Merz warnt vor der AfD. Die Wähler antworten.
Friedrich Merz warnt Sachsen-Anhalt vor wirtschaftlichem Schaden, falls die AfD nach der Landtagswahl die Regierung anführt. Das ist ein legitimer politischer Standpunkt.
Man kann Politik kompliziert erklären. Man kann sie in Koalitionsmodellen, Brandmauern, Verfassungsschutzberichten und Investorenkonferenzen vermessen. Am Ende kommt jedoch ein sehr einfaches Instrument: der Stimmzettel. In Sachsen-Anhalt wird er am 6. September verteilt.

