Gastbeitrag von Prof. Dr. Johann Braun, Passau

Kulturmarxismus: Sozialismus für feine Leute

In jüngerer Zeit ist endlich auch das deutsche Feuilleton dahinter gekommen, daß der "kulturelle Marxismus" den Marxismus Marx-Engels'scher Prägung längst abgelöst hat und auf andere, im Grunde unmarxistische Handlungsstrategien setzt. Diese haben die westliche Gesellschaft ganz ohne proletarische Gewaltanwendung, dafür aber um so wirksamer revolutioniert. In den USA hat man dafür den Begriff "Cultural Marxism" geprägt.

Hillay Clinton, Foto: Pixabay
Veröffentlicht: | Kategorien: Reportagen, Reportagen - Empfohlen, Sidebar - Empfohlene Beiräge, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Cultural Marxism, Fanfurter Schulen, Gender Studies, Kulturmarxismus, Marxismus
von

Die Mühlen der Erkenntnis mahlen langsam, aber am Ende tritt nicht selten das zutage, was einsichtige Leute von Anfang an erwartet hatten. So ist in jüngerer Zeit endlich auch das deutsche Feuilleton dahinter gekommen, daß der "kulturelle Marxismus" den Marxismus Marx-Engels'scher Prägung längst abgelöst hat und auf andere, im Grunde unmarxistische Handlungsstrategien setzt. Diese sind bereits seit langem am Werk und haben die westliche Gesellschaft ganz ohne proletarische Gewaltanwendung, dafür aber um so wirksamer revolutioniert. In den USA hat man dafür den Begriff "Cultural Marxism" geprägt, der sich allmählich auch hierzulande durchsetzt.

Das Sein bestimmt das Bewußtsein

Worum geht es? Dem klassischen Marxismus zufolge bestimmt das Sein das Bewußtsein. Ein revolutionäres Bewußtsein kann nach dieser Auffassung nur dann entstehen, wenn die objektiven Verhältnisse für einen Umsturz reif sind. In einem solchen Fall bedarf es für eine Revolution nicht viel: Die Kapitalisten haben ihre ursprünglich progressive Funktion eingebüßt und sind zu bloßen Profiteuren fremder Arbeit geworden. Im Grunde läuft der gesellschaftliche Produktionsprozeß längst ohne sie ab. Sowie die arbeitenden Klassen dessen gewahr werden, brauchen sie nur die Expropriateure zu enteignen und ohne sie weiterzumachen. Das ist alles. Schon beim jungen Marx heißt es in diesem Sinn, daß Revolutionen "eines passiven Elementes" bedürfen, "einer materiellen Grundlage"; die Theorie werde "in einem Volke immer nur so weit verwirklicht, als sie die Verwirklichung seiner Bedürfnisse ist". (MEW 1,386) Und Jahre später schreibt Marx: "Eine radikale soziale Revolution ist an gewisse historische Bedingungen der ökonomischen Entwicklung geknüpft; letztere sind ihre Voraussetzung. Sie ist also nur möglich, wo mit der kapitalistischen Produktion das industrielle Proletariat wenigstens eine bedeutende Stellung in der Volksmasse einnimmt." (MEW 18, 633)

Wie sich 1914 herausstellte, waren freilich selbst die Arbeiter des hochindustrialisierten Deutschen Reiches zu einem internationalistischen Schulterschluß nicht geneigt, sondern stellten sich hinter die nationale Staatsmacht. Noch weniger paßte ins Konzept, daß die Oktoberrevolution von 1917 in einem Agrarstaat stattfand, der nach marxistischer Doktrin überhaupt nicht reif für einen ultimativen Umsturz war. Die russische Revolution wurde von einer kleinen Clique initiiert und mit Terror gegen breite Bevölkerungskreise durchgesetzt. Der Einsatz von Gewalt war hier keineswegs nur das Pünktchen auf dem i, das die Verhältnisse zum Kippen brachte, sondern das Mittel, mit dem eine revolutionäre Situation allererst erzeugt wurde.

Nicht alle Parteigänger der kommunistischen Bewegung haben daraus Konsequenzen gezogen, viele haben die Bedeutung dieser Vorgänge nicht im Ansatz erfaßt, sondern die orthodoxen Formeln, als ob nichts geschehen wäre, unverändert heruntergebetet. Selbst noch die revoltierenden 68er Studenten faselten in ihrer Mehrheit weiterhin vom "Spätkapitalismus", der sich demnächst selbst zerstören würde, und ähnliches hörte man auch aus der DDR bis hinein in ihre letzten Tage.

Verändertes Bewußtsein bestimmt das Sein

Aber es gab auch klügere Köpfe, die erkannten, daß die Welt auch auf andere Weise revolutioniert werden kann, als Marx und Engels sich dies vorgestellt hatten: Anstatt darauf zu warten, daß die Massen unter dem Einfluß veränderter Verhältnisse ein revolutionäres Bewußtsein entwickeln, konnte man deren Bewußtsein ganz unabhängig davon verändern; auch dies, geschickt eingefädelt, würde genügen, um eine Revolution auszulösen. Wenn man so will, wurde Marx mit dieser Volte von den Füßen auf den Kopf gestellt: nicht das Sein bestimmt das Bewußtsein, sondern das gezielt veränderte Bewußtsein schafft sich das Sein, das ihm adäquat ist. Das war zwar in der Methode nicht materialistisch und daher nicht marxistisch gedacht; das Ziel jedoch blieb unverändert dasselbe: die sozialistische Umwälzung der bisherigen Welt. Den Arbeiter als revolutionäre Klasse brauchte man dafür im Grunde nicht mehr; er wurde langsam aber sicher zur Folklore. Das eigentliche Ziel des internationalen Sozialismus war ohnehin nie die Befreiung einer bestimmten Klasse, sondern die der Menschheit als solcher gewesen. Der Arbeiter hatte dabei nur als Mittel zum Zweck gedient. Jetzt erkannte man, daß das Ziel einer von Grund auf veränderten Gesellschaft auch auf andere Weise zu erreichen war.

Um das Bewußtsein der Menschen im großen Stil zu verändern, gibt es im Prinzip zwei Methoden: die Erziehung der Jungen und die mediale Indoktrinierung der Älteren, die ebenfalls auf eine Erziehung, wenn auch von Erwachsenen, hinausläuft. "Schule und Presse", so liest man in einer der frühen Schriften Richard Coudenhove-Kalergis, "sind die beiden Punkte, von denen aus die Welt sich unblutig, ohne Gewalt erneuern und veredeln ließe. Die Schule nährt oder vergiftet die Seele des Kindes; die Presse nährt oder vergiftet die Seele des Erwachsenen." (Adel, 1922, 29) Von dieser Erkenntnis haben vor allem totalitäre Systeme exzessiv Gebrauch gemacht. Daß der Nationalsozialismus ein umfassendes Erziehungs- und Umerziehungssystem etablierte, ist sattsam bekannt. Aber auch im Rahmen des Neomarxismus setzte man primär auf die Beeinflussung des Denkens, weil man dahinter gekommen war, daß nicht nur – wie die sozialistischen Klassiker gelehrt hatten – die materiellen Verhältnisse das Denken prägen, sondern daß ebenso auch ein entsprechend verändertes Denken die materiellen Verhältnisse aus den Angeln zu heben vermag. Im Unterschied zu dem hemdsärmeligen Arbeitersozialismus herkömmlicher Prägung war dies eine Art "Sozialismus für feine Leute", will sagen: für Gebildete, die sich nicht zu Barrikadenkämpfern, sondern zu Präzeptoren einer ihnen folgenden Masse von Ungebildeten berufen fühlten. 

Marsch durch die Institutionen

Eine kritische Geschichte dieses "neuen Marxismus" zu schreiben, wäre eine Aufgabe für sich. Lukács, Gramsci, Horkheimer, Adorno, Bloch, Herbert Marcuse, Habermas und andere haben dafür auf ihre Weise Material geliefert. Die revoltierenden 68er Studenten und ihre Mitläufer hielten es freilich zunächst mehr mit den Klassikern des Sozialismus und hofften auf einen Schulterschluß mit den "arbeitenden Massen". Erst als die 68er Revolte in den siebziger Jahren abflaute, weil sie nicht die erhoffte Resonanz fand, verlegten sich viele auf eine "kulturmarxistische Strategie", die langfristig mehr Erfolg versprach und in der Tat die deutsche Gesellschaft stärker verändern sollte, als es alle "Demos", Straßenschlachten, Vorlesungsstreiks und sonstigen Aktionen zusammen getan hatten: Sie traten den "Marsch durch die Institutionen" an. Das heißt, sie setzten sich das Ziel, ihre Ideen Schritt für Schritt in die Köpfe derer hineinzutragen, die noch von traditionellen Vorstellungen beherrscht waren, und so durch eine Veränderung des Bewußtseins vieler die Gesellschaft selbst zu verändern. Das ist der Grund, warum die überzeugten 68er später vornehmlich bei Lehrern und Hochschullehrern, Journalisten und Schriftstellern, Politikern und Richtern, Lektoren und Pastoren zu finden waren – kurz: bei allen, deren Aufgabe es ist, auf das Denken, Fühlen und Handeln ihrer Mitmenschen Einfluß zu nehmen. In diesen Positionen war es ein Leichtes, die überkommenen Vorverständnisse gegen andere auszutauschen und schließlich sogar die Diskurshoheit in den Medien zu erlangen, die es gestattet, Themen nach Belieben auf die Agenda zu setzen oder herunterzunehmen und zu bestimmen, was wie gesagt werden darf und was nicht.

Lenkung des Denkens durch Lenkung der Sprache

Als wirksamstes Mittel der Gesellschaftsveränderung hat sich dabei die Herrschaft über die Sprache erwiesen. Tabus hat es zu allen Zeiten gegeben, weil man die wesentlichen Grundlagen einer Gesellschaft schon immer vor zersetzender Kritik bewahren wollte. Die moderne Political correctness jedoch ist ein Instrument, mit dem nach Gusto neue Tabus gesetzt werden können – nicht um die vorhandene Gesellschaft zu erhalten, sondern um sie in eine bestimmte Richtung zu verändern. Mit Hilfe sprachlicher Manipulation lassen sich Institutionen unterminieren und zu Fall bringen, ohne daß sich die ausführenden Akteure ihrer Verantwortung bewußt werden müssen. Denn die politisch korrekte Sprache ergreift zugleich vom Denken dessen Besitz, der sich ihren Anordnungen fügt, so daß er am Ende ganz von selbst in der gewünschten Weise denkt. Da Sprechverbote sich unter der Hand in verinnerlichte Denkverbote verwandeln, können die Menschen durch Sprachregelungen mental gesteuert werden. Wo die Political correctness ihre Herrschaft errichtet hat, bedarf es keiner Blockwarte mehr, die dafür sorgen, daß niemand den unsichtbaren Cordon gesellschaftlich akzeptierten Verhaltens durchbricht. Die Leute kontrollieren sich vielmehr selbst und achten genau darauf, daß sie ja nichts sagen, was Anstoß erregen könnte.

Auf diese Weise ist ein Sozialismus entstanden, der keine Proletarier mehr braucht, um die bürgerliche Gesellschaft zu zerschlagen. Dieses Geschäft wird vielmehr mit sprachlichen Mitteln erledigt. Der Furor des entfesselten Gleichheitsgedankens, der keine Unterschiede duldet, löst Staatsgrenzen und Nationen auf und stellt selbst die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Frage. Im Zuge der Emanzipation wird die Frau funktionell vermännlicht, Schwangerschaft wird zu einer Art Krankheit erklärt und Abtreibung firmiert als Menschenrecht. Damit rückt das Ende der Familie, der zentralen Institution der überkommenen Gesellschaft, in Sichtweite. Mit der "Öffnung" der Ehe für Homosexuelle wurde auch die Liquidierung der Ehe eingeläutet: auf die Frage nach dem Sinn der Monogamie gibt es gegenwärtig keine Antwort mehr. Das läßt für die Zukunft weitere Änderungen auf diesem Gebiet erwarten, die in ihrer Gesamtheit der westlichen Kultur einen guten Teil ihres bisherigen Bodens entziehen werden. Die Arbeiter haben, wie erwähnt, als revolutionäre Klasse ausgedient. An ihrer Stelle sucht der kulturelle Sozialismus immer andere Minderheiten, zu deren angeblichem Schutz immer neue für die bisherige Gesellschaft konstitutive Regeln in Frage gestellt werden. Die Umdeutung des Gedankens der Gleichbehandlung in eine aktive Gleichstellung solcher Minderheiten forciert diesen Prozeß in nie gekannter Weise. Gleichmacherei wird damit zum legitimen Ziel erklärt. Schematisch fortgedacht, würde dies auf eine globale Gesellschaft austauschbarer Personen hinauslaufen, auf eine Gesellschaft aus prinzipiell gleichen menschlichen Atomen, die überall und nirgends zu Hause wären, denen daher niemand näher oder ferner stünde als beliebige andere, kurz: eine egalitäre Weltgesellschaft, deren Geschicke nur durch eine zentrale Weltregierung verwaltet werden könnten.

Quo vadis, Germania?

Das ist zwar Utopie. Die Anfänge dieses Prozesses vollziehen sich freilich vor aller Augen: Die Öffnung der Grenzen für beliebige Zuwanderer aus fremden Kulturkreisen lockert den für eine Demokratie unerläßlichen Zusammenhalt der Bevölkerung. In die Lücke, welche die kinderlosen emanzipierten Frauen der westlichen Welt hinterlassen haben, wandern die gebärfreudigen Frauen Vorderasiens und Afrikas ein. Die unterschiedliche Reproduktionsrate von Heimischen und Eingewanderten läßt die Authochtonen in ihrem eigenen Land sukzessiv zu Fremden werden. Diesen Heimatverlust mag man bedauern. Aber er ist in Deutschland offenbar mehrheitlich gewollt. Und selbst wenn dies nicht so wäre: Wer die Kinder macht, der bekommt das Land, und zwar zu Recht; seinen Abkömmlingen gehört die Zukunft. Alles andere ist leere Theorie. Ob diejenigen, über die damit der Stab gebrochen wird, dies einsehen, ist ohne Belang.

Wohin genau diese Entwicklung realiter führen wird, ist schwer absehbar. Demagogen zeichnen sich nur selten dadurch aus, daß sie ihr Ziel präzise beschreiben würden. Sie lassen es vielmehr im Unbestimmten und gestatten allenfalls einen vagen Blick auf die künftige Welt. Vom jungen Marx etwa hören wir, daß in der kommunistischen Sozietät "die Gesellschaft die allgemeine Produktion regelt und mir eben dadurch möglich macht, heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden" (MEW 3, 33). Lenin versprach allen Ernstes, "die gesamte Volkswirtschaft nach dem Vorbild der Post zu organisieren" (Staat u. Revolution, III 3 [a.E.]). Der moderne "kulturelle" Marxismus verhält sich in dieser Beziehung nicht anders. An sich weiß jeder, daß das Prinzip der Egalität in einer arbeitsteiligen Gesellschaft auf unüberwindliche Grenzen stößt; denn eine solche Gesellschaft braucht unterschiedliche Menschen, wenn sie funktionieren soll. Woher diese Unterschiede kommen sollen, wenn unentwegt auf die Aufhebung aller Unterschiede hingearbeitet wird, ist jedoch eine Frage, um die der moderne Marxist einen ebenso großen Bogen macht wie der Teufel um das Weihwasser. Wo man das freie Spiel der Kräfte verwirft, bleibt eigentlich nur die obrigkeitliche Regelung, wie Aldous Huxley es bereits vor langem prognostiziert hat. Von autonomer Selbstbestimmung könnte dann keine Rede mehr sein.

Wer Ideen hat, darf sich melden

In einem herrschaftsfreien Diskurs aller Bürger, in dem die verbindlichen Regeln des Zusammenlebens ausgehandelt werden, wäre für eine durchregulierte Welt dieser Art kaum Zustimmung zu erlangen. Deshalb sind die politischen Eliten an einem offenen Diskurs auch gar nicht interessiert. Sie arbeiten vielmehr daran, den gelenkten Diskurs auf Dauer zu stellen und die mentale Erziehung der Bürger auf subtile Weise zu perfektionieren. Die soziale Verhaltenssteuerung gewinnt dadurch einen anderen Charakter, als es bisher überwiegend der Fall war: An die Stelle der grobschlächtigen Beschränkung äußerer Handlungsspielräume tritt immer mehr die unmerkliche Einhegung des inneren Freiheitsraums, die sanfte Beeinflussung und Kontrolle der Gedanken. Die Gesellschaft teilt sich danach in "richtig" und "falsch Denkende", und alle Anstrengungen richten sich darauf, die falsch Denkenden aus dem politischen Diskurs auszuschließen. Die Rotwein und gutes Essen schätzenden Salonkommunisten, die sich diese Aufgabe zum Lebensinhalt gemacht haben, nennen sich gern "Linksliberale", verfolgen jedoch alle Abweichler von der allein akzeptierten Linie mit einem Haß, der eines Stalinisten alter Schule würdig wäre.

Wer gegen die von dieser Klientel geschaffenen Netzwerke antreten, wer die menschliche Autonomie bewahren und der Freiheit eine Lanze brechen will, braucht nicht nur wie ehedem Kraft und Entschlossenheit. Er braucht nach Lage der Dinge mittlerweile auch Ausdauer für einen zweiten "Marsch durch die Institutionen"; denn kurzfristig läuft insoweit gar nichts mehr. Vor allem aber benötigt er eine realistische Vision einer freiheitlichen Zukunftsgesellschaft, die dabei als Leitstern dienen könnte. Wer zu einer erneuten Aufklärung beitragen möchte, die offenbar immer dringlicher wird, findet hier ein reiches Betätigungsfeld. Wer Ideen hat, darf sich melden, möchte man fast sagen. Denn selbst wenn man von Marx sonst nichts lernen könnte, eines kann man eben doch lernen, nämlich daß der Gedanke das Denken am meisten beflügelt.

Prof. Dr. Johann Braun war bis zu seiner Pensionierung ordentlicher Professor an der Juristischen Fakultät Passau und hat zuletzt ein Buch über seine Beobachtungen und Erlebnisse in der Bundesrepublik vorgelegt: Ein Leben in Deutschland. Rückblicke auf sieben Jahrzehnte BRD, LIT-Verlag 2018. 471 S.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Unmensch

Über die Abschaffung des Kulturmarxismus mache ich mir keine Sorgen, das wird spätestens von den Islamisten erledigt.
Schwieriger wird es sein, für das Fortbestehen der Vernunft zu sorgen, denn die hat scheinbar nur wenige Unterstützer.

Gravatar: Thomas Rießler

Die Kulturmarxisten geben sich nach außen hin nicht so revolutionär und gewalttätig wie ihre Vorgänger. Dies hat wohl auch mit dem Marsch durch die Institutionen zu tun, der ansonsten kaum möglich gewesen wäre. Dies bedeutet aber nicht, dass sie irgendwie zivilisierter oder gebildeter geworden wären. Sie haben ihre wahren Absichten lange verheimlicht und missbrauchen ihre Machtpositionen als Journalisten, Lehrer, Richter usw. im Sinne ihrer Ideologie, um andere Menschen zu indoktrinieren oder bei Widerstand auch zu schädigen. In der Regel treten sie im Rudel, in Netzwerken, auf. Mein Mitleid mit ihnen hält sich angesichts der deutschen Geschichte in engen Grenzen. Aufklärung wäre hier wie Perlen vor die Säue werfen.

Gravatar: Uwe Lay

Eine sehr gediegene Betrachtung zum Thema: Kulturmarxismus-hoffentlich greift Prof. Braun auf dieser Seite öfters zur Feder! Es muß konstatiert werden, daß das Gramsci-Konzept der Eroberung der Kulturhoheit durch die Linken-leider- sehr erfolgreich war! Eines zeigt dieser Erfolg, daß grundlegende Veränderungen in der Sphäre der
Politik grundlegende Änderugen in der Kultur zur Voraussetzung haben. Die Bedeutung des Kulturkampfes wird aber bisher von uns Nicht-Politisch-Korrekten unterschätzt. Rechte Kultur zu fördern,
wäre so eine dringende Aufgabe für die AfD.
Uwe Lay

Gravatar: Petra Müller

Dem Verfasser sei gedankt für seine Einsicht gewährende Zusammenschau der momentanen geistigen Verfasstheit der Bürger dieses Landes.

Gravatar: Werner N.

Der bislang am besten fundierte Artikel zum Thema "Kulturmarxismus", den man hier lesen konnte. Leider kommt Prof. J. Braun etwas spät damit rüber, aber man weiß ja, dass Lehrstuhlinhaber *innen aus o.a. Gründen erst als Emeritus*a schreiben können, was sie wirklich denken.

Einzelne Punkte sollte man noch ausführlicher erläutern, so die dienende Rolle der "Aufklärung" als Ideologie, die Kritik an der Habermas` schen Diskurs–Theorie, der qualitative Niedergang in Ausbildung und im intellektuellen Establishment seit über 30 Jahren aufgrund der Gleichstellungsutopie oder die beiden gegensätzlichen Raum- und Zeit–Auffassungen, um die der Kampf noch die kommenden Jahrzehnte gehen wird. Vernachlässigt wird auch, wie sehr „Rechte“ und „Kapitalisten“ die marxistische Droge der EIN-fachheit aufsogen und so mehr unwissend zur EIN-falt auch des niederen Volkes beitrugen. Einzig Thilo Sarrazin wies darauf hin. Richtig bemerkt wurde wiederum, dass die europäische „Neue Rechte“ dem „cultural marxism“ außer Kritik an Einzelpunkten bisher keine eigene umfassende (Leit-) Kultur entgegensetzen konnte.

Gravatar: Wagner

Hier ein älterer Beitrag zum Kulturmarxismus aus dem Jahre 2015, der leider nicht via Netz erreichbar ist:

http://etappe.org/ausgaben/22-etappe/

Das deutsche Feuilleton ist doch schon etwas länger am Ball.

Schreibe einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang