Sie ist »nicht lesbisch genug«

Zickenkrieg um die Rolle einer weiblichen Batman-Figur

Ein US-Sender plant eine neue Superhelden-Serie, die gar nicht neu ist, sondern nur eine Wiederauflage der altbekannten Batman-Geschichte. Doch diesmal soll der Held eine Heldin sein, die Serie soll nicht etwa »Batman 2« heißen, sondern »Batwoman«. Als Schauspielerin ist die Lesbe Ruby Rose vorgesehen. Doch sie ist jetzt schon Zielscheibe eines empörten Shitstorms. Der Vorwurf: Sie ist »nicht lesbisch genug«.

Symbolbild Batman, Pixabay
Veröffentlicht:
von

Der Fall ist bezeichnend. Er wird als politisch korrekte Überreaktion dargestellt. »Die politische Korrektheit wird ins Groteske getrieben«, heißt es im Tagesanzeiger, der sich überrascht zeigt, weil er offenbar noch nicht gemerkt hat, dass die politische Korrektheit schon längst eine Groteske ist.

Der Fall verrät darüberhinaus etwas über den Charakter der LGBTTI-Gemeinde. Hier gibt es für uns alle eine wichtige Lektion zu lernen. Schließlich sind Transgender und Lesben die neuen Lieblingskinder der Grünen, der Linken und der Bildungsreformer. Wir sollen – so heißt es – ihre Lebensweise akzeptieren und sollen uns hüten, sie zu diskriminieren. Lernen wir sie erst einmal kennen.

Wie sind sie? Man erkennt sie an ihrem Verhalten und nicht an ihren Selbstbeschreibungen. Wie verhalten sie sich? Sie hassen. »Künftige Superheldin: 'Batwoman' Ruby Rose löscht Twitter-Account wegen Hasskommentaren«, schreibt der Stern, der schon weiß, dass Ruby Rose eine künftige Superheldin sein wird. 

Wenn sie es nicht gelöscht hätte, könnten wir auf ihrem Twitter-Accout lesen, was sie da geschrieben hat, sie hat es jedoch gelöscht, wir zitieren also wieder den Stern, der offenbar eine Sicherheitskopie hat. Ruby Rose hatte geschrieben: »Wenn Frauen und Minderheiten sich zusammentun, sind wir nicht aufzuhalten ... wenn wir uns gegenseitig zerreißen, ist das viel verletzender als von irgendeiner anderen Gruppe.«

Damit hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen und aus Versehen die Wahrheit ausgeplaudert: Die Diskriminierungen, die Lesben und trans-people von der heteronormativen Mehrheit der Cis-people erfahren (cis sind diejenigen, die nicht trans sind; bei denen also das gewünschte und gefühlte Geschlecht mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmt), sind nicht schlimm. Eine Diskriminierung findet überhaupt nicht statt. Oder wenn doch, dann in homöopathischer Dosis. Jeder Cis-Normative ist solchen Leuten gegenüber (falls er ihnen jemals begegnet) schüchtern, ratlos, gehemmt und vorsichtig. Es kommt so selten zu einem Zusammentreffen, dass sich ein Verhalten nicht verallgemeinern lässt. Wer die anonymen Hasskommentare schreibt, weiß übrigens auch niemand genau.

In diesem Fall weiß man es: Die Kränkungen, unter denen die trans-people leiden, kommen aus den eigenen Kreisen. Hier wird es offenbar: Die LGBTTI-Gemeinde ist überhaupt keine Gemeinde. Keine community. Sie halten nicht zusammen. Es gibt nichts Verbindendes. Sie können sich nicht einmal darauf einigen, wie genau ihre Buchstabenkette auszusehen hat. Schon die Buchstabenkette demonstriert die Zusammenhanglosigkeit, die Buchstabenkette ist eine reine Aneinanderreihung.

Diese »Buchstabenmenschen«, wie sie gelegentlich genannt werden, haben – wie man an diesem Fall eindrucksvoll sieht – niemanden, der legitimiert wäre, sie zu vertreten. Weder in der Politik, noch in der Kultur. Aber sie haben jede Menge selbst ernannte Fürsprecher und Aktivisten, die jetzt die Gunst der Stunde nutzen wollen, um persönliche Vorteile abzugreifen. Sie sind mit pauschalen Verurteilungen sofort zur Stelle, als hätten sie nur darauf gelauert, jemanden aus ihrer Mitte wieder auszuschließen.

Es ist eine Schlangengrube. Sie hassen sich. Sie kriegen nichts auf die Reihe. Sie können keine eigenen Geschichten entwerfen. Allein schon, dass sie versuchen, eine bekannte Figur – in diesem Fall Batman – einfach geschlechtsumzuwandeln und sich so anzueignen, zeigt, dass ihre eigenen Beiträge zur Kultur nur nachgeordnet sind. Sie stehlen die Kulturleistungen anderer. Nicht einmal besonders wertvolle, sondern welche, die sie für populär halten. Davon wollen sie profitieren.

Es ist lediglich eine parasitäre Kultur, die sie zustande bringen. Sie bilden keine eigenen Werte. Keine eigene Identität. Kein eigenes Narrativ. Sie sind destruktiv; sie löschen, sie pöbeln, sie beleidigen, sie beschuldigen, sie klagen, sie schreien, sie denunzieren, sie verletzen mit Worten. Der Shitstorm ist ihr Metier.

In dem inzwischen gelöschten Beitrag von Ruby Rose heißt es, sie wünsche sich, dass alle »ein bisschen freundlicher« wären und sich gegenseitig unterstützen würden. Genau das tun die Problemfälle aus der Buchstabenkette nicht. Sie sind nicht freundlich. Nicht zu anderen, nicht untereinander. Sie sind Einzelfälle. Ihr besonderes Kennzeichen ist, dass sie nicht mit anderen verbunden sind und dass sie auch keine Verbindung mit anderen aufnehmen können, die dauerhaft ist. Ihre Buchstabenkette ist der traurige Ersatz dafür, dass sie nicht Teil der Reproduktionskette des Menschenlebens sind.

Das wäre doch mal ein gutes Thema für eine Unterrichtseinheit, in der Schüler lernen können, sexuelle Vielfalt zu akzeptieren - oder?

 

 

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Larsilars

..."dass sie nicht Teil der Reproduktionskette des Menschenlebens sind."......

was für ein Glück für den Fortbestand und Fortentwicklung der statistisch normalen Mehrheit!

Die Natur selektiert nun mal aus!

Gravatar: Dirk S

Im Sonderangebot gibt es bei mir folgene Theorie:

Alles eine reine Webemaßnahme. Wen interessiert schon eine "Batwoman"-Serie, die letzendlich nichts anderes als ein müder Batman-Abklatsch zu werden verspricht? Eigentlich niemanden.

Wie sorgt man nun dafür, dass sich die Öffendlichkeit doch dafür interessiert? Man produziert einen "Skandal", was mit den Mitteln der asozialen Medien besonders einfach geht: Man veröffendlicht den Namen der mutmaßlichen Titelrollen-Schauspielerin und veranstaltet dann selbst einen Shitstorm gegen sie, der dann von der Presse aufgenommen wird und so in die Wahrnehmung der Öffendlichkeit getragen wird. Und schon entsteht Interesse an einem Unterhaltungsprodukt, an dem sonst eher wenig bis kein Interesse bestehen würde. Und falls das Interesse immer noch zu gering bleibt, kann man die Serie im Opfermodus einstampfen.

Schon immer hat ein kleiner Skandal (oder noch besser: ein kleine "Zensurmaßnahme" von staatlichen Sendern) mittelmäßige Unterhaltungsprodukte und auslaufende Karrieren zu neuem Leben erweckt. Warum sollte es nicht auch diesmal so sein?

Werbefreie Grüße,

Dirk S

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Zickenkrieg um die Rolle einer weiblichen Batman-Figur“ ...

Auch aus meiner ein klarer Fall von „Genderwahnsinn“!!!

Jedoch: „Die Masse wacht nicht auf!“ https://www.youtube.com/watch?v=D1Av7l3IwyU

´Noch` nicht!!!

Wird hiermit nicht deutlich, dass es auch für einen Atheisten wie mich wichtig ist, sich mit der Bibel zu beschäftigen???

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang