Der politische Islam verdrängt den Säkularismus

Islamische Welt: Säkularismus vollends gescheitert?

Die Türkei hatte die Chance, ein vorbildlicher laizistischer Staat zu werden. Doch mit Erdogan fällt das Land in alte Verhältnisse zurück. Diese Entwicklung ist beispielhaft für die islamische Welt.

Foto: MiGowa / flickr.com / CC BY 2.0
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„Wir sind ein muslimisches Land. Als Konsequenz müssen wir eine religiöse Verfassung haben.“ Dies sind die aktuellen Worte des türkischen Parlamentspräsidenten Ismail Kahraman, wie unter anderem der Spiegel unter Berufung auf Meldungen der Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Der Säkularismus, so forderte Kahraman, dürfe in der neuen Verfassung keine Rolle mehr spielen.

Die Forderungen des türkischen Parlamentspräsidenten spiegeln den Kurs von Recep Tayyip Erdogans Regierungspartei AKP wider. Die einstigen laizistischen Reformen des großen Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk, der den anatolischen Teil des einstigen Osmanischen Reiches in den modernen Staat der Türkei umformte, werden Schritt für Schritt zurückgedreht. Die Türkei entwickelt sich von einer modernen säkularen Republik zu einem islamistischen Staat.

Der Säkularismus ist in der gesamten islamischen Welt auf dem Rückzug


Zwei zentrale Beobachtungen zeigen einen unübersehbaren Trend auf: In den allermeisten christlich geprägten Gesellschaften der westlichen Welt haben sich säkulare und laizistische Formen des Staatswesens durchgesetzt. Es herrscht Glaubens- und Meinungsfreiheit. Hier können unterschiedliche Glaubensgemeinschaften nebeneinander existieren. Diese Entwicklung ist das Ergebnis der Aufklärung und sozialer Revolutionen.

Dagegen ist in fast allen mehrheitlich islamisch geprägten Gesellschaften die Trennung von Staat und Religion entweder nicht gelungen oder niemals angestrebt worden. Der Trend ist hier gegenteilig. Säkulare Modernisierungsversuche des 20. Jahrhunderts werden fast überall zurückgefahren. Die Tendenz zur Politisierung des Islam ist allerorten erkennbar. Nichtislamische religiöse Minderheiten sind in Gefahr. Die sozial und religiös restriktivsten Länder der Erde sind fast ausnahmslos islamisch geprägt.

Die islamische Welt befindet sich eindeutig in einer anderen Phase als die westlich-moderne und in ihrem Ursprung christliche Welt. Man erkennt, dass zwei völlig Unterschiedliche Prozesse ablaufen: Säkularisierung des Westens versus Politisierung des Islams. Gleichzeitig scheint die westliche Säkularisierung einen Freiraum zu schaffen, in den der Islam vordringt.

Säkularismus und Islamismus sind gegensätzliche politische Strömungen


Man greift zu kurz, wenn man auf die Unterschiede in den heiligen Schriften und theologischen Schulen der beiden großen Weltreligionen verweist und dies als Begründung für die unterschiedlichen  politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen heranzieht.

Auch das sogenannte christliche Abendland hatte eine Phase durchlaufen, in der Politik und Religion eng verwoben waren und Glaubensfragen restriktiv gehandhabt wurden. Das Mittelalter und die frühe Neuzeit waren geprägt von solchen Auseinandersetzungen. Die Erinnerung an die Inquisition und Reformationskriege ist noch nicht verblasst.

Wichtiger als die Suche nach den Ursachen, die vielmehr eine akademische Aufgabe ist und in die Seminare der Universitäten gehört, ist die Anerkennung der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Realität und des eindeutigen Trends, zu dem man sich verhalten muss. Die Konsequenzen des expandierenden Islamismus in den Freiraum des Säkularismus hinein scheinen von der Politik nicht ausreichend bedacht zu werden.

Eine Zeitlang schien der Säkularismus im Nahen Osten möglich


Der Westen hatte im Zeitalter des Kolonialismus säkulares und modernstaatliches Gedankengut in den Nahen und Mittleren Osten gebracht. Der direkte Vergleich der damaligen islamischen Welt mit Europa hatte vielen Intellektuellen die Augen geöffnet: Europa war in jedweder Hinsicht fortschrittlicher, die Lebensverhältnisse besser. Die Staaten und Gesellschaften waren effizienter strukturiert. In einer Epoche des Fortschrittsglaubens hatten diese Argumente Gewicht.

So verhasst die französischen und britischen Kolonialherren in Nordafrika und im Nahen Osten auch waren: Sobald die Länder dieser Region wieder in die Unabhängigkeit entlassen wurden, behielten sie ihre modernen Verwaltungen und Regierungsstrukturen bei. Man wollte mit Europa auf gleicher Augenhöhe stehen.

Mustafa Kemal Atatürk war einer der ersten und prominentesten Vertreter der Vorstellung, dass man von Europa lernen müsse, um mit der modernen Entwicklung der Welt Schritt zu halten. Seine Reformen waren so radikal, dass sie sogar mit Verboten einhergingen. So etwa das Verbot der Verschleierung der Frau im öffentlichen Raum.

Doch hierzu brauchte man eine intellektuelle Grundlage, die die Modernisierung mit dem Islam versöhnte. Einer der Islamgelehrten, der diese Grundlage mitgestaltete, war damals der ägyptische Scharia-Richter Ali Abdel Raziq. Er behauptete, dass der Koran und die Scharia nicht eindeutig einen Gottesstaat fordern würden. Die Muslime seien also frei, ihre Herrschaftsform selbst zu gestallten.

Solches Gedankengut war natürlich in der Minderheit, doch einflussreich genug, um genügen Denkstoff für all die Modernisierungsversuche zu bieten, die im Nahen und Mittleren Osten ausprobiert wurden. Besonders in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Säkularisierungsideen mit anderen ideologischen Gedanken aufgewertet.

Zwei dieser säkularen Ideologien, die im Nahen und Mittleren Osten Verbreitung fanden, waren der pan-arabische Sozialismus und der arabische Nationalismus. Die Regime von Muammar al-Gaddafi in Libyen, von Gamal Abdel Nasser in Ägypten oder Hafiz al-Assad in Syrien waren von diesem Gedankengut geprägt.

Die Blütezeit des Säkularismus in Nordafrika und im Nahen Osten waren die 1950er bis 1970er Jahre. In Algier, Tunis, Tripolis, Kairo, Damaskus und Bagdad sah man Frauen in westlichen Hosen oder Röcken über die Straßen laufen. Die Mädchen gingen in Bagdad in ähnlichen Schuluniformen zur Schule wie zur selben Zeit in Israel.

Selbst in Persien zur Zeit des Schahs oder im sozialistischen Kabul war westlicher Lebenswandel verbreiteter als heute. Doch all diese Entwicklungen spielten sich in den Städten ab. Auf dem Lande blieb die Bevölkerung den alten Traditionen verbunden.

 

Vom Scheitern des Säkularismus

 

Es gibt viele Gründe für das Scheitern des Säkularismus. Einer der wichtigsten Gründe ist die Bevölkerungsexplosion im 20. Jahrhundert, die zur Landflucht geführt hat. Die Landbevölkerung konnte mit dem städtischen Lebensstil aus dem Westen nichts anfangen. Dieser Gegensatz lässt sich insbesondere in den Metropolen beobachten, wie Kairo oder Istanbul.

Ein weiterer Grund war die Verteufelung westlichen Lebensstils und Gedankenguts durch islamistische Bewegungen, die die Europäer als Unterdrücker und Feinde des Islams gesehen hatten. Ein Beispiel hierfür waren die Muslimbrüder in Ägypten.

Ebenso bedeutsam bei der Bekämpfung des Säkularismus waren die Monarchien am Golf, allen voran Saudi-Arabien. Die arabischen Königsfamilien wie beispielsweise die Sauds sahen durch die bloße Existenz von Republiken wie in Ägypten, Syrien oder dem Irak ihre eigene Herrschaftslegitimation infrage gestellt. Ihre Antwort darauf war, ihre Ölmilliarden in islamistische Bewegungen weltweit zu investieren und sich selbst als die Vertreter des wahren Glaubens zu inszenieren.

Schließlich war es der Westen selber, der islamistische Oppositionen förderte. Hintergrund war der Kalte Krieg. Man wollte nicht, dass sich die arabischen Staaten zu sehr an die Sowjetunion anlehnten. Vor allem wollte man die Verstaatlichungen der Ölproduktion verhindern oder rückgängig machen.

Bei der Bekämpfung der Sowjettruppen in Afghanistan hat sich die Mobilisierung der Mudschaheddin als besonders effektiv erwiesen. Damit war der Geist des militarisierten Heiligen Krieges wieder aus der Flasche gelassen. Dieselbe Taktik war auch gegen die syrische Regierung von Baschar al-Assad angewandt worden. Um ihn zu stürzen, wurden islamistische Rebellen und Oppositionelle unterstützt.

Islamismus darf nicht den europäischen Säkularismus gefährden


Niemand kann in die ferne Zukunft schauen. Doch kurz- und mittelfristig von einer Umkehrung des Prozesses auszugehen wäre naiv und fahrlässig. Der politische Islam gewinnt in allen Ländern der islamischen Welt und auch in Europa an Anhänger. Die Auslegungen werden immer radikaler, die Entschlossenheit der religiösen Eiferer immer besorgniserregender.

Europa muss damit rechnen, dass der politische Islam auch hierzulande wächst. Es ist schlichtweg nicht anzunehmen, dass Entwicklungen, wie sie zurzeit in der Türkei und in verschiedenen arabischen Ländern stattfinden, nicht auch die in Mitteleuropa lebenden Muslime beeinflussen.

Wer daher Worte wie Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Pressefreiheit und Freiheit der Kunst sowie Trennung von Staat und Religion im Munde führt, muss den Säkularismus genauso konsequent zu verteidigen bereit sein, wie andere ihre Religion.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: wissen.nicht.glauben

Die sogenannte Türkei ist doch nur eine gewalttätige Chimäre. Sie wurde in den vergangenen Jahrhunderten von den Griechen, den Armeniern und den Persern geraubt und zusammengeklaut. Das laute Geschrei der heutigen Turk-Nationalisten klingt doch recht hohl angesichts der Vertreibung und Ermordung von Millionen Griechen und Armeniern. Ich plädiere für eine Befreiung der Hagia Sophia und eine Entfernung der Minarette. Sie sind eine Beleidigung dieses wundervollen christlichen Bauwerks. Allein die noch gar nicht so lange zurückliegende blutige Eroberung dieses Landgebietes rechtfertigt erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit jeglichen türkischen Staates.

Gravatar: Hans von Atzigen

Der Artikel vermittelt die Komplexität der Problematik.
Der Megaknakpunkt ist die extrem verfahrene
Ökonomisch- Demografische Lage im Islamischen Raum.
Mit der der Massenzuwanderung aus dem Islamischen
Raum frisst sich diese Unselige Entwiklung auch durch
die ,,Aufgeklärten,,Gesellschaften der westlichen Welt.
Aufklärung und Wirtschaftlicher Ervolg sind deutlich enger ineinander verwoben als die Meisten vermuten.
Im Islamischen Raum dominiert das Faktum Religion.
Im ,,Augeklärten,, Westen werden die Errungenschaften der Aufklärung durch mangelnden Rationalismus und
überbordendem Ideologismus massiv gefährdet.

Gravatar: Klingler

"Dagegen ist in fast allen mehrheitlich islamisch geprägten Gesellschaften die Trennung von Staat und Religion entweder nicht gelungen oder niemals angestrebt worden."
Es ist ja auch nicht möglich, wenn man den Koran als Grundlage für sein Leben wählt. Nichts auf der Welt greift so sehr in das Leben eines Menschen ein, wie der "Koran". Er regelt alles, von der Wiege bis zur Bahre. Deshalb kann man auch nicht vom politischen Islam unterscheiden, weil es keine Differenzierung gibt. Es bildet alles eine Einheit. Koran ist Gott, und Gottes Worte können nicht geändert werden.

Gravatar: Theo

Interessant, der verbal militante LINKSRADIKALE Gysi macht in der Fernsehshow darauf aufmerksam, dass die AfD zu einem "Religionskrieg" aufrufe.

Dann stellen wir uns doch einmal vor, was passiert, wenn wir uns in Deutschland nicht gegen eine flächendeckende Islamisierung schützen.

So, wie es die religiöse bereits im Vorstadium einer Alzheimer-verdächtigen Erkrankung befindlichen Äbte der Klöster Andechs und St. Ottilien in Bayern wünschen, die sich ausdrücklich für die Errichtung von einer Europazentrale des Islams in München aussprechen? Bombastisch - im wahrsten Sinne des Wortes.

Oder Woelki, oder Gauck, oder Wulf, oder Claudia Roth, oder Crystal-Meth-Beck etc. etc.

Oder wie es Redakteure des Bayerischen Rundfunks tun, die mit Paukenschlägen die Islamisierung herbei dampfplaudern - auf Steuer- und Zwangsabgaben gestützt, versteht sich!

Der Islam gehört nicht nur nicht nach Deutschland, es reicht, dass die Mitbürger islamischen Glaubens den vollen Schutz der Gesetze und Religionsfreiheit genießen.

Nicht der Islam gehört zu Deutschland, sondern die Bürger islamischen Glaubens gehören zu Deutschland! Ein feiner, aber großer Unterschied Herr Gysi!

Der politische Islam fordert Unterwerfung, Anpassung und fördert den Mord an Andersgläubigen, was bereits 16 und 17 Jährige in NRW an Sikh-Gläubigen sehr ernst nehmen.

Ganz beiläufig nehmen nämlich die Befürworter der Islamisierung in Deutschland den religiösen Mord billigend in Kauf, der von radikalisierten Muslimen in Deutschland seit Jahren vermehrt und immer häufiger begangen wird.

Diese Beihilfe zum Mord ist auch der Ansatzpunkt, warum es Ermittlungen gegen Leute geben müsste, die diesen Totschlag an Nicht-Muslimen billigend als Kollateralschaden der Islamisierung befürworten.

Gravatar: ropow

Wenn Politik die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen ist, also jegliche Einflussnahme, Gestaltung und Durchsetzung von Forderungen und Zielen in öffentlichen Bereichen, dann wäre der Islam (= Unterwerfung) nur dann unpolitisch, wenn diese „Unterwerfung unter den Willen Allahs“ ausschließlich privat, also im stillen Kämmerlein erfolgen könnte.

Dem steht allerdings der „Wille Allahs“ entgegen, wie er im Koran und in den Hadithen überliefert wird. Die Forderungen „Tötet die Ungläubigen, wo immer ihr sie findet, greift sie, belagert sie und lauert ihnen auf jedem Weg auf“ (Sure 9:5) oder „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören … bis sie kleinlaut Tribut entrichten“ (Sure 9:29) kann man nicht im stillen Kämmerlein erfüllen, ebensowenig wie die vielen anderen Anweisungen, durch die der Islam nicht nur das private, sondern auch das gesellschaftlich-politische Leben en détail regelt.

Es gibt deshalb auch keine „Politisierung des Islams“ hin zum Islamismus, der Islam ist bereits grundlegend politisch. Mustafa Kemal Atatürk hatte dies doch eigentlich schon deutlich genug formuliert:

„Seit über fünf Jahrhunderten haben die Regeln und Theorien eines alten Araberscheichs und die unsinnigen Auslegungen von Generationen schmutziger und unwissender Pfaffen in der Türkei (bzw. Osmanisches Reich) sämtliche Einzelheiten des Zivil- und Strafrechts festgelegt.

Sie haben die Form der Verfassung, die geringsten Handlungen und Gesten im Leben eines jeden Bürgers festgesetzt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und Schlafen, den Schnitt seiner Kleidung, was er in der Schule lernt, seine Sitten und Gewohnheiten und selbst die intimsten Gedanken.

Der Islam die absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet. Er ist nichts anderes als eine entwürdigende und tote Sache.” - Mustafa Kemal Atatürk - zitiert und übersetzt aus: Jacques Benoist-Mechin, Mustafa Kemal ou la mort d ́und empire, Paris 1954, S. 352.

Gravatar: Karl Brenner

Das ist der islamische Säkularismus.
Wie der Gottestaat aussieht, kann man bei den Mullahs, den Taliban und der IS sehen.
Und wie der "islamische Säkularismus" dazu steht, kann man an den türkisch-saudischen Waffenleiferungen an die IS Kämpfer sehen.

Gravatar: Gerome van de ven

Alle wissenschaftlichen oder theoretischen Debatten über die Richtung der Türkei sind eigentlich nutzlos. Das beste Wissen, welches belastbar ist und aus dem man sein Handeln ableiten sollte, ist das Erfahrungswissen!

Dieses Erfahrungswissen, wie der Name schon sagt, speist sich aus Jahrhunderte altem Erfahrungsschatz vorheriger Generationen. Man muß demnach alle Erfahrungen in europäische und deutsche Politik miteinfliessen lassen, welche über Jahrhunderte die Balkanländer und insbesondere Griechenland und Armenien mit den Türken gemacht haben. Es waren furchtbare Erfahrungen!

Nur mit dem Wissen, dass bei den Türken höchste Vorsicht geboten ist, kann man diesen begegnen. Es ist erschreckend wie wenig - oder besser gesagt - überhaupt kein historisches Wissen über die Türkei deutsche und europäische Außenpolitik beeinflusst.

Wir haben es in der Bundesregierung und in Brüssel mit historischen Analphabeten zu tun, die sich anmaßen uns in die Zukunft zu führen. Aller Voraussicht nach, katapultieren sie uns in kürzester Zeit ins Mittelalter zurück, wenn sie den Türken auch nur ansatzweise entgegenkommen!

Im Übrigen kommt noch dazu: die Türkei liegt in Asien und nicht in Europa! Die Erdteile sollte man noch auseinander halten können. Also, wir haben nicht nur historische, sondern auch geographische Vollpfosten in den Führungspositionen! Na dann prost!

Gravatar: Hans Meier

Das Traurige in der Sache mit Erdogan ist seine absolute Humorlosigkeit, die so manchen orientalischen Despoten kennzeichnet, der mit dem Koran unterwegs ist.
Eine differenzierte kulturell gebildete und souveräne Person benimmt sich sicher völlig anders und wesentlich verantwortungsvoller für die Bevölkerung die er vertritt.
Was Erdogan präsentiert ist vollkommene Herrschaft eines Potentaten, dem jede europäische Kultur-Tradition ganz fremd ist.
Die Aufwertung die er durch die US-Politik erhalten hat, als Flüchtlings-Schleußer tätig sein zu können und den Bürgerkrieg in Syrien zu fördern, womit er und die Seinen den Handel mit Menschen, Waffen und Öl in der Region dominieren, macht ihn gieriger und entschlossener.
Sein Wunsch die Türkei aus der aufklärerischen kemalistischen Entwicklung wieder zurück in eine osmanische, korangestützte Großmacht mit einem Sultan-Gleichen-Anführer zu machen, der schon mal 960 Imame als Vorhut nach Deutschland schickt, die seine Enklaven betreuen, werden unser Land kontinuierlich weiter verändern.
Merkel spielt dabei als Rauten-Rumpelstilzchen mit, ihr ist es völlig egal, was dabei alles zu Bruch geht, denn Hauptsache sie steht im Mittelpunkt ihrer eitlen Selbstinszenierung, als die Polit-Diva im Zentrum ausländischer, geliehener Macht.
Statt Erdogans Dreistigkeiten zu stoppen, reagiert sie typisch wie ein „höheres DDR-Pfarrers-Töchterlein“ was auf der Kanzel tanzen will und alle Knirpse sollen klatschen bis zur Erschöpfung, um sie zu verehren und genau das wissen nicht nur Erdogan oder Obama das weiß auch ein echter, unverkrampfter großer Europäer, den die Cowboys zum Buhmann erklärten, weil er Teil unserer lebendigen europäischen Kultur, Kunst und Verantwortung ist und bleiben wird, siehe https://www.youtube.com/watch?v=JNbyjVmbjVg
Fakt bleibt, Klein- und Groß-Asien ist nicht europäisch, die USA waren noch nie europäisch aber das echte Europa mit seiner Kultur, mit seinen zivilisierten, gebildeten und aufgeklärten Menschen hat viel mehr Bewohner als nur die der EU, da gehört auf jeden Fall auch Russland http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=50192
dazu, wo ein Präsident eindeutig auch musische Talente hat, die den Orientalen völlig fehlen auch wenn sie sich nach Europa verirren.

Gravatar: Verum

Europa sollte den Mund halten.Hätte man die Türkei die Chance gegeben sich dem Westen zu nähern,wäre dieses Problem überflüssig.Was jetzt die Türkei macht geht Eu nichts an.Kümmert euch um eure Angelegenheiten.
Der Oberrassist Karl May.Seine Bücher sind voll rassistischen Äusserungen.
Der Mann stand vor der Flinte,wenn Allah mächtig wäre,würde er dich retten,wo ist er wo bleibt er?Er ist nicht mächtig.Diesen Satz hätte man auch umdrehen können.Wo ist Jesus?Er ist doch nicht mächtig.Sonst hätte er dich gerettet.
Solche Sätze sind rassistisch.
In Europa brennen die Sicherungen wegen der Türkei.Seit Jahren schreiben wir,wenn Europa die Türkei von Kopf wegstößt,wird das Land eigene Wege gehen,wo ihr denn keinen Einfluss auf das Land habt.Jetzt ist soweit dank eure Islamhass.Selber Schuld.
Was wollt ihr denn,das Land angreifen?Sanktionen?Der Hase ist über den Berg.Weint doch,vielleicht hilft es.

Gravatar: Aus Berlin

"Man greift zu kurz, wenn man auf die Unterschiede in den heiligen Schriften ... heranzieht".
Würde ich so nicht stehen lassen. Christus selbst hat eindeutig das säkulare Modell proklamiert, sein Königreich, das "nicht von dieser Welt" ist, sein "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist". Wenn Kirche und weltliche Macht sich allzusehr mit einander arrangier(t)en, so war es stets gegen den Willen Gottes, den Religionsstifter selbst. Jede Rückbesinnung auf die Wurzel führt also im Christentum, zur Distanzierung von der weltlichen Macht. Die Aufklärung war gerade deshalb in christlichen Ländern möglich!
Diese Distanz fehlt im Grundgerüst des Islam, die Scharia ist zwanghafter Bestandteil des islamischen Ideals. S.a. die Kairoer Menschenrechtserklärung der islamischen Staaten. Menschwürde gilt nur unter dem Vorbehalt der Übereinstimmung mit der Scharia.

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