Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, im Machtbereich der EU eine Bargeld-Obergrenze einzuführen. Angeblich sollen mit dieser Maßnahme die Möglichkeiten der Geldwäsche eingeschränkt werden. Für diese erste Stufe zur Abschaffung des Bargelds braucht Brüssel allerdings die Zustimmung der Mitgliedsländer und da nur eine qualifizierte Mehrheit notwendig ist, ist das Stimmengewicht aller Länder entscheidend, also auch das der deutschen Vertreter.
Während aber ein Land wie Österreich sich klar gegen die geplante Maßnahmen der EU stellt, ist die Haltung der Bundesregierung völlig offen. Man weiß nur: Von der Ex-SED über die SPD bis zu den Grünen herrscht Einigkeit, dass die Obergrenze des Bargeld auf 10.000 Euro unterstützt wird. Der grüne Europaabgeordnete Sven Giegold klärt: »Der Vorschlag der Kommission ist sinnvoll«, schränkt allerdings ein, dass eine Bargeldobergrenze das Problem Geldwäsche nicht löst. Offenbar schweben ihm noch weitere Einschränkungen vor. Für die SPD erklärte Cansel Kiziltepe, die stellvertretende finanzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bundestag: »Wir brauchen ein konsequentes Vorgehen gegen Geldwäsche. Dazu gehört auch eine Obergrenze für Bargeldgeschäfte.« »Ein seriöses Geschäft läuft nicht mit dem Bargeldkoffer«, ergänzte sie, wohl ohne zu wissen, dass 10.000 Euro in ein Handtäschchen passen.
Kritik kommt dagegen aus der CSU. Dort traut man den Ausführungen der EU-Kommission offenbar nicht. »Die Bargeldobergrenze«, sagte der Europaabgeordnete Markus Ferber, »ist ein weiteres Mosaiksteinchen, um den Umgang mit Bargeld zu erschweren.« Sie passe zur Abschaffung des 500-Euro-Scheins und Plänen zu einem digitalen Euro. Die Bürger werden über die Digitalisierung des Geldverkehrs durchgehend kontrollierbar. Sie sind in der Hand der Behörden.
Das Argument der EU-Kommission, mit der Begrenzung des Bargelds auf 10.000 Euro würde Geldwäsche verhindert, ist seit langem widerlegt. In Italien galt bis zum Sommer 2020 eine Grenze von 3.000 Euro; sie hat zu keinem Zeitpunkt die Geldwäsche durch Kriminelle verhindert. Dann wurde die Grenze sogar auf 2.000 gesenkt. Zwar dürfen Bankkunden höhere Beträge abheben – Geschäfte dürfen sie damit aber nicht machen.
Und was plant die Bundesregierung ? – Eine Anfrage bei Finanzminister Olaf Scholz, SPD, ergab laut Welt die folgenden beiden Sätze als Antwort: »Die Bundesregierung begrüßt, dass die EU-Kommission jetzt umfangreiche Vorschläge vorgelegt hat, um Geldwäsche noch stärker zu bekämpfen. Die Bundesregierung wird die verschiedenen Punkte des Legislativvorschlages genau prüfen und sich aktiv in die Verhandlungen im Rat einbringen«.
Ein Finanzminister, der nicht weiß, ob er eine Obergrenze für Bargeld unterstützt ? – Das passt zwar zur Regierung, zeigt aber klar, das Olaf Scholz hier politisch taktiert. Vertritt er offiziell eine Bargeld-Beschränkung, kostet das seiner Partei und damit ihm als Kanzlerkandidat einer 15-Prozent-Partei wertvolle Stimmen. Spricht Scholz sich dagegen aus, verliert er ebenfalls Stimmen auf der Linken. In welchem Umfang, ist schwer zu sagen, aber wenn es in den Umfragen weiter nach unten geht, passen die Stimmen vielleicht doch irgendwann in einen Koffer.



Kommentare zum Artikel
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@Inda Hajo 02.o8.2021 - 16:47
Ja, wir haben es buchstäblich selbst in der Hand, ob wir die schleichende Abschaffung des Bargeldes befördern, ganz abgesehen von den Datenspuren die wir hinterlassen bei digitalen Bezahlmethoden. Die werden nämlich alle ausnahmslos gesammelt von den Banken.
Es soll sogar rot-grüne Geheimpläne geben, wonach die Arbeitgeber die Bruttolöhne, -gehälter für ihre Arbeitnehmer auf ein Staatskonto überweisen müssen, und rot-grüne Beamte dann nach ideologischen Maßstäben entscheiden, ob und wieviel davon an den jeweiligen Arbeitnehmer ausbezahlt wird.
Platterter Semmelgeist
Wenn wir bald nicht aufhören mit Karten ständig zu zahlen, werden wir diese Einschränkung automatisch bekommen, deshalb jeder kann damit schon anfangen.
Bei mancher scheint mir so, daß sie das Bargeld nicht mehr zählen können, weil sie beim Mathe auf bei Greta-Show waren.
Alle kriminellen Elemente haben sich über die bereits bis jetzt beschlossenen "Regeln" hinweggesetzt. Da laufen ganz andere "Geschäfte" ab, da wird auch diese Maßnahme nichts bringen.
In der EU tummeln sich soviel abgehalfterte und von ihren Ländern zu "belohnende" Damen und Herren, die ihre Daseinsberechtigung durch derartige Vorschläge nachweisen wollen.
Es wird immer schlimmer mit denen.
Der Weg in die Diktatur wird auch durch diese Vorschläge immer mehr voran getrieben.
Wenn die deutsche Polit-Mafia so weiter macht, werden die Deutschen nicht einmal einen Euro Bargeld mehr haben.
„Finanzminister Olaf Scholz, SPD, hüllt sich in vielsagendes Schweigen
Will die Bundesregierung das Bargeld auf 10.000 Euro begrenzen?“ ...
Ja mei: Da auch unsere(?) Heißgeliebte(?) das Bargeld zum Wohle des Volkes „möglichst schnell“ abschaffen will
https://www.allofus.de/merkel-will-das-bargeld-moeglichst-schnell-abschaffen/37191
und auch bei der Ex-SED über die SPD bis zu den Grünen entsprechende Einigkeit darüber herrscht, dass die Obergrenze des Bargelds auf 10.000 Euro unterstützt wird:
Warum sollte der Olaf mit Blick auf die Erhaltung seines Postens in einer auch m. E. längst feststehenden Nachfolgeregierung seinen Posten durch Untreue gegenüber seiner Göttin(?) aufs Spiel setzen???
Dann zahlt man eben mit Dollar. Der Euro dient eh nur noch als Toilettenwährung.
Es ist ein weiterer schritt zum vollkommenden
Steuersklaven, was hat sich denn geändert zum Feudalismus
Es werden doch nur erhöhungen der Abgaben durchgeführt
eine Reduzierung des Ausgabenbereiches wird noch
nicht einmal in Erwägung gezogen
Mann kann doch keinen ein Mandat erteilen.