Erster Teil

Elektro-Energiespeicherung, Notwendigkeit, Status und Kosten

Man hört immer wieder: Für eine erfolgreiche Energiewende müsse nur noch das Speicherproblem gelöst werden. Doch wie realistisch ist das?

Foto: Dirk Ingo Franke/flickr.com/CC BY SA 2.0 (Ausschnitt)
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April 2015. In einem Interview zur Energiewende erklärte der Energieexperte der IHK Nürnberg sinngemäß, welches Erfolgsmodell das EEG darstellt und dass abschließend nur noch das Speicherproblem gelöst werden  muss  - dies aber kein (wirkliches) Problem sei – noch ein bisschen Forschen und es klappt:

„.. zum Einen müssen die Speichermöglichkeiten durch Forschung und Entwicklung marktfähig gemacht werden, und zwar in großem Stil.“

Was der Experte da erzählte, hat der interviewenden Redakteurin gut gefallen. Dass der Experte  „vergessen“ hat, weiter zu erzählen und über die Kosten zu informieren, ist ihr nicht aufgefallen – Sie hat auch nicht danach gefragt -. Der IHK-Energieexperte ist mit dieser Ansicht – dass Speicher mit „noch ein bisschen Forschung“ gelöst sind - nicht alleine. Die bekannte Expertin C. Kemfert berichtete in einem Interview am 2.3.2015, Titel: „Kohlestrom schadet der Energiewende“, das gleiche.

Für mich war es ein Anlass, selbst nachzusehen wie der Status zur Speicherung von Elektroenergie ist. Was die Nachschau ergeben hat (und auch Fundstellen für weiterführende Publizierungen dazu) habe ich für EIKE in dieser Publizierung zusammengefasst.

2 Der EEG-Traum

Bevor die Energiespeicher behandelt werden, der unvermeidbare Überblick zum EEG. Denn ohne die Geschichte versteht man die Zukunft nicht (mehr).

Vorwärts immer, rückwärts nimmer – der Slogan einer zusammengebrochenen Welt ist wieder-auferstanden.

Stellungnahme BUND 2010[3]. 100 % Strom aus erneuerbaren Energien ist möglich und nötig. Hierzu ist ein Systemwechsel weg von Kohle und Atom hin zu Energieeffizienz und Erneuerbaren erforderlich. Eine Umstellung weg von Kohle und Atom zu einer vollständigen Versorgung durch erneuerbare Energien ist machbar.

Der BUND fordert eine klare politische Systementscheidung, in Deutschland aber auch in ganz Europa, dass die Weichen klar und unverrückbar auf das Ziel 100% erneuerbare Energie gerichtet werden.8 Aktuelle Planungen für neue Stromleitungen oder Stromspeicher müssen geprüft werden, ob diese für den Ausbau der erneuerbaren Energien nützlich sind.

Fachausschuss erneuerbare Energien 2010[11]. Neue Technologien werden zur Verfügung stehen, die ein Energieversorgungssystem, das auf 100% erneuerbare Energien aufbaut, versorgungssicher und kostengünstig realisierbar machen. Diese Einschätzung stimmt insoweit mit der Einschätzung der Regierungsparteien überein, die im Koalitionsvertrag das Ziel formuliert haben, „dass die erneuerbaren Energien den Hauptteil an der Energieversorgung übernehmen.“

Erneuerbare Energien haben das größte energetische und technische Potenzial aller bekannten Energiequellen. Sie sind umwelt- und klimafreundlich, global einsetzbar, in wenigen Jahren die kostengünstigsten Energiequellen und sie genießen eine außerordentlich hohe gesellschaftliche Akzeptanz. Die erneuerbaren Energien sind heimische Energiequellen und können die Nutzung von Kohle, Erdöl, Erdgas und nuklearen Energien im Strom- und Wärmemarkt schrittweise reduzieren und langfristig vollständig und dauerhaft ersetzen. Sie reduzieren damit die Abhängigkeit von Energieimporten, erhöhen die Energiewertschöpfung im Land und schaffen Arbeitsplätze.

 

Bild 2.1 Ausbauplan der erneuerbaren Energien in Deutschland. Quelle: Fachausschuss erneuerbare Energien 2010[11]

Bezüglich der Kosten ist man sich sicher. Experten belegen: nach 2015 wird der Ökostrom billiger:

Fachausschuss erneuerbare Energien 2010[11]. Betrachtet man den Verlauf der Differenzkosten (Abb. 1)] über die Jahre, so zeigt sich, dass die erneuerbaren Energien insgesamt mehr Kosten einsparen, als an Vorleistungen bis zum Erreichen des Break-Even- Punkts erbracht werden müssen. Dies bedeutet, dass der Ausbau der Nutzung der erneuerbaren Energien nicht nur im Sinne einer zukunftsorientierten Energiepolitik sondern auch ökonomisch sinnvoll ist. Bei einer jahresspezifischen Betrachtung wird das Maximum der Mehrkosten aber bereits im Jahr 2015 mit einer Summe von rund 17 Mrd. Euro erreicht.

 

Bild 2.2

3 Die nachhaltig ergänzte Naturlandschaft

Eine Landschaft gilt seitdem nur noch als nachhaltig, wenn sie wie in den nachfolgenden Bildern gezeigt aussieht. Damit diese „Nachhaltigkeits-Nachrüstung für naturbelassene Landschaften“ möglich ist, wurden von verschiedenen NGOs (von denen einige solche Bebauungen weiter unterstützen) mit viel Bürgerbeteiligung über Jahrzehnte Wald und Wiesen sorgfältig geschützt. Hoffentlich finden  nachfolgende Generationen auch Gefallen an solchen Landschaften, sonst entstehen einmal enorme Kosten für Re-Naturierungsmaßnahmen. Denn um die Ökostrom-Ausbauziele zu erreichen, muss massiv weiter zugebaut  werden.

Eine Abschätzung zeigt, wie viele Windräder in Deutschland benötigt werden:

Ahlborn 2013[15]. Zur Erzeugung von 25 Prozent des Strombedarfs sind 66.667 moderne Windräder erforderlich. Bei einer Anordnung in Windparks verteilen sich diese auf die gesamte Fläche von Deutschland … im Abstand von durchschnittlich 7,3km.

 

Bild 2.3 Windparklandschaft Dahl-Paderborn

 

Bild 2.4  Windkraftpark Nissenhörn Schleswig-Holstein

 

Bild 2.5 lt. Leser Heinzow: Dithmarschen mit der Meldorfer Bucht.

Es gibt Uneinsichtige: In Oberbayern findet praktisch keine solche Nachhaltigkeitsverschönerung statt. Fast könnte man annehmen, die Bevölkerung wäre dagegen. Vielleicht fehlt aber nur das Geld dazu, oder es streicht einfach kein Wind über die vielen Bergrücken. Diese Gegend läuft damit Gefahr, dass sie in Zukunft wegen diesem Mangel keiner mehr ansehen will.

4 Die Auswirkungen des EEG

4.1 EEG-Vergütungssätze

Die Historie und der aktuelle Stand mit Zukunftsdaten sind vollständig bei WIKIPEDIA Erneuerbare-Energien-Gesetz[25]  hinterlegt. Anbei deshalb nur eine kurze Übersicht.

Zuerst einmal die nicht allen bekannte Tatsache, dass ein Ökostrom- Lieferant auch den Strom vergütet bekommt, den er liefern könnte, aus irgend einem Grund (in der Regel Netzüberlast) aber nicht liefern darf. Dazu kommt die Vorrangeinspeisung für Ökostrom. Ein Netzbetreiber muss zuerst allen verfügbaren Ökostrom abnehmen und darf nur eine dann noch bestehende Differenz zum wahren Bedarf aus konventionellen Kraftwerken beziehen.

WIKIPEDIA Erneuerbare-Energien-Gesetz[25]

Kann Strom produziert aber nicht eingespeist werden, etwa weil der Netzbetreiber den Anlagenbetreiber aufgrund mangelnder Netzkapazitäten oder Netzüberlastung ferngesteuert herunterfährt, steht dem Anlagenbetreiber seit dem EEG 2009 eine Entschädigung zu, die sich gewöhnlich an der sonst zu zahlenden EEG-Vergütung orientiert.

Die Einspeise-Vergütungssätze

Solche sind in ellenlangen Tabellen und Reduzierungsangaben gelistet. Anbei deshalb nur eine ungefähre Angabe, was ein aktuell neu einspeisender Öko-Energielieferant für Direkteinspeisung ungefähr bekommt. Alle Angaben sind WIKIPEDIA Erneuerbare-Energien-Gesetz[25] entnommen.

Windkraft onshore

Anfangsvergütung: 8,9 ct / kWh (mindert sich dann jährlich bis zur Grundvergütung)

Grundvergütung: 4,95 ct / kWh

Windkraft offshore

In den ersten zwölf Jahren beträgt die Anfangsvergütung für Strom aus Offshore-Windkraftanlagen  13 Cent/kWh. Nach dem Zeitraum der Anfangsvergütung (12 respektive 8 Jahre), werden pro kWh 3,5 Cent/kWh vergütet.

Photovoltaik

Die Vergütungssätze für Photovoltaik betrugen schon einmal 48,1 …45,7 ct/kWh. Zum Glück für den Geldbeutel des Stromkunden wurden diese Sätze deutlich reduziert.

Vergütungssätze für neu angeschaltete Solaranlagen

Hinweis. Dazu kommt eine monatliche Degression 0,25% bei späterer Zuschaltung (Minderung der für 20 Jahre garantierten Vergütung für Neuanlagen). Die Zahlen bedeuten wieder ct/kWh.

 

Tabelle der aktuellen Vergütung für neu einspeisende Solaranlagen

4.2 Gesamtvergütungen

Spalten:

Spalte 2: Einspeisemengen von EEG-Strom (in GWh)

Spalte 3: Einspeisemengen-Verteilung von EEG-Strom (% - Anteile)

Spalte 4: Vergütungszahlungen an Betreiber mit EEG-Umlage in 2011 (in Mio. €)

Spalte 5: Vergütungszahlungen-Verteilung an Betreiber mit EEG-Umlage in 2011  (% - Anteile)

Spalte 6: Mittlere Vergütungssätze im Jahr 2015 (ct/kWh). Unterste Zeile (13 ct/kWh) ist der Mittelwert.

Spalte 7: Für 2017 prognostizierte EEG-Stromeinspeisung (in GWh/a). Anm.: Verdopplung zu 2011

 

Tabelle Elektroenergie-Einspeisekosten konventioneller Kraftwerke bis ca. 2008, Quelle WIKIPEDIA.

Fazit

In 2015 vergütet man für Ökostrom einen mittleren Netto-Einspeisepreis von 13 ct / kWh. Dazu kommen  noch Kosten für den Umbau / Erweiterung der Strom-Infrastruktur und die Speicher.

Dem gegenüber kostete der Bezug aus konventionellen Kraftwerken  mit maximal 4,5 ct / kWh früher erheblich weniger.

Tabelle Elektroenergie-Einspeisekosten konventioneller Kraftwerke bis ca. 2008, Quelle WIKIPEDIA.

 

Ein lokaler Energieversorger, der damit wirbt, fast nur noch Ökostrom zu beziehen, informiert damit lediglich, dass er den Strom für den 3 – 4fachen Preis (gegenüber dem aus konventionellen Kraftwerken) einkauft mit der Begründung, er würde damit vorsorglich die Welt vor irgend etwas retten. Dabei zwingt ihn das EEG nicht dazu.

Mit den sinkenden EEG-Vergütungssätzen lohnt sich die Direkt-Einspeisung in vielen Fällen schon heute nicht mehr, sondern nur noch der Eigenverbrauch. Als Konsequenz müssen die Versorger für diese „Eigenverbraucher“ die Infrastruktur vorhalten, denn praktisch keiner kappt wirklich auch seinen Hausanschluss, um nicht auch weiterhin noch Strom auch vom Versorger beziehen zu können. Für diese Bevorratung bekommen sie aber nichts (Anm.: Die EEG-Reform 2014 änderte dies, so dass in Zukunft auch Eigenverbrauch mit einer EEG-Umlage versehen ist. Die Umsetzung ist aber aktuell noch ausgesetzt). Bezahlen müssen das die Restkunden.

Das trifft nicht nur private Anlagen, sondern auch die regionaler Versorger. Einige haben ihre hohen Rücklagen (welche eigentlich den Kunden gehören, in der Regel aber den Städten für Quersubventionierungen überwiesen wurden) massiv in Ökoenergie investiert und schreiben nun Verluste. Eine Listung ist in einem Artikel auf EIKE 2015[27] „Münchner Stadtwerke mal wieder - Burn, burn, Bürgergeld“, nachlesbar.

Allerdings, das EEG ist ja eine Quelle neuer Innovationen und neuer Geschäftsfelder zur Lösung von Problemen, die man selber schuf und es deshalb bisher nicht gab.

Mein Versorger wirbt aktuell in großen Anzeigen „WARUM ES SICH LOHNT, SEINEN EIGENEN ÖKOSTROM ZU PRODUZIEREN.“

„…wie die Sonne auch Hauseigentümer wieder strahlen lässt“

„So wichtig die Energieende auch ist, Verbraucher spüren deren Auswirkungen vor allem auf ihrer Stromrechnung. Da ist es nur verständlich, dass sich Privatleute fragen, wie sie mit gutem Gewissen ihren Beitrag leisten und sich dabei auch ein Stück weit unabhängig machen können. Viele führen diese Überlegungen auf ihr Dach – um Solarstrom zu gewinnen. Doch mehrfache Gesetzesänderungen trugen dazu bei, dass die Vergütung von Solarstrom kontinuierlich gesunken ist.

Da hilft nur eines, den Strom selbst zu verbrauchen. Die N-Energie hat deshalb mit „N-ENERGIE SOLARSTROM“ ein neues, attraktives Produkt entwickelt. …. Ziel ist es, für Eigentümer Optionen zu schaffen, die sie weitgehend von den steigenden Energiepreisen entkoppeln können.

… Solarspeicherakkus. Mit diesen praktischen Stromreservoiren kann der tagsüber gewonnene Strom  gespeichert und nach Sonnenuntergang selbst genutzt werden.

Das ist, als wenn mein Einkaufsmarkt werben würde:

Lieber Kunde, wir haben unsere Obsttheke vollkommen auf Bio umgestellt. Leider wächst aufgrund der Bio-Mangeldüngung nur noch die Hälfte und davon ist noch ein erheblicher Teil wegen Schädlingsbefall selbst an Biofanatiker nicht verkaufbar. Es ist für Sie deshalb sehr teuer geworden. Wieder konventionelles Obst anzubieten, verbietet aber unser Ökoglauben.

Wir haben für Sie als Lösung jedoch ein attraktives Produktspektrum entwickelt. Sie können von uns Mini-Obstgarteneinheiten für Wohnzimmer und Balkon kaufen oder leasen und sogar von unseren Gärtnern pflegen lassen. Damit ziehen sie ihr eigenes Obst, werden von unserem teuren immer unabhängiger und das, ohne selbst etwas tun zu müssen. Wenn Sie dafür Umbaumaßnahmen benötigen, helfen wir selbstverständlich mit einem Förderkredit. Für die Jahreszeiten, in denen die Eigenernte nicht ausreicht, verleasen wir Ihnen zudem einen Eigenobst-Lagerplatz mit Schutzgasbegasung zur langen Haltbarkeit.

Sollte dies wider Erwarten nicht funktionieren, können Sie selbstverständlich auch das Obst bei  uns weiter kaufen. Da dessen Umsatz zurückgeht, wird es es allerdings immer teurer.

Gut, auch sonst ist der Versorger kreativ, das Geld seiner Kunden vorsorglich zum Schutz vor dem Klimawandel auszugeben, siehe: N-Energie Das CO2-Minderungsprogramm 2015[28]

„Wie in den vergangenen Jahren stellt die N-ERGIE auch 2015 Fördergelder in Höhe von 800.000 Euro zur Verfügung.

Das Programm war in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich: Allein 2014 wurden mehr als

3.500 Maßnahmen umgesetzt, die dafür sorgten, dass ca. 6.000 Tonnen weniger Kohlendioxid

in die Atmosphäre gelangten. Doch jeder Beitrag ist wertvoll. Er ist Teil der globalen Anstrengungen, die Folgen  der Erderwärmung in den Griff zu bekommen.“

Wie wertvoll dieser Beitrag ist, kann man leicht ausrechnen. Ich verwende die Daten aus dem Blogbeitrag „CO2-Rechenstunde“:

1.000.000 t CO2 „verursachen“ nach IPCC-Forcing eine Temperaturerhöhung von 0,001 ° C

Die für 800.000 EUR eingesparten 6.000 t CO2 retten die Welt somit jährlich vor 0,000006 ° C. Hoffentlich bemerkt sie diese gute Tat auf Kosten der eigenen Kunden. Man kann über den Unterschied zwischen Wert- und Sinnvoll also streiten.

Anbei zu diesem Thema ein Auszug aus: FAZ Lomborg[29]

Makroökonomische Modelle weisen zudem darauf hin, dass der wirtschaftliche Verlust durch Erneuerbare wesentlich größer sein könnte als einfach nur deren Mehrkosten, da erhöhte Produktionskosten alle anderen Branchen schwächen und das Wachstum drosseln. Der Durchschnitt aller großen Modelle deutet darauf hin, dass die derzeitige Klimapolitik Deutschland bis 2020 jährlich 43 Milliarden Euro kostet.

Für all diese Milliarden erreicht Deutschland sehr wenig Nutzen für das Klima. Die veranschlagten 100 Milliarden Euro für Solaranlagen sollen in den kommenden 20 Jahren die CO2-Emissionen jährlich um schätzungsweise 12,8 Megatonnen (Mt) senken. Wird diese Rechnung in einem Standard-Klimamodell durchgeführt, ist das Ergebnis eine verschwindend geringe Temperatursenkung von weniger als 0,0001 Grad Celsius bis zum Jahr 2100.

Anders gesagt: Die 100 Milliarden Euro, die Deutschland in Subventionen für Solaranlagen steckt, werden die Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts um 37 Stunden verzögern.

Sämtliche Anstrengungen, die Deutschland zur Förderung der erneuerbaren Energien unternimmt, werden geschätzt zu einer Senkung der Emissionen um jährlich 148 Megatonnen führen. Im Standard-Klimamodell führt die gesamte Förderung der nächsten 20 Jahre zu einer Reduktion um gerade einmal 0,001 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts oder einer Hinauszögerung des Temperaturanstiegs bis zum Jahr 2100 um weniger als 18 Tage. Es sollte kaum verwundern, dass eine derart teure Klimapolitik, die so wenig Auswirkung auf das Klima hat, für die restliche Welt kaum nachvollziehbar ist.

5 Die Wende fliegt den Wendern um die Ohren

Warum Speicher immer dringlicher erforderlich werden, wurde auch auf EIKE oft berichtet und beim BmBF[19] kann man es auch amtlich nachlesen. Deshalb anbei nur eine Übersicht.

In den folgenden zwei Bildern ist aufgezeigt, wie die Situation aussieht. Im ersten Bild der installierten und zukünftigen Ökoleistung sieht man zudem deutlich, wie das Energiesystem in eine hoffnungslose Überproduktion „gefahren“ wird.

 

Bild 4.1 Aus FENES, OTH 2013[5]

 

Bild 4.2  Aus Bölkow-Studie 2010[4]

Eine Darstellung aus science-skeptical 2014[26] zeigt den Unterschied zwischen installierter- und eingespeister Ökoenergie-Leistung.

Bild 4.4

 

Die Leitungen und sonstige Infrastruktur muss für die installierte Leistung bemessen werden (sie könnte ja einmal kommen]. Geliefert wird aber nur der „mickrige“ Zappelstrom. Für den Ökostrom müssen also bildlich gesprochen mehrspurige Autobahnen für selten durchgeführte Urlaubsfahrten gebaut werden, obwohl ein Feldweg für die gesamte, sonstige Verkehrsbelastung ausreichen würde.

Auf Agora Energiewende[17] kann man sich Einspeiseganglinien der verschiedenen Erzeugerarten für unterschiedliche Zeiträume anklicken und dann ansehen.

 

Bild 4.5 Windkraft – Einspeise-Verlauf innerhalb einer Woche

 

Bild 4.6 Stromverbrauch und Windkraft – Einspeise-Verlauf innerhalb eines Jahreszeitraums.

In der aussagekräftigeren Häufigkeitsdarstellung sah das für Solar und Wind (für 2012) so aus:

 

 Bild 4.7, Quelle Ahlborn[16]

Einspeisequalität

Mit dieser Einspeise-Fluktuation lässt sich nicht im Ansatz eine stabile Stromversorgung bereitstellen. Um es trotzdem zu erreichen, ist es unabdingbar, den „Zappelstrom“ der Erneuerbaren über verschiedene Zeiträume zu speichern. Anm.: Für eine umfangreichere Beschreibung dazu siehe science-skeptical 2014[26].

Dieses Problem der exzessiven Speicherung von Elektroenergie gab es vor der Energiewende praktisch nicht. Es ist erst durch die Energiewende entstanden – weshalb es aktuell keine Stromspeicher im erforderlichen Maßstab gibt. Und das Problem wird von zwei Seiten her immer größer:

·       Mit dem Ausbau der regenerativen Energien – Diese erzeugen immer mehr Einspeisespitzen

·       Mit dem Abschalten konventioneller Kraftwerke – Deren bisherige Grundlasteinspeisungen müssen durch Zwischenspeicherung generiert werden

Weiter geht es dann im Teil 2

6 Quellen für Teil 1 - 3

[1]

Niedersachsen-Studie 2014. Innovationszentrum Niedersachsen GmbH, Juli 2014. Studie 7983P01/FICHT-12919463-v19:“Erstellung eines Entwicklungskonzeptes Energiespeicher in Niedersachsen“

[3]

 Stellungnahme BUND 2010. BUND, 27. August 2010: „Stellungnahme zur Frage der Stromspeicherung im Rahmen der Netzintegration von Strom aus erneuerbaren Energien“

[4]

Bölkow-Studie 2010. Ludwig_Bölkow_Systemtechnik GmbH [LBST], 22. April 2010: „Energiespeicher in Stromversorgungssystemen mit hohem Anteil Erneuerbarer Energien“

[5]

FENES, OTH 2013. Regensburg 05.11.13: „Energiespeicher für die Energiewende Zusatzkosten vs. Zusatznutzen? Ringvorlesung Kraftakt Energiewende II“

[6]

BE e.V.  A. Hauer. Bundesverband Energiespeicher e.V., Andreas Hauer: „Energiespeicher Technologien und Anwendungen“

[7]

VCI Zwischenbericht 2013. Ein Zwischenbericht des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), 8.Oktober 2013:  „Zukunft der Energiespeicher“

[8]

F. Endres 2015. TU Clausthal 13.04.2015, Interview mit Prof. Dr. rer. nat. Frank Endres, Institut für Elektrochemie: „Hintergründe zur Energiewende Batterien ohne Power und Windanlagen mit Gesundheitsgefahren“

www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2015_04_13_dav_aktuelles_interview_energiewende.html

[9]

Schnurbein 2012. Vladimir von Schnurbein: „Die Speicherung überschüssigen EE-Stroms durch synthetisches Methan.“

ENERGIEWIRTSCHAFTLICHE TAGESFRAGEN 62. Jg. (2012) Heft 9

[10]

Energie GmbH 2014. Leipziger Institut für Energie GmbH, 29. Januar 2014: Kurzexpertise „Wirtschaftlichkeit Batteriespeicher Berechnung der Speicherkosten und Darstellung der Wirtschaftlichkeit ausgewählter Batterie- Speichersysteme“

[11]

Fachausschuss erneuerbare Energien 2010. Fachausschuss ForschungsVerbund Erneuerbare Energien, Juni 2010: „Nachhaltiges Energiesystem 2050  Eine Vision für ein nachhaltiges Energiekonzept auf Basis von Energieeffizienz und 100% erneuerbaren Energien“

[14]

BMUB 2004. BMUB, 30.07.2004 Mitteilung Nr. 231/04: Erneuerbare-Energien-Gesetz tritt in Kraft

www.bmub.bund.de/presse/pressemitteilungen/pm/artikel/erneuerbare-energien-gesetz-tritt-in-kraft/

[15]

Ahlborn 2013. Dr. - Ing. Detlef Ahlborn 2. Juli 2013: „Wie viele Windräder braucht das Land?“

[16]

Ahlborn. Blog Vernunftkraft. Dr. - Ing. Detlef Ahlborn, „Windkraft-Verfügbarkeit“

[17]

Agora Energiewende Agorameter: Stromerzeugung und Energieverbrauch

www.agora-energiewende.de/service/aktuelle-stromdaten/

[18]

ScienceScepticalBlog 2013. ScienceScepticalBlog, 25. März 2013: Fred F. Mueller „Aufwind nur für den Strompreis? Deutschlands Energiewende und die Realität“

www.science-skeptical.de/energieerzeugung/aufwind-nur-fur-den-strompreis-deutschlands-energiewende-und-die-realitat/009573/

[19]

BmBF. Bundesministerium für Bildung und Forschung: „Energietechnologien für die Zukunft,  Netze und Speicher“.

www.bmbf.de/de/16753.php 

[20]

NABU 2011. NABU Schleswig-Holstein  5. September 2011.  Agrargasanlagen und Maisanbau. Eine kritische Umweltbilanz

[21]

TAB 2012. TAB Arbeitsbericht Nr. 147, April 2012: „Endbericht zum Monitoring: Regenerative Energieträger zur Sicherung der Grundlast in der Stromversorgung“

[22]

Heller 2013. science-skepticalm Peter Heller, 24. November 2013: „Technikfeindlichkeit am Beispiel Elektromobilität

[23]

Pettinger 2013. Hochschule Landshut 12.08.2013. Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger: „ Batteriespeicherung für Heimanwendungen“

[24]

Hartmann et al. 2012. Stuttgart, 2012: „Stromspeicherpotenziale für Deutschland“

[25]

WIKIPEDIA: Erneuerbare-Energien-Gesetz

de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz

[26]

science-skeptical 2014.  science-skeptical Blog, 19. Dezember 2014  Artikel: „Ein Fazit zu den Erneuerbaren Energien – Produktion 2014 und ein Blick in die Zukunft“.

www.science-skeptical.de/energieerzeugung/windkraft/ein-fazit-zu-den-erneuerbaren-energien-produktion-2014-und-ein-blick-in-die-zukunft/0013226/

[27]

EIKE 2015. EIKE Blogbeitrag, 07.03.2015: „Münchner Stadtwerke mal wieder - Burn, burn, Bürgergeld“

www.eike-klima-energie.eu/news-cache/muenchner-stadtwerke-mal-wieder-burn-burn-buergergeld/

[28]

N-Energie. Das CO2-Minderungsprogramm 2015 für Kunden der N-ERGIE.

www.n-ergie.de/static-resources/content/resources/doc/CO2_Minderungsprogramm2015.pdf

[29]

FAZ Lomborg. FAZ 15.05.2015, Björn Lomborg, Gastbeitrag „Deutschlands gescheiterte Klimapolitik“

www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiepolitik/bjoern-lomborg-ueber-klimawandel-und-gescheiterte-klimapolitik-13580487-p3.html

Beitrag erschien zuerst auf: EIKE

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Udo Stemmer

Helmut Kuntz schreibt
„Die Vergütungssätze für Photovoltaik betrugen schon einmal 48,1 …45,7 ct/kWh. Zum Glück für den Geldbeutel des Stromkunden wurden diese Sätze deutlich reduziert.“

Heute sind nach EEG bereits PV-Anlagen mit 3,86 Cent/kWh am Start.

https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2018/20180220_Ausschreibungen.html

„Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschläge lagen zwischen 3,86 ct/kWh und 4,59 ct/kWh“

Also Herr Helmut Kuntz,
ein Preisverfall von über -90% bei den Solaranlagen, da kann kein Neubau von einem Kohlekraftwerk oder Kernkraftwerk mithalten.

MfG

Gravatar: Udo Stemmer

Hans Kolpak schreibt an 24.06.2015 - 20:47
„Es ist nach dem Stand der Technik nicht möglich, Deutschland ganzjährig mit 80 Prozent Ökostrom zu versorgen.“

Na da gab es doch vor über 20 Jahren, Dr. und Professoren die vorgerechnet haben das ca. 5% der Stromversorgung in Deutschland das max. ist das EE-Quellen bereitstellen können.

Und 2017 werden es vermutlich ca. 38% werden.

Herr Hans Kolpak,
bis 70 oder 80% soll das erst mal machbar sein ohne mit den großflächigen Speichern von EE-Strom, so der Chef des Netzbetreibers 50Hertz, Herr Boris Schucht.

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/energiewende-80-prozent-erneuerbare-sind-kein-problem/13688974.html

MfG

Gravatar: Hans-Peter Klein

Sehr geehrter Herr Kolpak,
- können Sie den vermeintlichen "Umweltschaden" durch WKA einmal konkret benennen?

- WKA werden auf ausgewiesenen Flächen errichtet, an denen die betroffenen Gemeinden, die jeweiligen Besitzer und die beteiligten Aktionäre der Propjekte daran profitieren. Keine der erwähnten Parteien wird an einer Teilnahme gezwungen. Können Sie die "wenigen Profiteure" einmal konkret benennen?

- Sie schreiben, das die geplanten Ökostromanlagen im Jahr 80 % "unseres" Strombedarfs produzieren. Wer ist "unser", ist es die Gemeinde, der Landkreis, das Bundesland oder die Bundesrepublik? In der Nationalen Klimaschutz Initiative ist im Zeitraum bis 2050 eine Zielvorgabe von 80 % für Deutschland vorgegeben bei gleichzeitiger Abnahme des Primärenergiebedarfs (Strom, Heizung, Mobilität).

- Weiter unten beziehen sie sich bei Ihren Postulaten auf den gegenwärtigen "Stand der Technik", gerade der ändert sehr rasant an allen Fronten der Energiewende, bei den Effizienztechnologien (die verringern den Verbrauch), bei der Verteilung ("smart grid") und bei der Erzeugung wo mit zunehmend installierter Kapazität automatisch auch die Disponibilität (die Verfügbarkeit) steigt.

- Sie postulieren am Ende Stromkosten in "nicht vorstellbarer Höhe". Bei den Privathaushalten liegen wir gegenwärtig bei etwa 27 Cent/kWh. Könnten Sie Ihre nicht vorstellbar postulierten Stromkosten etwas näher konkretisieren?

- Man benötigt für so ein Mammut-Projekt wie der Energiewende in der Tat Vorstellungs-kraft. Das "Problem" einer bedarfsgerechten Stromerzeugung ist eine technische Zielvorgabe an die Steuerung und Regelung des Netzes hinsichtlich Strommenge, Spannung und Frequenz. Inwiefern ist eine derartige technische Lösung "bis heute noch nicht einmal in Ansätzen erkennbar" ?


Mit freundlichem Gruß

Hans-Peter Klein

Gravatar: Hans Kolpak

Der Schaden, den die Schildbürger gestiftet haben, war vergleichsweise harmlos. Eigentlich war er gleich NULL, denn die Geschichte ist frei erfunden. Die Windkraftanlagen jedoch sind ein Umweltschaden und ein wirtschaftlicher Schaden zugunsten weniger Windkraftprofiteure, der sich bitter rächt - schon heute.

Prof. Dr. Hans-Günter Appel, 2. Vorsitzender und Pressesprecher NAEB e.V. Stromverbraucherschutz: "Ich habe lange über den Sinn dieser unsinnigen Planung nachgedacht, bis ich endlich eine Erklärung fand. Die geplanten Ökostromanlagen produzieren im Jahr etwa 80 Prozent unseres Strombedarfs. Allerdings nicht bedarfsgerecht. Bei Starkwind und Sonnenschein wird viel zu viel Ökostrom produziert, der nicht gebraucht wird. Bei Flaute und nachts gibt es dagegen gar keinen Ökostrom. Ein Ausgleich durch verlustarme und ausreichend große Speicher ist bis heute noch nicht einmal in Ansätzen erkennbar. Der Stromüberschuss muss also vernichtet werden und konventionelle Kraftwerke müssen weiterhin bereit stehen, wenn wetterbedingt kein Ökostrom geliefert werden kann. Diese einfachen Zusammenhänge haben die hochbezahlten staatlichen Planer offensichtlich nicht bedacht. Es ist nach dem Stand der Technik nicht möglich, Deutschland ganzjährig mit 80 Prozent Ökostrom zu versorgen. Die Stromkosten werden aber mit dieser Planung in bisher nicht vorstellbnare Höhen getrieben."

Hans Kolpak
Goldige Zeiten

Gravatar: H.R. Vogt

Auch im Jahre 2099 werden in der norddeutschen Tiefebene noch keine neuen Gebirgszüge gewachsen sein, in denen man zusätzliche Pumpspeicherkraftwerke bauen kann.
In spätestens 30 Jahren werden jedoch Kernspaltkraftwerke entwickelt worden sein, welche anstelle von Uran – 235 und /oder Uran – 238 Thorium- 232 als Ausgangsmaterial verwenden und deren Reaktorkerne nicht mehr schmelzen können , weil sie bereits flüssig sind. )
Halbwertszeiten
Von Thorium-232: 1,39 mal 10 hoch 10 Jahre
Von Uran- 238: 4,51 mal 4,51 10 hoch 9 Jahre
Von Uran-235 : 7,13 mal 10 hoch 8 Jahre
Zum Vergleich : Die Erde ist rund 5 mal 10 hoch 9 ( also 5 Milliarden ) Jahre alt!

Gravatar: Hans-Peter Klein

Sehr geehrter Herr Kuntz,

immerhin berufen Sie sich bei den zitierten Daten und Grafiken auf renommierte Quellen wie den Energiewende Thinktank AGORA Energiewende-Berlin, das Zentrum für Sonnenenergie- Wasserstoff-Forschung-Stuttgart und den Fachausschuss Erneuerbare Energien in dem mehrere Fraunhofer-Institute, das IZES-Saarbrücken u.a. zusammen geschlossen waren, alles noble Adressen die national wie international eine hohe wissenschaftliche Reputation genießen,
eben: Qualität made in Germany.

Ihr erster Eingangssatz, Zitat:
„Man hört immer wieder: Für eine erfolgreiche Energiewende müsse nur noch das Speicherproblem gelöst werden.“
entbehrt jeder seriösen, fachlichen Grundlage.

Die Energiewende ist ein hochkomplexes Jahrhundertprojekt, wir stehen noch ziemlich am Anfang der Lernkurve und noch vor der Energiespeicherung wird an allen Fronten der Effizienzsteigerung, der intelligenten Steuerung von Verbrauch, Verteilung und Erzeugung, sowie an den Technologien der Erneuerbare Energien selbst mit Hochdruck gearbeitet, wobei Deutschland eine hervorragende Vorreiterrolle dabei einnimmt.

Einspeisequalität:
Ihr rein subjektiver Einstreusel („mickriger Zappelstrom“) steht in krassem Widerspruch zu den seriösen Quellen, die Sie zitieren:
Der angemessene Terminus Technicus würde etwa folgendermaßen lauten:
Zur Deckung des Tagesgang-abhängigen Stromverbrauchs durch volatile Energiequellen (Wind, solar) bedarf es beim gegenwärtigen Strommix zur Deckung der Residuallast noch konventionelle Energieträger (Kraft-Wärme-Kopplung, Gaskraftwerke, Kohlestrom), deren Anteil bei Erreichen der Zielvorgaben ständig sinkt. Ziel : 35% bis 2020 laut Nationaler Klimaschutz Initiative NKI.

Nachhaltigkeit:
Ihr Nachhaltigkeitsbegriff ist ziemlich oberflächlich. Nachhaltig bedeutet, dass nicht mehr genommen wird, wie innerhalb der Lebensdauer „nachwächst“, dass keine auf Dauer irreversiblen Schäden verursacht werden. All dies erfüllen die Erneuerbaren Energien, der Ursprungszustand kann jederzeit wieder hergestellt werden. Alles andere ist temporäre Veränderung des Landschaftsbildes, hier gilt eine angemesse Güterabwägung.

Temperaturerhöhung:
Da reiten Sie (Die Energiewende-Gegner) gerne drauf ‘rum, nur:
Es sind in der Tat Zahlen-Spielchen, Jonglierereien ohne konkret fassbare Aussagekraft. Die konkret fassbaren Argumente für die Energiewende lauten aber: Ressourcenschonung, Energieunabhängigkeit, zu guter letzt ökologische Verträglichkeit, Minderung des anthropogenen Anteils am Klimawandel, in nicht abschließender Reihenfolge.

Statistik statt Statisterei:
Schon hier und heute liegen handfeste Zahlen vor, wieviele Tonnen täglich/jährlich an Öl, Kohl, Uran, eingespart werden durch, na was wohl:
Erneuerbare Energien und Effizienztechnologien.

Wirtschaftlichkeit:
Hier werden Töne angeschlagen , als würde uns die Energiewende noch Kopf und Kragen kosten. Bei der politischen Großwetterlage warten wir doch erst mal ab, vielleicht heißt es zu den Erneuerbaren in absehbarer Zukunft: Nie waren sie so wertvoll wie heute. Finanz-Prognosen sind im Vergleich zu Energie-Szenarien deutlich unberechenbarer wegen dem unberechenbarsten Faktor überhaupt: Der Mensch.

Elektro-Energiespeicherung:
Komisch, ausgerechnet beim Titel-Thema gehen sie am wenigsten darauf ein. Auf dem Stromsektor sind derzeit mindestens 4 Speicherarten in der Diskussion: 1. Power-to-heat (KWK), ,2. Power-to-gas, 3. Power-to-Liquid (Wasserstoff), 4. Elektromobilität. Insgesamt lassen sich die Speichertechnologien unterscheiden nach elektrisch, chemisch, mechanisch und thermisch.

Und so weiter, man kommt automatisch vom Hölzchen zum Stöckchen.

What shalls?
Aber was soll eigentlich eine ins ingenieur-fachliche einsteigende Diskussion auf einer öffentlichen Diskussions-Plattform wie dieser hier ?

Meine Meinung dazu:

Es gilt, den allerbilligsten Klischees und Vorurteilen gegen die Energiewende entgegen zu treten mit sachlichen und mit politischen Argumenten. Die Argumente gegen die Energiewende lassen sich alle entkräften, aber Gut Ding muß Weile haben und in der Ruhe liegt die Kraft.

Denn:
Wie sieht das/Ihr „Alternativ“-Szenario bis 2099 aus, auf Basis von Öl, Kohle, Atom?
Was ist daran besser?

Daher:
Wer auf Effizienz und Erneuerbare setzt, der setzt aufs richtige Zugpferd.


Mit freundlichem Gruß

Hans-Peter Klein, Dipl. Ing.

Gravatar: Gerd Müller

Kann ja sein, daß anfänglich ein guter Gedanke hinter dem ganzen Energiewende Rummel steckte.
Seitens der Kanzlerin war es jedenfalls nur taktisch um den Grünen keinen Aufwind nach Fukushima zukommen zu lassen.
Weiter war da nichts, höchstens noch unüberlegte Dummheit.
Egal was man uns heute auch alles noch vorlügen möchte !

Das Speicherproblem kann heute nicht einmal annähernd gelöst werden, weil einfach die Technologien dazu noch nicht erfunden sind.
Mit herkömmlichen Mittel geht es jedenfalls nicht, wie man hier in diesem Vortrag von Herrn Prof. H.W. Sinn ganz einfach erkennen kann:
https://www.youtube.com/watch?v=jm9h0MJ2swo

Warum hört man also nicht auf mit diesem Unsinn?
Bleibt also nur noch eines, nämlich KOHLE machen mit dem guten Glauben und den künstlich erzeugten Sorgen der Bürger, jedenfalls der uninformierten und das ist leider die Mehrzahl !

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